Magische Flügel, kaum sichtbar, mehr ein Glitzern in der Luft. Durch Zufall entdeckt der junge Feyk, ein Leibeigener, der die Schulden seines Vater abarbeiten muss, seine Fähigkeit, die Magie der Pegasus zu erwecken. Vor Jahrhunderten hat ein gewaltiger Krieg das große Reich und die Völker entzweit. Seither herrscht Feindschaft zwischen dem Südosten und Nordwesten. Ein Zwist, der auf dem Rücken dieser magischen Geschöpfe ausgetragen wird. Unversehens findet sich Feyk hineingezogen, denn jeder der Herrscher will ihn für sich gewinnen. Vigar, der große Custor aus dem Südosten verspricht ihm die Freiheit, doch sie haben die Rechnung ohne den eiskalten Nordmann Thyon gemacht, der Feyk um jeden Preis zum Herrscher des Nordwestreiches bringen will. Zwischen Vigar und Thyon besteht weitaus mehr als nur Feindschaft wie Feyk bald erkennen muss. Seine eigenen Gefühle hingegen werden nicht nur von Vigar, sondern auch durch den seltsamen Stalljungen Aldjar durcheinander gebracht und bald schon weiß Feyk nicht, wem er vertrauen, wen er fürchten muss und wer sich hinter einer Maske versteckt.
Born in UK, raised in Germany. I found pleasure in writing very early. My favorite storys are homoerotic novels and gay fantasy. My books: "Bruderschaft der Küste" Gay Historical Romance "Die Anderen" Gay Mystic Fantasy "Robertos Angebot" "Pegasuscitar" "Irgendwie Top" "Irgendwie Anders" "Irgendwie Lions Roar" "Feuersteine" "Bodyheater" "Mecklenburger Winter" "Bodycaught" "Hard Skin" "(K)ein Kavaliersdelikt" "Die Sache mit Jo und Mo" "Bokeh"
4 von 5 Sternen *Inhalt:* Feyk ist ein Chiad, ein Lehnsklave, der die Schuld seines Vaters abarbeiten muss. Eines Tages kommt ein Reiter an den Gasthof in dem er arbeitet und er versorgt dessen Pferd. Dabei macht er eine unglaubliche Entdeckung – das Pferd hat plötzlich Flügel. Es ist ein Pegasus und Feyk hat bereits von diesen Tieren und ihren Reitern gehört. Es heißt die Reiter seien gefährliche Spione. Daher streitet Feyk ab irgendetwas besonderes Gesehen zu haben, zu groß ist seine Angst vor Vigar, dem Pegasusreiter. Doch dieser hat längst erkannt welch magisches Talent in Feyk ruht und welchen Einfluss dies auf den Krieg zwischen den Reichen haben wird.
*Wie kam das Buch zu mir* Dieses Buch bekam ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks zur Verfügung gestellt.
*Meinung:* Die Grundidee ist originell und gut durchdacht, obwohl man noch nicht alles im ersten Teil durchschauen kann. Man hat eher das Gefühl erst an der Oberfläche gekratzt zu haben, aber noch nicht entdeckt zu haben was dahinter steckt, wer wirklich die Strippen zieht und wer eigentlich zu wem gehört. Trotzdem ist die erschaffene Welt um zwei verfeindete Reiche sehr gut dargestellt worden. Für meinen Geschmack hätte die Grundhandlung bei dieser Seitenzahl (die 252 Seiten sind wirklich dicht bedruckt) aber schon etwas weiter vorangeschritten sein können oder besser gesagt, man hätte schon mehr Dinge durchschauen müssen. Es kamen einfach immer mehr Fragen auf und es wurden nur sehr wenige beantwortet. Das macht neugierig auf Teil 2, aber für mich hatte das Buch dadurch auch ein paar Längen. Grundsätzlich geht es um die verschiedenen Postionen der verfeindeten Gruppen und darum was dem einen oder anderen einen Vorteil verschaffen könnte. Aber es wird auch klar, dass hier nicht nur die beiden Herrscher in das Geschehen entscheidend eingreifen. Ein weiterer wichtiger Punkt der Handlung ist Feyks Entwicklung vom misshandeltem und missbrauchtem, verschüchtertem Jungen zu einem selbstbewusstem jungen Mann und Pegasusreiter. Diese Entwicklung wird stellenweise sehr gut vermittelt und dann wiederum war mir Feyks Verhalten und seine Gedanken zu ambivalent. Für Pferdenarren ist dieses Buch ein wahrer Leseschmaus, denn man merkt dem Buch an, dass es von einer Autorin mit sehr viel Pferdeverstand und vor allem Liebe zu diesen Tieren geschrieben wurde.
Der Schreibstil ist sehr detailreich. Stellenweise gab es für meinen Geschmack zu viele Wiederholungen und es zog sich vor allem im Mittelteil ein wenig. Daher auch der Punktabzug. Wer vor allem Highfantasy mit Mittelaltercharakter mag, wird dies vielleicht nicht so empfinden. Herauszuheben ist, dass der Schreibstil sehr emotional ist, was mir gut gefällt.
Was die Autorin besonders gut kann, ist das vermitteln von Emotionen. Gerade am Anfang spürte ich regelrecht die Hoffnungslosigkeit und Erschöpfung des Hauptcharakters, weil es so unglaublich gut beschrieben wurde. In Sachen Liebesbeziehung und Entwicklung des Selbstwertgefühls des Hauptcharakters wirkte es dann allerdings nicht mehr ganz so authentisch auf mich. Feyk und auch ein Nebencharakter reagierte oft sehr ambivalent und das passte für mich des öfteren nicht.
So richtig spannend war für mich eher der Anfang als das Ende. Ich konnte keinen richtigen Spannungsbogen erkennen. Was allerdings auch an dem extrem offenen Ende liegen mag. Es gibt hier keinen 'Bosskampf' oder sonst irgendetwas in der Richtung und als es dann richtig spannend wurde, bricht das Buch ab. Aber zurück zum Anfang, der ist nämlich wirklich packend und spannend gewesen. Da fieberte ich wirklich mit Feyk mit. Der mittlere Teil plätscherte dann so vor sich hin, was mich grundsätzlich nicht stört aber wie ich oben schon erwähnt habe, hatte es hier einige Längen für mich. Das Ende wurde dann noch mal interessanter, da einige Fragen wenigstens teilweise beantwortet wurden oder man zumindest ein paar Fetzen zugeworfen bekam, die einen in seinen Vermutungen bestärkten. Die Spannung hält sich durch Feyks teilweise noch sehr offenen/unbestimmten Beziehungen zu anderen Charakteren und durch das große Geheimnis um den Krieg und den/die Strippenzieher.
Die Charaktere sind hier das bemerkenswerteste am Buch. Sie sind sehr facettenreich und trotz ihrer Geheimnisse hat man das Gefühl sie schon ganz gut zu kennen. Mir gefiel hier vor allem eine Person, die wohl den Bösewicht darstellen soll. Ich nutze das Wort 'soll' weil ich ihn nicht gänzlich als böse abtun möchte, solange man nicht alles weiß. Dazu muss ich erst einmal Band 2 lesen. Sagen kann ich aber das dieser Charakter sehr interessant ist, gerade wegen seiner geheimnisvollen und gefährlichen Aura. Er ist der Grund warum ich unbedingt weiter lesen möchte. Der junge Hauptcharakter Feyk war mir von Anfang an sehr sympathisch und es fiel mir daher leicht mich an ihn zu binden. Später reagierte er dann leider wie schon erwähnt etwas verwirrend für mich, was meinen Bezug zum Charaktere ein wenig abschwächte. Ein weitere sehr interessanter Charakter ist Aldjar. Auch ihn umgeben jede Menge Geheimnisse. Ich habe ein sehr konkrete Vorstellung welche das sind, aber auch hier kann ich mir leider nicht sicher sein, da es im ersten Band nicht aufgedeckt wird. Auf jeden Fall war er mir der zweitliebste Charakter und ich mochte die Stellen in denen er vorkam besonders.
Zur Liebesgeschichte kann ich hier nicht viel sagen ohne zu viel zu verraten. Es gibt hier zwei potenzielle Beziehungen, die für mich beide einen hohen Reiz ausmachten. Allerdings war mir Feyks völlig unterschiedliche Position in diesen Beziehungen nicht ganz geheuer. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass man mit einem anderen Partner so völlig anders reagiert. Dafür gab es keinen Abzug in der Bewertung, weil ich es nicht ausschließen würde, dass so ein Verhalten möglich ist. Ich kann es mir einfach nur nicht vorstellen. Das Thema Missbrauch in der Vergangenheit und auch andere Traumata sind hier Thema der Handlung, aber vor allem der Liebesbeziehung. Dies wurde meiner Meinung nach recht gut umgesetzt.
Die erotischen Szenen kommen ohne vulgäre Worte aus und werden sehr sinnlich beschrieben. Es wird aber auch nicht um den heißen Brei herumgeredet. Die Stellen sind gut platziert und im Vergleich zu andern Romanen der erotischen Literatur sehr spärlich. Die Handlung und das Gefühlsleben der Charaktere steht hier eindeutig im Vordergrund.
*Fazit:* 4 von 5 Sternen Dies ist ein Buch, das vor allem durch seine interessanten Charaktere und den vielen Geheimnissen brilliert. Für Pferdenarren bietet es durch die sehr intensiv ausgebaute Pegasus-Geschichte einen extra Anreiz zum Lesen. Mir persönlich schritt die Handlung ein wenig zu langsam voran und ich bin aus dem Genre einen höheren Erotikanteil gewöhnt. Allerdings wird hier auch nicht mit Gay Romance geworben sondern mit Gay Fantasy und somit gibt es dafür keinen Punktabzug. Es war ja mein eigener Fehler, dass ich was anderes erwartet hatte. Richtig gepackt haben mich vor allem die Charaktere und sie sind auch der Grund dafür, dass ich den zweiten Teil gern lesen möchte. Ich möchte die Charaktere endlich voll durchschauen.
Reihe: Pegasuscitar 1 – Auf magischen Schwingen Pegasuscitar 2 – Mit gewaltigen Schwingen
Zum Buch: „Pegasuscitar – Auf magischen Schwingen“ von Chris P. Rolls ist ein Gay-Fantasy-Roman, der am 25.05.2012 erschienen ist. Es ist der erste von zwei Teilen, zu beziehen z.B. hier: http://www.beam-ebooks.de/ebook/32222
Klappentext: Magische Flügel, kaum sichtbar, mehr ein Glitzern in der Luft. Durch Zufall entdeckt der junge Feyk, ein Leibeigener, der die Schulden seines Vater abarbeiten muss, seine Fähigkeit, die Magie der Pegasus zu erwecken. Vor Jahrhunderten hat ein gewaltiger Krieg das große Reich und die Völker entzweit. Seither herrscht Feindschaft zwischen dem Südosten und Nordwesten. Ein Zwist, der auf dem Rücken dieser magischen Geschöpfe ausgetragen wird. Unversehens findet sich Feyk hineingezogen, denn jeder der Herrscher will ihn für sich gewinnen. Vigar, der große Custor aus dem Südosten verspricht ihm die Freiheit, doch sie haben die Rechnung ohne den eiskalten Nordmann Thyon gemacht, der Feyk um jeden Preis zum Herrscher des Nordwestreiches bringen will. Zwischen Vigar und Thyon besteht weitaus mehr als nur Feindschaft wie Feyk bald erkennen muss. Seine eigenen Gefühle hingegen werden nicht nur von Vigar, sondern auch durch den seltsamen Stalljungen Aldjar durcheinander gebracht und bald schon weiß Feyk nicht, wem er vertrauen, wen er fürchten muss und wer sich hinter einer Maske versteckt.
Die Story: Als der Leibeigene Feyk sich um das Pferd eines Gastes seines Herrn kümmert entdeckt er schimmernde Flügel an dem Tier, die ihm zeigen, dass es sich um einen Pegasus handelt. Vigar, der Reiter des Tieres, entdeckt seine Fähigkeit und verspricht ihm, ihn zu befreien, doch bevor das geschieht kommen seine Verfolger, deren Anführer Thyon durch eine Droge alles aus Feyk herausholt, was dieser weiß. Thyon nimmt ihn gefangen, um ihn zu seinem Herrscher zu bringen, doch Vigar befreit ihn und bringt ihn zu seinem Herrscher, in dessen Festung Feyk ein neues Leben beginnt und neben Vigar auch den Stalljungen Aldjar kennenlernt und sich zu ihm hingezogen fühlt. Doch Feyk ist noch nicht in Sicherheit, denn auch der Herrscher des anderen Reiches will Feyk mit seinen Fähigkeiten für sich gewinnen und so kann Feyk trotz seiner beginnenden Beziehung zu Aldjar nicht in Ruhe leben…
Aufbau: Das Buch ist in der dritten Form geschrieben und in 21 Kapitel unterteilt.
Covergestaltung: Das Cover zeigt einen Teil des nackten Oberkörpers eines jungen Mannes, im Hintergrund galoppiert ein geflügeltes Pferd über eine Wiese. Der Himmel geht von grau in orangerot über, vor dem grauen Bereich stehen Genre und Autorenname, der Titel des Buches steht im unteren Drittel des Covers.
Zum Autor: Chris P. Rolls wurde geboren 1971 in GB. Aufgewachsen in Deutschland, Pädagogikstudium, Selbstständige Pferdetrainerin/ Reitlehrerin. Schreiben ist Hobby und Leidenschaft, vornehmlich homoerotische Fantasy. Bisherige Veröffentlichungen: Bruderschaft der Küste (Gay Historical), Die Anderen I-IV (Gay Mystic Fantasy), Robertos Angebot (Anthologie "Sommerliebe), Feuersteine (Anthologie "Winterliebe), Kavaliersdelikt (Gay Romance,) Pegasuscitar I-II (Gay Fantasy), Die Sache mit Jo und Mo (Gay Romance), Irgendwie Anders (Gay Romance), Mecklenburger Winter (Gay Romance)
Meine Meinung: Dieses Buch hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Der flüssige Schreibstil hat mich gleich tief in die Geschichte eintauchen lassen, und die Story an sich hat mich von Anfang an gefangen. Feyks Leben wird einem so nahe gebracht, dass man direkt mit ihm fühlt. Die Beschreibung der Pegasus ist ebenso wie die Beziehung zu Vigar oder Aldjar sehr einfühlsam, dies hat mir sehr gut gefallen, und auch die Umgebung und das Leben Feyks werden einem so gut erläutert, dass man alles direkt vor sich sehen kann. Die Story ist spannend geschrieben, und es ist mir nicht leichtgefallen, das Buch zwischendurch beiseite zu legen. Auch gibt es innerhalb der Geschichte einige Wendungen, die dafür gesorgt haben, dass es nicht möglich war, den Ausgang des Buches vorherzusehen, dadurch bleibt die Spannung aufrechterhalten. Dieses Buch bekommt von mir 5 Sterne.
[Diese Rezension bezieht sich auf den ersten Teil; mittlerweile ist ein Doppelband vorhanden.]
Feyk wurde als kleiner Junge von seinem eigenen Vater an einen Wirt verkauft, um als sogenannter Chiad Schulden abzuarbeiten. Seitdem schuftet er sich für den Wirt ab und führt ein hartes Leben: Damit, die Pferde zu versorgen und den Gästen Speis und Trank zu bringen, ist es nicht getan, manchmal verlangen die männlichen Besucher auch andere Dienste – und Feyk hat keine andere Wahl, als sie zu erfüllen. Doch eines Tages kehrt Vigar im Wirtshaus ein – und Feyk entdeckt etwas Unglaubliches: Das Pferd dieses Mannes ist ein Pegasus, und Vigar selbst ist ein Custor, ein Pegasusreiter! Damit fangen für den jungen Chiad die Abenteuer erst an. Er ist ein Pegasuscitar, er besitzt die seltene Gabe, Pegasus zu erwecken. Damit ist er sowohl für Vigars Herrscher Aclodh von großer Wichtigkeit als auch für Bohrun, den Herrscher des kargen Nordwestreichs, der Pegasus gewaltsam erweckt und ihre Magie dadurch schwächt. Für Feyk beginnt ein innerer Kampf: Wem kann er vertrauen und wer will ihn nur ausnutzen? Kann er den Erwartungen, die an ihn gestellt werden, wirklich gerecht werden? Und kann er endlich frei sein?
„Pegasuscitar – Auf magischen Schwingen“ hat mich schon vor längerem mit seinem ins Auge fallenden Cover und dem Klappentext neugierig gemacht, nun hatte ich endlich die Möglichkeit, dieses eBook zu lesen. Es war gleichzeitig eine Premiere, weil ich noch nie einen Gay Fantasy Roman gelesen habe, entsprechend neugierig war ich. Ich bin nicht für übermäßige Romantik zu haben: Wenn es in jedem Kapitel nur um Geschlechtsverkehr und Liebe geht, wird mir das schnell zu viel. Chris P. Rolls aber hat es geschafft, die Gefühle und Sehnsüchte von Feyk und einigen anderen Personen gekonnt in andere Handlungen mit einzubauen, sodass sie einen nicht erschlugen, sondern auf die gekonnt gesetzten romantischen Szenen hinführten. Diese waren in ihrer Intensität und Länge dann gut gewählt, mir wurde es nicht zu viel, es wurde aber auch nicht unnötig gekürzt. Der Schreibstil im gesamten Werk gefällt mir gut, er ist nicht zu versteift, sondern dem Handlungstempo des Buches angepasst und gut abgerundet. Zeichensetzung, Rechtschreibung und Grammatik wurden einwandfrei umgesetzt. Mit den armen Pegasus von Bohrun habe ich mitgelitten, die ganze Zeit über! Die Geschichte um die Pegasus und Feyks Gabe, die Magie in ihnen zutage treten zu lassen, hat mich in eine geheimnisvolle Welt entführt, aus der ich nur ungern wieder aufgetaucht bin. Der Kampf um den jungen Citar und seine Selbstzweifel nahmen mich mit in das Abenteuer, das allzu schnell endete. Das letzte Kapitel ließ in mir sofort den drängenden Wunsch nach Band 2 erwachen.
Zusammengefasst habe ich nichts finden können, was ich an diesem Buch auszusetzen hätte – außer vielleicht, dass er zu neugierig auf Band 2 macht, aber das gehört nun einmal dazu. Fünf Sterne von mir und eine absolute, uneingeschränkte Leseempfehlung!
Aufmerksam wurde ich auf Pegasuscitar beim Schreibwettbewerb des FWZ-Verlages, bei dem Chris P. Rolls wiederholt teilgenommen hat. Im Gegensatz zur vorjährigen Einreichung (Bruderschaft der Küste), hat sich dieses Werk allerdings weit über die Kurzgeschichte hinaus gemausert, was mir persönlich besser gefällt. Als ich das Endprodukt dann vor mir hatte, fiel mir zu allererst die wunderschöne Gestaltung auf. Über jedem Kapitel prangt ein schönes Pegasussymbol, was man leider nicht sehr oft in Büchern findet. Der Stil der Autorin ist wie immer angenehm zu lesen, leider neigt sie bei längeren Projekten dazu sich zu wiederholen. Nicht, was die Story angeht, sondern kleine Details, die immer wieder erwähnt werden. Pegasuscitar ist mal wieder eine Geschichte, in der die Autorin ihre eigene, komplexe Welt mit eigenen Bräuchen, Ritualen, Worten und Namen erschaffen hat, die in sich sehr gut harmonieren und passen. Das Buch enthält sehr viel Pferdejargon, doch obwohl ich davon nicht allzu viel verstehe, empfand ich das nicht als negativ, sondern viel mehr als interessanten Einblick in die „reale“ Pferdewelt, mit ihren unterschiedlichen Methoden und ihren teils Kritikwürdigen Praktiken.
~~Spoiler~~ Die Story selbst startet sehr schnell und voller Spannung und erst nach ungefähr einem Drittel wird es ruhiger, bleibt aber dennoch spannend. Besonders interessant fand ich die innere Gefühlsverwirrung Feyks, der sich einerseits zu seinem Retter Vigar hingezogen fühlt, andererseits aber auch zu dem Stalljungen Aldjar. Es war interessant zu lesen, wie er sich zwischen den beiden unentschlossen hin und her wendet und wie sich die Spannung dadurch enorm steigert, bis sie ihren Höhepunkt erreicht und sich alles halbwegs klärt. Ein bisschen unstimmig empfand ich die Rasanz mit der Aldjar sich vom schüchternen, etwas zurückgebliebenen, ängstlichen Stalljungen zum leidenschaftlichen, forschen, gar nicht so kindlichen Liebhaber entwickelt hat. Allerdings scheint sich hinter Aldjar auch noch ein bisschen mehr zu verstecken, als man auf den ersten Blick denkt und ich bin gespannt, ob und wie dieser Plotstrang im zweiten Teil der Reihe weitergeführt wird. Wunderschön waren auch die Szenen mit den Pegasus, die es zu erwecke galt, vor allem mit den zwei schweren Fällen (Orion und Vivacit), die mir sehr ans Herz gewachsen sind. ~~Spoiler ende~~
Zwar haben es die beiden momentanen Hauptcharaktere (Feyk und Vigar) nicht an die Spitze meiner Beliebtheitsskala geschafft, denn dafür bietet dieses Universum einfach viel zu viele wundervolle, andere Charaktere, aber nichts desto trotz würde ich die Geschichte jedem weiterempfehlen, der Fantasy und Pferde mag.
Feyk fristet sein Leben als Chiad – als Leibeigener -, um die Schulden zu begleichen, die seine Eltern hinterlassen haben. Als eines Tages ein Reiter namens Vigar in dem Gasthof übernachtet, merkt Feyk direkt, dass sein Pferd etwas ganz Besonderes ist – ein Pegasus! Furcht macht sich in seinem Herzen breit, denn es gehen die schlimmsten Gerüchte über die Pegasusreiter um. Doch seine Befürchtungen erscheinen unbegründet, bietet Vigar ihm sogar an, ihn aus seinem Chiad-Stand zu befreien. Denn so wie es aussieht ist Feyk ein Citar, jemand mit der Gabe, Pegasus zu erwecken.
Eigene Meinung:
„Pegasuscitar 01 – Auf magischen Schwingen“ von Chris P. Rolls ist ein sehr eigentümlicher Roman und für mich etwas ganz Neues.
Vorab sollte ich erwähnen, dass ich dieses E-Book auf meinem Handy gelesen habe – und glaubt mir, das macht keinen Spaß! Deshalb habe ich auch sehr lange gebraucht und immer nur Stückchenweise gelesen, weswegen ich der festen Überzeugung bin, diesem Buch nicht gerecht zu werden.
Nur aber zu dem eigentlichen Roman:
Chris P. Rolls hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der es einem leicht macht, in die Geschichte einzutauchen. Sie schreibt flüssig, bildlich und durchaus leidenschaftlich. So fand ich es zu Anfang total sympathisch, dass ihre Liebe zu den Pegasi durch die Worte strahlt. Leicht irritierend waren für mich nur die merkwürdig gewählten Abschnitte, aber da diese an der Formatierung meines alten Handys lagen, möchte ich nicht meckern.
Zu den Charakteren vermag ich gar nicht so viel zu sagen. Es fiel mir schwer, den Bezug zu ihnen zu finden und ich hatte das Gefühl, die Figuren wüssten selbst nicht, wer sie sind. Feyks Beweggründe konnte ich selten nachvollziehen und auch mit den anderen wurde ich nicht so recht warm.
Die Geschichte hat definitiv Potential! Wenn mir ein Charakter gefiel, dann war es die Rolle Thyons, die dem Roman eine gewisse Würze verlieh. Leider empfand ich die Ereignisse in Aclodhs Festung als etwas zäh, weswegen mich der Großteil nicht so umgehauen hat. Aldjar hat mich verwirrt und neugierig gemacht, gerade zum Schluss, was mich auf den zweiten Band hoffen lässt. Das Cover ist stimmig und schön anzusehen. Für mich als Pferdenarr ist es geradezu ideal – ein tolles Pferd und ein hübscher Mann. Was will Frau mehr?
Fazit:
Chris P. Rolls „Pegasuscitar – Auf magischen Schwingen“ ist eine Geschichte mit viel Potential. Man muss sich definitiv auf die Liebesgeschichte einlassen können und darf mit den Charakteren nicht zu hart ins Gericht gehen. Die Welt, die dort erschaffen wurde, ist vielversprechend und unbeantwortete Fragen machen Lust auf mehr. 4/5 Bücher!
Die Geschichte handelt von dem Leibeigenen Feyk. Der auf einem Gasthof die Pferde versorgt. Eines Tages taucht Vigar mit seinem prachtvollen Pferd auf. Feyk erkennt in dem Pferd einen Pegasus und ist sofort von den prächtigen, filigranen Flügel verzaubert. Das ist auch der Leser, denn die Autorin beschreibt die magischen Pferde auf eine sehr schöne Weise. Vigar erkennt, dass in Feyk die Macht steckt einen Pegasus zu erwecken. Er will den jungen Mann, sobald es ihm möglich ist, befreien und mit zur Feste nehmen. Zuerst muss er aber fliehen und Feyk zurücklassen. Kaum ist Vigar abgereist taucht der Pegasusreiter Thyon auf. Auch Thyon erkennt über welche Gabe Feyk verfügt und will ihn für sich gewinnen. Dafür ist ihm jedes Mittel Recht. Pegasuscitar ist eine ruhige Fantasy-Geschichte mit viel Gefühl und schönen Worte, die trotzdem spannend bleibt. Denn Feyk hat noch einige Geheimnisse aufzudecken. Was verbindet Thyon und Vigar? Ist Thyon wirklich ein Schurke? Und was genau ist mit Aldjar in den Feyk sich verliebt? Ich bin mir ganz sicher, da kommen im zweiten Band noch einige Überraschungen auf den Leser zu - obwohl einen Verdacht habe ich bezüglich Aldjar :-) Bin jetzt schon gespannt ob ich richtig liege.
Mein Fazit: Spannende Geschichte ohne grosse Action, dafür mit sehr schönen, erotischen Episoden und einer sehr liebevoll beschriebenen Welt der Pegasus.
Ich mochte bisher alle Bücher, die ich von Chris P. Rolls gelesen hatte, nur eben an den Bereich “Fantasy” konnte und wollte ich nicht ran (dabei habe noch zwei Bücher von ihr aus diesem Genre auf dem Reader…). Wieso und warum ich so lange um dieses Buch herumgeschlichen bin, könnte ich nun eigentlich im Nachhinein nur noch mit einem Unverständnis ausdrückenden Kopfschütteln kommentieren.
Ich habe dieses Buch gelesen, mir im Kopf Bilder dazu “gemalt”, die Charaktere vor Augen gehabt und habe mich in (fast) jede einzelne Person und in wirklich jeden Pegasus verliebt. Ich konnte mir die Landschaften vorstellen, habe mitgelitten, hatte Tränen in den Augen und mich mitgefreut, habe an mancher Stelle grinsen müssen und konnte nachvollziehen, wie elend es manchem Protagonisten in einigen Situationen ging. Allein für den Aufbau der Geschichte, den Spannungsbogen und der bildhaften Sprache, verneige ich mich vor der Autorin. Auf weit über 500 Seiten hat sie es fertig gebracht, nicht einmal langatmig zu werden.
Da ich ungern Details aus den Geschichten erzähle – denn auch ich hätte im Vorfeld nicht gewollt, dass ich komplette Handlungsstränge erfahre – hier nur ganz kurz:
Man meint im ersten Augenblick, dass es in der Geschichte ausschließlich um das Leben von Feyk geht, aber bedingt durch den Schreibstil taucht man an der einen oder anderen Stelle auch in die Sichtweisen der anderen “Hauptdarsteller” ein. Hierzu gehören neben Aldjar (der im Übrigen auch nicht ganz das ist, was er auf den ersten Blick zu sein scheint), auch Vigar und Thyon, die man nicht einfach so an die Seite schieben kann. Dies funktioniert ebenso wenig mit den geflügelten Pferden und den tollen Freunden, die allzeit für Feyk und Vigar einstehen und zum Ende hin auch Aldjar und Thyon mit in den Kreis aufnehmen. Es wird beschrieben, wie Feyk lernt wieder Vertrauen zu haben und zu vermitteln, wie er sich nach und nach eingesteht und zulässt, dass er liebt (und dies in allen Schattierungen zu denen ein Mensch fähig ist). Er liebt seinen Partner aus tiefstem Herzen, aber auch für seine Freunde – egal ob zwei- oder vierbeinig – ist er bereit alles zu geben und bekommt dies im Gegenzug ebenso zurück. Er findet Halt, Geborgenheit und ein Zuhause. Er erfährt Grausamkeit gegenüber seiner Person und den ihm nahe stehenden Freunden (Mensch und Tier). Er erfährt, dass es Menschen gibt, die zu ihrem Wort stehen, aber auch solche, die ihn enttäuschen. Man lernt im Laufe der Geschichte ebenso die weiteren Haupt- und Nebencharaktere kennen und mögen und kann so manche Reaktion auf bestimmte Situationen sehr gut nachvollziehen.
Chris P. Rolls hat mit diesem Buch nicht einfach nur eine Gay-Fantasy Geschichte mit Sexszenen (die im übrigen sehr schön geschildert werden) und Action (auch die Kampf- und Kriegsschilderungen sind sehr bildhaft, aber nicht zu grausam beschrieben) geschrieben, sie hat ihren Protagonisten eine Entwicklung zugestanden, die diesem Buch meiner Meinung nach einen zusätzlichen Mehrwert geben.
Wie gesagt, ich war von diesem Buch gefesselt, konnte das Ende kaum erwarten (nicht weil man schnell hinkommen wollte, sondern weil man wissen wollte, wie es weitergeht und endet) und war baff erstaunt, als es dann da war. Irgendwie hätte ich gerne noch weitergelesen, rein um der Geschichte willen. Das Ende ist stimmig und kam zu einem guten Zeitpunkt, aber unersättlich wie ich nun mal bin…
Da die Geschichte ja im Fantasy-Genre spielt, kann ja auch ich davon träumen und phantasieren, dass es vielleicht irgendwann einmal eine kleine Sidestory (klein ist relativ bei einem Hauptbuch von über 500 Seiten) über die Entwicklung Akkias und ob sie in der Lage sein wird, die Völker zu vereinen, geben wird. Aber auch der weitere Lebensweg der vier Freunde, wäre durchaus von Interesse (wie gesagt, träumen ist erlaubt) ;-).
Was soll ich jetzt noch sagen? Ach ja: volle Leseempfehlung!