Ein ehrliches, starkes und tief berührendes Buch.
Alpensolo hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ana Zürner schreibt nicht nur über ihre Solo-Bergtour, sie nimmt einen mit in ihre Gedanken, Zweifel, Kraftmomente und Lernprozesse. Ich habe jede Seite verschlungen und mich oft selbst darin wiedergefunden.
Im Gegensatz zu einigen anderen Rezensionen fühlte ich mich Ana sehr verbunden. Vielleicht, weil wir ähnlich ticken: introvertiert, naturverbunden, mit dem Wunsch nach echtem Abstand, insbesondere vom Massentourismus und unserer Überflussgesellschaft. Ihre Entscheidung, allein unterwegs zu sein, ihre Gedanken zur Einsamkeit und das Bedürfnis nach Rückzug – all das war für mich durch und durch nachvollziehbar.
Besonders beeindruckt hat mich ihre Ehrlichkeit. Ana beschönigt nichts. Sie übertreibt nicht, sie lässt nichts aus. Sie reflektiert, hinterfragt sich selbst und zeigt auch ihre Schwächen. Das macht ihre Erzählung auch so glaubwürdig und inspirierend.
Ich werde Anas weitere Abenteuer auf jeden Fall verfolgen. Sie wirkt authentisch, geerdet und nahbar.
Und falls du, Ana, das hier irgendwann liest: Danke. Für deine Worte, für deinen Mut und dafür, dass du Frauen wie mir zeigst, dass wir solche Wege auch alleine gehen können.