Ich habe schon viele Texte von Horst Evers gehört und/oder gelesen und liebe seinen trockenen, schrägen und oft ziemlich absurden Humor, der bei mir üblicherweise irgendeine Reaktion zwischen einem leichten Schmunzeln und brüllendem Gelächter hervorruft. Trotzdem konnte mich dieser Roman seltsamerweise nicht so richtig packen, ohne dass ich so genau den Finger darauf legen könnte, warum das so ist. Ich vermute, es liegt daran, dass das Buch insgesamt etwas weniger witzig ist als die pointierten Kurzgeschichten, die meiner bescheidenen Meinung nach die große Stärke des Autors sind. Nichtsdestotrotz ist es intelligent und gut geschrieben, hat durchaus seine lustigen, absurden und sogar spannenden Momente und wirft einen authentisch wirkenden Blick auf die Gedanken und Nöte des jugendlichen Icherzählers, wobei mir Marcos selbstironische Grübeleien am besten gefallen haben. Darum von mir solide drei Sterne.
Ich habe es durchgehalten! Doch das ist definitiv nicht mein Humor. Der Mann schwafelt. Situationen ziehen sich unnötig in die Länge. Er wendet immer wieder seine gleichen rhetorischen Tricks an. Zur Geschichte mag ich nichts sagen. Die war mir zu absurd. Auch gut, somit weiß ich, dass ich von diesem Autoren nichts lesen brauche.
Dieses Buch hat leider nicht meinen Humor getroffen. Den Schreibstil habe ich als sehr abgehackt empfunden und insbesondere die Dialoge sind mir mit der Zeit auf den Keks gegangen, weil sie irgendwie immer so umständlich wie möglich geführt wurden, ohne wirklich zum Punkt zu kommen. Gestört hat mich auch, dass jede Action-Szene durch eine vom Thema vollkommen abweichende Rückbesinnung auf das ländliche Leben des Protagonisten unterbrochen wurde, was einerseits die Handlung verlangsamte und andererseits wirkte, als hätte der Autor das Thema nicht anders unterbekommen. Die Story war an sich ganz unterhaltsam, aber der Schreibstil hat mich immer wieder etwas abgelenkt.
Ein Mörder, die die meisten Morde aufgrund von Grammatikfehlern begeht und zwei Morde, die eigentlich gar keine sind. Darum dreht sich das Buch. Und es ist genauso absurd wie es klingt.
Interessant ist, dass es einem erst absurd vorkommt sobald man drüber nachdenkt. Aber dann kommt die Story einem umso absurder vor. Es ist wirklich ein lustiges, aber auch spannendes Buch, das auf einem literarisch sehr hohen Niveau geschrieben ist. Dieser Umstand kommt allerdings in keinem Sinne spießig rüber. Es verstärkt einfach die Ereignisse durch einen sehr erweiterten Wortschatz.
Ich werde das Buch auf jeden Fall noch einige Male lesen und bin mir sicher, dass ich immer wieder Neues entdecken werde.
Dem 17-jährigen Marco fällt unvermittelt vor einem Bordell eine Leiche vor die Füße. Bei dem Versuch, den Toten zusammen mit Jana aus dem Bordell und Marcos Schulfreundin Mareike verschwinden zu lassen, geraten die Drei in immer verzwicktere Situationen im Rocker-Milieu. Ein kurzweilig geschriebener Roman mit immer neuen Wendungen, geschrieben mit dem vom Autor gewohnten Humor, jedoch fand ich den Roman nicht ganz so witzig wie frühere Bücher von Horst Evers.
fand’s nicht gut. die story ist super schlecht, Charaktere sind langweilig. man hört so ein wenig den Boomerautor raus, der sich selber lustig findet, aber keine Ahnung von jungen Leuten hat. Der autor fand sich dann auch manchmal super clever und wollte in so einer gewisse Metaebene mit dem Leser kommunizieren. Keine Ahnung. Es war nicht gut
Das einzig positive war, dass es spannend geschrieben war. aber ja trotzdem nicht 2 sterne wert.
sehr witziges Buch. Manchmal übertreibend, aber das ist halt Horst Evers. Am Ende des Buches ist man zufrieden, weil es alles so gut zusammen passt. Ich fand das Buch sehr schön und freue mich auf die anderen.
Ein unterhaltsamer trockener Humor für den Sommer. Jetzt weiß ich sicherlich, dass man in einem Wald eine Gefahr schlimmer als Wildschweine begegnen könnte ..
Ein skurriles Buch. Dennoch habe ich es gerne gelesen und als spannend empfunden. Die lustigen Kurzgeschichten von Horst Evers sind mir trotzdem irgendwie lieber.
Ich hätte nie gedacht, dass mich eine Geschichte von Horst Evers so emotional rühren kann. Er kann Krimi (siehe Der König von Berlin), er kann spannendes Jugend Abenteuer (siehe Es hätte alles so schön sein können) und er kann comedy (siehe alles was er jeh geschrieben hat). Was kann der Mann nicht?
Das Cover ist in grellem pink, der Name in weiß, Titel in bleu - beides in Schreibschrift. Durch die grellen Farben fällt das Buch sofort auf.
Zur Beruhigung seiner Hormone - und weil es im niedersächsischen Dorf Torfstede so ziemlich langweilig ist, wählt Marco seine Wege immer an dem Landbordell Village Rouge vorbei. Dies ist in der ehemaligen Gaststätte Lindenhof errichtet worden, liegt sehr verkehrsgünstig und wird gut reflektiert. In Torfstede gibt es nichts bis auf eine Pension, die kaum besucht wird und die ehem. Legehennenfabrik, die jetzt vergrößert und ein Biohof geworden ist.
Natürlich macht Marco am Village Rouge immer eine kurze Pause, hofft er doch, etwas aus dem Inneren erhaschen zu können. Dies ist verständlich, denn Marco ist noch Jungfrau und weiß nicht, wohin mit seiner Libido. So viele Möglichkeiten gibt es nun mal auf dem Dorf auch nicht. Er hat ein Auge auf Mareike geworfen, seine beste Freundin. Aber ob diese in ihm auch mehr als einen Freund sieht, weiß er nicht.
So steht er wieder einmal nachts am Village Rouge, als plötzlich ein in Leder gekleideter riesiger Mann in hohem Bogen durch ein Fenster fliegt. Er kracht auf einen Stein und ist tot. Zumindest sagt das eine der Damen, die gleich aus dem Haus rennt und nach dem Rocker sieht. Zugleich sieht sie Marco, der sich furchtbar erschrocken hat. Sie hat auch keine Lust, groß zu wissen, was er hier tut. Sie bittet ihn um Hilfe dabei, die Leiche und das Auto des Toten zu entsorgen. Er weiß kaum, was er sagt und hilft einfach. Erstmal stellen sie den Wagen in einer Scheune unter. Tags drauf kriegt seine Mareike Wind davon.
Ab sofort beginnt ein verrücktes Abenteuer für Marco und die zwei Mädchen, das sie sich in ihren schlimmsten Nächten nicht haben träumen lassen.
Von jetzt auf gleich sind sie aus dem idyllischen Leben in die Realität geschleudert. Es geht um Leben und Tod.
Horst Evers hat mit "Es hätte alles so schön sein können" ein aberwitziges Abenteuer niedergeschrieben, durch das drei junge, bisher behütete Menschen gehen müssen. Durch seinen bekannten Humor schafft er es, immer wieder spannende Steigerungen in den Roman einzubauen. Die Not der jungen Menschen mit anzusehen, aber auch, wie sie sie ihrer Jugend geschuldet kurz und knapp angehen, das hat er wunderbar herüber gebracht.
Ein lesenswerter Roman, der vielleicht am Ende etwas überzogen ist, doch mindert dies nicht das Lesevergnügen.
Der Roman erschien bei rowohlt Berlin, Umschlaggestaltung Frank Ortmann.