Galsan Tschinag, Stammesoberhaupt einer kleinen Gruppe tuwinischer Jäger- und Hirtennomaden in der Mongolei, verwirklicht am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts eine Vision, einen Traum. Über eine Wegstrecke von zweitausend Kilometern führt er einen Teil seines über das riesige Land verstreuten Volkes auf einer entbehrungsreichen Wanderung zurück in die angestammte Heimat, zu den Weideflächen und Jagdgebieten des Hochaltai im Nordwesten der Mongolei. Familien, die teilweise vier Generationen vereinen, ziehen in einer biblisch anmutenden Karawane mit einhundertdreißig schwerbeladenen Kamelen, mit Schafen, Hühnern, Hunden und dreihundert Pferden durch karge Steppen, über schroffe Gebirge und entlang großer Seen nach Westen, um den Faden ihrer einzigartigen Nomadenkultur wieder aufzunehmen.Tschinag setzt dem im Zeitalter des Umbruchs gefährdeten Nomadentum mit diesem Buch ein literarisches Denkmal.
Galsan Tschinag (Чинаагийн Галсан), born Irgit Shynykbai-oglu Dshurukuwaa (*26 December 1944 in Bayan-Ölgii Province, Mongolia) is a Mongolian writer of novels, poems, and essays in the German language, though he hails from a Tuvan background. He is also often described as a Shaman, and is also a teacher and an actor.
Born in the upper Altai Mountains in western Mongolia, the youngest son of a Tuvan shaman, Galsan majored in German studies at the Karl Marx University in Leipzig, East Germany (1962-1968). He did his thesis work under Erwin Strittmatter, and upon graduation began to work as a German teacher at the National University of Mongolia. In 1976 his teaching license was revoked because of his "political untrustworthiness". He continued to work twelve-hour shifts, shuttling between all four of the Mongolian universities. In 1980, at the age of 36, Galsan was diagnosed with a life-threatening heart condition. He later recovered from the condition and credits his "shamanic powers" and plenty of exercise for saving his life.
Today, the author spends most of the year at his home in the Mongolian capital city of Ulan Bator, together with his family of nearly 20. He also spends much time giving readings in the German-speaking world and across Europe, as well as seeking to get closer to his Tuvan roots in the western Mongolian steppes. Though he still writes mainly in German, his books have been translated into many other languages. In addition to his writing, Galsan is an activist for the Tuvan minority and practices shamanistic healing.
İnanılmaz bir inançla ve saygı duyulacak bir fikir etrafında gelişen ve gerçekleşen modern bir kervan göçü, bir efsane.
Öncesinde, sosyalizmin, sonrasında da kapitalizmin hem Moğolistan’da ve isem de nsanlarda yarattığı bozulmanın hikayesini de buluyoruz.
Çok başarılı buldum.
“…kelimeler, varmaları gereken yere ulaşmak için sessizliğe ihtiyaç duyar…”, sf; 9 “...Göçebe her şeyde bir anlam arar. Buluncaya kadar arar. Anlamlı şeyler tarafından çevrelendiğini anlayınca, kendi hayatını da anlamlı bulur…”, sf; 29.
Es handelt sich nicht im klassischen Sinne um einen Roman, eher um lose zusammenhängende Prosa mit dem erklärten Schwerpunkt der Tagebuchnotizen des Autors, welche die Ereignisse bruchstückhaft dokumentieren. Bei allem Wissenswerten und Interessanten was ich hier von der ersten Seite an erfahre, fällt mir doch eines an der Erzählweise des Autors immer stärker auf: Er hat ein sehr negatives Bild von Menschen, sowie von Mongolen bzw. "seinem Volk", insbesondere dem männlichen Teil. Das mag in Anbetracht der Zeit und den wechselhaften Erfahrungen nachvollziehbar sein, doch es zieht sich dermaßen durch alle Zeilen und Seiten und hat etwas dermaßen Nachtretendes, Kleinliches und Missgünstiges, dass mir der Chronist der Ereignisse mit der Zeit immer unsympathischer wurde.
Dabei kamen mir einige seiner Probleme (nach drei Wochen Mongoleierfahrung!) wie der exzessive Alkoholgenuss bekannt vor, andere Dinge, wie seine Beschreibung all der schlechten, gierigen Menschen sowie die allgegenwärtige Kriminalität kann ich nicht bestätigen. Das kann natürlich an der Kürze unserer Zeit hier wie auch der generell ganz anderen Zeit in der wir hier aufschlugen, liegen. Dennoch schreit alles in mir an gegen diese herablassende Beschreibung von Menschen, auch wenn sie noch so oft von Erfahrungen getränkt wurden ist. Nein, das behagt mir einfach nicht. Kein Mensch mit dem ich mich gerne auf ein Bier treffen würde. Trotzdem ein eindrucksvolle Geschichte durch die man trotz der Kürze des Textes einiges über dieses einzigartige Land erfahren kann.
What a fascinating read. I wish I could have gotten more context for Galsan’s life story, but I enjoyed being an observer to the journey of the caravan. I read it in German and appreciated his poetic language. While I’m not a fan of the epistolary format, its use in the second half was a great choice to impress the slow progression of the caravan on the reader.
Summary: Galsan, the chief of the Tuvans, a nomadic Turkic people from the Altai Mountains in Western Mongolia, gives an autobiographical account of a life-changing caravan journey. Following his university education in Germany and years of teaching German at the university in Ulaanbaatar, he embarks on a mission to reunite his dispersed people: Various Tuvan families and their livestock join together with a number of camels, bought in the Gobi desert. It takes the caravan consisting of 139 camels, 330 horses, 140 Tuvans and a number of cats, dogs, and chickens 62 days to cover 2000 kilometres.
It is a story of identity and culture, of hardships, resourcefulness, and hospitality, of an incredible achievement, and most of all of hope.
Çok ilginç bir modern göçün (ki filme de çekilmiş) hikâyesi. Hem acıklı hem gururlu, hem çaresiz hem ümit dolu.
Tercüme yüzünden biraz tekledim. Bozuk cümleler insanın gözüne çarpıyor. Orijinali Almanca olduğu için iç içe cümle kutularını açmak zor, yine de biraz daha iyi olabilirdi. Belki tercümandan dolayı değildir, yazar o şekilde yazdı. Her halükârda, kitabı beğendim. Okuduğum diğer üç kitapla beraber bana ikinci Dünya Savaşı sonrası Tuvaların komünizmle, devletle, Kazaklarla, Moğollarla aralarındaki gerginlikler hakkında bir fikir verdi. Ayrıca sosyal hayat, gelenek görenekler, göçebe mentalitesi... Umarım Galsan Çınag'ın bütün kitapları Türkçe'ye aktarılır.
Informativ für Personen, die sich für die nomadische Lebensweise der Steppenvölker interessieren, und bietet Einblicke in die Zeit kommunistischen Einflusses in der Mongolei und deren späterer Niedergang. Etwa ab der Mitte etwas fragmentiert und daher teilweise nicht stringent. Eigentlich eine 3.5.