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Lowest of the Low

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Dunkle Kontaktlinsen, ein schwarzes Haarteil und gebrochenes Deutsch reichen aus, um das Ausmaß der beruflichen und gesellschaftlichen Diskriminierung zu erfahren, die Millionen sogenannter Ausländer täglich widerfährt. Zwei Jahre lang (von 1983 bis 1985) war Günter Wallraff Ali Levent, ein Türke, der kein Türkisch spricht. In seiner Odyssee durch die Arbeitswelt fängt er zu sieben Mark die Stunde in einem Reitstall bei Köln als "Drecksarbeiter" an, wird bald des Diebstahls bezichtigt und kündigt wegen der andauernden Repressalien. Auf einem Bauernhof wird er wie ein Nutztier gehalten, darf nicht in die Stadt, um den Hof nicht in Verruf zu bringen. Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, nimmt er jede Arbeit an. Er besucht Kneipen -- wo ihm Haß und Ablehnung entgegenschlagen -- und den politischen Aschermittwoch der Als Türke Ali Levent wird er von den "gemütlichen" Bayern zwar nicht zum Bier eingeladen ("Geh, schleich dich, aber hurtig!" -- "Wißt ihr net, wo ihr hiegehört?"), als angeblicher Vertreter des türkischen Faschisten-Chefs Türkes ("Tod allen dreckigen Juden, kommunistischen Hurensöhnen und griechischen Hunden!") bekommt er jedoch von Franz-Josef Strauß persönlich einen unterschriebenen Bildband ("Für Ali mit herzlichem Gruß"). Man muß eben unterscheiden zwischen erwünschten und unerwünschten Ausländern, wie es ein CSU-Politiker kürzlich formulierte. Bei einem Fußball-Länderspiel verleugnet Wallraff alias Levent seine Scheinexistenz, da er sonst um sein Leben fürchten muß -- Neonazis grölen "Sieg heil", "Deutschland den Deutschen", "Türken raus" und werfen "Ali" Zigaretten ins Haar und gießen ihm Bier über den Kopf, obwohl der plötzlich Hochdeutsch spricht und nur noch die deutsche Mannschaft anfeuert. Als Bulettenbrater bei McDonald's sieht er zu, wie mit Toilettenputzlappen die Tische gewischt werden bzw. mit dem Grillschaber ein Klo gereinigt wird. Als Illegaler auf der Baustelle arbeitet er zehn Stunden am Tag unter ständigen Diskriminierungen und Ausgrenzungen und miserablen Arbeitsbedingungen. Er bemüht sich als bekehrungswilliger Moslem um die katholische Taufe, doch nur ein Priester in einer abschüssig gelegenen armseligen Dorfkirche gibt ihm den Segen -- unter Scheinargumenten versuchen die übrigen Pfarrer, ihn desto heftiger abzuwimmeln, je höher sie in der kirchlichen Hierarchie stehen. Beim Arzneimittelversuch stellt "Ali" am eigenen Leib fest, daß Marktzwänge auch Menschenversuche möglich machen.

Und seine schlimmsten und ausführlichsten Erfahrungen sammelt Wallraff als Lohnsklave, als Leiharbeiter bei Thyssen, vermittelt durch eine dubiose Vermieterfirma, die den Großteil seines Lohns einsackt und ihn unter erbärmlichen Bedingungen tage- und nächtelang schuften läßt. Die Schichten seiner Kollegen dauern bis zu 72 Stunden lang -- ohne Schlaf. Seine Gesundheit leidet aufgrund des ständig eingeatmeten Drecks, und er sieht sich gezwungen, mit einer List zum Chauffeur des Chefs der Leiharbeiterfirma aufzusteigen, wo er den Alltag eines modernen Sklaventreibers aus erster Hand beobachten kann.

Ganz unten ist erschütternd, es ist bewegend und sehr aufschlußreich. Spannend und provokant schildert Wallraff Praktiken, die normal und gängig waren und es teilweise heute noch sind, beschreibt eine Gesellschaft, in der die Diskriminierung in Wirtschaft, Medien und Politik fast schon institutionalisiert ist. Wer sich abseits einer Medienberichterstattung, die zumindest teilweise mit Fug und Recht als tendenziös bezeichnet werden kann, über die tatsächliche Arbeits- und Lebenswelt "ganz unten" informieren will, der muß dieses Buch gelesen haben. --Erik Möller

208 pages, Paperback

First published January 1, 1985

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About the author

Günter Wallraff

62 books50 followers
Günter Wallraff is a German writer and journalist. He came to prominence thanks to his striking journalistic research methods and several major books on lower class working conditions and tabloid journalism. This style of research is based on what the reporter experiences personally after covertly becoming part of the subgroup under investigation. Wallraff would construct a fictional identity so that he was not recognisable as a journalist. In this way, he created books which denounce what he considers to be social injustices and which try to provide readers with new insights into the way in which society works.

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8 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 130 reviews
Profile Image for inciminci.
670 reviews253 followers
March 1, 2026
Wer nach all dem, was in diesem Buch steht, wer vor allem nach nsu und sozialer Erniedrigung, Kriminalisierung und Verspottung, heute noch immer vom „Stadtbild“ redet, Opfer ankreidet und afd wählt weil Remigration so toll klingt, sollte ein bisschen Wallraff lesen - noch schlimmer als die Arbeitsbedingungen sind die Art wie Menschen behandelt wurden und werden, es macht echt Bauchschmerzen vor Wut. Immerhin machen die Leserbriefe ein bisschen Hoffnung.
Profile Image for Randall.
37 reviews
September 21, 2009
This was a very interesting book recommended to me by a co-worker. It's a non-fiction account of a journalist who goes undercover as an immigrant Turkish worker in Germany in the mid 1980s. The purpose of the novel was to describe the horrible and inhumane conditions many immigrant Turks were forced to work in. I felt some of the situations were a bit over-exaggerated at times by the author (he seemed to set up certain situations to achieve a specific outcome that he could later denounce), but all in all it was a fascinating insight into an underground economy. Probably not too dissimilar to the Hispanic experience in America.
Profile Image for Max.
84 reviews8 followers
October 22, 2017
I've seen them. I bet you have seen them too. They do shitty jobs, they inhabit in awful places, they live their lives receiving that negative energy from all of us all the time. What are they doing in “our” country? How bad can their situation be back home that they prefer to be mistreated in their workplace, in their neighborhood, at the airports and almost by all our community?
I must accept that I suppressed all these thoughts during my whole life, but the reality is there. It was there before Günter Wallraff wrote "Lowest of the Low", it was there when he published it in 1985 and it is still a reality in 2017.
Wallraff’s tactics surprised me to the level in which I didn’t know if I was amused by the author’s audacity to obtain information or shocked by the level of risk he exposed himself into.
Lowest of the Low is sometimes hard to read, given the crudity of the events it describes. However, a must-read for all of the persons who live in big multi-cultural cities. Warning: it can change the way you see and treat foreigners.
Profile Image for Ecem Urtekin.
66 reviews15 followers
July 17, 2023
Distopyanın ‘geçmiş zaman’ hâli, okurken tüylerim diken diken oldu. Günter Wallraff eşine çok az rastlanır bir eser bırakmış bize.
Seksenli yıllarda böyle cesurca bir kitap yazmak, hele ki o dönemin Almanya’sında, büyük bir dayanıklılık gerektiriyor. Irkçıların ‘maskesini düşürmek için kılık değiştirmek’ zorunda kalarak bize bu satırları bırakmış.
“Yaşananlar benim beklediklerimi tam olarak karşıladı. Tabii olumsuz açıdan. Ben federal Almanya'da, aslında sadece 19. Yüzyıl üzerine yazılan tarih kitaplarında yer alması gereken olayları yaşadım." diyor gazeteci yazar.
Profile Image for Carlos.
157 reviews1 follower
August 10, 2016
Leí este libro allá cuando la caída del muro y entonces parecía todavía menos fácil de creer. Lectura más que recomendada para aquellos que piensan emigrar donde los teutones (o a cualquier otro país desarrollado y floreciente), que creen que Alemania es un ejemplo y un envidiable motor crecimiento para toda Europa sin pensar que la moral era una cosa de Kant y no de todos los individuos allí nacidos desde 1804. No que en todas partes no cuezan habas; Al contrario: este libro muestra que bien se hierven.

Esto es lo que hay. Y si así era la socialdemocracia anticomunista, ¿en qué mierda nos hemos metido en los últimos quince años?
Profile Image for Esra ck.
13 reviews
March 12, 2025
Ich danke Günter Wallraff für seine Arbeit, seinen Mut und seine Recherche. Er hat mit „Ganz unten“ aufgedeckt, unter welch menschenverachtenden Bedingungen Gastarbeiter in den 1980er Jahren arbeiten mussten. Es ist erschreckend, wie wenig ihr Wohlergehen zählte – sie wurden belogen, ausgebeutet, diskriminiert und unter miserablen Bedingungen krank gemacht.

Besonders erschütternd ist die Schilderung, dass ausländische Arbeiter sogar als Versuchspersonen missbraucht wurden. Dazu kamen gefährliche Arbeitsumfelder, der Umgang mit Strahlung oder harte Baustellenarbeiten ohne Pausen und Schutzmaßnahmen. Viele wurden nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zerstört – und all das, nur weil sie ihre Familien ernähren wollten.

Dieses Buch zeigt eine Realität, die schwer zu fassen ist, aber nicht ignoriert werden darf. Wallraff hat mit seiner Reportage viel aufgedeckt und Aufmerksamkeit für diese Missstände geschaffen. Dafür verdient er großen Respekt!!!!

Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen!!!
Profile Image for deniz.
68 reviews1 follower
January 1, 2024
Tesadüf eseri birinin önerisiyle okumaya başladım. Uzun zamandır bu kadar çok bağ kurduğum başka bir kitap olmamıştı. Öyle ki Ali’nin yaşadıklarını bir süre sonra sanki ben yaşıyomuş gibi hissetmeye başladım. Çünkü aslında bundan 2-3 sene önce ben de yaşıyordum. Çalıştığım şantiyede bana ve çalışanlara yemek vermek istemeyenleri aşağılayanları yani yaşadığım tüm kötü anıları sanki bir daha yaşamış gibi olmuştum. bir yandan okurken bir yandan aklımda bu anıları tekrar yaşadığım için benim için okuması hem çok zor bir deneyim hem de Ali’ye yapılan her şeyi bana yapılmışcasına hissettiğim bir okuma oldu. Her ne kadar farklı coğrafyalarda ve farklı zaman dilimlerinde yaşıyor olsak da yaşadığımız hissettiğimiz acıların bu denli ortak olması ve hala yaşıyor olmamız çok acı geliyor. Kitap bittiğinde ise yüreğimde kocaman bir yumruğa başbaşa kaldım. benim için okuması zor olduğu kadar güzel de bir deneyimdi.
Profile Image for Hugo Pineda O'Neill.
157 reviews24 followers
March 23, 2025
Con un tono sublevado y despectivo, tendré que decir lo siguiente: Cuanta repulsión, aversión y rechazo me despierta el pueblo alemán.

''Alfred: Hitler cometió una equivocación: la de no haber vivido cinco años más, para que ninguno de ellos quedara con vida, ni uno solo. Allí donde un judío, sea pobre o rico, mete las narices, se jode todo volando.''

''TURCOS DE MIERDA, NUNCA SE LOS PODRÁ COLGAR BASTANTE ALTO, LOS ODIO A TODOS ME VOY A CARGAR A TODOS LOS CERDOS TURCOS Otro autor: ESTOY SATISFECHO DE SER ALEMÁN ALEMANIA PARA LOS ALEMANES Y más allá: MEJOR SER UN CERDO SS QUE UN CERDO TURCO NUNCA HA HABIDO MEJOR ALEMÁN QUE ADOLF HITLER''

El periodismo gonzo de Walraff te lleva hasta los adentros de esta historia para querer sacar al personaje, del fango, que le llega hasta el pecho. Una arena movediza que ha visto y en la que ha decidido tirarse. Situaciones en donde el protagonista carece de fuerza, carácter y consuelo.

Un panorama desesperanzador, mal sabor sin remedio, que traen estos disparos que contienen mis recuerdos como inmigrante.

''Alemanes creer siempre que todo pueden comprar, pero las cosas más bonitas del mundo el dinero no puede comprar. Por eso alemanes tan pobres a pesar su mucho dinero responde Alí.''
Profile Image for De Ongeletterde.
408 reviews31 followers
March 7, 2019
Met dit boek veroorzaakte Günter Wallraff, een Duitse journalist, in de jaren tachtig enorm veel opschudding (al doofde de vlam ook weer snel, zoals dat tegenwoordig ook altijd gaat, want verontwaardiging heeft blijkbaar maar een korte levensduur). Hij ging vermomd als Turkse gastarbeider in Duitsland op zoek naar werk, eender wat, en komt terecht in de wereld van goedkope jobs en koppelbazen, bedrog (zowel van overheid als van de werknemer) en onverholen racisme. Jammer genoeg vrees ik dat de beschrijvingen in het boek van het onverantwoord, zwaar, ongezond werk nog steeds onverkort geldig zijn. We zien hier immers niet alleen het lelijke gezicht van racisme en uitbuiting van gastarbeiders, ook laaggeschoolde en arme Duitsers zijn amper beter af en Wallraff toont vooral het onverbiddelijk gezicht van het kapitalisme, dat in de tatcheriaanse jaren tachtig welig tierde en heden alleen maar sterker lijkt te staan. Dit boek is dan ook een blikopener maar weinigen zullen willen zien dat het systeem, eerder dan individuele "schurken" en "gewetenloze bazen", verantwoordelijk is voor de systematische uitbuiting van mensen.
Profile Image for Marta.
7 reviews
February 16, 2021
I am fascinated by Günter Wallraff's courage to become a Turkish man in capitalistic Germany. That man really showed us how Turkish and other ethnicities lived back in the 80s, with a system that was so intrinsically unfair to anyone but German people! It is the same we keep seeing currently in every capitalistic country. The less fortunate come to work and build a new life for themselves and many employers take advantage of how desperate they are to finally find a job, even when its conditions are below awful. It's sad and really unfair. Shocking to read how those people put their lives at risk only to feed their families.
Profile Image for Mel.
9 reviews
December 13, 2024
Mein türkischer Vater erzählte mir von seinem ersten Tag in Wien: Ihm fiel am Flughafen ein teures Auto auf, was dort ausgestellt war. So etwas hatte er zuvor nur in amerikanischen Filmen gesehen. Er erzählte von der Euphorie und Bestätigung, dass nun alles besser wird - ein neues, schönes Leben im Paradies Europa. Doch das ihm Versprochene sah anders aus: Sechs Personen lebten in einer viel zu kleinen Wohnung, weder Bett noch Dusche. Auf Grund anfänglicher Sprachbarriere hat er im Schulsystem versagt und musste somit schon im sehr jungen Alter sehr hart arbeiten.

Dieses Buch hat mich daher tief berührt und ich konnte es nur schwer zu Ende lesen. Es hat einen besonderen Platz in meinem Herzen – genau wie alle GastarbeiterInnen, denen ihre Kindheit, Jugend oder andere Lebensjahre im Streben nach einem besseren Leben geraubt wurden. Schade, dass dieses Leid in der österreichischen und deutschen Gesellschaft kaum Anerkennung findet, obwohl der heutige Wohlstand dieser Länder genau auf den Schultern jener ArbeiterInnen ruht, die in diesem Buch so eindrücklich beschrieben werden. Stattdessen sehen sie sich oft Vorurteilen und Fremdenhass ausgesetzt.

Danke, dass Sie mit Ihrem Buch denjenigen eine Stimme geben, deren Erfahrungen sonst ungehört bleiben.

Siz hayallerinizden vazgeçtiniz, biz hayallerimizi yaşayabilelim diye. Size sonsuz minnettarız.
Profile Image for fa7oş.
20 reviews3 followers
July 3, 2026
Es bricht mir das Herz daran zu denken welchem Rassismus und welcher Geringschätzung mein Opa hier ausgesetzt war.
Dies ist für mich nicht nur eine Reportage, sondern auch eine Erinnerung daran die Geschichten unserer Großeltern nicht zu vergessen und gegen Rassismus einzustehen.
Profile Image for Britt.
30 reviews
October 10, 2025
Holy moly ik ben echt diep onder de indruk van dit boek uit 1985. Een Duitse onderzoeksjournalist vermomt zich twee jaar lang als Turkse arbeidsmigrant en legt daarmee de schrijnende leef- en werkomstandigheden van deze groep in Duitsland bloot.
Voordat ik begon te lezen, was ik eerlijk gezegd een beetje sceptisch over het idee dat je racisme en discriminatie blijkbaar pas echt kunt of wilt herkennen als je het als wit persoon zelf ervaart. Maar tijdens het lezen werd al snel duidelijk dat Turkse gastarbeiders destijds niet bepaald serieus werden genomen, en dat het boek waarschijnlijk nooit zoveel aandacht had gekregen als het niet was geschreven door een gerenommeerde journalist met een groot platform.
De omstandigheden die hij beschrijft zijn echt erbarmelijk, en de racistische opmerkingen die hij te horen krijgt zijn misselijkmakend. Vond het ook schrikbarend hoevaak er door Duitsers lovend over Hitler werd gesproken. De stille hoop dat alles nu, veertig jaar later, verbeterd zou zijn voor arbeidsmigrantenverdwijnt snel weer na een blik in de krant… Denk bijvoorbeeld alleen al aan de recente uitbuiting van arbeidsmigranten bij Saints & Stars in Amsterdam 🥲💔 Echt een belangrijk boek voor iedereen en (helaas) altijd.
Profile Image for Bas.
364 reviews5 followers
September 20, 2021
Klassieker uit het genre van de undercover-journalistiek. Günter Wallraff doet zich voor als Turkse illegaal en beschrijft in detail de mensonterende en levensgevaarlijke omstandigheden waarin deze mensen moeten werken. Uitgebuit door koppelbazen en uitgemergeld door veel te zwaar werk in giftige dampen. Inmiddels bijna veertig jaar geleden… en je hoopt maar dat het nu beter gesteld is. Ik vrees dat er nog genoeg misstanden te vinden zijn door de dappere journalisten die in Wallraffs voetsporen durven te treden.
Profile Image for Leonie.
16 reviews
March 22, 2025
Ich habe wirklich lange gebraucht um dieses Buch zu lesen. Das liegt aber nicht daran, dass ich es schlecht fand oder es schlecht geschrieben war, sondern eher daran, dass mich das Buch sehr bedrückt hat. Auch wenn das Buch sehr alt ist und sich einige Sachen in Deutschland zum Glück schon geändert haben, führt dieses Buch einem trotzdem vor Augen, wie viel Alltagsrassismus man evtl. auch selber noch an den Tag legt.

Alles in einem ein sehr gutes aber dennoch erschreckendes Buch.
Profile Image for Esme.
213 reviews10 followers
August 10, 2016
Günter Wallraff begibt sich im Jahr 1985 in Verkleidung des Türken Ali in das Abseits ausgestoßener Minderheiten. Während dieser Zeit erfährt er, was ein Ausländer in unserer Gesellschaft ertragen muss, aber nicht, wie es ihm gelingt, die Feindseligkeiten und den Hass zu verarbeiten. Er selbst trägt psychische Schäden durch die erfahrene Menschenverachtung davon, trotz des Bewusstseins, dass er diese Rolle jederzeit wieder ablegen kann. Wallraffs Erfahrungsbericht "Ganz unten" löste eine ganze Reihe von gesellschaftspsychologischen, menschlichen und politischen Folgen aus.

In der Reportage "Der Test" wird am deutlichsten dargestellt, wie weit die Missachtung des Individuums geht. Hier verliert der Mensch seine Identität und wird nur noch als Versuchsobjekt angesehen. Im Vordergrund der oft unnötigen Versuche steht die Wirtschaft und nicht die Gesundheit des Menschen.

"Ali wird für tauglich befunden, das heißt, er ist soweit verwendungsfähig, sich als Gesunder möglicherweise krankmachende Medikamente in Form von Pillen oder Spritzen verabreichen lassen zu dürfen."


"Der Test" trägt den Untertitel "Als Versuchsmensch unterwegs". Der Rahmentext verdeutlicht wie die Bürokratie durch nicht vorhandene Meldepflichten und Vorschriften in derartigen Fällen umgangen wird. Das Foto zeigt einen verzweifelten Türken, der keine andere Wahl hat, als an einer gefährlichen Studie teilzunehmen.
Profile Image for Marc Lamot.
3,586 reviews2,166 followers
June 16, 2024
At the time a bestseller, offering a disconcerting account of the working conditions of migrants in Germany.
145 reviews1 follower
October 10, 2022
Beeindruckende Re­cher­che-Leistung, wird jedoch inhaltlich schnell monoton
Profile Image for Özge.
55 reviews3 followers
August 11, 2026
Énorme travail journalistique de Günter Wallraff, qui travaille incognito comme « ouvrier turc » durant plus de deux ans dans l’Allemagne de l’Ouest des annes 80.

Lorsqu’on est descendant d’immigrés, ces histoires font partie de notre patrimoine familial et culturel, même lorsque les histoires, par pudeur sans doute, ne sont jamais racontées en détails. Les revivre à travers Ali, alter-égo de Günter Wallraff, qui de toute évidence n’a aucun obstacle linguistique, et qui donc nous retranscrit mot pour mot la violence inouïe de la société « accueillante », rallume les braises d’une rage impossible à contenir.

Lire les humiliations, les traitements inhumains, l’exploitation, l’injustice subis par ces hommes, pour l’écrasante majorité turcs, me donne envie de tout brûler.
Des hommes (et des femmes, mais le livre parle surtout des hommes) qui auront bossé toute leur vie en ignorant chaque blessure, chaque douleur, chaque fatigue, pour mieux aider leur famille. Des hommes qui auront toujours remis leur propre bonheur à plus tard, en espérant qu’un jour viendrait enfin le temps de se reposer, enfin le temps de profiter de leurs longues années de labeur. Alors que pour beaucoup, ce jour n’est pas arrivé.

J’ai envie de tout bruler mais si je sais que ça ne suffirait pas à calmer ma colère.

Et surtout, surtout quand je pense à tous ces exploitants (politiques et patrons) se sont enrichis dans une impunité presque totale sans jamais subir les conséquences de leur vie malhonnête, cupide et raciste.

J’ai toujours trouvé impressionnant le pourcentage des Turcs qui travaillaient à leur compte à l’étranger. Je savais bien que que c’était une manière d’échapper (autant que possible…) au racisme mais je le comprends encore mieux après cette lecture.

Combien de temps peux tu supporter de devoir baisser les yeux devant un petit chef en mal de pouvoir, pour ne pas mettre en danger le pain de ta famille?

Il n’y a pas eu et il n’y aura aucune justice pour cette souffrance. Ça me met hors de moi.

Je n’ai peut être pas assez cherché mais ce que je trouve en regardant rapidement les conséquences de la parution de ce livre c’est énormément de poursuites pénales qui ont débutés mais aucune incarcération (!)

Le « patron » principal du livre, Hans Vogel (Adler dans le livre), a été condamné à 15 mois de sursis (donc pas de prison). Pourtant, le livre documente qu’il fraudait en masse et qu’il mettait ses employés en danger (de mort) sciemment.

Les conditions de travail se sont sûrement améliorées suite à cette parution et tant mieux évidemment.

Mais pour cette génération sacrifiée, celle qui a construit une partie de la prospérité allemande au prix de sa santé, de sa dignité et parfois de sa vie, il n’y aura pas de justice.
Profile Image for Marcel del Valle.
39 reviews2 followers
July 14, 2026
Evidentemente no puedo juzgar esta obra como literaria, porque no lo es y no es el punto. Ahora, es un reportaje tremendamente temerario, y sinceramente, es asombroso lo que Wallraff ha urdido para poder exponer a las empresas que sacan una tajada (en negro además) del tráfico ilegal de mano de obra extranjera (tráfico humano diría yo). Desde luego, leerlo te recuerda las burradas capaces de cometerse en el mundo capitalista en el que vivimos (frente a las que corremos un tupido velo), y que te radicaliza aún más al tomar conciencia de la progresiva deshumanización de las sociedades que, ante cualquier problema social echan la mirada atrás como si la cosa no fuera con ellos, o no fueran (aún parcialmente) responsables, con su permisividad, de tales atrocidades.
En la explotación, que llega hasta el punto de conducir hacia la muerte por radiación a extranjeros (que poco se aleja de ser una nueva forma de sacrificio humano), no hay un único implicado, sino una cadena en la que interviene desde el más desfavorecido (el alemán obrero que igual considera su vida más preciada que la del extranjero, y lo desprecia). Desde los chivones, los jefes de cuadrilla, a los gerentes y altos mandos…. Todos en su conjunto favorecen una actitud pasiva, un blanqueamiento de la moral: todos se ven a sí mismos como mandados, incapaces de reconocer su responsabilidad en ningún asunto y el verdugo es siempre un ente ajeno, como si el afilador de la hoz no supiera con qué propósitos será empleada.

Así, esta distribución del trabajo sucio en cadena que impide el contacto uno a uno con el afectado tan solo favorece la desensibilización ante el sufrimiento ajeno, que en su posición de otredad merece de una menor empatía y nula dignidad como humano, y pasa a ser tratado peor que un esclavo, o peor aún, normalizar su reificación. Desentenderse es aún más humillante que ser un agente activo, somos una sociedad de críos, siempre presuntos inocentes inmaduros.
Profile Image for Patafisico.
79 reviews2 followers
March 2, 2023
Espeluznante panorámica de la realidad del inmigrante irregular y pobre, plagada de racismo, abuso de posiciones dominantes y marginación en la RFA de inicios de los ochenta. Wallraff, en un experimento radical y casi suicida de periodismo infiltrado, saca la peor cara, insolidaria y amoral, de la sociedad del momento. Sin embargo, su incursión posee alguna característica que hace que la muestra que nos presenta el autor se decante por un sesgo preestablecido. Wallraff encuentra la miseria que pensaba hallar y que confirma sus presagios, pero también la busca activamente exponiéndose como cebo y se recrea en su denuncia (hay cierto masoquismo en su redacción). Su anuncio publicado en el periódico para buscar trabajo es un prototipo de sumisión y autohumillación máximo, puesto que se propone explícitamente como extranjero para cualquier tarea por penosa que sea especificando que puede ser incluso por poco dinero. Su sesgo atrae a los individuos más abyectos del tejido social alemán y, por extensión, occidental-capitalista. Ahí va a encontrar al personaje más siniestro de la trama, el cínico e insensible Adler, momento más valioso, extenso y centrado del libro, que desenmascara una realidad desoladora y saca las peores vergüenzas del perverso y esclerotizado sistema de capitalismo salvaje subyacente de la admirada locomotora alemana.
Al final la pregunta del millón queda en el aire y nos la seguimos haciendo décadas después: ¿es la sociedad capitalista esencial y potencialmente racista, fría y explotadora o es también la metodología empleada la que saca a la luz la canalla más deshumanizada que parasita ese sistema capitalista? Probablemente ambas opciones tengan algo de cierto. En el fondo he echado en falta otra forma de enfocar la investigación, aunque qué más se le puede pedir a Günter después de haberse puesto en la piel de Alí...
Profile Image for Margit.
151 reviews4 followers
October 20, 2024
Tudom, hogy az undercover journalism olyan műfaj, amivel óvatosan kell bánni. Néhány érzékeny pontra reflektált is a szerző. De szinte teljesen el tudtam engedni az ezzel kapcsolatos aggályaimat, annyire vérlázító, amiről ír.
Teljesen elkeserítő viszonyok, embertelen, megalázó, kizsákmányoló... ezt gondoltam, amíg büdösről, túlóráról és alacsony fizetésről volt szó. Onnan pedig, ahol kiutasításról, halálos veszélyről és végül BIZTOS egészségkárosodásról volt szó... onnan már felfoghatatlan. Bevándorló munkásokkal táplált emberkereskedelmi szörnyeteg.
Profile Image for Elisa.
15 reviews1 follower
August 2, 2024
Bekannt als erstes großes investigativ journalistisches Buch im deutschsprachigen Raum, deckt "Ganz unten" die menschenverachtenden Umstände der Leiharbeiter auf.
26 reviews
December 31, 2023
Krass einfach, vor allem, weil erschreckend vieles vom in 1988 Erlebten nicht weit von Heute entfernt ist.
Profile Image for Jaime.
5 reviews1 follower
July 30, 2026
No es una lectura para el verano.
Profile Image for Edvin.
43 reviews1 follower
November 20, 2024
My mother picked this book out for me for our little two-head book club.

What an angering read. It's nothing I didn't already suspect, but to have it chronicled like this, to be forced to look at it head on surely is a sobering experience. Just as being a witness over the last year to decapitated baby, after decapitated baby coming out of Gaza at the hands of American and Israeli bombs has been.

Once you see it, it is impossible to look away, or feel as if it's something you could simply ignore.
I'm not sure precisely what to do with the information acquired in this book, as a resident of Germany. I'm curious to look into what has come of the revelations this book provided in the nearly 45 years that have passed since its release. It has been a long time, Germany has reunified, there's a European Union, and a shared currency.

I'll have to do more digging into the subjects touched on here before I truly know what to think of this book and its potential impact, both on me, and on the world then and now.

I have to say I do not feel optimistic regarding the trajectory of everything else since, that the situations described would be a lot different nowadays.

4/5.
Profile Image for 13bronur books .
13 reviews8 followers
January 20, 2026
Ganz unten von Günter Wallraff lag sechs (6!) Jahre ungelesen im Regal. Nicht aus Zeitmangel - sondern aus Angst vor dem, was dieses Buch auslösen könnte. Ich hatte großen Respekt vor diesem Buch und dessen Inhalt.
Und ja.
Es macht wütend!
Es macht traurig!
Es macht sprachlos!

1985 erschienen - es gibt auch eine Dokumentation dazu - und erschreckend aktuell. Das ist kein Lob. Das ist ein Armutszeugnis.

Wallraff wird zu „Ali“, arbeitet als Leiharbeiter und zeigt, wie selbstverständlich Ausbeutung, Erniedrigung und offener Hass gegenüber ausländischen Menschen in diesem Land sind - und waren.
Und wie wenig sich daran offenbar geändert hat.
„Ich weiß inzwischen immer noch nicht, wie ein Ausländer die täglichen Demütigungen, die Feindseligkeiten und den Hass verarbeitet. Aber ich weiß jetzt, was er zu ertragen hat und wie weit die Menschenverachtung in diesem Land gehen kann.“

Dieses Buch ist brutal ehrlich!
Es ist eines der krassesten Bücher, die ich je gelesen habe.
Dieses Buch ist ein MUSS für jede und jeden in diesem Land - und sollte noch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen.
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