Invented by two Chinese eccentrics, stolen by Leonardo da Vinci, and exploited by the Dutch painter Vermeer, the camera obscura has a mysterious and eventful past that now appears to be linked to several murders.In a contemporary American city, a beautiful young woman who frequented the camera obscura is found decapitated just beyond the range of its lens. Another visitor to the tourist attraction, a secretive art student, becomes the prime suspect. Watching them all is the man who runs the camera obscura - a black room with a moveable lens to the outside world. From this cliff-top perch he writes the enigmatic history of the camera obscura's invention and its use, all the while unveiling strangely parallel tales of love and obsession.With sharp humor, historical revelations, and increasingly sinister clarity, author David Knowles unfolds this layered and unpredictable tale of duplicity and jealousy and the special powers of the camera obscura.
Fr. David Knowles, OSB, FRHistS was born Michael Clive Knowles and was given the name 'David' when he joined the Order of Benedict in 1923. He was a historian and professor at University of Cambridge from 1947 to 1968 and served as president of the Royal Historical Society from 1957 to 1961.
*Note: there is more than one author named 'David Knowles,' however this particular individual is the most widely published.
A strange, yet compelling and interesting, novella. I don't want to spoil anything, but it is fascinating, and although the ending leaves a measure of doubt, for me there is no doubt. Some people will not like the somewhat rambling style, as it is told through the eyes of the protagonist, but others will really enjoy. The fact that the author was a Benedictine monk is also fascinating. No doubt some have spent much time analyzing his words.
"Die Geheimnisse der Camera obscura" war David Knowles erster Roman.
Ein postmoderner Krimi mit unzuverlässigem Erzähler.
Die Handlung spielt im Umfeld einer Camera obscura. Deren namenloser Betreiber ist besessen von ihr und ihrer Geschichte. Er schreibt Tagebuch, in dem er seine Eindrücke von der Camera festhält und wie seine Eindrücke von der Camera geformt werden.
Eine florentinische Schönheit besucht die Camera täglich zur selben Zeit. Der Erzähler fantasiert von ihr. Sein Interesse ist romantischer Natur und er glaubt, ihre Beziehung könnte mehr sein als geschäftlich. In seinem Tagebuch hält er verstörend genau fest, wie sie gekleidet ist und wie sie sich verhält. Unklar ist, ob und inwieweit die Genauigkeit Realität oder Fiktion wiederspiegelt.
Kunststudent Darin bildet mit den beiden ein falsches Liebesdreieck. Auch er kommt regelmäßig in die Camera, seine Besuchszeit überschneidet sich mit der der Frau. Der Erzähler meint, eine Freundschaft zu Darin zu unterhalten, aber liefert dafür keine Beweise. Stattdessen verachtet er Darin als untalentierten, geistlosen Lügner.
(Übrigens: Der Name Darin ist unglücklich in der deutschen Übersetzung. Sabine Dörlemann hätte ihn vielleicht besser geändert, das ist nicht unerhört.)
Die Handlung kommt ins Rollen, nachdem der Kopf der Florentinerin ins Rollen gekommen ist. Der Erzähler entdeckt ihre Leiche durch die Camera, nachdem er sie nur Stunden zuvor küssend mit einem Amerikaner, wie er spekuliert, beobachtet hat. Er schildert das zufällig und harmlos, dabei kommt er wie ein Spanner rüber. Ein Stalker, der seinen Platz niemals verlässt.
Folglich ergeht sich der Erzähler in wirren Ausführungen zur Camera obscura und wie sie mit dem Mord zusammenhängt. Er behauptet drei weitere, ähnliche Morde, die während ihrer Erfindung und Entwicklung geschehen sind. In allen Fällen war eine Frau involviert, in zumindest zweien zwei Männer, von denen einer zu viel war. In China sind es geniale Freunde, die sich über eine Italienerin zerstreiten. Dann ist es da Vinci höchstselbst, der, um das menschliche Auge untersuchen zu können, frisches Material verlangt. Zuletzt ist es Vermeer, der mit Hilfe einer eigenen Camera zu seinem Stil finden will, jedoch eifersüchtig auf den Bauherren wird, als dieser seiner blinden Frau schöne Augen macht.
Die Geschichte oder die Geschichten spielen mit Parallelitäten und einer Unmittelbarkeit, die daran zweifeln lässt, dass der Erzähler von einer Vergangenheit spricht. Die Männer gleichen sich in Merkmalen, einer ist immer hässlich (oder wird als hässlich verunglimpft), die Frauen sind so schön, dass man sich in sie verlieben muss. Die Muse der Chinesen, sozusagen Italierin 0, erklärt ihnen abendländische Philosophie. Ein Gedanke, der sie fasziniert, ist die Gleichzeitigkeit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Diese Gleichzeitigkeit durchzieht das Denken des Erzählers.
In den Parallelitäten drücken sich Unsicherheiten des Erzählers aus. Er tut so, als würde er historische Arbeit leisten, wenn er über die Männer und die Morde der Camera erzählt. Sein Ton dabei ist nicht akademisch, die wissenschaftliche Seite drängt er an den Rand, sondern der eines Klatschmauls.
Die Lebenszeiten der historischen Figuren sind durcheinander und das ist bestimmt kein Fehler des Autors, sondern des Erzählers. Die beiden Chinesen wollen den Papst treffen, dabei stammen sie aus vorchristlicher Zeit. Jan Vermeer ist ein Jahr vor dem Tod von Cornelis Drebbel, der ihm angeblich eine Camera ins Haus gebaut hat, geboren worden. Fraglich ist, ob er Lügen hinter Fakten verschleiern (to obscure) will oder ob er unfähig ist, Wahr- von Unwahrheiten zu unterscheiden.
Am Ende blenden, Verfolgung, Wahn und Tod der verschiedenen Zeiten ineinander über, so dass diffus bleibt, ob wer wann was mit wem getrieben hat.
Ökonomisch, witzig, geistreich und dahinter klafft der Abgrund.
Addendum: Der Benediktinermönch, der im Profil des Buchs als Autor angegeben wird, ist der falsche David Knowles. Der richtige ist alive & well, arbeitet hauptsächlich als Journalist und hat bislang nur einen weiteren Roman namens The Third Eye geschrieben.
This is a short novella about the owner and operator of a camera obscura. He is the narrator of the novel, and the story alternates between the present and times from the past that are relevant to the history of the camera obscura. The narrator reveals that a beautiful Italian woman has been decapitated recently near the camera obscura, and that makes him realize that there have been other decapitations connected to the camera obscura throughout its history. He retells these events while also trying to discover more about the woman's murder. Could her murder be connected somehow to these past events? It's a neat little story, and I like the arc of character development for the narrator as things about him and the camera obscura become more and more clear.
This is a strong book. And I think David Knowles graduated from the same writing program as I did at UC Santa Cruz. And even though it follows the same, first time novelist narrative of becoming unreliable as the surprise ending, (the same direction of labor I spent on my first narrative). The idiosyncratic research, the completely unique setting and the obsessive personality that the thing revolves around are all extremely worthwhile. Besides, I will never be able to forget that coffee grounds are supposed to cover the smell of decomposing body.
Bom para caralho. Curto, narrativa simples, mas bem interessante. Algumas curiosidades históricas também constam no enredo. Uma rápida pesquisa pela Wikipedia me confirmou várias delas. Li a edição em Alemão. Achei tranquilo, mesmo ainda não dominando completamente o idioma. Recomendo para quem quer ler algo para treinar uma língua estrangeira.
the plot is interesting but not unique. however, the author's ability to write the narrator's foggy perspective is amazing. this is a short read and well worth it.