Rätselhafte Morde an der NordseeSchiermonnikoog, Aurich, Sylt. Kurz hintereinander werden drei Leichen in unterschiedlichen friesischen Regionen gefunden. Den Opfern sind Botschaften in die Haut geritzt, ein Mordmotiv ist nicht erkennbar. Der junge Kriminalhauptkommissar Marten Jaspari übernimmt die Ermittlungen in Deutschland, stößt jedoch schnell an seine Grenzen. Erst die Zusammenarbeit mit der niederländischen Kollegin Iska van Loon führt zu einem alten Geheimnis und zu einem ungeheuerlichen Verdacht. Als eine weitere Leiche auftaucht, rennt ihnen die Zeit davon – und der Fall spitzt sich dramatisch zu.
„Die Toten von Friesland“ von Fynn Jacob, Verlag Heyne, habe ich als ebook mit 368 Seiten gelesen, die in 49 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 1. Fall für Marten Jaspari und Iska van Loon. Der erste Tote wird auf Schiermonnikoog gefunden. Da die niederländische Hauptinspektorin in der Nähe mit ihren Kindern Urlaub macht, wird sie von ihrem Vorgesetzten angerufen und sie übernimmt den Fall. Fast zeitgleich wird bei Aurich eine Leiche gefunden und eine weitere auf Sylt. Alle weisen Merkmale auf, die auf den selben Täter schließen lassen. So kommt es zur Zusammenarbeit zwischen Iska und Hauptkommissar Jaspari. Die beiden haben eine Menge zu tun, denn die Mordserie geht weiter. Die Ermittlungen verlaufen zuerst sehr zäh, bis sich ein Verdacht erhärtet. Dem wird nachgegangen und so kommen die Ermittler einem alten, generationenübergreifenden, Geheimnis auf die Spur. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auch, wenn die Ermittlungen zäh verliefen, heißt es nicht, dass das Buch auch so zu lesen war. Es war von Anfang bis Ende spannend, mit immer neuen Wendungen und Verdächtigen. Bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wer der Täter sein könnte. Das Finale bei heraufziehendem Sturm machte die Jagd noch dramatischer. Die Handlung entführt den Leser an verschiedene Teile Frieslands, auf deutscher und niederländischer Seite. Das fand ich auch sehr interessant, weil man durch die vielen schönen und bildhaften Beschreibungen die unterschiedlichen Orte etwas kennengelernt hat. Auch die Charaktere waren sehr authentisch beschrieben. Für Marten war es der erste Fall als Leiter der Mordkommission. Er stand gehörig unter Druck und war oft etwas hilflos. In Iska hat er eine erfahrene Kollegin an die Seite bekommen, auch wenn ich ihre Zusammenarbeit als schwierig empfand. Jeder hatte seine eigene Meinung zu den Fällen, jeder verbeißt sich zunächst in seine Theorie und ist kaum kompromissbereit. Doch dann habe sie sich gut ergänzt und sind zu einem Team zusammengewachsen. Es war ein sehr spannender Auftakt der neuen Reihe, die ich mir auf jeden Fall merken und weiter mitlesen werde. Das Cover ist passend zur Handlung, düster und geheimnisvoll.
Marten Jaspari wird zu einem Tatort gerufen. Eine Leiche, etwas in die Brust eingeritzt. Mitarbeiter einer Firma, das Motiv, komplett unbekannt. Jaspari glaubt an einen Serienmörder, doch das scheint nur eine Vermutung zu sein. Doch dann die Nachricht. Ein Mord auf Sylt der diesem sehr ähnlich ist. Jaspari reist hin. Marten kommt einfach nicht richtig zur Ruhe glaubt, dass es etwas mit Friesland zu tun hat und möchte eine Anfrage nach Europa raushauen. Und es gibt ein Treffer. In den Niederlanden, ein ähnlicher Fund einer Leiche, auch etwas in die Brust geritzt. Was hat das alles zu bedeuten? Und wieso kennt die niederländische Kollegin Iska van Loon, diese Zeilen, wenn auch nur ganz dunkel in ihrer Erinnerung. Erzählt von ihrem Großvater. Was haben diese Zeilen zu bedeuten?
Wie viele Leichen wird es noch geben? Kommen Jaspari und van Loon dem Mörder auf die Spur? Oder sind es vielleicht mehrere? Und was hat das ganze mit diesem einen alten Gedicht zu tun. Soll diese Legende etwa erneut eintreten? Und wenn ja wieso?
Fynn Jacob hat es hier wirklich geschafft, das sehr interessant aufzubauen. Man selber bekommt im Laufe des Buches auch was von dem Täter mit, doch man versteht erst nach und nach, warum dieser - oder diese - so handeln. Toll erklärt, das ganze drum herum. Das hat es mir nochmal ein wenig schmackhafter gemacht. Fand die Geschichte um die Friesen früher sehr interessant. Zumindest das, was im Buch mit eingeflossen ist.
Auch die Charaktere sind gut rüber gekommen. Auch wenn van Loon zwischendurch irgendwie ein wenig herablassend auf mich wirkte, so ist so doch ein guter Charakter neben Jaspari. Gemeinsam haben sie gut ermittelt und gearbeitet, was alles nochmal interessanter gemacht hat. Auch wenn das menschliche miteinander ein wenig untergegangen ist, zwischendurch, da doch mehr die Geschichte um die Friesen und die Ermittlung im Vordergrund standen.
Alles in allem, ein gutes Buch, das mir wirklich Spaß gemacht hat zu lesen, weshalb ich hier sehr gerne 4 Schmetterlinge vergeben möchte.
In unterschiedlichen friesischen Regionen werden kurz nacheinander drei Leichen gefunden. Allen sind Botschaften in die Haut geritzt. Für den Kriminalkommissar Marten Jaspari ist dies sein erster Fall. Ein Mordmotiv ist nicht erkennbar. Er ermittelt gemeinsam mit seiner niederländischen Kollegin Iska van Loon. Die Spuren führen zu einem alten Geheimnis, in die friesische Geschichte und zu einem ungeheuerlichen Verdacht. Den Kriminalroman “Die Toten von Friesland” hat Fynn Jacob am 15. März 2023 gemeinsam mit dem Verlag Heyne herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte und zum Genre. Der Titel und der Name des Autors sind gut lesbar. Mit nur wenigen Sätzen hat der Autor meinen Geist eingefangen. Schnell war ich in die Geschichte vertieft. Einmal mit dem Buch angefangen, konnte ich es kaum noch aus der Hand legen, denn immer wollte ich wissen, wie es denn jetzt weitergeht. Schnell hatte ich eine Bezug zu Marten, der mir sehr gut gefallen hat. Fynn Jacob hat ihn und seine niederländische Kollegin Iska van Loon gut gezeichnet. Sie gewinnen im Laufe der Erzählung an Facetten und an Format. In sich agieren die beiden ebenso wie andere Personen in ihren Rollen logisch und nachvollziehbar. Sie wirken lebendig auf mich. Sauber eingeflochten ist das Lokalkolorit aus der Gegend. Sehr spannend ist hier die Geschichte der Friesen, die einen wesentlichen Teil der Erzählung ausmacht. Der Krimi ist am Ende sauber aufgelöst. Die Ermittlungen sind zu jeder Zeit nachvollziehbar. An den richtigen Stellen agiert der Autor mit sorgfältig eingesetzten und unerwarteten Wendungen, die die Spannung weiter anfachen und mich regelmäßig neu denken lassen. Mit diesem Regionalkrimi habe ich viele spannende Stunden weit weg vom Alltag verbracht. Fynn Jacob hat mit “Die Toten von Friesland” einen gelungenen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht. Gerne spreche ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.
Temporeicher und vielschichtiger Krimi, mit deutsch-niederländischem Ermittlungsteam
„Die Toten von Friesland“ von Fynn Jacob ist der erste Fall für Iska van Loon und Marten Jaspari. Der Einstieg in die neue nordische Krimireihe gefiel mir dabei wirklich gut. Die Handlung ist ausgesprochen spannend und bringt von Beginn an eine hohes Tempo mit. Langweilig wird es so, wirklich auf keiner Seite. Trotz häufiger Orts- und Perspektivwechsel fand ich mich außerdem in der Handlung erstaunlich gut zurecht und schlussendlich führen am Ende des Buchs wirklich alle Fäden zusammen. Somit überzeugte der Autor mit einem stimmigen, wie auch durchdachten Kriminalfall. Nach meinem Geschmack hätte der Erzählanteil zwischen den beiden ermittelnden Hauptfiguren gerne etwas ausgewogener sein dürfen. Der Großteil der Kapitel (besonders zu Beginn) geht nämlich an Marten und ausgerechnet Iska (welche ich persönlich weit sympathischer fand) ging etwas unter. Dabei überzeugt gerade Iska mit Erfahrung und Kompetenz und der junge Kriminalhauptkommissar Marten kann noch einiges von ihr lernen! Ansonsten habe ich aber nichts zu meckern, sondern bin rundum zufrieden mit dem Werk. Der Schreibstil liest sich flüssig, das Thema ist auf jeden Fall speziell und ziemlich einzigartig und auch der Lokalkolorit ist wirklich gelungen. Wer also auf der Suche nach spannendem Lesestoff ist, sollte hier unbedingt zugreifen! Von mir gibt es auf jeden Fall volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle Krimifans!
Ein spannender Krimi, bei dem man fast zu Beginn eine Täter kennt, aber nicht seine Beweggründe. Hinter die zu kommen und dabei das Ermittlerduo in den Niederlanden und in Deutschland kennenzulernen, ist spannend. Gleichzeitig habe ich einiges über die friesische Geschichte und Identität gelernt. Nur schade, dass niederländische Worte mehrfach falsch geschrieben sind.
Mein erstes Buch von Fynn Jacob, zufällig im Minibibliothek gefunden in den Niederlanden. Als (niederländische) Friese habe ich es genossen. War sogar mal beim Upstalsboom bei Aurich.
Nur eine kleine Bemerkung: Lemmer (De Lemmer auf Friesisch) ist ein Dorf, keine Stadt, und hat kein echtes Krankenhaus, nur eine Poliklinik.
Das ist der Auftakt einer Krimireihe, mit dem Ermittlungsduo Marten Jaspari und Iska van Loon. Die ersten Seiten von dieser Geschichte gestalten sich schon sehr spannend, denn es gibt am Anfang gleich den ersten Toten. In Aurich wird dieser gefunden, mit einer Botschaft, die ihm in die Haut geritzt wurde. Marten fängt mit den Ermittlungen an, doch merkt er schnell, das er nicht richtig voran kommt und stößt hier dann doch an seine Grenzen. Zur gleichen Zeit wird in Friesland noch eine Leiche gefunden, die genauso wie die erste Leiche hingerichtet wurde. Marten und Iska stehen vor einem Rätsel und kommen in den Ermittlungen nicht so richtig voran. Da diese Geschichte gute Rezensionen hat, wollte ich schauen, ob mir die Reihe auch gefällt. Doch ich bin hier ein wenig anderer Meinung. Wie schon geschrieben, fand ich den Anfang schon spannend, doch das hat für mich nicht lange angehalten. Denn irgendwann beim lesen wurde es mir zu langatmig, denn der Autor hat viel von der Gegend und Region beschrieben. Es war nicht schlecht, aber das hat dann doch sehr die Spannung für mich heraus genommen. Ich wurde dann doch zu sehr abgelenkt, vom eigentlichen Fall. Das fand ich dann doch sehr Schade. Von den beiden Ermittlern habe ich auch nicht viel Privates kennen gelernt, denn das wurde kaum beschrieben. Aber ich denke, da es der erste Teil ist, wird das zu einem späteren Zeitpunkt noch passieren. Der Schreibstil ist flüssig und leicht so das man gut durch diese Geschichte lesen konnte, jedoch ist es an einigen Stellen für mich zu zäh. Ich glaube, ich werde nicht in diese Reihe einsteigen.