Wie weit würdest du gehen, um die Welt zu retten?Tessa Hansen hat ihr Leben dem Kampf gegen die Klimakatastrophe verschrieben. Als sie die Silicon ValleyInvestorin Shannon O’Reilly kennenlernt, findet sie in dieser wider Erwarten eine Gleichgesinnte. Doch Tessa erkennt bald, dass Shannon keine Skrupel hat, wenn es darum geht, das Klima zu schützen ... Unterdessen treibt China ein eigenes Vorhaben gigantischen Ausmaßes voran, das die handlungsunfähigen westlichen Demokratien vor Rätsel stellt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und bald muss sich Tessa die Frage stellen, was sie bereit ist, für ihre Überzeugungen zu opfern.
Meine Meinung: Endlich ein Roman, der sich dem wohl aktuell größten Problem der Erde annimmt: Klimakrise. In meinen Augen beschäftigen sich die Autor*innen der ganzen Welt noch viel zu wenig mit diesem wichtigen Thema. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Dass sich der Autor Heiko von Tschischwitz mit dem Thema Umweltschutz auskennt, beweist sein fast 500 Seiten langes Werk sehr eindrücklich. Fachlich fundiert (nach meiner bescheidenen Meinung) und nur mit 1-2 Längen, die das Tempo herausnehmen, verfügt die Geschichte außerdem über die sehr interessante Darstellung der Sichtweise eines grünen deutschen Bundeskanzlers, der an den Tücken der Demokratie -ja, diese Tücken gibt es- scheitert. Für mich, die die Demokratie als bestes politisches System ansieht, war es trotzdem sehr interessant, sich gedanklich mit den Nachteilen zu beschäftigen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Die zwischenmenschlichen Beziehungen der Hauptcharaktere in dieser Geschichte, besonders die aufkeimende Liebelei zwischen Tessa und Shannon, wurden leider recht oberflächlich und teilweise hölzern dargestellt. Insbesondere die “Sexszenen” würde ich hier als Beispiel dafür nennen. Wer das Buch gelesen hat, wird wissen was ich meine. Cringe! Das müsste der Autor bitte nochmals üben oder einfach im nächsten Buch weglassen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Fazit: Die Botschaft steht für mich über allem, sodass ich trotz der Schwächen des Buches eine Leseempfehlung ausspreche. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Meine Bewertung: 3,5/5 Sterne 🌟
Die Klimakatastrophe ist für mich persönlich die wichtigste Krise unserer Zeit.
Der Roman von Autor Tschischwitz bringt für mich zentrale Punkte exakt zum Ausdruck. Dabei ist die Story spannend...die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse kommen ebenso zum Tragen wie die gut ausgearbeiteten Charaktere.
Romane mit der Thematik rund um den Klimawandel machen mich immer sehr neugierig. Hier wird die Geschichte von einer Klimaaktivistin und von einer erfolgreichen Geschäftsfrau erzählt, die ständig um die Welt fliegt.
Der Schreibstil des Buches war sehr flüssig zu lesen und ich bin definitiv durch die Geschichte geflogen. Allerdings habe ich mich manchmal gefragt, ob das Buch Roman oder Sachbuch sein möchte. Die Handlung ist für mich zwischen den ganzen Erklärungen und Einzelheiten ein wenig auf der Strecke geblieben. Ich habe mich zwar nicht gelangweilt, da einiges doch sehr interessant war, aber insgesamt war es manchmal dann doch ein wenig so viel des Guten. So fehlte es mir auch an Spannung und die Geschichte konnte mich nicht komplett mitreißen. Es werden viele spannende Themen angesprochen, aber die Umsetzung hat mir nicht immer gefallen,
Die Protagonistinnen war beide interessant und zudem auch sehr unterschiedlich. Eine richtige Verbindung konnte ich zu ihnen allerdings nicht aufbauen. Als Leser blieb ich bei den beiden ziemlich außen vor und die Geschehnisse blieben distanziert.
Ich bin der Meinung, dass man aus der Geschichte noch deutlich mehr hätte machen können. Ich bleibe ein wenig unentschlossen wie ich das Buch bewerten soll, da mir einiges gefallen, aber anderes auch nicht.
Tessa Hansen hat sich dem Kampf gegen die bevorstehende Klimakatastrophe verschrieben. Bei einer Debatte lernt sie die Silicon Valley Investorin Shannon O´Reilly kennen. Wider Erwarten findet sie in ihr eine Mitstreiterin gegen die Klimakatastrophe. Doch bald wird Tessa klar, dass Shannon keine Skrupel hat um ihre Ziele zu erreichen.
China treibt sein eigenes Klimarettungsprogramm im gigantischen Ausmaß voran, und lässt dabei die handlungsunfähigen und –unwilligen westlichen Demokratien dabei weit hinter sich. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und Tessa muss sich mit der Frage auseinandersetzen was sie alles bereit ist für ihre Überzeugungen zu opfern.
Die Welt kippt stammt aus der Feder von Heiko von Tschichwitz.
Tessa Hansen kämpft seit langem gegen die Klimakatastrophe an und musste dafür auch schon einiges einstecken, aber dies machte sie zu einer Vorreiterin in diesem Kampf. Bei einer Debatte lernt sie Shannon O´Reilly kennen. Eine Investorin, die sich frühzeitig auf grüne Investments spezialisiert hat und damit in die oberste Liga aufgestiegen ist. Trotz teils unterschiedlicher Ansichten merken die Beiden schnell, dass sie auch vieles gemeinsam haben und sie eins eint, ihr Kampf gegen die Klimakatastrophe.
Während die westliche Welt in endlosen Debatten von einer Wahlperiode zur anderen das Thema verschleppt, hat sich China schon früh damit auseinander gesetzt und arbeitet an einer weltweiten Lösung.
Die Thematik ist in aller Munde und so sprach mich dieser Roman direkt an. Die Klimakatastrophe kommt und im Westen passiert nicht viel außer reden und reden. Tessa, ein junge Aktivistin ist mit Leib und Seele dabei und auch Shannon hat sich dies zur Aufgabe gemacht. Beide haben eine sehr unterschiedliche Herangehensweise und auch wenn sie ihr Kampf eigentlich eint, haben sie sehr unterschiedliche Ansichten dazu wie und mit welchen Mitteln man dieses Ziel erreichen kann und darf. Die Dialoge zwischen den Beiden haben mir sehr gut gefallen, hier kamen die unterschiedlichsten Ansichten zur Sprache, mit der man sich auseinandersetzen muss.
China lässt in dieser Geschichte den Westen und ihre Demokratien alt aussehen, dabei gefällt mir das der Autor China nicht auf Grund weg verteufelt, aber dennoch die Problematiken deutlich benennt, und natürlich kennen auch die Chinesen keine Skrupel um ihr Ziel zu erreichen.
Mein Fazit:
Auch wenn der Verlag Roman vorne auf dem Umschlag stehen hat, finde ich Klima-Thriller viel passender. Gewürzt mit ein paar Morden und der Thematik kam für mich ein sehr spannendes Buch heraus, das ich gerne weiterempfehle.
Worum geht’s? Die Politik zeigt klar, dass sie die gesetzten Klimaziele nicht erreichen wird. Aktivistin Tessa Hansen versucht, durch Hungerstreiks die Politiker zum Handeln zu zwingen und verliert dabei fast ihr Leben. Unterdessen scheint China weiter zu sein. Die Volksrepublik kauft in Afrika riesige Landflächen, aber keiner weiß, wozu. Was plant China?
Meine Meinung: Mit „Die Welt kippt“ schreibt Heiko von Tschischwitz einen Roman, der nicht aktueller sein könnte! Im Nachwort sind noch einige Dinge, die im Buch genannt sind, näher ausgeführt, was zeigt, wie gut der Autor sich in das Thema hineinrecherchiert hat. Der Roman ist spannend geschrieben, auch komplexe Vorgänge werden gut erklärt und Herr von Tschischwitz geht selbst direkten und brisanten Fragen nicht aus dem Weg, denen die Politik gerne ausweicht.
Wir erleben das Geschehen aus mehreren Perspektiven. Vorwiegend begleiten wir die Klimaaktivistin Tessa Hansen und die Investorin Shannon O´Reilly. Letztere investiert in grüne Projekte, um den CO2-Fußabdruck zu negieren. Dann haben wir noch die in China für das Klimaressort verantwortlichen, den deutschen Bundeskanzler sowie den US-Präsidenten und seinen Stab. Eine bunte Mischung interessanter Protagonisten, die perfekt gewählt sind, um ein heikles Thema wie dieses direkt und ungeschönt zu diskutieren. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit den Protagonisten nicht richtig warm geworden bin. Sie haben perfekt in den Roman gepasst, aber selbst zu Tessa und Shannon konnte ich nicht wirklich eine Bindung aufbauen.
In dem Roman selbst wird dann vorwiegend das Thema Klimakrise behandelt. Aber wir tauchen auch ein in die Welt der KI, der Quantencomputer und des Wettstreits der Nationen untereinander, insbesondere China vs. die westliche Welt. Dabei fängt der Autor langsam an, diskutiert die aktuell aus den Nachrichten bekannten Themen und geht dann aber noch tiefer in die Diskussion hinein und weit über das aktuell Bekannte hinaus, was wirklich interessant ist. Er zeigt auf, was viele nicht wahrhaben wollen. Nicht nur das Unvermögen der Demokratien, die oft am Bürokratismus scheitern; auch, dass man Opfer bringen muss, um Ziele zu erreichen – siehe der Umgang mit Menschenrechten in China. Kollateralschäden nennt das der Autor in seinem Buch. Und hier hat er die perfekten Protagonisten gewählt, die er hier quasi zur Rede stellt und die sich in dem Buch ihr Unvermögen eingestehen müssen. Diese Diskussionen empfand ich sehr interessant. Vor allem auch die darin genannten wissenschaftlichen und politischen Aspekte. Als Normalo bekommt man zwar vieles mit, aber vieles eben auch nicht und mindestens einen Teil hiervon hat Herr von Tschischwitz direkt und ungeschönt in seinem Roman aufgenommen. Einen Stern Abzug muss ich allerdings geben, da es anfangs einige Längen gab. Dennoch denke ich, dass dies ein Buch ist, das man gelesen haben muss!
Fazit: In seinem Roman „Die Welt kippt“ stellt Heiko von Tschischwitz ungeschönt die aktuelle Lage in Sachen Klima dar. Er greift die derzeitigen Diskussionen auf und geht noch weit darüber hinaus. Stellt kritische Fragen, findet dazu anhand seiner Protagonisten Antworten und ausweichende Antworten und auch in die Weltpolitik bekommen wir einen Einblick, vor allem China vs. den Westen. Der Autor bringt uns wissenschaftliche und politische Dinge nahe und ich fand das Buch – bis auf einige Längen am Anfang – total spannend und erhellend. Vieles war mir bekannt, vieles aber auch nicht. Und vor allem die Fragen, die er in seinem Roman aufwirft, die brisanten Themen, die er zu Papier bringt und den Ausblick in eine mögliche Zukunft machen das Buch zu einer Lektüre, die man gelesen haben sollte.
4 Sterne von mir für diesen Roman, der hoffentlich Augen öffnet!
"Tessa Hansen hat ihr Leben dem Kampf gegen die Klimakatastrophe verschrieben. Als sie die Silicon ValleyInvestorin Shannon O’Reilly kennenlernt, findet sie in dieser wider Erwarten eine Gleichgesinnte. Doch Tessa erkennt bald, dass Shannon keine Skrupel hat, wenn es darum geht, das Klima zu schützen ... Unterdessen treibt China ein eigenes Vorhaben gigantischen Ausmaßes voran, das die handlungsunfähigen westlichen Demokratien vor Rätsel stellt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und bald muss sich Tessa die Frage stellen, was sie bereit ist, für ihre Überzeugungen zu opfern."
An dieses Buch mit gemischten Gefühlen herangegangen, da ich schon durchaus gute sowie auch schlechte Bücher über die Thematik gelesen habe. Außerdem habe ich immer die Befürchtung, dass ich die ganzen politischen, wirtschaftlichen sowie die umweltbedingten Faktoren nicht verstehe, da ich da nicht gerade die hellste Kerze auf dem Kuchen bin und dass die Spannung der Geschichte verloren geht. Doch für meine Befürchtungen gibt es überhaupt keinen Grund, denn der Autor erschafft eine spannende sowie interessante Geschichte und übermittelt sachliche Informationen über den durchaus aktuellen Stand unserer Umwelt. Und dies ist wirklich erschreckend gewesen. Alles ist verständlich gewesen und ich hatte keinerlei Probleme den Gedankengängen zu folgen. Außerdem beinhaltet das Thema Umwelt sowie Klimakatstrophe sondern auch die Gegenüberstellung der westlichen und chinesischen Politik. Ein Geschichte mit vielen Facetten. Die Charaktere Tessa und Shannon kämpfen zwar für das selbe Ziel jedoch auf unterschiedliche Weise. Als Leser erlebt man hitzige Debatten und beide gehen unterschiedlich damit um. Tessa die anfangs sehr aktiv ist ermüdet im Laufe der geschichte, da ihre Worte in der Politik unerhört bleiben und sie gegen Windmühlen kämpft, dagegen bleibt Shannon hartnäckig auf ihrem Weg. Da hätte ich mir noch ein wenig mehr tiefe gewünscht auch wenn die Charaktere gut gezeichnet sind sind und man ihre Motive sowie ihre Beweggründe nachvollziehen kann. Defintiv ein gutes Buch mit einem aktuellen und brisanten Thema, was nicht belehrrend oder eemahnend ist, sondern wertfrei viele Aspekte reflektiert und erklärt. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
Das Buch hat mich durch die Thematik sehr angesprochen und auch das Cover erinnert mich sehr an "Dry" und ich wollte es unbedingt lesen.
Die ersten 50 Seiten haben mich total begeistert und die Erwartungen waren ziemlich hoch. Leider wurden sie nicht erfüllt. Das Buch war zeitweise sehr langatmig und zu sachlich.
Mein Problem mit dem Buch war das verschwimmen von Fakten und Fiktion, was es mir sehr schwer gemacht hat das Buch weiterzulesen. Ich hatte das Gefühl, dass die Grenzen nicht klar gesetzt wurden.
Der Schreibstil hat zwischen sehr simpel und einfach zu fachlich, kompliziert gewechselt.
Ich finde das Buch von der Thematik sehr, sehr wichtig, aber würde es eher Menschen empfehlen, die in das Thema eingelesen sind, damit man die Fiktion von der Wahrheit abgrenzen kann.
Insgesamt hat das Buch seine Höhen und Tiefen, weshalb ich auch keine klare Meinung oder Empfehlung aussprechen kann. Die Idee top, aber die Umsetzung teilweise schwierig. Was es aber ohne Zweifel schafft: aufzuwecken! Ich habe den Weltschmerz deutlich durch die Seiten gespürt und habe das Thema seitdem noch präsenter in meinen Gedanken.
Heiko von Tschischwitz legt uns einen Near-Future SF vor, der den Klimawandel thematisiert. Ich habe den Roman in drei Tagen gelesen, da er spannend geschrieben ist. Deshalb gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.
Steigt man etwas mehr ein in den Text, so lassen sich - wie immer - Höhen und Tiefen erkennen: Pluspunkte gibt es für den stringenten Aufbau der Handlung in drei Teilen und die Dramaturgie. Die Charakterzeichnung der beiden Hauptcharaktere - eine Klimaaktivistin und eine Investmentbanken - geht so weit in die Tiefe, wie es der Roman benötigt. Bei den Nebencharakteren spart sich von Tschischwitz das, weil er das nicht braucht: wir alle haben eine Vorstellung von den Typen "Bundeskanzler", "amerikanischer Präsident", "chinesisches Mitglied des Politbüros". Aufgrund dieser Schörkellosigkeit gewinnt die Handlung Priorität, die den Leser vorantreibt.
Die Science-Fiction Elemente sind spärlich gesät, spielt die Handlung doch nur wenige Jahre in der Zukunft. Hier hätte die ein oder andere Beschreibung von Kleinigkeiten dem Ganzen etwas mehr Kolorit gegeben. Die großen Ideen will ich hier nicht verraten - alles wird schlüssig vorgetragen.
Bemerkenswert ist der Fokus des Autors auf den Systemkonflikt zwischen China und den westlichen Demokratien, der nicht dem gut-böse Schema folgt, sondern die Frage aufwirft, ob individuelle Menschenrechte (Westen) Vorrang vor kollektiven Menschenrechten (China) haben oder umgekehrt. Gekoppelt ist diese Frage mit einer nächsten, nämlich der nach den jeweiligen Fähigkeiten der beiden Systeme, vorausschauend zu planen. Hier kommt Demokratiekritik auf, der nicht zu unrecht vorgeworfen wird, ein kurzfristiges Denken bis zur nächsten Wahl an den Tag zu legen.
Alles in allem ein kurzweiliger, spannender und auch anregender Roman, der mich gefreut hat.
Im Roman „Die Welt kippt“ von Heiko von Tschischwitz wird eine der größten Herausforderungen unserer Zeit thematisiert: die Klimakrise. Schon die Farbe des Covers und der Titel finde ich hier passend gewählt und sehr ansprechend. Eingepackt in eine Geschichte mit unterschiedlichen Handlungssträngen, welche von unterschiedlichen Charakteren erzählt wird, zieht sich die Thematik durch den gesamten Roman. Der Roman spielt in der Zukunft in den Jahren 2024 bis 2028 und zeigt uns somit, wie unsere Welt in Zukunft tatsächlich aussehen könnte. Junge Klimaaktivisten kämpfen hier für mehr Klimaschutz und gleichzeitig treibt China ein großes Projekt voran, welches die Welt gebannt verfolgt... Die Klimakrise wird im Roman aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen. Von der 18-jährigen Klimaaktivistin Tessa bis zum amerikanischen Präsidenten, welche alle auf verschiedenste Weise mit dem Klimawandel umgehen. Alle Charaktere fand ich sehr gut vom Autor umgesetzt und die Handlungen und Gedanken waren sehr authentisch. Durch die Perspektivwechsel bekam man als Leser auch eine gute Abwechslung. Die Charaktere scheinen zu Beginn nicht viel miteinander zu tun zu haben, jedoch verbinden sich die verschiedenen Handlungsstränge bald und alles wird in einen großen Zusammenhang gestellt. Aufgezeigt wurde auch der oft aufkommende Konflikt zwischen diesen verschiedenen Personen, Generationen oder Menschen verschiedenster Positionen, die alle unterschiedliche Interessen und Ziele verfolgen. Dabei fand ich vor allem auch die Blickpunkte aus verschiedenen Staaten der Erde sehr interessant, da man meist hauptsächlich nur Haltungen und Werte aus dem eigenen Land mitbekommt und daraus resultierende Einschätzungen und Handlungen. Politische Systeme werden dadurch verglichen und teilweise auch im Kampf gegen die Klimakrise in Frage gestellt. Trotz teilweise komplexeren, fachlichen Unterhaltungen oder Gedanken der Charaktere, war der Roman sehr verständlich und auch Fakten, Zahlen und Infos, welche die Geschichte beinhaltete, waren keineswegs störend beim Verfolgen der Handlung. Auch gab es am Ende des Buches ein paar Seiten mit Hintergrundinformationen zu einzelnen Themen, welche im Buch vorkommen, was nochmal zu einem guten Verständnis beigetragen hat. Gerade in politischer Hinsicht werden einem sehr die Augen geöffnet und man wird auch sehr zum Hinterfragen unseres Systems angeregt. Ideen und Perspektiven zur Bekämpfung der Klimakrise werden vom Autor beleuchtet und aufgezeigt, eingepackt in die Gedankengänge der Charaktere, welche theoretisch genauso in unserer eigenen Realität denkbar wären. Auch welche Konsequenzen uns Menschen dadurch „drohen“ wird ganz klar dargestellt, was einen als Leser schon öfters kurz innehalten ließ. Insgesamt war der Roman für mich sehr erkenntnisreich und hat mich auch sehr über meinen eigenen Beitrag zum Klimaschutz nachdenken lassen. Ich könnte mir sehr vorstellen, dass durch solche Bücher ein großer Beitrag zur Sensibilisierung der Gesellschaft in Hinblick auf die Klimakrise geleistet werden kann und auch mal wieder besonders deutlich gemacht wird, dass wir es nur schaffen können, wenn alle an einem Strang ziehen. Ich kann jedem nur empfehlen dieses Buch zu lesen!
Inhalt: Tessa Hansen und Shannon O’Reilly trennen Welten. Während Tessa bereits seit ihrem 14. Lebensjahr gegen die Klimakatastrophe kämpft, ist Shannon eine erfolgreiche Investorin im Silicon Valley. Als die beiden sich auf einer Konferenz treffen, merken sie aber, dass ihre Ansichten gar nicht so verschieden sind – bis auf eine Grundsatzfrage, die ihre sich bald entwickelnde Beziehung auf die Probe stellen wird. Im Hintergrund, vom Rest der Welt unerkannt, setzt China seine eigene Klimapolitik durch, deren Folgen für die Welt unkalkulierbar sind.
Persönliche Meinung: „Die Welt kippt“ von Heiko von Tschischwitz ist ein politischer Roman/Klimaroman, der die Bekämpfung des Klimawandels thematisiert. Der Roman spielt in der nahen Zukunft, hauptsächlich in den Jahren 2026 bis 2028. Erzählt wird der Roman aus vielen verschiedenen personalen Perspektiven. Die Figuren, aus deren Sichtweisen erzählt wird, sind dabei auf unterschiedlichsten Teilen der Welt beheimatet. Dadurch werden einerseits die Folgen des Klimawandels auf der ganzen Welt beleuchtet, andererseits werden unterschiedliche (politische) Umgangsformen mit dem Klimawandel aufgezeigt. So spielen neben den Perspektiven der Hauptfiguren Shannon und Tessa u.a. auch diejenigen des deutschen Bundeskanzlers Carsten Pahl und des chinesischen Wirtschaftskoordinators für Klimaschutz Zāng Li eine wichtige Rolle. „Die Welt kippt“ ist ein sehr diskursiver Roman. So werden von den Figuren viele Ansätze diskutiert, wie man den Klimawandel stoppen bzw. sogar rückgängig machen kann. Die Meinungen der Figuren werden dabei nicht nach einem Gut-Böse-Schema sortiert, sondern ergebnisoffen dargestellt. Es tritt auch keine (be)wertende Erzählinstanz auf, sodass den Lesenden selbst überlassen wird, wie sie die Meinungen der Figuren beurteilen. Durch die vielen Fakten und Prognosen zum Klimawandel kommt es innerhalb der Handlung manchmal zu einer kleinen „Informationsflut“. Die Informationen sind aber immer verständlich geschrieben, interessant und besitzen einen hohen informativen Grad, sodass sie für mich nicht störend waren. Neben der Thematik des Klimawandels finden sich in „Die Welt kippt“ außerdem dystopische Züge, Elemente eines politischen Thrillers und eine Liebesgeschichte. Spannung wird innerhalb der Handlung besonders dadurch erzeugt, dass man lange Zeit nicht genau weiß, was die chinesische Regierung plant. Insgesamt ist „Die Welt kippt“ ein informativer, realistischer und diskursiv angelegter Klimaroman, der in seiner Handlung Elemente verschiedener Genres vermischt.
Covertext: Tessa Hansen hat ihr Leben dem Kampf gegen die Klimakatastrophe verschrieben. Als sie die Silicon Valley Ivestorin Shannon O’Reilly kennenlernt, findet sie in dieser wider Erwarten eine Gleichgesinnte. Doch Tessa erkennt bald, dass Shannon keine Skrupel hat, wenn es darum geht, das Klima zu schützen ... Unterdessen treibt China ein eigenes Vorhaben gigantischen Ausmaßes voran, das die handlungsunfähigen westlichen Demokratien vor Rätsel stellt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und bald muss sich Tessa die Frage stellen, was sie bereit ist, für ihre Überzeugungen zu opfern.
„Die Welt kippt“ ist ein fiktiver Roman der sehr realistisch anmutet von Heiko von Tschischwitz. Der Autor ist der Gründer des größten deutschen Ökostromanbieters LichtBlick und arbeitet seit 25 Jahren im Bereich Umweltschutz und erneuerbare Energien. Den Erlös aus dem Verkauf des Buches spendet Heiko von Tschischwitz an Klimaschutzprojekte.
Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft. Sie beginnt 2024 und endet 2028. Heiko von Tschischwitz zeigt aus verschiedenen Perspektiven die Klimakatastrophe auf. Die Geschichte führt in verschiedene Länder auf unterschiedlichen Kontinenten. Sie befasst sich mit den jeweiligen politischen Systemen und deren Sicht auf den Klimawandel.
Dabei ist es eigentlich schon 5 nach 12. Die beiden Protagonistinnen Tessa Hansen und Shannon O’Reilly haben das schon lange erkannt. Sie finden auch Unterstützung durch viele Klimaaktivisten.
Es stellt sich auch immer wieder die Frage wie weit kann man gehen. Was ist jeder einzelne bereit für ein besseres Klima aufzugeben. Ich selbst habe mir beim Lesen auch immer wieder die Frage gestellt. Hier hätte ich mit mehr Information, mehr Beispiele gewünscht.
Die Geschichte liest sich schnell und spannend wie ein Thriller. Sie enthält aber gleichzeitig viel Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Erde und damit auf unser tägliches Leben. Heiko von Tschischwitz erzählt eine fiktive Geschichte sehr realistisch. Gerade das ist beängstigend und soll wachrütteln. Mich hat die Geschichte auf jeden Fall zum Denken angeregt.
„Jeder Einzelne von uns acht Milliarden hat ein Gehirn, das leistungsfähiger ist als das jeder anderen Spezies auf der Erde. Gemeinsam aber taugen wir zu nichts, verhalten uns dümmer als jedes Tier und versenken den Karren mit Vollgas im Dreck." (S.109)
Die Welt kippt Heiko von Tschischwitz
2024: Die junge Klimaaktivistin Tessa Hansen lernt bei einer Debatte die Finanz-Investorin Shannon O’Reillly kennen. Wider Erwarten erkennt Tessa, das Shannon und sie die gleichen Ziele verfolgen - beide wollen eine Klimakatastrophe verhindern, doch Shannon hat eine ganz andere Strategie und verfolgt diese ohne Skrupel. Beide Frauen beginnen eine Affäre, die auf eine harte Probe gestellt wird, als Shannon in ein klimaneutrales Projekt der Chinesen investiert.
Der von den Grünen gestellte Bundeskanzler kann sich gegen die konservativen Koalitionspartner zum Thema Klimawandel nicht durchsetzen. Schon lange hat Deutschland den Zug verpasst Vorreiter alternativer Energien zu sein. Eines Tages stellt er fest, dass das Klimaproblem zu gross ist und ohne Chinas Hilfe nicht gelöst werden kann.
China verfolgt unterdessen eigene Ziele und kauft 1500 Quadratkilometer Wüste im Sudan. “Derjenige, der die globale Energieversorgung kontrolliert, beherrscht am Ende die Welt.“ (S.219)
Der Autor Heiko von Tschischwitz, Gründer von Licht-Blick, dem ersten und größten Ökostromanbieter, hat hier ein beeindruckendes und wichtiges Debüt geschrieben.
Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten in das Buch zu finden: Die Personen waren mir zu oberflächlich beschrieben und wenn ein Mann über Gefühle schreibt, die zwei Frauen beim Sex empfinden, stellen sich mir die Nackenhaare auf, aber nachdem die einzelnen Handlungsstränge dann zusammenliefen, konnte mich das Buch überzeugen. Die Sicht aus den verschieden Blickwinkeln, gerade im Bereich der Politik und die vielen Klima-Informationen, waren hoch interessant. Auch das Ende mit dem Plot gefiel mir.
Fazit: Der Autor schafft es uns wachzurütteln, ohne mit dem Finger auf uns zu zeigen oder und zu maßregeln - ES IST 5 VOR 12 UND ES GIBT DEN KLIMAWANDEL! Leseempfehlung von mir!
Mich hat bei diesem Buch vor allem das Thema und der Klappentext angesprochen, da ich gerne Bücher lese, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen. Dieser Roman fiel deswegen in mein Beuteschema. Am Anfang war ich auch richtig gefesselt. Mir hat der Aufbau sehr gut gefallen, denn es werden immer verschiedene Perspektiven erzählt. So blickt man mal durch die Augen der Klimaaktivistin Tessa, dann verfolgt man die Pläne Chinas, aber auch die Großmächte USA und Deutschland kommen dazu. Was ich überhaupt nicht gebraucht hätte, war die Liebesbeziehung zwischen Tessa und der Investorin Shannon, die trotz unterschiedlicher Lebensstile zueinander finden. Es hat zwar Sinn gemacht, da hier zwei Welten aufeinander geprallt sind, aber in einem Buch zu diesem Thema braucht es für mich keine Sexszenen. Gut gefallen hat mir wiederum, dass die Handlung in der nahen Zukunft angesiedelt ist. So wirkte alles noch realer und hat für Gänsehaut gesorgt. Das hat mich wie gesagt vor allem am Anfang richtig gefesselt. Die Spannung ist meiner Meinung nach aber mit der Zeit abgeflaut. Es hat sehr, sehr lange gedauert, bis man endlich wusste, was China denn jetzt plant - und das wurde ja schon im Klappentext angekündigt. Das hat sich für meinen Geschmack etwas gezogen. Und wie sich dann alles entwickelt, gerade in Bezug auf Tessa, war dann für mich ein bisschen drüber. Natürlich ist das Geschmacksache, aber für mich wäre weniger mehr gewesen. Alles in allem: Ein netter Roman zu einem wichtigen Thema, der aber leider die Stärke vom Anfang nicht bis zum Ende halten kann. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne!
Detailreiche und durchdachte Dystopie – Weltweite Handlungsorte und vielseitige Charaktere
„Die Welt kippt“ von Heiko von Tschischwitz reiht sich ein, in die Reihe der zahlreichen Romane mit Umweltthematik, welche mir in letzter Zeit durchaus häufiger begegnet sind. Trotz des bekannten und aktuellen Themas konnte mich das Buch durchaus fesseln und stellenweise sogar überraschen. Dies lag vor allem an der sehr komplexen Handlung, welche zahlreiche Perspektiven und mehrere Zeitsprünge beinhaltete. Ein besonderer Fokus der Geschichte liegt außerdem auf China und der Rolle des Landes bei der Bekämpfung des Klimawandels. Dabei greift der Autor auch reale Projekte auf, Infos zu diesen gibt es sogar im Nachwort. Im Gesamten entstand so eine packende, wie auch erschreckend realistisch anmutende Geschichte. Durch die vielschichtigen Protagonist:innen gibt es zudem Einblicke in sehr unterschiedliche Lebens- und Sichtweisen. Allerdings hätte ein wenig Straffung der Erzählung meiner Meinung nach durchaus gut getan. Zu viele Nebenhandlungsstränge lassen die Charaktere zwar greifbarer und authentischer wirken, sorgten im Gesamten allerdings auch für Längen. Dennoch überzeugte mich das Buch sowohl inhaltlich wie auch argumentativ so sehr, dass ich immer noch gute 4 Sterne vergeben mag. Auch wenn der Fokus durchaus auf den dystopischen Elementen liegt, gibt es auch erste Lösungsansätze und eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit einem hochkomplexen Thema. Der Schreibstil machte es mir angenehm leicht, den Geschehnissen zu folgen und las sich durchgängig flüssig.
Vorab: ich vergebe 3,5 Sterne. Das Cover und der Klappentext haben mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. Die Klimakatastrophe betrifft uns alle, so ist es wichtig sich mit dem Thema zu beschäftigen, egal auf welche Art (solange sie zum Nachdenken anregt). Das ist hier auf jeden Fall gelungen! Nachgedacht und gegrübelt habe ich während des Lesens viel und das nicht zuletzt aufgrund der teils etwas ausartenden Fülle an Informationen, welche dem Roman fast schon den Charakter eines Sachbuchs verliehen. Zum Entspannen fand ich das Buch somit eher weniger geeignet, aber jedem das Seine. Und fairerweise muss man dazusagen, dass einige Begriffe auf den letzten Seiten genauer erläutert werden. UND im Zusammenhang mit der Thematik passt der sachliche Schreibstil eigentlich auch. Eigentlich könnte man meinen, die gesamte Handlung sei tagesaktuell und alles andere als fiktiv. Zu Bedenken gebe ich allerdings, dass es sich bei der Klimadebatte um ein sowohl hochgradig komplexes als auch sensibles und kontroverses Thema handelt, das einen leicht zur Verzweiflung treibt. Auch das hat das Buch geschafft, authentisch herüberzubringen. Man verachtet die Charaktere teilweise für ihre Sturheit und Ansicht und gleichzeitig versteht man sie vollkommen. So, wie es eben im wahren Leben auch vorkommt. Letztendlich hat Heiko von Tschischwitz meinen tiefsten Respekt für sein Schaffen. Die 3,5 Punkte rühren daher, dass ich mich auf eine insgesamt flüssigere bzw. leichter zugängliche Handlung eingestellt hatte. Die Bewertung fiel mir hier einfach schwer.
INHALT: Tessa Hansen ist eine deutsche Klimaaktivistin und DAS Aushängeschild für die junge Klimabewegung. Um ihre Ziele durchzusetzen, ist ihr jedes Mittel recht und so hungert sie sich fast zu Tode. Jahre später trifft sie bei einer Talkshow Shannon O'Reilly, eine Unternehmerin, die sich für allerlei Klimaprojekte einsetzt, kennen und lieben. Zunächst scheint die Kluft zwischen beiden bezwingbar, doch nach und nach zeigt sich, dass sie zwar dasselbe Ziel verfolgen, aber Tessa mit den Methoden, die Shannon anwendet, schon bald nicht mehr einverstanden ist. Diese ist der Meinung, dass die Klimakrise ausschließlich durch die Zusammenarbeit mit China abgewendet werden kann und wenn man der Vorhersage des neuen Klimarechners Minerva glauben schenken darf, gibt es wirklich keine andere Möglichkeit mehr...
MEINE MEINUNG: Generell liebe ich ja wissenschaftliche Thriller und auch Bücher, in denen es um verheerende Auswirkungen aufgrund des Klimawandels geht, finde ich spannend. Der Schreibstil war gut und flüssig, mir ist die Geschichte aber doch etwas zu sehr dahingeplätschert. Es gibt immer wieder kurze Momente, die spannend sind und durch die man hofft, dass der Spannungsbogen etwas erhöht wird, doch so richtig viel passiert leider nicht. Selbst zum Ende hin, das doch sehr abrupt kommt, gibt es keinen wirklich krassen Plottwist und das Buch ist dann einfach vorbei. Zudem muss ich tatsächlich sagen, dass es sich hier weniger um einen wissenschaftlichen als eher um einen Politthriller handelt, wodurch ich zwar durchaus etwas gelernt habe, eine wissenschaftlichere Richtung hätte ich allerdings deutlich spannender gefunden.
FAZIT: Ein spannendes Thema, das leider zu viel Wert auf politische Verstrickungen legt.
Schon das knallige Rot des Covers signalisiert - Alarm! Und so fängt der Roman auch an. Alles spielt in einer sehr nahen Zukunft und rankt ich um die Protagonistin und Klimaaktivistin Tessa Hansen. Ein sehr spannendes Thema in einen Roman/ Krimi verpackt. Da dies Thema sehr komplex ist und der Autor alle Aspekte unbedingt unterbringen wollte, tut das dem Lesefluss und damit für mich auch der Lesefreude leider nicht gut. Die Interessen der verschiedenen Länder - Deutschland, China, USA, England etc. werden erwähnt und manchmal sehr langwierig, fast wie in einem Sachbuch beschrieben. Die Verstrickungen der Politik sind auf den verschiedenen Ebenen nachvollziehbar, ergeben aber eigentlich genug Material für ein eigenes Buch. Was dann leider gar nicht in die Geschichte und das Buch passte, war die Liebesgeschichte zwischen Tessa und Shannon. Zum einen wirkt das sehr aufgesetzt - vielleicht, weil ein Mann versucht eine lesbische Beziehung zu beschreiben? - zum anderen wirken die beiden Figuren nicht wirklich überzeugend dabei. Das finde ich schade, denn der Ansatz und der reale Hintergrund dieses Buches hätte mehr verdient. Alles in allem wirkt die Geschichte überfrachtet. Daher empfehle ich es zwar weiter, doch mit nur 3 ***.
Vom Prinzip finde ich das Buch nicht schlecht. Das Thema Klimawandel steht im Fokus-davon sollte es noch viel mehr Bücher geben. Den Erzählstil mag ich sehr, das Buch lässt sich wirklich in einem Rutsch weglesen. 2 Punkte ärgern mich aber. Als ich begonnen habe, das Buch zu lesen, ist es mir wirklich positiv aufgefallen, dass es 2 Protagonistinnen gibt. Diese Begeisterung legte sich in dem Moment, als diese beiden Frauen eine Beziehung beginnen und der Autor sexuelle Handlungen und Gefühle beschreibt. Wie kommt ein männlicher Autor denn auf die Idee, sich in eine lesbische Beziehung hineinfühlen zu können? Natürlich ist es schön, dass auch eine queere Perspektive Platz findet, aber so hat es dür mich den Beigeschmack, dass der Autor Sorge hatte, dass Protagonistinnen sonst nicht spannend genug sind.... 2. Kritikpunkt ist, dass der Autor leider nicht das volle Potential seiner Geschichte ausschöpft. Nach dem halben Buch wusste ich, wie das Buch enden wird und jegliche Spannung war verschwunden...
In diesem Buch geht es vorrangig um den Klimaschutz und die Einsicht, dass es mit der Menschheit zu Ende gehen wird, wenn nicht die entsprechenden Maßnahmen getroffen werden. Drum herum baut sich dann ein mehr oder weniger guter Thriller auf, in dem es aber auch um Politik und Machtstrukturen geht. Mich hat das Buch leider nur vereinzelt gepackt und ansonsten tatsächlich eher gelangweilt. Es waren mir zu viele verschiedene Charaktere, die zum Teil nur einmal vorkamen ohne dabei eine besondere Rolle zu spielen. Somit hab ich mich immer wieder gefragt, was damit bezweckt werden soll. Die sexuellen Beziehungen waren für mich zum Teil komplett fehl am Platz und haben irgendwie die Spannung rausgenommen. Unsere Protagonistin Tessa fand ich unglaublich stur und uneinsichtig. Es wurden so viele Klischees bedient und mit Vorurteilen nur so um sich geworfen. Die Grundidee fand ich allerdings super spannend. Für mich hätte es nur irgendwie anders umgesetzt werden müssen, damit es mich voll begeistern kann.
Zum Inhalt: Tessa geht völlig im Kampf gegen die Klimakatastrophe auf und ist total überrascht ausgerechnet in einer Silicon Valley Investorin eine Gleichgesinnte zu finden. Noch mehr verwundert ist sie allerdings, dass Shannon scheinbar überhaupt keine Skrupel kennt. China treibt währenddessen ein Vorhaben von gigantischen Ausmaßen voran. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und stellt die Beteiligten vor immense Entscheidungen. Meine Meinung: Schon der Titel und das Cover wirkt enorm bedrohlich und man ahnt, dass es in diesem Buch nicht zimperlich zugehen wird. Ich hatte zunächst echt Schwierigkeiten in die Story reinzukommen. Viele Orte, viele Protagonisten, die man erst mal auf die Reihe bekommen muss. Dieses Buch genau am Puls der Zeit und greift aktuelle Themen auf. Mitunter verzettelt sich der Autor in zu langen Dialogen oder Beschreibung aber insgesamt hat mir das Buch gefallen. Fazit: Sehr aktuelle Thematik
Aktuelle Themen in Thriller verpackt. Das blutrote Cover fällt direkt ins Auge: aggressiv, bedrohlich. Diese farbliche Aufmerksamkeit gilt den Themen Klimaschutz und Umwelt, passend zum Buchtitel, alles mit großer Signalwirkung. An diversen Schauplätzen wie China, Europa, USA, Sudan ereignen sich verschiedene, teils kriminelle Vorfälle in voller Vielschichtigkeit. Der mitgelieferte Blick in die Zukunft, die uns realistisch anmutet, liefert reichlich viele Denkansätze. Tessa Hansen, radikale Aktivistin im Zeichen des Klimaschutzes, trifft auf die Silicon Valley¬ Investorin Shannon O’Reilly. Ist sie tatsächlich eine Gleichgesinnte? Um den Fortbestand unserer Demokratie angesichts einer wachsenden Anzahl politischer Splittergruppen bangt man, wenn im Roman von einem chinesischen Vorhaben gigantischen Ausmaßes im Sudan zu lesen ist.
Dieses Buch hat mich schon alleine wegen seiner topaktuellen Thematik total angesprochen. Dann habe ich eine Leseprobe zum Buch gelesen & wusste ich muss es unbedingt lesen. Ich wurde absolut nicht enttäuscht. Es ist erschreckend wie realistisch dieses Buch über die Weltpolitik & dem Klimawandel erzählt. & wie so die nahende Zukunft aussehen könnte. Die Klimaschützerin Tessa Hansen aus Hamburg & die britische Investorin Shannon O'Reilly setzen sich zwar für den Klimaschutz ein. Doch aus unterschiedlichen Gründen. Der Schreibstil des Autors ist mega spannend, fesselnd, flüssig & man mag das Buch gar nicht gerne aus der Hand legen. Die Protagonisten sind zwar interessant allerdings leider auch eher blass geblieben. Ein wahnsinnig gut recherchierter Roman der mich an der einen oder anderen Stelle echt erschaudern lassen hat. Ziemlich realitätsnah. Absolute Leseempfehlung!
Die Welt kippt von Heiko Von Tschischwitz Gelesen dank Netgalley Der Roman handelt in der greifbaren Zukunft, die Bundesrepublik hat einen grünen Bundeskanzler, doch so wirklich viel passiert nicht um den Klimawandel aufzuhalten. Aktivisten gehen in den Hungerstreik um die Regierung zu nötigen wenigstens das einzuhalten, was im Koalitionsvertrag versprochen wurde. Bevor die Entscheidung verhungern lassen oder doch eine Möglichkeit finden, dies zu erfüllen, fällt, werden die Demonstrierenden von einem Mann mit Messer angegriffen… Die überlebende Aktivistin, eine Frau, die Klima-Projekte als Geldanlagen auflegt und ein undurchsichtiger chinesischer Politiker sind die Eckpunkte in diesem Buch rund um das, was in nächster Zukunft politisch, wirtschaftlich und, und, und rund ums Klima passieren kann. Für einen Klimathriller war mir etwas viel Beziehungskram enthalten – auf (welt-)politischer Ebene und hinsichtlich des wissenschaftlich Machbaren fand ich die Geschichte gut lesbar und interessant dargestellt. Inwieweit die zugrundeliegenden Fakten korrekt sind, kann ich nicht beurteilen. Lesbares Buch aber nicht wirklich herausragend. Solide Unterhaltung zu relevanten Themen. #DieWeltkippt #HeikovonTschischwitz #Netgalleyde #KathrinliebtLesen #Bookstagram
Promising and gripping start but couldn’t deliver or live up to its expectations. With the characters and the underlying plot there was potential for more.
Das Cover ist sehr schön gestaltet und passend zum Inhalt des Buchs. Auf den ersten Blick denkt man durch die Farbe es ist Feuer auf dem Cover abgebildet, erst bei genaueren Hinsehen sieht man, dass es das Meer ist und das Cover rot eingefärbt wurde. Eine schöne Spielerei.
Das Thema des Buches ist aktueller denn je und es wäre schön, wenn doch das eine oder andere tatsächlich möglich wäre und tatsächlich den Nutzen hätte. Allerdings ist dies kein wissenschaftliches Buch, sondern ein Polit-Thriller. Wobei Thriller es auch nicht ganz trifft, da es sich deutlich von einem klassischen Thriller unterscheidet. Die Personen fand ich echt und überzeugend, auch, wenn ich die eine oder andere Handlung vor allem zum Schluss des Buches hin nicht wirklich verstanden habe oder nachvollziehen konnte. Auch fand ich, dass die meiste Zeit nicht all zu viel passiert. Es war natürlich nicht ohne Handlung, aber eher subtil. Und zum Schluss hin überschlagen sich die Ereignisse ein wenig. Der Schreibstil war sehr lebendig und hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: Auch, wenn nicht wirklich viel passiert, war es auch irgendwie nicht direkt unspannend und durch den Schreibstil kurzweilig und angenehm zu lesen.