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Comeback

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Rare Book

Paperback

First published March 5, 2015

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Alexander Osang

28 books11 followers

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Profile Image for Ani Artinyan.
142 reviews8 followers
February 19, 2017
Was macht die Zeit aus uns? Wann gibt es vom Sumpf der Schwermut kein Zurück mehr? Welche sind die unsichtbaren Fäden, die uns unablässig miteinander verstricken? Darf man gestehen, von der ganzen Sache, von der ganzen Quälerei müde zu sein? Oder muss man endlos kämpfen? Um menschlichen Kontakt, um Nähe, um Liebe.

Der Roman schildert die Geschichte der "Steine" - einer Rockband, die erstmal zu jung ist und dann auf einmal - zu alt. Die Songs kommen entweder zu früh oder zu spät. Ähnliches gilt für die Liebe, doch auch für den Verrat und für die Wut.

Manche werden wachgeküsst. Andere erleben kostbare Augenblicke: "Ein Blick, ein Lächeln, einen Takt lang grenzenloses Verständnis. Dann riss sie die Zeit auseinander, jeder fiel in sein Leben zurück."

Und es gibt auch diese: "Was hast du all die Jahre getan? Ich bin früh schlafen gegangen." Fühlt es sich so an, wenn man in der Tat aufgegeben hat? Ist das ein Ziel oder eine Befürchtung?

Keine Antworten in diesem Buch. Für mich stellt es eine alternative, ergänzende Abbildung vom Schmerz dar.
Profile Image for Wal.li.
2,557 reviews70 followers
April 3, 2016
Steine

Die Steine waren eine Rockband in der ehemaligen DDR, natürlich als sie noch nicht ehemalig war. In den 80ern hatten sie einige Hits. Allerdings wurden sie von der Wende überrollt und dann nicht mehr gebraucht. Die Band war auch innerlich zerrissen, Streitereien, Unstimmigkeiten, Machtspiele. Die ganzen Querelen führen schließlich zur Trennung. So wie sie miteinander nicht können, so können sie auch nicht ohne einander. Im Jahr 1994 stirbt ihr Manager Conny bei einem Autounfall und möglicherweise könnte dies als der Anfang verschiedener Wiedervereinigungen der Band und etlicher Revivaltourneen sein.

Über dreißig Jahre kann man unterschiedliche Episoden aus dem Leben der Bandmitglieder oder einiger nahestehenden Personen verfolgen. Man empfindet die Momente, in denen die Band funktioniert, man fühlt ihren Zauber, man erinnert sich an die Musik, die für einen selbst funktionierte. Gerne denkt man an die eigne Jugend zurück, an die Geschichte der Maueröffnung, mit der nie zu rechnen war, auf die man nicht zu hoffen wagte und die doch schließlich möglich wurde. Vielleicht hat man einige Botschafter des Ostens auf der Bühne gesehen, sie und ihre Musik gefeiert. Als Jugendlicher hat man es genommen wie es war und sich keine großen Gedanken um das Leben der Musiker gemacht.

Und hier nun schließt der Roman eine Lücke. Auf sympathische Weise lässt er einen Blick hinter die Kulissen zu. Er dokumentiert die Versuche der Band sich selbst treu zu bleiben, die Streitereien untereinander, die wechselnden Beziehungen. Man ist gezwungen die rosa Brille abzusetzen, um ein realistisches und stimmiges Bild zu erkennen. Zwar scheitern die Musiker, jeder auf seine Weise. Man könnte den Eindruck gewinnen, sie seien ohneeinander besser dran. Und doch ist dieses Buch eine manchmal heitere, meist melancholische Reise in die Vergangenheit, die man gerne unternimmt.
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