Juli 1772: Friedrich der Große gibt ein Geburtstagsfest für seine Schwester Ulrike. Eingeladen sind auch Couturiers aus Paris und London, die ihre Entwürfe erstmals an lebenden Modellen zu zeigen beabsichtigen. Mehrere Hofdamen der Königin probieren die Roben, doch eine nach der anderen erstickt aufgrund zu enger Korsagen, wie es scheint. Der König jedoch vermutet perfideManöver ausländischer Agenten und beauftragt HonoréLangustier, der Sache auf den Grund zu gehen.
»Wolf spielt gekonnt mit Stil und Tradition historischer Romane.Ein echter Glücksfall.« taz
Die Schwester Friedrichs II. hat Geburtstag. Der König will ihr etwas Besonderes bieten. Deshalb sind extra vier Couturiers aus Paris angereist. Diese sollen eine Modenschau ausrichten, nicht wie gewohnt mit Puppen, sondern mit lebenden Personen. Die Hofdamen freuen sich schon auf ihren Einsatz. Allerdings wird diese Freude nicht von allen Beteiligten geteilt. So gibt es unter den Damen einige Opfer, nur die Todesart stellt eine Verbindung her. Dieses ist der Moment, da der König seinem 2. Hofküchenmeister Honoré Langustier das Permissionsschreiben zustellen läßt. Dieser, unterstützt durch eine russische Fürstin, stürzt sich in die Aufklärung dieser Fälle.. Nach schwierigen Ermittlungen, die Fürstin erklärt ihm sogar, durch einen Paravent verdeckt, die Ankleideordnung der Dame von Welt zur damaligen Zeit, findet er die Lösung des Rätsels. Damit rettet er nicht nur Leben, sondern auch den Ruf des Preußenkönigs. In diesem, chronologisch gesehenen achten Fall schießt Tom Wolf etwas übers Ziel hinaus. Etwas zuviel Personen, etwas zuviel Mode und etwas zuviel Unwahrscheinlichkeit. Hier leidet die Übersichtlichkeit. Die gewohnte Stringenz läßt missen, etwas weniger währe hilfreich gewesen. Sicherlich ist das Thema Mode, und dieses wird ausgiebig beschrieben, interessant, aber Detailreichtum kann ermüdend wirken. Das Ende ist auch etwas überraschend, dem Romanverlauf nicht angemessen, fast scheint es, der Autor wollte zum Ende kommen. Der Anhang klärt über viele Dinge und Begriffe auf, verhilft aber nicht der Geschichte zu einem besseren Eindruck. Der 8. Band ein schwächerer in dieser Reihe.