Eine Leiche am Ostseestrand gibt der Lübecker Polizei Rätsel auf, denn die Todesursache ist Aconitin, ein seltenes Gift. Zur gleichen Zeit wirbelt das Verschwinden ihrer Schwägerin Kommissarin Pia Korittkis Privatleben durcheinander. Als ein weiterer Mordanschlag mir Aconitin verübt wird, führt die Spur zu einem lange verdrängten Familiengeheimnis - und zu einem alten, ungesühnten Verbrechen ...
Am Ostseestrand wird eine männliche Leiche angespült. Der Mann scheint jedoch nicht ertrunken zu sein; er wurde vergiftet. Die Polizei ist zunächst ratlos. Zugleich ist Pias Schwägerin spurlos verschwunden. Sie wollte eine Freundin in der Schweiz besuchen, kam dort jedoch nie an. Als in der Firma, in der Pias Schwägerin arbeitet, ein ähnlicher Vergiftungsfall bekannt wird, ahnt Pia, dass der Mordfall und das Verschwinden ihrer Schwägerin miteinander in Verbindung stehen.
Mein Leseeindruck:
Auch der dritte Fall für Kommissarin Pia Korittki hat mir wieder sehr gut gefallen! Das Buch hat sich schnell weglesen lassen, da der Schreibstil sehr angenehm leicht und die Handlung rätselhaft und spannend ist.
Ich mag die Figur der Pia Korittki sehr gerne, und auch ihre Kollegen werden mir langsam sympathischer. Pia ist die einzige Frau in ihrem Team und muss sich dort manchmal behaupten, was nicht immer einfach ist.
Auch finde ich es schön, dass wir von Pias Privatleben etwas mitbekommen. Sie wirkt Pia gleich authentischer.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den nächsten Fall der Lübecker Kriminalkommission!
Wenn man von einem Schriftsteller eine Reihe liest, so ist nicht jedes Buch gleich gut. Für die beiden ersten Fälle von Pia Korittki habe ich 09/10 Punkte gegeben, der 3. hat bei mir noch Fragen offen gelassen und für ein wenig Kritik gesorgt. Somit ist es ein Punkt weniger geworden. Gefallen hat mir die Story aber wirklich gut!
This is a more complex story than the earlier books in the series. We learn more about Pia and her own background as well as a more complex crime. These books are essentially easy reads rather than great literature, but for a German learner, the language is accessible and the plot sufficiently interesting.
Wären die letzten überhasteten Kapitel nicht gewesen, hätte ich dem Krimi eher vier Sterne gegeben, denn die Ausgangssituation war gut entworfen und wurde zunächst spannend weiter entwickelt: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von Pias Schwägerin und der Leiche eines Mannes, der erstaunlicherweise vergiftet wurde, bevor er im Meer ertrank? Die Schwierigkeiten, die kleine Nichte möglichst lange mit Ausreden und ablenkenden Aktivitäten davon abzuhalten, Angst zu bekommen, weil die Mutter nicht mehr nach Hause kommt, wurde sehr realistisch geschildert. Verwirrend wurde die Handlung, als Almstädt in der zweiten Hälfte plötzlich eine Altenpflegerin aus Barsinghausen eingebracht wird (Wie kommen manche Autoren bloß ausgerechnet auf Barsinghausen? Auch Klaus Peter Wolf schickt seine Kommissarin in "Ostfriesengier" nach Barsinghausen), die sich etwas Geld dazuverdienen will, indem sie einer angeblichen "Ahnenforscherin" hilft, einen alten Mann aufzuspüren, den man an einem sehr auffälligen Muttermal am Po erkennt. Zusätzlich wird nun ein Fall in den Raum geworfen, der etwa zwanzig Jahre zurückliegt: Ein Mädchen wurde auf einer Lichtung im Deister vergewaltigt, der Täter wurde nie gefunden. Das alles zusammen gibt wirklich Rätsel über mögliche Zusammenhänge auf.
Leider wird dann die "Auflösung" sehr knapp erzählt, die Autorin bedient sich hier dem häufig gebrauchten Hilfsmittel, das ganz am Ende eine Person "auspackt". Etwas abseits der gewöhnlichen Erzählstränge kommt es hier nicht vollständig zum "Sieg der Gerechtigkeit", da ein Täter nicht mehr greifbar ist, auch das ist realistisch.
Was mir an Eva Almstädts Krimis gefällt: Pia Korittki, die Hauptfigur, ist keine "Superwoman" und hat durchaus öfter Stress im Kollegium, auch hadert sie ab und zu mit ihrem verschwindet geringen Privatleben, ohne aber zu dramatisch zu werden. Sie wirkt manchmal wie ein weiblicher Wallander, denn auch Wallander hielt sich trotz seiner Erfolge nicht für einen Super-Polizisten und stellte sich immer wieder die Frage: Mache ich gerade etwas richtig?
Interessant war, das Lokalkolorit mal auf Wirklichkeitsnähe prüfen zu können, denn ich kenne Barsinghausen und den Deister gut. Vermutlich hat Almstädt nur eine Karte und ein paar Bilder als Vorlage gehabt, denn der "Deisterparkplatz" ist mitten oben im Wald, zu Fuß braucht man von Barsinghausen aus etwa 90 Minuten bis dorthin, wenn man gut zu Fuß ist. Auf einer Karte mag die Strecke wie ein kleiner Spaziergang erscheinen, aber es geht die ganze Zeit steil bergan. Damit wäre Pia etwas länger beschäftigt gewesen. Dann werden "versteckte Straßen durch den Deister" erwähnt, die bei Motorradfahrern beliebt wären. Es gibt nur eine Straße durch die Deister, den Nienstedter Pass. Steil, aber eine ganz normale Landstraße, auf der sogar ein Bus fährt. Der Kammweg ist nicht befahrbar, das kann man auf Karten vermutlich nicht erkennen.
Auch der dritte Fall für Pia Korittki ist sehr rätselhaft und spannend. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Lösung zum Greifen nahe ist, aber es gab immer ein paar Puzzleteile, die nicht so richtig passten. Am Ende war die Lösung aber ganz logisch. Diese Krimis sind weder cozy noch zum Schmunzeln, sondern intensive, psychologisch raffinierte Geschichten, bei denen es teilweise um sehr brutale Verbrechen geht und am Ende zwar das Recht, aber nicht unbedingt die Gerechtigkeit siegt.
Der dritte Fall mit Pia Korittki hat mir gut gefallen. Die Charaktere wurden wieder ein wenig weiterentwickelt und die Geschichte um die angeschwemmte Leiche am Ostseestrand war gut und komplex aufgebaut und spannend erzählt. Über Pias Privatleben erfahren wir mehr und auch ihre Kollegen gewinnen in meiner Vorstellung so langsam Kontur. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!
Und wieder hat mich das Buch von Anfang an in seinen Fängen gehabt. Wieder einmal super geschrieben. Ich freue mich bereits auf das nächste Band, welches hier schon auf mich wartet.
Ich bin Mitglied im Buchclub von MexxBooks und habe für diesen "Blaues Gift" gelesen. Dies ist der dritte Fall von Pia Korittki, Mitarbeiterin der Lübecker Mordkommission.
Nach dem eisigen Winter in 'Kalter Grund' und dem schwül-warmen Sommer in 'Engelsgrube', ermittelt Pia Korittki nun im frühlingshaften Mai. Eigentlich hat sie seit langer Zeit endlich Urlaub und sich fest vorgenommen, ihre Wohnung neu zu streichen. Dann aber wird eine Leiche in der Ostsee geborgen: Ein Segler, bekleidet, aber ohne Unterwäsche. Sein Boot kollidiert viele Kilometer entfernt mit einer Fähre, wobei vollkommen unklar ist, wie Boot und Leiche so weit voneinander entfernt gefunden werden können. Korittkis ist sich sicher, dass es sich dabei weder um einen Badeunfall, noch um Selbstmord handelt - und unterbricht ihren Urlaub nur zu gern für diesen Fall. Gleichzeitig verschwindet auf einmal Korittkis Schwägerin, die Frau ihres Halbbruders, scheinbar spurlos, so dass Pia Korittki plötzlich an zwei Fronten ermitteln muss.
Wieder ist Eva Almstädt ein spannender Krimi gelungen, der kurzweilige Unterhaltung bietet. Zwar entfernt sich die Geschichte im Lauf des Buches zunehmend von der Ursprungshandlung (und ist gegen Ende meiner Meinung nach etwas an den Haaren herbei gezogen), ein unterhaltsamer Krimi bleibt Blaues Gift aber allemal. Pia Korittki bleibt auch diesmal nicht lange ohne männlichen Verehrer ' obwohl ich zugegebenermaßen auf ein Wiedersehen mit Marten Unruh gehofft hatte'.
Insgesamt enthält der dritte Fall sehr viele Anspielungen auf das zweite Buch. Mir war die Handlung noch recht präsent, ich bin aber nicht sicher, ob man als 'Quereinsteiger' diese Anspielungen nicht vielleicht als verwirrend empfindet. Die Pia-Korittki-Reihe setzt Blaues Gift würdig fort.
Och ja...geht schlechter, aber ganz sicher auch besser. Ein paar Passagen waren recht spannend, aber ansonsten vergleichbar mit Süffelwein: der ist nicht allzu schmackhaft, macht aber auch Blau;)