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Die Brücke nach Hause

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Die Geschichte eines Lebens - fesselnd, real, ergreifend. Nach einer wahren Begebenheit. Verschleppung, Zwangsarbeit, Hunger, Tod der Weggefährten, Verzweiflung und Flucht sind nur einige Stichpunkte aus dem Leben von Johann, der 1925 in der Republik der Wolgadeutschen geboren wird. Die Verhältnisse, in denen wir ihn begleiten dürfen, sind bedrückend. Er kämpft täglich mit Hunger, Not und Elend, erlebt die Zwangskollektivierung, die Deportation nach Kasachstan, Jahre harter Zwangsarbeit in der Trudarmee und die Gefangenschaft im Sträflingslager. Ein strenges Regime unter Herrschaft Stalins martert ihn und seine Mutter fast zu Tode. Sein Vater, dem er nur ein einziges Mal im Leben begegnet, ist ein NKWD Offizier, der 1937 der Säuberung zum Opfer fällt und erschossen wird. Seine Mutter stammt aus sehr ärmlichen Verhältnissen und hat es schwer, den Jungen zu ernähren. Von Anfang an hat Johann geringe Überlebenschancen, doch er schafft es, trotz der vielen Strapazen am Leben zu bleiben und seine Geschichte zu erzählen. Eine ergreifende Erzählung eines einfachen wolgadeutschen Jungen, die eine wahre Leidensgeschichte aller Kolonialdeutschen im sowjetischen Russland im Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach beschreibt. Vielschichtig, interessant und packend lt. Mindener Tageblatt Eine wahre Geschichte wie hart das Leben sein kann als Wolgadeutscher geboren zu werden. (lovelybooks) *** Ein Leserbrief ***
Danke für dieses wunderbare Buch. Ich bin 86 Jahre alt, habe viele Bücher gelesen, aber keines hat mich so in den Bann gezogen. Ich habe mit der Familie von Iwan Iwanowitsch mich identifiziert. Manchmal waren Situationen, in denen ich genau so handeln würde. Ich werde das Buch gewiss noch ein 2. Mal lesen! Ich warte auf das nächste Buch. Ihre Juge Mischer. Klicke auf den Button "Jetzt kaufen mit 1-Click"

347 pages, Hardcover

First published October 28, 2014

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1 review
April 27, 2020
Die Brücke nach Hause ist eine Geschichte eines wolga-deutschen Jungen aufgrund einer wahren Begebenheit. Die Autorin Viktoria Bolle schreibt über das Leben ihres Großvaters von seiner Geburt an, bis zu Jahre 2006. Bevor sie mit der eigentlichen Handlung beginnt, erläutert sie in ihrem Vorwort, wie es dazu gekommen ist, dass sich Deutsche an der Wolga niedergelassen haben. Auch vermittelt sie einen groben Überblick, wie sehr sich die Regierungsform und auch die Meinung über die Deutschen bzw. Bürger mit deutschen Vorfahren geändert hat. Es wird hier schon sehr deutlich, dass es die Wolgadeutschen absolut nicht leicht hatten. Das ganze Buch schreibt die Autorin in der Sicht ihres Großvaters Johann (Wanja). Damit schafft sie es dem Leser die Gedanken und Gefühle des Jungen zu vermitteln und erreicht damit den Leser mit der Geschichte. Es ist Lobenswert, dass sie nicht sofort mit der Vergangenheit startet, sondern eine Art Rahmen um die eigentliche Story baut. Am Anfang beschriebt sie eine sehr traurige und unangenehme Familiensituation und lässt ihren Großvater an seine Vergangenheit erinnern. Johann wurde in der Zeit der Weltwirtschaftskrise geboren und bekam dessen Auswirkungen mehr als nur einmal zu spüren. Ich bin erstaunt und zugleich traurig, wenn ich daran denke, wie viel Johann in seinen Jungen Jahren schon alles erleben musste. Viktoria Bolle beschreibt ziemlich genau, wie es ihrem Großvater ergangen ist, was für Probleme er und seine Mutter hatten und wie sie behandelt wurden. Zu Beginn des Krieges, als die Deutschen die Sowjetunion angriffen, wurde der Hass auf die Deutschen und somit auch auf die Wolgadeutschen immer größer. Johann musste in die Trudarmee und Zwangsarbeit verrichten. Es ist ein schwieriges Thema, über das die Autorin schreibt. Dies gestaltet sie so, dass es jeder, der sich nicht mit dem Thema beschäftigt hat, versteht. Ich liebe die Form des Buches, da ich das Gefühl habe in einem Tagebuch zu lesen und konnte mich demzufolge auch wunderbar in das Geschehen versetzen. Ich habe währen des Lesens Wut, Traurigkeit und Hass empfunden. Manchmal soviel von allem, dass ich das Buch beiseitelegen musste, um mich zu beruhigen. An manchen Stellen schossen mir die Tränen in die Augen und so manche Dinge will ich einfach nicht verstehen können. Das Buch ließ sich sehr gut lesen und zum Schluss wurden ausgewählte Begriffe und auch Namen erklärt. Um die Geschichte ihres Großvaters enden zu lassen, schrieb sie zum Schluss wieder in der Gegenwart und bringt ziemlich viele gute Gedanken von Johann mit ein. Für mich hat dieses Buch mehr als nur 5 Sterne verdient, weil es ein sehr einzigartiges Buch ist. Ich habe sowas in der Art und von der Thematik her noch nie zuvor gelesen. Meiner Meinung nach sollte „Die Brücke nach Hause“ mehr Aufmerksamkeit bekommen.
1,404 reviews7 followers
May 2, 2020
Schonungslos-ungeschönt-ergreifend
Johann wächst in Wolgadeutschland als Sohn einer alleinerziehenden Mutter auf.
Sein täglicher Feind ist der Hunger.
Das Leben in der Sowchose war schwer, ein täglicher Kampf ums Überleben.
Später erfolgt die Deportation nach Kasachstan wo Johann zur Arbeit in der Trudarmee und in Arbeitslagern gezwungen wird.
Für ihn gibt es nur ein Ziel Überleben.
In ihrem Roman „Die Brücke nach Hause“ erzählt Viktoria Bolle die Geschichte ihres Großvaters.
Die Geschichte beginnt in Deutschland als Johann seine Frau zu Grabe trägt. Hier gehen seine Gedanken zurück nach Russland wo er als Wolgadeutscher geboren wurde.
Der Roman wird aus der Perspektive von Johann erzählt, Viktoria Bolle bringt quasi die Gedanken ihres Großvaters zu Papier.
Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte ihres Großvaters schonungslos und ungeschönt, man kann sich kaum vorstellen, dass ein Mensch so viel Leid ertragen kann.
Johann wurde als deutscher in Russland geboren. Das Leben war ein ständiger Kampf ums Überleben. Doch während des 2. Weltkriegs, als Deutschland Russland angegriffen hatte wurden die Menschen deportiert und wie Kriegsgefangene behandelt.
Die Geschichte von Johann steht stellvertretend für viele Wolgadeutschen die das Gleiche oder ein ähnliches Schicksal durchlebt haben.
Ich musste mir beim Lesen auch immer wieder vor Augen halten, dass es eine wahre Geschichte ist und so hat mich das Buch emotional sehr berührt.
Der Historische Hintergrund war für mich neu und sehr interessant, habe ich doch bisher noch nichts über Wolgadeutschland gelesen. Mir ist zwar bekannt, dass im 18.Jahrhundert als in Deutschland eine Hungersnot herrschte deutschen Bauern Land in Russland angeboten wurde und einige ausgewandert sind. Weiter ging mein Wissen nicht. Doch nach diesem Buch versuche ich die Historie zu vertiefen. Mir ist es nicht möglich das Buch nach dem Lesen wegzulegen und mit dem Thema abzuschließen. Hat es mich doch zu sehr berührt.
Profile Image for Belkis Torres.
35 reviews1 follower
January 22, 2023
Ausgezeichnete Geschichte, die uns das schmerzhafte Gesicht einer Realität zeigt, die viele durchleben mussten. Wenn man anfängt, den Roman zu lesen, kann man nicht aufhören. Ich empfehle es zu 100%. ist nicht verschwendet.
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