Ich hab dieses Buch ganz überrascht in eine Gebrauchtbuchhandlung in Indonesian gefunden. Ein deutsches Buch findet man doch nie hier, aber da war es. Hab nichts von der Autorin gewusst oder den Titel auch nie gehört aber es sieht interessant aus, und deswegen kaufte ich das plötzlich. Sie können es schon verstehen, wie unvorbereitet ich war dafür, worum es geht.
Das ist ein ganz verwirrendes Buch zu lesen, find ich, denn es erst auf Norwegisch geschrieben wurde, im Teil in Schweden stattgefunden wird und auf Deutsch übersetzt wurde. Na ja, das ist ziemlich kompliziert zu verfolgen, aber die Handlung selbst ist ehrlich gesagt ganz einfach zu verstehen. Es fängt erst im Jahr 1916 an, aber dauert bis zu dem 1939 lang. Der Chronik ist eigentlich ein bisschen hin und her, also manchmal schwer zu verfolgen aber gewissermaßen so geht's.
Die Geschichte selbst finde ich ziemlich interessant, obwohl die Charakterisierung durcheinander ist. Ich verstehe nicht, warum manchmal es von einer dritten Person erzählt ist, und manchmal von einem "Ich" erläutert wird. Es gibt eine Inkonsistenz, wie man die Geschichte verstehen kann. Das kann vielleicht nur ich sein, aber das stört mich sehr. Hillevi gefällt mir doch. Ich finde sie sehr stark in der Mentalität. Oftmals weißt sie was sie will und versucht's zu greifen. Sie weißt auch schon was sie für richtig und falsch hält, und wird nie von den anderen gezwungen was anders zu glauben. Als eine Hauptcharakter ist Hillevi wirklich eine schöne. Würde ich auch für Kristin/Risten sagen—obwohl es geht eine lange Weile bis man weißt, wer das überhaupt ist. Andererseits, gibt es Elis, der eine verwirrende Geschichte hat, die ich bis zum Ende gar nicht verstehen kann. Ich weiß auch nicht warum wir seine Geschichte doch wissen sollte. Die andere Charakter fällt mir gar nicht auf—sogar Halvorsen oder Edvard Nolin.
Überall finde ich die Geschichte selbst zwar okay. Nichts besonderes aber auch nicht irgendwie schlecht oder unangenehm. Die letzte Kapitel allein konnte schon viel abgekürzt, finde ich. Was verwirrendes auch ist die Zeitlinie. Es gibt fast kein Kennzeichen, das beweist wann was passiert ist. Erst waren wir doch beim 1916, aber irgendwie plötzlich finden wir uns schon im 1923, und irgendwie wurden wir gesprungen zum Jahr 1939. Das macht mir ziemlich schwer, die Szenen sich vorzustellen—und das brauchen die Leser doch!
Na ja, all meine Meinung hängt auch von meinen Sprachkenntnisse. Es kann sein, alles macht besseren Sinn, wenn Sie alle Wörtern doch verstehen—bei mir ist das ja nicht. Aber, wenn Sie eine Ausländer sind wie ich, können Sie vielleicht zustimmen. Aber egal, das Buch macht mir doch Spaß!