Der Autor greift viele Themen auf, geht aber auf keines davon spezifisch ein. Innerhalb der Seiten selbst wird oft das Thema gewechselt, weshalb man als Leser*in oft nicht genau weiss, worauf der Autor hinaus will. Das Buch hat knapp 112 Seiten. Meiner Meinung nach hätte man lieber mehr Seiten geschrieben, dafür detaillierter und ausführlicher.
Im Buch werden unter anderem die Coronapandemie, die Ermordung von George Floyd, den Anschlag auf Halle und Hanau aufgegriffen. Gerade was George Floyd und die Black Lives Matter Bewegung angeht, ist hier in diesem Buch mächtig was schief gelaufen. Im Frühjahr 2020 ging es vor allem darum, Stimmen von Schwarzen Personen und PoC sichtbar zu machen. weisse Menschen sollten diese Stimmen hervorheben und nicht sich selber in den Mittelpunkt drängen. Der Autor meint zwar, dass das gut und richtig sei, benennt es aber einen Satz später als "Sprechverbot."
Ein paar Seiten weiter erzählt er von einem weissen Mädchen, das in einer Klasse mit überwiegend Schüler*innen mit Migrationshintergrund aufgrund ihrer weissen Hautfarbe diskriminiert wird und dass dies eine schlimme Erfahrung sei. Diese Erfahrung will ich diesem Mädchen nicht absprechen, sie aber in Zusammenhang mit George Floyds Tod zu nennen, ist makaber und nicht richtig.
Obwohl das Buch stellenweise gute Ansätze hat, ist es mir zu unspezifisch und nicht vertieft genug.
Ich kann leider nichts neues aus diesem Buch mitnehmen und kann es nicht weiter empfehlen.