Psychische Probleme sind längst zur Volkskrankheit geworden, allen voran Depressionen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen. Partnern, Angehörigen und engen Freunden von Erkrankten hilft dieses Buch, mit der Thematik richtig umzugehen. Leicht verständlich und auf dem neuesten Stand der Forschung werden Charakteristik und Symptome erklärt und wie die Menschen im engsten Umfeld davon betroffen sind. Die ganzheitlichen Tipps bieten viele Anregungen, wie man dem Kranken und sich selbst im Alltag helfen kann, von Verhaltensregeln zuhause oder beim Klinikbesuch bis zu Meditationen für innere Ruhe und Verständnis. Checklisten, wichtige Adressen und Erfahrungsberichte unterstützen dabei, auch schwere Krisen gut zu meistern.
Sehr empfehlenswertes Buch! Wer kurz und knapp, den hilfreichen und empathischen Umgang mit Betroffenen erlernen möchte, indem er die Krankheit Depression besser zu verstehen versucht, ist hier richtig.
Die Autorin schreibt wirklich einfühlsam und verständlich. Trotz der geringen Seitenanzahl werden viele Tipps und Informationen zu den wichtigsten Themen vermittelt.
Das Buch beginnt mit einer interessanten und auf den Punkt gebrachten Erklärung bezüglich der Erkrankung. Die Symptome und deren Auswirkungen auf die Psyche des Menschen werden präzise erklärt, ohne wissenschaftliche Ausschweifungen, sodass man diese als Außenstehender tatsächlich verstehen und das schwere Leiden der Erkrankung besser nachvollziehen kann.
Ich habe während des Lesens selbst oft praktische Parallelen zu meinen Erfahrungen ziehen können und werde daher meine eigenen Verhaltensweisen nachhaltig ändern.
Oft fühlt man sich als Verwandter überfordert und der Ohnmacht nahe, weil man denkt, es wird einfach nie besser werden oder nichts hilft. Mir hat das Buch daher ungemein viel Kraft gegeben und die Informationen sind wirklich hilfreich. Oft merkt man gar nicht, dass die eigenen Aussagen für depressive Menschen nicht förderlich sind, also muss man auch ständig an sich selbst arbeiten um wirklich helfen zu können.
Gleichzeitig muss man auch einsehen, dass man nicht immer für eine erkrankte Person da sein kann, wenn es zu gewissen stark ausgeprägten depressiven Episoden kommt. Es ist vollkommen in Ordnung an seiner eigenen psychischen Gesundheit zu arbeiten, wenn es zu viel wird. Dafür muss sich niemand schämen. Die eigene Seelenfürsorge muss unbedingt seinen Platz im Alltag finden.
Jeder Verwandte oder Bekannte, der entweder nicht mehr weiter weiß oder sich an seine seelischen Grenzen fühlt: Lest dieses Buch. Es wird euch und somit auch der erkrankten Person wirklich helfen!