Das Gilgamesch-Epos, den Weltschöpfungsmythos (Enuma Elisch) und natürlich den Sintflutmythos (Atrahasis) mögen die meisten Leserinnen und Leser kennen. Doch haben die altorientalischen Hochkulturen – so die Sumerer, Babylonier und Assyrer – viele weitere faszinierende Mythen hervorgebracht, die Manfred Krebernik in seiner konzisen Einführung in dieses große Thema vorstellt. Das Buch bietet zudem spannende Begegnungen mit Göttern und Kulten einer längst vergangenen Welt.
Wer Interesse an der altorientalischen Götterwelt hat und noch absolut keine Ahnung für den ist dieses Buch der perfekte Einstieg. Es ist verständlich, interessant und bietet einen guten Überblick über alles wichtige was ab 3000 v.Chr. so in Mesopotamien und Umgebung abging.
Sehr kompakter Überblick über die geschichtliche und geografische Einordnung. Das Buch bietet einen guten Einblick in Mythen, Religion und Götterwesen nah an den Quellen und mit Verweisen auf die griechische, jüdisch-christliche und islamische Mythen- und Religionssphären. Kopfgeburt und Kinder fressen? Der aus Lehm erschaffene Mensch und die Sintflut? Alles schon zuvor im alten Orient festgehalten. Auch anderweitig werden Bezüge nahe gelegt. Was zum Beispiel wohl die Vorlage zum Turmbau zu Babel war, wer mutmaßlich die Vorlage für Artemis und Apollon war und wo ggf. Lilith, Adams "erste Frau" ihren Ursprung hat. Aber auch mir vollkommen unbekannte Elemente weiß das Buch zu berichten, etwa die Schöpfung des Menschen, weil die Götter keine Landwirtschaft mehr führen wollten. Mit mehr Interesse für Sprachen und Geschichte hätte ich sicher noch wesentlich mehr mitnehmen können. So, habe ich immer wieder die Namen der Götter vergessen und wusste teils nicht, wo was war. Das liegt wirklich an mir, denn alle wichtigen Gottheiten wurden vorgestellt und eine Art Stammbaum mit Beschreibungen, wer für was noch mal zuständig war ist auch dabei.
Zusammenfassend kann man ohne Zweifel sagen: Auch die Götter im Orient sparen nicht an Gewalt, Mord, Vergewaltigung, Hass und Inzest
A rather encyclopedic work, stuffed with interesting information, but not much forest beyond an overload of trees. The book focuses on appearance and terminology of deities in cuneiform texts, and is more philological than anthropological in its approach. In other words, a good work of reference that however has little to offer if you want to understand ancient Mesopotamian religion. Unclear why also Syrian and Hittite deities are sporadically incuded.