"Wer bist du, wenn du nicht du selbst sein darfst?
Nie hat Mera ihr wahres Ich verheimlicht, bis ihre Eltern aus ihrem kleinen Heim vertrieben werden sollen. Ausgerechnet sie muss nun unter falschem Namen als Dienstmagd in der Villa Cadieux arbeiten – und bestiehlt die konservative Adelsfamilie, um ihr Zuhause zu retten.
Wäre da nur nicht Célian, der Sohn des Hauses, mit seinem unverschämt charmanten Schmunzeln. Er allein weiß, wer sie wirklich ist, und verstrickt sie in seine eigenen Pläne, die sich um seine dreizehnjährige Schwester und ihre verbissenen Heiratswünsche drehen. Doch während Mera und Célian für ihre Familien kämpfen, wird ihnen klar, dass sie sich mehr ähneln, als ihnen lieb ist …"
-------------------- Vielen Dank an die Autorin Leyla J. Ağca für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst. --------------------
Auf »Freiheitsflüstern« von Leyla J. Ağca habe ich mich sehr gefreut, da mich hier bereits das Cover und der Klappentext sehr angesprochen hatten💜
Die Handlung dreht sich rund um rund um Esmeray (Mera), die ihr zuhause verlassen muss, um ihre Familie vor der Vertreibung zu retten. Ihr Weg führt sie zur Adelsfamilie Cardieux, bei denen sie anfänglich als Dienstmagd arbeitet. Um ihrer Familie wirklich helfen zu können benötigt sie jedoch dringend Geld, somit bestiehlt sie die Familie und wir kurz darauf vom Sohn des Hauses Célian erwischt. Entgegen aller Vernunft verrät dieser sie jedoch nicht, sondern vertuscht die Aktion. Je besser Célian und Mera sich kennenlernen, desto mehr erkennen sie wie ähnlich sie sich sind und das beide auf ihre eigene Art und Weise für das Wohl ihrer Familien kämpfen.
Trotz der Tatsache das es sich um eine fiktionale Geschichte handelt geht es in diesem Buch um durchaus reale Themen, wie Feminismus, Rassismus und Homophobie. Dabei ist besonders Mera selbst als kleine Vorreiterin des Feminismus positiv zu erwähnen, die auch zur Zeit 1768 nicht alles hinnimmt, was ein Mann ihr sagt. Als Protagonistin mochte ich sie generell sehr, sie war zu teilen dickköpfig und stur (was ich auch oft bin😂), aber auch herzensgut und loyal ihrer Familie gegenüber.
Generell wird die Story aus wechselnden POVs erzählt, was aber deutlich erkennbar und somit nicht verwirrend war. So wechseln wir zwischen Mera, Célian, seinen Geschwistern Liliette & Alix und dem Stalljungen Marti.
Insgesamt konnte mich das Buch absolut überzeugen, somit gibt es eine Leseempfehlung!
Dieses Buch hat alles. Es hat wirklich alles. Es ist queer, divers, hat eine Hauptfigur, die wütend und laut und süß und sanft ist. Ich liebe nichts mehr als wenn weibliche Figuren Bad ass und sanftheit in einem verbinden. Und dann die ganze Cadieux Familie. Alix, der viel zu ernst ist und ein Geheimnis mit sich rumträgt. Liliette, die so wütend und traurig ist. Die so jung und trotzig ist. Ich lebe für sie, weine für sie, atme für sie. Sie verdient die Welt und eine Mutter. Und dann Célian, der nervig und laut ist. Der immer einen Scherz auf den Lippen trägt, aber trotzdem soviel Sorgen im Herzen, dass es manchmal genau so wehtut wie bei Liliette.
Es ist ein historischer Roman, ich weiß nicht wie ich darauf gekommen bin, aber ich dachte es wird fantasy, aber anscheinend nicht. Hätte ich aber vorher gewusst, dass es ein historischer Roman ist, dann weiß ich ehrlich nicht, ob ich danach gegriffen hätte, weil ich mag wirklich keine historischen Romane. Den vibe schon manchmal, aber grundsätzlich nein. Und ich bin unglaublich froh, dass ich mich vorher nicht informiert habe, weil sonst wäre mir dieses Buch entgangen und ich liebe dieses Buch.
Es ist an den richtigen Stellen witzig, an den richtigen Stellen herzzereißend. Es hat eine Spannung, mehere gute Charaktere. Jedes mal wenn es den Kapitel Wechsel war, sehnte man sich nach den anderen Charaktere. Man wollte immer genau bei dem Charakter bleiben, bei dem man grade ist und jedes mal wenn der Kapitel wechsel kam war ich immer kurz in diesem "oh man", aber man taucht sofort ein und dann beginnt es von neu. Und so begleitet mich eine Lesesucht, die ich nicht ablegen konnte. Wenn ich einmal anfing zu lesen, wollte ich nie aufhören und auch jetzt wünsche ich mir nichts mehr als, als mehr. Mehr von den Liebesgeschichte, mehr von den bad ass Momenten, mehr von der Spannung, der Witze, der Tragik, der Sehensucht von jedem einzelnen Charaktere, den jeder einzelne Charakter fühlte eine Sehensucht nach seinen Partner die greifen war.
Fazit also, 10/10. Würde meine Seele verkaufen für mehr. Ich werde nicht aufhören darüber zu reden und ja, also mir gehört jetzt der Fanclub für dieses Buch. Ihr wisst ja, ich mache immer die Regeln hier auf bookstagram und ich sage, dieses Buch ist jetzt ein Bestandteil meines Accounts und ihr dürft gerne in mein Club eintreten.
Cover Das Cover ist ein richtiger Blickfang, das Buch hatte jedenfalls dadurch direkt meine Aufmerksamkeit. Die Lilatöne und die Zeichnung finde ich sehr gelungen, vor allem hängen das Kleid und die Farbwahl mit einem der schönsten Momente im Buch zusammen.
Inhalt (Klappentext) Wer bist du, wenn du nicht du selbst sein darfst? Nie hat Mera ihr wahres Ich verheimlicht, bis ihre Eltern aus ihrem kleinen Heim vertrieben werden sollen. Ausgerechnet sie muss nun unter falschem Namen als Dienstmagd in der Villa Cadieux arbeiten – und bestiehlt die konservative Adelsfamilie, um ihr Zuhause zu retten. Wäre da nur nicht Célian, der Sohn des Hauses, mit seinem unverschämt charmanten Schmunzeln. Er allein weiß, wer sie wirklich ist, und verstrickt sie in seine eigenen Pläne, die sich um seine dreizehnjährige Schwester und ihre verbissenen Heiratswünsche drehen. Doch während Mera und Célian für ihre Familien kämpfen, wird ihnen klar, dass sie sich mehr ähneln, als ihnen lieb ist …
Meine Meinung Es gibt so viele Dinge, die mir an diesem Buch gut gefallen haben, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Geschichte dreht sich um Mera und Celian, aber auch um seine beiden Geschwister und ihre (Liebes-)probleme. Tatsächlich wird die Geschichte aus fünf Perspektiven erzählt, so dass wir alle Charaktere bei ihrer Entwicklung begleiten können. Während am Anfang jeder für sich kämpft, merken sie mit der Zeit, dass sie einander brauchen, um ihre Ziel zu erreichen. Die Fünf zusammen sind so ein tolles Gefüge, ich habe jede gemeinsame Szene genossen. Aber auch die einsamen, verletzlichen Momente der Figuren kamen nicht zu kurz, niemand von ihnen ist perfekt, sie machen auch mal Fehler, reagieren über oder sind zu forsch. Und genau das macht sie so authentisch und sympathisch. Ich habe mit ihnen gelacht, geweint und mitgefiebert. Durch die kurzen Kapitel und ständigen Perspektivwechsel wurde es auch nie langweilig, wobei man dadurch auch das ein oder andere Mal auf die Folter gespannt wird… Neben den vielen Emotionen geht es in der Geschichte auch um gesellschaftliche Themen. Mera ist Feministin durch und durch, repräsentiert aber mit ihrer türkischen Herkunft auch eine (nicht gern gesehene Minderheit) in der damaligen Zeit. Das will sie ändern, Unterstützung erhält sie dabei von Männern mit modernen Ansichten, aber vor allem von vielen starken Frauencharakteren und wirklich tollen Eltern. Also ganz viel Liebe für (fast) alle Charaktere. All diese Figuren werden durch den schönen und flüssigen Schreibstil der Autorin lebendig. Das Buch hat 475 Seiten (zumindest als ebook) und man merkt, dass Leyla sich die Zeit nimmt die Situationen ausführlich zu beschreiben und den Charakteren ihren Raum gibt. Die Beschreibungen sind so gut, dass ich mich immer eher wie mitten drin fühle, als nur eine Außenstehende zu sein. Und so entstehen wirklich interessante Gespräche und gefühlvolle Momente zwischen den Figuren. Bei all dem kommt auch der Humor nicht zu kurz, vor allem in Form von Meras sarkastischen Bemerkungen, die mich persönlich sehr zum Schmunzeln gebracht haben. Aber auch die drei Cadieux Geschwister schenken einander nichts 😉
Fazit Dieses Buch und seine Charaktere haben mich wirklich verzaubert. Ich wurde von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten und hatte eigentlich immer beim Lesen ein Grinsen im Gesicht, weil es einfach sooooooo viel Spaß gemacht hat – ein absolutes Lesehighlight für mich.
Ihr seid auf der Suche nach eine Regency Geschichte mit Humor, viel Liebe, starken Charakteren und feministischen Touch? Dann kann ich euch „Freiheitsflüstern“ wirklich empfehlen <3
»Freiheitsflüstern« ist der historische Jugendroman, auf den ich gewartet habe. Das Gesamtwerk ist absolut zauberhaft, emotional und trotz des Settings im 18. Jahrhundert aktuell. Ich habe historische Romane immer geliebt – aber irgendwann habe ich weniger davon gelesen, weil es selten BI_PoC-Protagonistinnen gibt. Die jugendliche Protagonistin Esmeray hat türkische Wurzeln und ihre Familie erlebt aufgrund der Herkunft der Mutter Diskriminierung: Sie werden aufgrund der Umstände gezwungen, ihr Landhaus zu verkaufen. Trotz dieser dramatischen Ausgangssituation ist der Ton des Buchs humorvoll und scharfzüngig. Es geht immer wieder um Gerechtigkeit, aber ohne erhobenen Zeigefinger, denn die Gefühlswelten der einzelnen perspektivtragenden Figuren stehen im Vordergrund – da gehört der Kampf um Gerechtigkeit natürlich dazu, aber ist nur ein Teil von vielen. Mit Esmeray ziehen wir los, um als Dienstmagd in der Villa Cadieux einen Weg zu finden, ihr Zuhause zu retten. Dort (und vielleicht schon etwas früher) treffen wir auf vier weitere Charaktere, die wir auf ihrem Weg begleiten werden. Wer sich denkt: 5 Perspektiven – kann mensch da mitfühlen? Wenn Leyla J. Ağca ein Buch schreibt, JA! Was habe ich mit Esmeray gezetert, um Liliette gebangt und mit Alix und Marti mitgefühlt. Und bei Célian hatte ich meine Freude, seine Absichten zu ergründen und habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich recht hatte – denn diese sind ganz und gar nicht eindeutig. Jede Figur hat Geheimnisse, verborgene Gefühle, die zu einer wunderbaren Mischung aus Suspense und Spannung führen. Manchmal wissen wir als Lesende mehr und sind gespannt auf die Reaktionen der jeweiligen Figuren, in anderen Momenten rätseln wir genauso mit. Ich habe jede einzelne Seite genossen, da Leyla J. Ağca mit unheimlich viel Gefühl schreibt und es macht Spaß , die Figuren bei ihren Abenteuern zu begleiten. Gleichzeitig saß ich auf der Stuhl-/Sesselkante vor Aufregung und musste schnell weiterblättern, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Immer wieder kommen eine Menge wichtige Themen vor wie Fetischisierung, psychische Gewalt in der Familie, toxische Maskulinität, psychische Erkrankungen, die alle sensibel verwoben werden und uns zwischen heiteren und traurigen, ernsten Momenten begleiten. Ağcas Charaktere werden nie auf eine Marginalisierung reduziert und haben alle ihre eigene, vielfältige Persönlichkeit. Es flossen hin und wieder Tränen und mehrfach habe ich laut gelacht – ich liebe Leyla J. Ağcas Humor. Die Fallhöhe ist immer hoch angesiedelt, wodurch traurige Momente umso schwerer wiegen. Meisterinnenklasse. :) Ich will es am liebsten nochmal lesen, ich kann von Ağcas Schreibstil nicht genug bekommen – und hoffe bald noch mehr von ihr zu lesen!
Ein gelungener Liebesroman über Esmeray, die 1768 in Deutschland lebt und eine Stelle im wohlhabenden Hause Cadieux annimmt, um das Haus ihrer Eltern zu retten und die Pacht zahlen zu können, indem sie dort stiehlt. Doch dabei lernt sie auch Célian kennen, den jüngsten Sohn des Hauses - der ihr nicht nur langsam auf die Schliche kommt, sondern auch näher. Das Setting bringt wirklich total Abwechslung und es ist interessant, das Leben der Protagonisten zu dieser Zeit verfolgen. Aber nicht nur das, neben Esmerays Kampf um die Pacht und ihre Liebesgeschichte mit Célian, geht es auch um seine Geschwister Liliette und Alix, die ihre ganz eigenen Probleme bewältigen müssen. Dabei gibt es auch viel queere Repräsentation, was mich sehr positiv überrascht hat und auch generell steht das Werk für feministische Rechte ein, was ich gerade in Anbetracht der Zeit toll finde. Ebenso ist es auch einfach unterhaltsam und schön, den Weg der Protagonisten zu verfolgen, der sich mit Liebe und einigen Schicksalsschlägen auseinander setzt, so dass man definitiv mitfiebert. Zwar gab es durchaus ein paar Längen, dennoch finde ich es andrerseits gut, dass der Geschichte die nötige Zeit gelassen wurde, sich zu entfalten. Auch die Charaktere selbst sind wirklich gut ausgearbeitet und sympathisch, besonders die selbstbewusste Esmeray mochte ich gern. Erzählt wird während dessen abwechselnd aus der Sicht aller Protagonisten, die im Fokus der Handlung stehen und das sehr passend angenehm leicht und flüssig, aber auch mit schönen bildhaften Details versehen. Insgesamt also ein empfehlenswertes Buch für alle, die Lust auf eine unkonventionelle historische Liebesgeschichte haben, die definitiv Abwechslung bietet und einem mit ihrem Charme das Herz erobert.
ein historischer Jugendroman, der nicht nur unterhaltend und humorvoll ist, sondern auch wichtige gesellschaftliche Themen behandelt? Count me in! Seit der Ankündigung dieses Buches habe ich mich sehr auf das Buch gefreut!
"Freiheitsflüstern" wird aus der Sicht von fünf verschiedenen Jugendlichen erzählt, die im 18. Jahrhundert im Hause der Familie Cadieux leben. Klingt etwas verwirrend mit den vielen Perspektiven? War es anfangs auch, aber die Verwirrung hat sich während des Lesens gelegt und hat zum Ende hin das Buch nur durch viele, wichtige Einblicke bereichert!
Hauptsächlich begleiten wir die türkische Jugendliche Esmeray, die unter dem Namen "Mera" im Haus der Cadieux als Magd arbeitet, aber eigentlich ein ganz anderes Ziel verfolgt: sie will die Familie berauben um ihre eigen zu retten. Ob ihr das gelingt?
Mera ist eine interessante Protagonistin. Sie ist nicht nur willensstark und mutig, sondern auch wissbegierig, liebevoll und hat einen sehr ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit! Ich fand es sehr spannend in ihrem Kopf zu sein und die damalige Zeit aus ihren Augen zusehen. Immer wieder bringt sie sich in Gefahr um die zu retten, sie sie liebt...aber was ist, wenn sie bei diesen Aktionen noch jemanden lieben lernt?
Ich kann es Mera nicht übelnehmen: Célian ist wirklich toll. Nicht nur habe ich die humorvollen oder auch berührenden Gesprächen zwischen den Beiden geliebt, sondern auch Célian als Charakter selbst. Erst kommt er einem überheblich vor, doch von Seite zu Seite lernt man ihn nicht nur besser kennen, sondern versteht auch seine Sicht der Dinge. Ein großer Faktor, weshalb es länger gedauert hat ihn zu verstehen, war dass das Buch teilweise sehr kryptisch ist, was dem Lesefluss aber keineswegs schadet!
Denn auch seine Geschwister, Liliette und Alix, haben es mir anfangs schwer gemacht, bis ich sie und ihre Beweggründe verstanden habe und sie auch ins Herz geschlossen haben. Alle Charaktere in diesem Buch haben nämlich ihr eigenes kleines Päckchen zu tragen.
Sehr gefallen hat mir auch das Setting, genauso wie die einzelnen Angestellten und Adligen, die man während der Geschichte kennenlernt. Die einen mag man mehr als die anderen, aber an keiner Stelle war man verwirrt aufgrund der Menge an Charakteren.
Am besten hat es mir gefallen, wie die Autorin es schafft in einem historischen Roman wichtige Themen, wie Feminismus, Gerechtigkeit und Rassismus unterkriegt und diese allesamt feinfühlig behandelt. Denn das Buch wird von den Fragen begleitet, wie eine damalige feministische Bewegung hätte aussehen können und wie es Familien erging, die nach Deutschland ausgewandert sind. Durch diese ernsten Themen vertritt das Buch wichtige Werte, was besonders den jüngeren Leser:innen sehr viele wichtige Einblicke schenkt! Diese Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit hat das Buch so spannend gemacht:)
Auch, wenn mir persönlich das Buch an einigen Stellen zu dramatisch war, kann ich es allen empfehlen, die mal einen historischen Jugendroman lesen wollen, der sich mit aktuellen Themen beschäftigt und eine wichtige Message vermittelt: du bist gut, so wie du bist.
3,5⭐️ Das Buch enthält nicht nur ein wunderschönes Cover, sondern auch eine atemberaubende Innengestaltung! Die Kapitel sind kurz. Die wichtigen Charaktere des Buches waren entweder von Anfang an liebenswert oder durchleben eine positive Charakterentwicklung. Ein Charakter hat es mir aufgrund seiner tollen Eigenschaften richtig angetan. Ich lese selten von solch einem guten Menschen🥹🥺 Die Besonderheit des Buches beginnt schon mit der Protagonistin, die halb Türkin ist. Dieser Aspekt gefiel mir sehr, da es Charaktere mit dieser Herkunft in Büchern nicht allzu oft gibt. Der Einstieg fiel mir sehr leicht, weshalb ich gut in die Geschichte eintauchen konnte. Gegen Mitte des Buches kam mir die Handlung etwas langatmig vor, weshalb ich mich zwingen musste weiterzulesen. Die Spannung fehlte mir über diesen ganzen Zeitraum. Daraufhin kam eine große Wendung, auf die ich die ganze Zeit gewartet habe. Ich habe nichts kommen sehen. Der Abschluss hätte besser nicht sein können und ich habe das Buch mit einem guten Gefühl beenden können. Die Tropes, wie z.B. "Verbotene Liebe" haben mir gut gefallen, weil dies die Spannung deutlich gesteigert hat 😍 Durch den Schreibstil konnte man sich alles beschriebene gut vorstellen, da alles hervorragend veranschaulicht wurde. Ich bin zwar ab und an abgeschweift, aber dies hängt wahrscheinlich mit der Handlung zusammen. Das Buch enthält eine starke Message und dies verleiht dem Buch einen großen Bonuspunkt! Feminismus und Gerechtigkeit stehen an vorderster Front aufgrund der tollen Protagonistin Mera 🧸🤍
Ich empfehle dieses Buch jeden, der eine tolle Liebesgeschichte verknüpft mit wichtigen Themen genießen möchte🥰🫶🏼
Schon als ich gehört habe, dass dieses Buch ein historischer Roman mit Feminismus und weiteren wichtigen diversen Themen wird, wusste ich, das kann nur gut werden.
Man begleitet fünf ganz verschiedene Figuren durch das Buch und obwohl ich erstmal von den vielen Erzählperspektiven abgeschreckt war, hab ich mich super schnell zurecht gefunden und es gab keine Verwechslungen. Alle sind mir dabei wirklich immer mehr ans Herz gewachsen, waren nicht perfekt, aber dafür umso liebenswürdiger mit ihren eigenen Zielen und Träumen. Das Setting im Hause der Adeligen Cadieux‘ fand ich auch wirklich toll und die Handlung punktet nicht nur mit Themen wie Feminismus, Diversität und Rassismus, sondern auch, weil sie einfach teilweise lustig und vor allem spannend ist und man mitfiebert und immer weiter lesen möchte.
Eine große Empfehlung für alle, die gerne historische Settings lesen, sich für intersektionalen Feminismus interessieren, schöne Liebesgeschichten mögen oder einfach Lust auf liebenswürdige Figuren haben.
Mir fehlen die Worte zu diesem unglaublichen Buch. Freiheitsflüstern ist genau die Art von Buch, die ich in den letzten Jahren gesucht habe. Es ist queer, feministisch und sorgt für Repräsentation verschiedener Gruppen. Célian und Mera sind super süß zusammen und geben tolle Protagonisten ab. Für mich war es unglaublich schön zwei queere Paare als weitere Protagonisten und nicht als einfache Nebenrollen zu haben. Durch Charaktere wie Seebald wurde Meras feministische Seite sehr hervorgehoben, es ist schön eine Frau zu sehen, die sich gegen solche Typen auflehnt und es nicht einfach weglächelt. Auch der Konflikt mit dem Pächter hat eine wichtige Message vermittelt- denn diese Ablehnung gibt es auch heute noch. Die Aktion gegen ihn hat ein Gemeinschaftsgefühl vermittelt und gezeigt, was man bewirkt, wenn man für seine Träume kämpft.
Wer Bridgerton mag, dem kann ich »Freiheitsflüstern« nur empfehlen. Historisches Setting, aber viel diverser als man es von anderen historischen Romanen kennt. Man begleitet Mera und die drei Geschwister Célian, Alix und Liliette — sie alle haben ihre eigenen Probleme, ihr eigenes Päckchen zu tragen. Es geht unter anderem um verbotene Liebe, den Wunsch es anderen bis zur Selbstaufgabe allen Recht zu machen, für sich selbst einzustehen und denen zu helfen, die man liebt. Die verschiedenen Handlungsstränge haben sich wunderbar zu einer gemeinsamen, ineinandergreifenden Geschichte verwoben und hatten viele schöne und wichtige Momente. Es gibt schnelle Wortgefechte, Herzklopfmomente und die kritische Auseinandersetzung mit Themen wie Sexismus und Rassismus.
Was mir persönlich nicht so gefallen hat war, wie viel und wie auffällig Mera klaut. Es erschien mir unrealistisch, dass sie immer wieder so kopflos und offensichtlich klaut. Das hätte ich mir etwas subtiler gewünscht.
Mit sehr viel Witz, dramatischen Gesten und - ganz wichtig - viel Essen wird die Geschichte von Mera und Célian erzählt. Meras Identität spielt dabei eine wichtige Rolle und man merkt richtig, wie sicher sie sich darin ist. Die süßen türkischen Spezialitäten werden mit so viel Liebe beschrieben, dass man sofort Lust auf Baklava bekommt und ein besonderer Fokus wird auf Meras Locken gelegt.
Besonders gut hat mir das Setting im deutschen mittleren 18. Jahrhundert gefallen. Mit den leuchtenden Bällen und ausgestellten Kleidern fühlt man sich, als wäre man in eine Zeitmaschine gestiegen. Aber auch die sich erst langsam entwickelnden feministischen Perspektiven sind ein zentraler Aspekt.
Die Geschichte wird aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt, was zur Schnelllebigkeit der Story beiträgt, sowie dazu, dass man nicht nur die Protagonistin ins Herz schließt, sondern auch bei der Liebesgeschichte zwischen Alix und Marti mitfiebert und hautnah dabei ist, wie sich Lilliettes Selbstbewusstsein mit jedem Kapitel steigert.
“Freiheitsflüstern” ist ein Buch, dass ich jede:m empfehlen kann, der:die schon immer mal in die funkelnde Welt des Adels mit einem kleinen Twist eintauchen wollte.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!
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