London 1886: Eine reißende Bestie sucht Emma in ihren Träumen heim. Von allen für verrückt gehalten, gelingt es der jungen Frau, aus der Anstalt zu flüchten, in die man sie gesperrt hat. Wild entschlossen, mehr über das dunkle Wesen aus ihren Träumen herauszufinden, kehrt sie in ihre Heimat, ein Dorf im nebligen Dartmoor, zurück. Doch damit begibt sich Emma in große Gefahr: Ein Ermittler ist ihr gefolgt, um sie nach London zurückzubringen, eine verschworene Gruppe von Männern hat sie als Opfer auserkoren und die Bestie verfolgt sie längst nicht mehr nur in ihren Träumen.
Brigitte Melzer ist eine deutsche Autorin. Sie schreibt vorrangig Jugendbücher, die dem Fantasy-Genre zuzuordnen sind.
Melzer ist Bank-Fachwirtin. Sie lebt und arbeitet zurzeit in München. Sie verwendet die Pseudonyme Morgan Grey für historische Fantasy-Geschichten, die in Schottland spielen, und Kate Logan für Grusel-/Horror-Romane, die in der Jetztzeit in Amerika spielen.
Super spannend. Ein bisschen liebe ohne romantischen schmuss. Ein toller Werwolf Roman, der wirklich begeistern kann. Das Ende. Nun ein bisschen enttäuscht weil es doch sehr überraschend war und viel Fragen zurück lässt. Und ich jetzt erstmal allein gelassen bin. Andererseits mag ich auch enden, die einen total aus dem Konzept und dem erwarteten reißen.
Auf jeden Fall ist es spannend und weiss gut zu unterhalten. Für Actionliebhaber mit mystischen Wesen und einer tiefen Liebe, die nicht kitschig ist.
Emma Gordon, eine junge Frau aus gutem Hause, die bei ihrer Tante Mabel in London lebt, wird immer wieder in ihren Träumen von einer reißenden Bestie heimgesucht. Man schenkt ihr keinen Glauben und erklärt sie für verrückt, so dass Emma in die berüchtigte Heilanstalt Bedlam eingewiesen und dort unter Drogen gesetzt wird, so dass sie aus diesem Albtraum nicht mehr herauskommt. Doch Emma gelingt das Unmögliche und kann diesen trostlosen grausamen hoffnungslosen Ort entfliehen. Auf der Suche nach Antworten über ihre Träume kehrt sie in ihr Heimatdorf Dartmoor zurück, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen – ohne jede Ahnung, welch grausame Begegnung das Schicksal für sie in dieser gefürchteten Gegend bereit hält.
Geschrieben wurde dieses Buch aus der Sicht von zwei Darstellern – Emma Gordon, der Hauptperson in dieser Geschichte, und Preston Styles, ihrem Verfolger. Durch diese Erzählweise gelang es B. Melzer, die Geschichte in zweierlei Hinsicht voranzutreiben und Einblicke in die Gedankenwelt dieser 2 Protagonisten zu geben, so dass man die Geschehnisse aus zwei Sichtweisen betrachten konnte. Brigitte Melzer versteht es, den Leser eine lange Zeit vorerst im Dunkeln tappen zu lassen und nicht den Ausgang des Romans schon mit den ersten Zeilen zu verraten. Sie versteht es mit Hilfe ihrer Protagonistin Emma, den Leser Schritt für Schritt näher an die Auflösung des Geheimnisses zu bringen und somit die Spannung im gesamten Werk zu halten.
Der Roman besticht durch seinen einfachen, aber flüssigen Schreibstil, so dass ein schnelles Vorankommen der Geschichte ermöglicht wird. Ebenso beeindruckend fand ich wie die Autorin die Moral und Verantwortung anderen Personen gegenüber in diese Geschichte einfließen lies.
Die Charaktere der Protagonisten um Emma, Preston und Gabriel wurden leider kaum tiefgründig beschrieben. Man erfuhr sehr wenig über ihre Vorlieben und Gewohnheiten. Dafür jedoch bestand die Spannung des Romans von der ersten Seite bis zur Letzten und selbst darüber hinaus, da sie ein offenes Ende aufweist und Andeutungen auf eine Fortsetzung der Geschichte um das Biest dadurch nahe legt.
Brigitte Melzer gelang es ihre Idee des Romans eine spannende, actionreiche und blutige wie auch romantische Art und Weise einer grausamen Geschichte aufzuzeigen, so dass ich als Leser dieses Buch nicht aus der Hand legen konnte, so sehr ich auch wollte. Denn die Autorin schaffte es mit ihrem Schreibstil, ihren Handlungswendungen, ihrem Wechsel der Perspektiven immer wieder, dass der Leser gefesselt weiterliest und sich nicht langweilt.
Mir gefielen besonders gut die Beschreibungen der Handlungsorte – also des Londons im 19. Jahrhundert mit seiner verwarlosten Irrenanstalt Bedlam wie auch Cranmoor und Dartmoor, der Natur etc. Der Autorin gelingt es meisterhaft den Leser in diese Welt des vergangenen Jahrhunderts eintauchen zu lassen und aufzuzeigen, wie man damals gelebt und gewohnt hatte.
Das Cover zeigt einen Teil eines älteren unterirdischen Gewölbes, in der sich ein Mann zu einem Werwolf verwandelt, was man anhand seiner sich verändernden klauenartigen Hände, krallenartigen Füße und Wirbelsäule erkennen kann und somit Neugier auf den Buchinhalt macht. Der Schriftzug wurde in rot ausgewählt – das Blut der Verstorbenen. Sehr gelungen.
Fazit
„Wolfsgier“ von Brigitte Melzer ist eines der besten Werwolf-Mythologie-Romanen, die ich bisher gelesen habe. Es war alles dabei was das Leserherz begehrt, so dass ich jedem dieses Buch empfehlen kann, der sich gern als Leser in der mystischen Fantasywelt bewegt.
Von mir gibt es 4/5 Punkten für diese tolle Geschichte über Werwölfe, die sich von anderen Werwolf-Geschichten abhebt!
London 1886: Eine reißende Bestie sucht Emma in ihren Träumen heim. Von allen für verrückt gehalten, gelingt es der jungen Frau, aus der Irrenanstalt zu flüchten, in die man sie gesperrt hat. Wild entschlossen, mehr über das dunkle Wesen aus ihren Träumen herauszufinden, kehrt sie in ihre Heimat, ein Dorf im nebligen Dartmoor, zurück. Doch damit begibt sich Emma in große Gefahr: Ein Ermittler ist ihr gefolgt, um sie nach London zurückzubringen, eine verschworene Gruppe von Männern hat sie als Opfer auserkoren und die Bestie verfolgt sie längst nicht mehr nur in ihren Träumen ...
Das steht auf der Rückseite des Buches als Inhaltsangabe und darum geht es auch die ersten 180 Seiten.
Doch dann trifft Emma plötzlich auf ihren totgeglaubten Freund wieder und man darf sich dann 150 Seiten anhören: "Ich liebe dich" ... "Nein, ich bin zu gefährlich für dich" ... bla bla bla. Und plötzlich wird das am Anfang recht spannende Buch einfach nur noch langweilig und albern. Es macht einfach keinen Spaß mehr weiter zu lesen, was echt schade ist. In den letzten 20 Seiten hat man nochmal versucht etwas Spannung rein zu bringen, nur die konnte dem Buch dann auch nicht mehr wirklich helfen.
Das Buch hat wirklich gut angefangen und wurde dann leider einfach nur schlecht. Schade ...
Emma ist eine zwanzigjährige, junge Frau der gehobenen Schicht Londons. Sie steht kurz davor eine gute Partie zu machen, als ihre Nächte beginnen von Alpträumen gejagt zu werden. Da sich ihre Tante keinen anderen Rat weiß, lässt sie Emma in eine Irrenanstalt einweisen. Emma jedoch ist der Überzeugung, dass ihre Träume einen realen Hintergrund haben und bricht aus der Anstalt aus, um der Ursache dieser Träume auf den Grund zu gehen. Sie will ihren Vater danach befragen, aber in ihrem Heimatdorf trifft sie nur auf Kälte und Abweisung. Sie gehört nicht mehr dazu und so fällt es den Dorfbewohnern leicht eine Entscheidung zu treffen, die Emmas Leben grundlegend verändern soll. Mit Hilfe eines Privatdetektives, den ihre Tante ihr hinterhergeschickt hat, gelingt es Emma ein lange gehütetes Geheimnis aufzudecken, dass schon zu viele Menschen ihr Leben gekostet hat. Auch dieser Roman von Brigitte Melzer ist voller erster romantischer und körperlicher Liebe gepaart mit großen Gefühle und mystischen Elementen. Brigitte Melzer, wie wir sie kennen und lieben. Auch wenn 3/4 des Romans sehr vorhersehbar sind, wartet der Schluss noch einmal mit einem richigen Knalleffekt auf, der Platz für eine Fortsetzung lässt.
1. Die Spannung, man ertappt sich beim Lesen selber dabei, sich umzusehen und sich zu vergewissern, dass man auch wirklich allein ist.
2. Die Atmosphäre. Es gelingt der Autorin wunderbar Bilder heraufzubeschwören. Vollkommen egal, ob sie einen in die dunklen Gassen des nächtlichen Londons 1886 entführt, in die menschenleeren Moore oder die gruselige Irrenanstalt.
3. Das Ende. Denn so erwartet es bestimmt niemand. Es ist überraschend, aber es passt trotzdem zum Rest der Geschichte, ohne jetzt zu sehr aus der Luft gegriffen zuwirken.