Folge dem Nordstern und finde die große LiebeLappland, das Land der Mythen und genau der richtige Ort für Charlotte, um noch einmal ganz von vorne anzufangen. Vom Freund verlassen, ohne Wohnung und ohne erfüllenden Job, steht sie vor den Trümmern ihrer Existenz. Kurzerhand nimmt sie sich den Rat ihres Großvaters zu Herzen und folgt dem Nordstern vom Bodensee immer weiter Richtung Polarkreis. Dort angekommen, führt sie von nun an als Weihnachtselfe verkleidet Touristen durch das offizielle Dorf des Weihnachtsmannes. So skurril ihr neuer Arbeitsplatz auch sein mag, ihre Kollegen nehmen sie herzlich auf, und schon bald kommt sie dem stillen Rentierzüchter Eljas näher. Während im glitzernden Winterland eine neue Liebe erwacht, muss Charlotte lernen, wieder zu vertrauen – wartet hier ihr ganz persönliches Weihnachtswunder?
Bereits auf den ersten Seiten habe ich das Setting in "Winterküsse unterm Nordstern" geliebt, denn die Protagonistin Charlotte arbeitet als Weihnachtself im Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi. Dieses Dorf ist ein absoluter Traum von mir und ich möchte da so gerne einmal hin. Die Autorin beschreibt das Dorf mit vielen bunten und winterlichen Details, so dass man alles wirklich gut vor Augen hat. Das Setting und die Atmosphäre waren einfach wundervoll.
Die Handlung selbst war für mich auch sehr gelungen und konnte mich schnell fesseln. Die Geschichte hatte von allem etwas und war somit eine gelungene Mischung. Es gab ein wenig Liebe, Situationen zum schmunzeln, aber auch Szenen, die mich sehr berührt haben.
Charlotte war eine sympathische Protagonistin, ebenso wie Eljas, der eine Rentierfarm sowie eine kleine Tochter hat. Jedoch sind mir beide manchmal ein wenig zu blass geblieben und der Beziehung zwischen den beiden haben ein paar Funken gefehlt.
Insgesamt ist das Buch eine wirklich schöne winterliche Geschichte, die mich vor allem mit dem Setting überzeugen konnte.
Dramatische Vergangenheit der Protagonist:innen? Check. Eine zuckersüße winterlich weihnachtliche Location? Check. Nebenfiguren, die unterstützend den Protagonist:innen zur Seite stehen? Check. Ein goldiges Kind und/oder Tier, das eine wichtige Rolle spielt? Check. Ein Missverständnis, das kurz vor Schluss das traute Glück zu zerstören droht? Check. Happy End? Check.
Winterküsse unterm Nordstern hält alles bereit, was man sich von einer Weihnachtslovestory erwartet. Schauplatz der Geschichte ist Rovaniemi, eine Stadt am nördlichen Polarkreis in Lappland. Charlottes Leben in Deutschland ist aus den Fugen geraten und so folgt sie einer Intuition, als sie eine Stellenanzeige für Weihnachtselfen in einem touristischen Weihnachtsdorf in Finnland entdeckt. Vor Ort trifft sie Eljas, der Rentierfarmer und alleinerziehender Papa ist. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen und so nehmen die Dinge ihren Lauf, vor traumhafter winterlicher Kulisse. Natürlich wird hier das Rad nicht neu erfunden, aber die Geschichte ist kurzweilig unterhaltsam und solide romantisch ohne dabei zu sehr in Richtung Kitsch abzudriften.
"Du weißt nicht, wer wahrhaft dein Freund oder dein Feind ist, bevor das Eis bricht." (aus Lappland) Nach einer gescheiterten Beziehung steht Charlotte nun auch noch ohne Wohnung und einen wirklichen Job da. Zudem hat sie ihr ganzes Selbstbewusstsein darunter gelitten, weil ihr Freund Henning sie jahrelang unterdrückt und manipuliert hat. Doch jetzt erinnert sie sich an Opa Aussage, immer dem Nordstern zu folgen. Genau das wird sie jetzt tun und den Job als Weihnachtselfe im weit entfernten Lappland annehmen. Dort angekommen begleitet sie Touristen durch das Weihnachtsmanndorf. So eigenwillig dieser Job auch ist, findet sie in ihren neuen Kollegen viel Herzlichkeit, Freundschaft und Anerkennung. Genau das ist es, was sie braucht nach der langen Durststrecke an Herabwürdigung von Henning. Doch dann lernt sie den in sich gekehrten Rentierzüchter Eljas, auch allgemein Hottie vom Nordpol benannt kennen. Eine gewisse Traurigkeit umgibt ihn jedoch für seine Tochter Eveliina versucht er glücklich zu sein. Nichtsahnend verliebt sich Charlotte und erkennt viel zu spät, dass seine Geschichte ihr irgendwie bekannt vorkommt.
Meine Meinung: Dieses wunderschöne winterliche Cover ist es mich sofort neugierig auf dieses Buch gemacht. Vor allem, weil es in das schneebedeckte und weitentfernte Lappland geht. Ich spüre förmlich das Setting Finnlands mit der Kälte, den eher zurückhaltenden Menschen, einzigartigen Vorkommnissen wie Rentiere, Sauna, Weihnachtsmanndorf, der Weite und der Abgeschiedenheit. Schon eigenartig, warum man ausgerechnet in dieser Einöde den Weihnachtsmann vermutet. Dieses Weihnachtsmanndorf oder auch Santa Claus Village gibt es in Wirklichkeit. Wenn ich die Bilder im Internet anschaue, bekomme ich sofort eine bessere Vorstellung davon, wie sich Charlotte dort gefühlt hat. Ausgestattet mit Restaurants, Shops und Unterkünften gibt es viel zu tun für eine Weihnachtselfe wie Charlotte. Trotzdem hat sie noch Zeit, um im Zentralkrankenhaus Rovaniemis zu arbeiten. Der etwas befremdliche Eljas stolpert ihr dort über den Weg. Doch erst als sie ihn näher kennenlernt, merkt Charlotte, dass er ein wirklich feiner Kerl ist. Beide haben mit ihren Beziehungen Wunden erfahren und passen im Grunde gut zusammen, besonders da Charlotte das Herz der 9-jährigen Eveliina erobert hat. Mich hat speziell die schöne Beschreibung des Landes, dem nördlichsten Teil von Finnland angesprochen. Man hat den Eindruck, als wäre die Autorin dort beheimatet. Obwohl die finnischen Worte im Buch gewöhnungsbedürftig sind und ich froh war, das sie beschreibt, worum es sich dabei handelt. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht, selbst wenn ich mitunter noch gerne etwas mehr Tiefe erwartet hätte. Sei es die ruhige, hilfsbereite und mitfühlende Charlotte oder der brummige, starke und sensible Eljas mit seinem doch so weichen Herz. Außerdem noch die kecke, wissbegierige Eveliina, die manchmal ihren Dickkopf hat und die vielen freundlichen Weihnachtselfen. Emotional bewegt hat mich besonders Eljas Schicksal und vor allem sein Brief am Ende. Dass dieser ausgerechnet zu Konflikten führt, war zu erwarten. Kein Wunder, das Eljas erst wieder neu Vertrauen und Liebe erfahren muss. Dagegen wird Charlottes krankhafter Beziehung nur oberflächlich angeschnitten. Für mich war es ein wirklicher Wohlfühlroman, der mich zu Tränen gerührt hat und dem ich gerne 5 von 5 Sterne gebe.
Ein traumhaftes Setting, authentische Protagonisten und viel Weihnachtsflair
Winterküsse unterm Nordstern
von Julie Larsen
erschiene im Harper Collins Verlag am 27.09.2022
Taschenbuch 320 Seiten
Klappentext
Folge dem Nordstern und finde die große Liebe
Lappland, das Land der Mythen und Legenden: genau der richtige Ort für Charlotte, um noch einmal ganz von vorne anzufangen. Vom Freund verlassen, ohne Wohnung und ohne erfüllenden Job, steht sie vor den Trümmern ihrer Existenz. Kurzerhand nimmt sie sich den Rat ihres Großvaters zu Herzen und folgt dem Nordstern vom Bodensee immer weiter Richtung Polarkreis. Dort angekommen, führt sie von nun an als Weihnachtselfe verkleidet Touristen durch das offizielle Dorf des Weihnachtsmannes. So skurril ihr neuer Arbeitsplatz auch sein mag, ihre Kollegen nehmen sie herzlich auf, und schon bald kommt sie dem stillen Rentierzüchter Eljas näher. Während im glitzernden Winterland eine neue Liebe erwacht, muss Charlotte lernen, wieder zu vertrauen – wartet hier ihr ganz persönliches Weihnachtswunder?
Meine Meinung
Die Autorin entführt uns ins verschneite Lappland, wo es mitunter auch sehr kalt sein kann bei der ganzen schönen weißen Pracht. Im Weihnachtsdorf tummeln sich die Touristen und Charlotte hat immer ein offenes Ohr für ihre Fragen. Besonders aufregend ist der Job nicht, aber ihre jungen Kollegen sind furchtbar nett und lustig. Und hier hat sie sehr viel Zeit, sich auch gedanklich von ihrem furchtbar egozentrischen Ex-freund abzunabeln. Es ist nicht leicht für Charlotte, wenn man über eine lange Zeit immer kleingeredet wurde. Ihm zuliebe hat sie ihr Studium damals abgebrochen, ihm zuliebe hat sie die Verbindungen zu ihren Freundinnen gekappt. Diese Liste könnte man endlos weiter führen, was aber am Ende das gleiche Ergebnis bringt. Ihr Ex hat Karriere gemacht und sie hat jetzt nichts, keinen Job und keine Wohnung. In Lappland trifft sie auf den Rentierzüchter Eljas, auch bekannt unter dem Namen: der Hottie vom Nordpol, und er bewegt bei ihr ein Umdenken. Charlotte findet den Weg zur alten Charlotte zurück. Auf ein paar Stolpersteinchen tritt sie zwischendurch noch, aber im Großen und Ganzen schlägt sie sich tapfer durch ihre Gedanken und Gefühlswelt. Unterstützung bekommt sie von der kleinen zauberhaften Fee Eveliina.
Beim ersten Date sagt Eljas etwas sehr Zauberhaftes zu Charlotte:
Vielleicht bist du noch nicht am Gipfel des Berges angekommen. Vielleicht dauert es einfach noch ein bisschen, bis du den neuen Horizont siehst.
Vielleicht brauchen beide auch einfach nur den richtigen Führer oder eine kleine Zauberfee, um gemeinsam am Gipfel den neuen Horizont zu entdecken.
Fazit
Julie Larsen präsentiert einen wunderschönen Winter/Weihnachtsroman. Ihre Protagonisten agieren authentisch und die Emotionen sprühen nur so im Roman. Hier haben mir fast ausnahmslos alle Figuren sehr gut gefallen. Wir spüren auch eine tiefe Traurigkeit, die aber von der Autorin sehr schön in die Geschichte eingebunden wurde. Verlust und eine neue Liebe liegen nah beieinander. Von mir bekommt Winterküsse unterm Nordstern 5 🐥🐥🐥🐥🐥 und eine klare Leseempfehlung.
Die Hallmark Weihnachtsfilme erfreuen sich seit einigen Jahren auch hierzulande immer größerer Beliebtheit. Diese Filme zeichnen sich durch eine zauberhafte Stimmung, eine herzerfrischende Liebesgeschichte und reichlich Kitsch aus. Dieses Buch hat mich sehr stark an einen typischen Hallmark Weihnachtsfilm erinnert. Für diejenigen die diese Einleitung abschreckt, tut es mir zwar leid, aber ich denke, dann ist dieses Buch definitiv nicht das richtige für sie. Besonders hervorheben möchte ich das unglaublich schöne Setting des Buches. Obwohl ich selbst noch nie in Lappland war, konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und habe die Landschaft vor meinem inneren Auge gesehen. Julie Larsen hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet und die Umgebung und die Landschaft sehr detailliert beschrieben. Durch das Weihnachtsmanndorf kam während des Lesens bei mir auch eindeutig Weihnachtsstimmung auf. Daher würde ich das Buch auf jeden Fall als leichte Lektüre für die Adventszeit empfehlen. Die Protagonisten Charlotte und Eljas waren mir sympathisch und man durfte als Leser auch einen tiefen Einblick in ihr Innenleben vornehmen. Beide hatten es in der Vergangenheit nicht immer leicht und mussten den einen oder anderen Verlust hinnehmen. Die traurigen Hintergrundgeschichten haben dem Buch eindeutig etwas mehr Tiefe verliehen und somit hebt dieser Roman sich ein wenig von anderen seichten Weihnachtsromanzen ab. Autorin Julie Larsen hat es aber dennoch geschafft, die traurigen Anteile nicht überwiegen zu lassen und somit nicht zu viel auf die Tränendrüse gedrückt. Eljas Tochter Eveliina habe ich vom ersten Moment ins Herz geschlossen. Sie war mein persönlicher Favorit, auch wenn sie mir an vielen Stellen ein wenig zu erwachsen und altklug vorgekommen ist. Die Geschichte selbst ist im Großen und Ganzen recht vorhersehbar und bietet wenig Überraschungen. Es gibt die typischen Irrungen und Wirrungen, die eine Liebesgeschichte ausmachen und das eine oder andere Drama aufgrund eines Missverständnisses kommt natürlich auch vor. Durch diesen sehr typischen und vorhersehbaren Aufbau der Geschichte war meiner Meinung nach der Spannungsbogen recht flach. Wobei ich mir ehrlich gesagt auch kaum etwas anderes erwartet habe. Der Einstieg in die Geschichte ist mir leichtgefallen, allerdings dauerte es etwas, bis die Geschichte wirklich Fahrt aufgenommen hat. Der Schreib- und Erzählstil von Julie Larsen hat mir gut gefallen. Ich konnte mich aufgrund ihres lockeren Stils schnell in der Geschichte zurechtfinden und hatte auch mit den finnischen Begriffen keine Probleme, da sie diese alle sehr gut erklärt hat. Bei diesem Buch handelt es sich um einen soliden und unterhaltsamen Weihnachts- und Liebesroman, der perfekt ist, um dem doch oft hektischen Adventalltag zu entfliehen. Ideal für alle, die eine herzerfrischende Liebesgeschichte mit ein wenig Tiefgang suchen.
In " Winterküsse unterm Nordstern " steht Charlotte nach einer schrecklichen Trennung vor den Trümmern ihres Lebens und nimmt den Rat ihres Großvaters an, dem Nordstern zu folgen, dieser weise ihr den richtigen Weg. So landet Charlotte als Weihnachtselfe im Weihnachtsdorf in Lappland und versucht zwischen Rentieren und weihnachtlicher Musikberieselung ihren Weg neu zu finden. Aber Charlotte findet neben Freundschaften im Elfenteam auch wieder zu sich selbst, und zu Rentierzüchter und Singledad Eljas bahnen sich zarte Gefühle an. Für Eljas zählt nur noch seine Tochter und die Rentierfarm in seinem Leben, für anderes hat er keinen Bedarf mehr. Doch als Eljas auf Charlotte trifft, spürt er zu ihr sofort eine besondere Anziehung und das, wo Eljas der Liebe abgeschworen hatte. Jedoch hat da seine kleine Tochter Eveliina auch noch ein Wörtchen mitzureden. Doch kann es für die verletztliche Charlotte und den von der Liebe verlassenen Eljas eine Chance geben, zumal Charlotte nur für begrenzte Zeit in dessen Heimat ist. Oder etwa doch nicht? Die Story hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, dabei bleibt sie spannungsgeladen sowie abwechslungsreich. Man darf mit Charlotte, Eljas und dessen Töchterchen Eveliina mitfiebern und die verschiedesten Emotionen erleben. Es gibt einiges zum schmunzeln bis herzhaft zu lachen, so manche mitfühlende wie auch tragische Momente und die ein oder andere Träne zu vergießen. Ich musste das Buch in einem Rutsch lesen, da ich erfahren wollte, ob Charlotte ihren Weg gefunden hatte und ob es für beide ein Happy End gab. Das Buch bekommt von mir eine Lese / Kaufempfehlung und 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ Sterne.
Das Cover ist ein Traum, der einen sofort verleitet, das Buch zu kaufen. Allerdings sollte man vom Inhalt nicht so viel erwarten. Er trieft vor Kitsch und Klischees nur so vor sich hin. Der Frauenroman ist seicht und leicht zu lesen. Ein bisschen Drama ist natürlich auch dabei, aber man sollte nicht wirklich etwas Tiefgründiges erwarten. Der Roman ist perfekt für Frauen, die sich in Männer verlieben, die trauern und die Frau verloren und schon ein Kind haben.
Die Protagonisten kommen recht schnell zusammen. Nachdem Charlottes Leben in ihren ersten 30 Jahren nur katastrophal verlaufen war, gelingt ihr eine Wendung um 180 Grad und alles, was sie dafür tun musste, ist, spontan nach Finnland auszuwandern. Denn dort wird sie von allen mit offenen Armen empfangen. Plötzlich läuft alles glatt, sowohl privat als auch beruflich. Das wirkte unrealistisch und machte den ganzen Roman wenig spannend. Zudem wurde mit Eljas, der Protagonist, viel zu oft als "Hottie" bezeichnet. Solche Romane, die von Frauen geschrieben werden, lassen Frauen dumm wirken. Als wäre alles nebensächlich, solange der Mann heiß ist.
Ich habe für den Roman wirklich lange gebraucht, weil es letztlich so klischeebelastet und kitschig war. Wer daher in der Weihnachtszeit nach einem Schmöker sucht, der nicht lange im Kopf bleibt, kann mit dem Roman gern abschalten und etwas extrem Simples lesen.
Ich fande das Buch nicht wirklich schön bzw. interessant. Es war eine Story, die sehr oft so in Büchern kommt. Am Anfang habe ich die Zusammenhänge nicht wirklich verstanden, weil ich nie gut in das Buch reingekommen bin.