Vier Insassen der Nervenklinik St. Ägidius bringen ihre Anstalt zunächst auf Kurs und anschließend an die Börse. Schließlich sind sie vom Fach – handelt es sich doch um drei ehemalige Topmanager und eine Chefsekretärin. Ohnehin ist Exfinanzvorstand Dr. Wilhelm Löhring überzeugt, die Klinik sei seine eigene Firma. Sofort will er sein Unternehmen mithilfe der drei Insider flottmachen. Da im Zeitalter der anonymen digitalen Kommunikation und mit einer entsprechenden Reputation in der Wirtschafts-Community alles möglich ist, gerät der Börsengang zu einem vollen Erfolg.
Katharina Münks Roman Die Insassen erzählt die Geschichte einer Gruppe von Menschen, die wegen Burnout in einer Klinik landen. Sie befinden sich in unterschiedlichen Zuständen von Wahrnehmungsstörungen, Depressionen, Ängsten und Zwängen. Exfinanzvorstand Dr. Wilhelm Löhring glaubt sogar, St. Ägidius sei sein neues Unternehmen und verfolgt intensiv dessen Gang an die Börse und bezieht drei weitere Patientinnen und Patienten in sein Vorhaben ein. Weil diese Vorgänge von der Klinikleitung und den Ärzten und Therapeuten gänzlich unbemerkt bleiben, gelingt der Börsengang sogar.
Was als Satire gedacht war, hat mich durchgehend nur gelangweilt. Die Charaktere bleiben flach und entwickeln sich nicht weiter, die Story ist vorhersehbar bis zum Schluss und zum Lachen waren die Schilderungen der Situationskomik für mich nicht. Vielleicht darf man das bei einer Satire nicht kritisieren, aber ich fand es teilweise störend, wie mit Erkrankungen der Protagonisten humoristisch umgegangen wurde. Vielleicht funktioniert die Geschichte bzw. der Humor im Film besser, aber die Verfilmung (ZDF 2015) habe ich nicht gesehen. Inzwischen ist die Autorin, im richtigen Leben Petra Balzer, wohl eher als Coach tätig. Dieses Buch kann ich jedenfalls nicht weiterempfehlen, zum Glück war es nicht sehr lang und war als Audiobook schnell durchgehört.
It’s like a car crash that you can’t look away from. None of the protagonists is a likable person. Their behavior is borderline crazy sometimes, I mean the book plays out in a psychiatry.
But I’ve seen and met people like this. I’ve seen the “let’s see how far I can take this before it breaks”. I’ve also seen managers with autistic tendencies. So it might not be as outlandish as it may seem.
I laughed a lot because of the absurdity of all of this.
However, in the end I was not clear what the point of the book was other than showing the nihilistic and absurd side of top managers.
I listened to the wall-to-wall CD reading by Jürgen Uter. Very nicely "performed". As a satirical effort, the novel is amusing, but not, of course, a lasting work of German Literature :-)