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Wieder in Café. Am Nebentisch herrscht Superstimmung. Vier Männer sitzen da und sagen nichts. Das man zu zweit nichts sagt kommt vor. Aber zu viert? Wie geht denn das? Das Schlimmste ist, dass das hier der lokale Schwulenklub ist. Zwei z. B. haben Pullover über den Schultern hängen, was ich schon seit zehn Jahren nicht mehr gesehen habe. Was viel schlimmer ist, alle vier sehen hässlich und unglücklich aus und haben sich wirklich überhauptnichts zu sagen. Schweigen. Schweigen. Schweigen dringt herüber. Also so wird man, wenn man nicht abhaut. So siehts aus, so sieht man dann aus. Selbstschuld. Basta.
Der eine Homo aus der Homogruppe zieht sich jetzt den auf der Schulter zwischengelagerten Wollpullover über. Mit Vau-Ausschnitt und roten und weißen Ringen an den Bündchen. Abwechselnd zupft er sich am Pullover und am Bart herum. Jeder kuckt in eine andere Richtung. Pause. Solln wir? Dann gehen sie. Zwangsgemeinschaft oder alleine bleiben, weiter gibts hier nix.