Was bedeutet es, weiß zu sein? Der frühere französische Fußballstar Lilian Thuram engagiert sich seit langem in der antirassistischen Bildungsarbeit. Anschaulich beschreibt er, wie die europäischen Gesellschaften die Kategorien Schwarz und weiß erfunden haben, um Kolonialismus, Versklavung und Ausbeutung zu rechtfertigen. Bis heute zementiert das weiße Denken Herrschaftsverhältnisse und Ungleichheit in der ganzen Welt. In vielen Beispielen, auch aus seiner persönlichen Erfahrung, zeigt Thuram, wie diese Deutungsmuster funktionieren und wie sie allgemeingültig werden konnten. Thuram bezieht sich immer wieder auf postkoloniale Diskurse, auf Frantz Fanon und Aimé Césaire, James Baldwin und Maya Angelou, Toni Morrison und Achille Mbembe. Sein Buch ist ein zutiefst humanistischer Appell, eingeschliffene Denkstrukturen zu hinterfragen, um so das Fundament für neue Solidaritäten zu legen. Nur dann können wir einander endlich wieder als Menschen begegnen – und die Krisen der Gegenwart gemeinsam bewältigen.
Lilian thuram war ende der 90er Anfang der 00er einer der besten französischen Fußballer, ist jetzt anti rassismus Aktivist Ehrlich gesagt bin ich va wegen seiner Fußballer Karriere am Buch interessiert gewesen, habs dann aber sehr gefeiert, was er an Verknüpfungen im primär französischen Kontext zieht Gerade die historischen Kontinuitäten, viele interessante Bezüge auf mbembe und fanon haben gebockt Generell zu vielen Bereichen interessante Dinge, immer unter dem Gesichtspunkt der hegemonialen Positionierung von „Weiß sein“ Auch zu Kirchen und der weißen kolonialen Tradition paar spannende Sachen Ist va cool für nen groben Einstieg in postkoloniales rassismus kritisches Denken und das letzte Kapitel geht cool darauf ein, wie man sich auch als weiße Person antirassistisch verhalten kann