In einer Kölner Straßenbahn erobert Georg das Herz einer Unbekannten – Rosalie. Schon bald zieht es die beiden jungen Liebenden aus dem Westen nach Berlin, wo nach Wende und Wiedervereinigung für einen kurzen Moment alles möglich scheint. Während weit oben im All ein letzter sowjetischer Kosmonaut in der letzten sowjetischen Raumkapsel seine Bahnen zieht, erkunden Georg und Rosalie die Stadt wie einen fremden Planeten und lassen sich treiben. Doch die Schwerelosigkeit währt nicht ewig, und schon bald müssen sich die beiden Sternenzähler der neuen Zeit stellen.
Ich habe eine lange Weile für dieses Buch gebraucht. Ich habe beim Lesen immer auf den Klick-Moment gewartet. Ich dachte irgendwann würde ich verstehen, was genau der Plan ist...
Im Nachhinein glaube ich, dass diese Erwartung schlicht nicht zum Buch gepasst hat. Es war das erste mal für mich in einem solchen Genre (Ich bezeichne es mal vorsichtig als Geschichte ÜBER Liebe). Vielleicht hatte ich als Leser hier durch die normalerweise mehr Actionreichen Geschichten, welche ich normalerweise lese einfach eine falsche Erwartungshaltung. Aber ganz glaube ich das eigentlich nicht (,obwohl es trotzdem stimmen könnte natürlich). Durch die Struktur, welche diese Geschichte hat wird meiner Meinung nach eben jene Erwartungshaltung beim Leser erzeugt, unabhängig davon was man erwartet haben mag. Der erwartete Klick-Moment ist für mich also eher ein Versprechen, was der Text von sich aus gibt.
Leider muss ich am Ende dieses Buches, mit einem Blick über das Ganze, sagen, dass der Plot der Geschichte einfach viel zu simpel ist. Es gibt keinen Klick-Moment; Auf diesen zu warten ist schlicht hinfällig. Es geht meist in genau jene Richtung, die man erwartet hat oder aber in eine Richtung welche einfach zu nichts führt. Ärgerlicherweise sind die Richtungen in welche die Geschichte geht oft sogar logisch kaum nachvollziehbar. Wenn die Geschichte sich selbst nicht so ernst nehmen würde wäre das vielleicht verzeihbar, aber die Geschichte nimmt sich eben ernst. Und dafür waren die Handlungen der Charaktere entweder zu unverständlich, oder eben zu schlecht erklärt.
Das der Plot der Geschichte so simpel ist passt leider auch auf einem anderen Level überhaupt nicht. Die Schreibweise, welche hier verwendet wird. Nun muss ich erstmal sagen, dass ich diese sowieso kritisiert hätte. Es gibt Bücher, welche kreativ in ihrer Schreibweise sind, aber es gibt auch Bücher, welche kreativ in ihrer Schreibweise sein wollen. Dieses Buch fällt in beide Kategorien, aber definitiv mehr in die Letztere. Dies ist an sich schon sehr frustrierend. Ich habe das Buch schon an Jemanden weitergegeben, deshalb kann ich nichts zitieren. Aber ich gebe hier mal ein für den Plot unwichtiges Beispiel ohne es zu zitieren, um zu illustrieren was das Problem ist.
Mal ganz davon abgesehen, dass es oft Beschreibungen gibt, welche so merkwürdig sind, dass es sich nicht mehr anfühlt, als ob man gerade wirklich im Kopf eines Charakteres in der Welt ist. Im Kontext dieses simplen Plots ist diese Schreibweise leider nicht nur frustrierend. Sie ist ablenkend, unpassend und macht die Erkenntnis, das es keinen Klick-Moment, in dem der Plot plötzlich deutlich interessanter werden wird, umso enttäuschender.
Insgesamt funktioniert die Geschichte einfach nicht. Sie ist nicht so klever, wie sie einen zu Anfang glauben macht, und der Plot ist schlicht zu uninteressant und zufällig. Ich wüsste nicht, warum ich das Buch weiterempfehlen sollte. Insgesamt bin ich sehr enttäuscht.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zugegeben: Precht schreibt mitunter prätentiös und ein wenig selbstgefällig, aber das macht nichts, denn Sprache kann er. Ich mochte die Melancholie der Erzählung, die Wehmut über Verlorenes in der Liebe und in der großen Geschichte.
I should probably start with the fact that love stories are not for me. I mean, I don't mind a little love story woven into an interesting plot, but in this book there is just nothing else. I really enjoyed Precht's other books, but the writing style of this piece has nothing to do with it. Or, now that I think of it: perhaps it does and this explanatory narrator's voice and the lack of depth in the writing style don't appeal to me in a novel. I dropped it somewhere in the middle, so there could be something interesting awaiting your near the end, but the first 180 pages were pretty pointless to me...
Vor allem habe ich mich an der Schreibweise gestört. Verschachtelte Sätze mit zig Kommata.. und dann hat man trotzdem das Gefühl, nichts über die Charaktere und ihre Gefühle erfahren zu haben. Mich haben diese zumindest recht kalt gelassen & als einen Liebesroman würde ich das Buch auch ganz bestimmt nicht bezeichnen, Leben Rosa und Georg dich die gesamte zweite Hälfte getrennt voneinander.
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