Tiefe Einblicke in die Subkultur der organisierten Kriminalität von einem echten Hamburger Drogenfahnder. Um sich von seinem ungeliebten Ruhestand abzulenken, betreut der ehemalige Drogenfahnder Gerd Sehling im Hamburger Hafen ehrenamtlich ortsfremde Matrosen bei ihren Landgängen. Als er einen heftigen Streit zwischen einem Schiffsoffizier und einem Hafenarbeiter beobachtet, an dessen Ende ein dickes Geldbündel den Besitzer wechselt, wird sein Ermittlerinstinkt geweckt. Entschlossen mischt er sich in die Arbeit seiner einstigen Kollegen ein und kommt dabei mehr als einem Verbrecher in die Quere.
An sich lässt sich das Buch gut lesen und der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Allerdings ist es auch sehr mühsam zu lesen, da jedes Kapitel eine andere Sidestory behandelt. Dadurch wirken die (nur) 330 Seiten sehr langwierig. Auf viele Details und Ausschmückungen (insbesondere in Bezug auf die Nebencharaktere) kann man m.M.n. verzichten. Durch die vielen Charaktere kann man der Geschichte nur schwer folgen. Das Ende ist im Gegensatz zum sehr ausführlichen Rest des Buches recht plötzlich und abrupt.
Auf der einen Seite ist die Story sehr realitätsnah - auf der anderen Seite werden auch die typischen Polizei-Klischees bedient. Zudem sind mir persönlich zu viele Hamburger-Klischees vorhanden und der ausgeschriebene Hamburger Dialekt stört.
Am Ende ein Kriminalroman den man lesen kann aber definitiv nicht muss. Ich würde es definitiv kein zweites Mal lesen und es auch nicht weiterempfehlen.