Nach ihrem letzten Fall erholt sich Frida Paulsen in der Elbmarsch, als sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Jo erreicht. Vergangene Nacht fand diese in der Marsch die Leiche einer Frau und ist nun überzeugt, dass man sie des Mordes verdächtigt. Kurz darauf verschwindet Jo spurlos. Besorgt begibt sich Frida auf die Suche nach ihrer Freundin. Die Spur führt auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam hingerichtet - den Täter hat man nie gefunden ...
Romy Fölck wurde 1974 in Meißen geboren und arbeitete nach ihrem Jurastudium zehn Jahre in einem großen Unternehmen. Sie lebt heute als freie Autorin in Leipzig und in der Nähe von Hamburg. Neben ihren Kriminalromanen schreibt sie Kurzgeschichten für Anthologien und Zeitschriften sowie Rezensionen im belletristischen Bereich. Romy Fölck ist Mitglied im 'Syndikat', dem Verein deutschsprachiger Krimiautoren.
Der zweite Fall für Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn knüpft nahtlos an das Vorgängerbuch an. Frida ist noch nicht in der Lage in den Polizeidienst zurückzukehren und hat sich auf den elterlichen Hof zurückgezogen und Bjarne kehrt gerade zur Mordkommission zurück. Nach langer Funkstille steht plötzlich Fridas Freundin Jo vor der Tür und braucht Hilfe, eh Frida richtig reagieren kann, ist Jo aber wieder verschwunden, um kurz darauf zunächst als Zeugin und später als Verdächtige in einem mysteriösen Mordfall aufzutauchen. Das Opfer ist eine ehemalige Polizistin, die vor über 20 Jahren den Dienst quittierte. Während Frida versucht Jo zu finden und ihre Unschuld zu beweisen, sucht Bjarne sie als Täterin. Dabei finden die Beiden Spuren, die in die Vergangenheit führen, zu einem Schutzhaus in dem einst eine Familie ausgelöscht wurde. Wie schon der erste Band ist auch dieses Buch spannend und bildhaft geschrieben, der Erzählfluss zeigt keine Längen, die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt - zum einen die aktuellen Geschehnisse, zum anderen die Ereignisse von 1997. Während im ersten Teil Frida im Mittelpunkt stand erfährt der Leser hier mehr über Haverkorn und vor allem über Jo, um die sich der Fall dreht. Die Ermittlungen bringen einige Überraschungen zu Tage und erst allmählich ergeben die vielen Puzzleteile ein klares Bild und auch die Ermittler tappen lange im Dunkeln und geraten selbst in größte Gefahr. Für mich ein rundum gelungener Krimi mit sympathischen Protagonisten und einer gut erzählten, spannenden Story.
Dieser Teil hat mir noch besser gefallen als der erste Band - und diesen fand ich schon richtig gut. Ich liebe die See und deshalb liebe ich auch das Setting, das Romy Fölck bereits zum zweiten Mal, sehr atmosphärisch wiedergegeben hat. Der Anfang war wieder etwas zäh, aber Dank der beiden sympathischen Hauptfiguren habe ich gerne darüber hinweggesehen und es stattdessen genossen, noch mehr über deren private Situation zu erfahren. Nun hoffe ich sehr, dass die Reihe noch um einige Teile bereichert wird, denn sie ist es wert. Wert gelesen zu werden. Wert geliebt zu werden.
Romy Fölcks Bücher und ich haben eine eher schwierige Vorgeschichte. Den ersten Teil ihrer Krimireihe "Totenweg" habe ich vor Ewigkeiten abgebrochen, weil es mir irgendwie zu lahm war. Mit dem zweiten Teil "Bluthaus" wollte ich ihr aber noch eine Chance geben. Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört, allerdings in der gekürzten Version.
Und das lief gar nicht mal so schlecht. Ich konnte der Geschichte trotz Unkenntnis des ersten Teiles gut folgen und habe das bekommen, was ich mir gewünscht habe: Einen soliden Krimi. Meine Erwartungen waren nicht unbedingt hoch, aber diese wurden immerhin allemal erfüllt. Die Geschichte war nicht zu 100% mein Fall, grundsätzlich hat es mich aber gut unterhalten. Dank der gekürzten Version war das Tempo auch wirklich gut gelungen und ich hatte nicht das Gefühl, durch die Kürzungen etwas zu verpassen.
Ich hab ziemlich früh im Buch den Zusammenhang zwischen Johanna und der ermordeten Frau gesehen, bzw. auch wieso Miriams Familie einen unerwarteten Ostsee-Urlaub machten. Viel Spannung und Überraschungsmomente gab es also nicht, bis dann im letzten Drittel das Verschwinden einer weiteren Person hinzu kommt. (An der Aufklärung um den Mord an der Frau, die Johanna erstversorgt, war ich eigentlich nicht wirklich interessiert). Wirklich Fahrt nahm die Geschichte dann aber erst auf den letzten 60 Seiten auf, beim großen "Showdown". Aber der war dann dafür wirklich spannend.
Nicht erst auf den letzten paar Seiten, sondern bereits von Anfang an, gefiel mir allerdings der Erzählstil der Autorin. Die Protagonisten, mit all ihren persönlichen Details (an deren Fortsetzung ich durchaus interessiert bin), waren mir sehr sympathisch. Und die Geschichte, die im Oktober 1997 passierte und dem Leser gleich zu Beginn präsentiert wird, machte mich sehr betroffen - zumal wir ja dann anschließend, Stück für Stück, die Ereignisse von vor der Tat zu lesen bekommen und somit immer mehr Mitgefühl aufbauen können.
Domāšana īpaši nebija jāpielieto, viss notiek ātri, notikumiem bagāti un ļoti paredzami. Uzmanību pievērsa tulkojums, jo dažu vārdu nozīmi dzimtajā valodā vajadzēja meklēt tezaurā. Neskaitāmie "māršas" lietojumi nedaudz kaitināja, un radīja aizdomas, ka varbūt īsti nav atrasta pareizā vārda nozīme. Bet "niedols" un "samesties džerkstē" iepriecina, lai gan dīvaini, tomēr forši.
Auch der 2.Teil der Elbmarsch-Krimi Reihe von @romyfoelck ist wieder Spannung und Rätsel pur . Ich würde behaupten, sogar besser als der 1. Teil „Totenweg“. Gelungener Krimi mit dem erstklassigen Ermittlerduo Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen !
🦋 Zum Inhalt :
Frida bekommt Besuch von ihrer langjährigen Internatsfreundin Jo, die ihr versucht etwas mitzuteilen, es sich dann aber doch anders überlegt. Plötzlich steht Jo in Verbindung zu einem Mord an einer Frau aus ihrer Vergangenheit. Fridas Freundin verschwindet daraufhin spurlos. Haverkorn ermittelt mit seinem Team, um die mysteriösen Spuren aufzuklären. Frida macht sich im Alleingang auf der Suche nach ihr und findet sie sich an der Ostseeküste wieder. Dort durchkämmt sie Jo‘s rätselhafte, grauenvolle Vergangenheit und gerät in tödliche Gefahr. Was hat Jo mit dem Mord zu tun ? Ist die die Mörderin ? Oder nur ein Opfer ?
🦋Meine Meinung
Grandios! Fesselnd! Beeindruckend! Für alle Krimi-Fans darf diese Buchreihe nicht auf der Wunschliste fehlen. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, so spannend war es für mich. Ich mag die Protagonisten Frida und Bjarne total gerne.❤️ Sie werden mit solch einer Authentizität beschrieben, dass sie einem beim Lesen bildhaft vor Augen erscheinen. Auch die Kulisse und Atmosphäre sind wieder perfekt getroffen . Das Bluthaus ließ auch mir die Haare zu Berge stehen. 👻 Klare#leseempfehlung
Hat mir wieder gut gefallen - Romy Fölck schreibt sehr atmosphärisch, man riecht das Meer und sieht die Nebel in der Elbmarsch. Das kommt bei ihren Nicht-Krimis noch mehr zum Tragen, deshalb gefallen mir die noch einen Tick besser.
Trotzdem hat mir auch dieser zweite Band der Elbmarsch-Krimi-Reihe sehr gut gefallen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Jetztzeit und aus der Vergangenheit, in der das Verbrechen passierte, um das es geht, erzählt.
Auch die Nebenhandlung, dieses Mal mehr um Bjarne Haverkamp als um die Kommissarin, fand ich gut nachvollziehbar und interessant.
Der Kriminalfall ist spannend und die Auflösung nachvollziehbar, wobei ein Aspekt rund um Kelly nicht wirklich aufgelöst wird und im Sande verläuft, das hat mich ein bissle gestört.
Insgesamt habe ich das Buch aber gerne gelesen, es war auch nicht übermässig brutal, was ich ja bei Krimis nicht so mag. Ich werde sicher in der Reihe weiterlesen und vergebe gute 4 von 5 Sternen.
Frida Paulsen ist zurück und zwar absolut präsent und noch sympathischer, als im ersten Buch der Autorin. Auch wenn man das erste Buch nicht gelesen hat, kann man dieses Buch perfekt lesen, es gibt auch immer mal kleine Rückblicke auf die vorherige Geschichte von Paulsen und Haverkorn, man verpasst also nichts.
Frida, noch auf dem Hof ihrer Eltern, bekommt Besuch von ihrer Freundin Jo ....und plötzlich ist sie mitten in einem brutalen und rätselhaften neuen Fall, denn ein Mord geschieht und Jo verschwindet. Obwohl Frida eine Pause vom Polizeidienst wollte, ermittelt sie, denn sie möchte die Unschuld ihrer Freundin beweisen. Das sie selbst in größter Gefahr schwebt, ahnt sie nicht.
In diesem Buch passiert relativ viel im Privtleben von Haverkorn, einige Überraschungen kommen ans Tageslicht und ich fand diese genauso Spannend, wie die Geschichte um das Bluthaus.
Das Bluthaus....so viele Rätsel und Fragen....plötzlich ist Frida schon auf der Halbinsel Holnis, nachdem sie einige wichtige Spuren verfolgt hat. Reden möchte über die Geschehnisse von früher allerdings niemand, jeder scheint Angst vor dieser Geschichte zu haben. Der Leser bekommt aber regelmäßig einen Einblick, was früher geschehen ist. Denn die 12 jährige Miri lebt kurzzeitig mit ihrer Familie, eher unfreiwillig, in diesem Haus. In der Gegenwart steht dieses Haus nun leer und jeder meidet es.
Was für ein mega spannendes Buch, mit einer ganz düsteren Atmosphäre! Ich habe es verschlungen, ich hätte noch so viele Seiten mehr lesen wollen! Auf diesen 319 Seiten passiert so unfassbar viel, unglaublich! Wirklich jede Seite war spannend und immer wieder gab es mittendrin neue Erkenntnisse, die mich einfach nur überrascht und schockiert haben! Die vor allem immer wieder, viele Details plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen! Ich liebe solche unerwarteten Drehungen und Wendungen und diese hier, waren einfach der Knaller. Das Ende bedeutet dann noch einmal Herzrasen pur und es wird alles lückenlos aufgeklärt. Ich hatte keine offenen Fragen mehr und würde mich sehr auf ein drittes Buch mit Frida Paulsen freuen!
Das Buch strotzt vor Nervenkitzel und ist eins meiner Highlights 2018. Unbedingt lesen, es ist jeden Cent wert!
⭐⭐⭐⭐⭐ Es esmu paspējusi iemīlēt izmeklētāju Frīdu Paulsenu un slepkavību izmeklēšanas komisāru Bjarni Hāverkornu. Mana patika pret abiem parādījās jau pirmajā grāmatā "Nāves jūdze", bet šajā grāmatā tā nostiprinājās vēl vairāk. Ļoti ceru, ka būs arī tulkoti turpinājumi. Autore māk apvienot divas lietas. Viņas grāmatas ir it kā mierīgas, bez nepatīkamām ainām. Tomēr spriedze jūtama visā stāstā. Tā nelaiž vaļā un gribas ātrāk uzzināt, kas ir noticis. Garlaicīgi nav ne mirkli. Arī šoreiz notiek noziegums, kurš abus izmeklētājus aizved pie sen izdarītas slepkavības. Vecā, pamestā mājā notikusi slepkavība, tur īpaši nežēlīgi ir sadurta sieviete. Bet viņu pusdzīvu atrada Frīdas draudzene, privātdetektīvaģentūras vadītāja Džo. Lai gan Džo centās sievieti glābt, viņai tas neizdevās. Viņa saprot, ka izskatās vainīga slepkavības izdarīšanā, tāpēc aizbēg no policijas, lai pierādītu savu nevainību. Frīda seko draudzenei un nokļūst Trīsciemā, kura atrodas Baltijas jūras krastā. Tur pirms divdesmit gadiem ir notikusi slepkavība, nogalināti abi vecāki un mazais dēls, tikai māsa palika dzīva. Bet slepkava nav joprojām atrasta. Kāda ir saistība abiem notikumiem? Man patīk, ka grāmatu caurvij draudzības un ģimeņu sirsnība un rūpes. Sižeta atrisinājums atklājas pamazām. Kad es turu aizdomās citu personu, atklājas jauni fakti, kas norāda, ka vainīgs ir tomēr cits. Bet kurš tad? Pagātnes noslēpumi savijas ar tagadnes notikumiem. Ja vēl neesi lasījis šo autori, no sirds iesaku.
Etwas schwächer als der erste Teil, trotzdem noch etwas besser als der durchschnittliche Lokalkrimi. Der Beginn war doch etwas schleppend, die Zusammenhänge der beiden Zeitebenen ziemlich schnell klar, großartige Twists blieben aus . Das Ende konnte sich allerdings sehen lassen. Überzeugt hat mich aber im Wesentlichen, wie auch im ersten Teil, Fölcks Erzählstil und das sympathische Ensemble. Durchaus ein solider Krimi. Mit Michael Mendl hatte das Hörbuch auch einen sehr angenehmen Sprecher. Passte für mich und ich bin gespannt auf den dritten Band.
Viegli lasāma, aizraujoša grāmata. Likās drusku amizanti, ka tik salīdzinoši īsā gramatā tēli šķietami VISU laiku dzer kafiju, tēju un vēl nez ko, tāda kā atkārtošanās sajūta.
"Einem Geheimnis läßt sich meistens nur auf die Spur kommen, wenn wir es mit dem Herzen suchen." (Kurt Haberstich) Frida Paulsen erholt sich zurzeit auf dem elterlichen Bauernhof von ihrem letzten Fall, der sie psychisch schwer belastet hat. Hier möchte sie sich klar darüber werden, ob sie weiter als Polizistin arbeiten möchte. Unerwartet taucht eines Tages ihre alte Freundin Jo auftaucht, was Frida mehr als überrascht. Als Jo sie später anruft und um Hilfe bittet, eilt Frida ihr sofort zu Hilfe. In der Marsch wurde eine Frau brutal erstochen und Jo wollte ihr zu Hilfe eilen, konnte sie aber nicht mehr retten. Nun ist Jo davon überzeugt das Kommissar Bjarne Haverkorn sie verdächtigt. Als Jo kurz darauf spurlos verschwindet, macht sich Frida große Sorgen und begibt sich auf die Suche nach ihr. Die Spur führt zu einem verlassenen Haus auf der Halbinsel Holnis, das bei den Dorfbewohnern nur das Bluthus genannt wird. Frida findet heraus das vor vielen Jahren in diesem Haus eine Familie grausam hingerichtet wurde. Lediglich die älteste Tochter hat diese Tat überlebt, weil sie damals nicht im Haus war. Bis heute jedoch fehlt vom Täter jede Spur. Doch was hat das ganze mit Jo und der toten Frau zu tun?
Meine Meinung: Das geheimnisvolle Cover mit dem reetgedeckte Haus, das dieses Bluthus darstellen soll, stimmt mich sofort ins Buch ein. Der flüssige, lockere und unterhaltsame Schreibstil, den ich schon von "Totenweg" kenne, hat mich sofort wieder ergriffen. Die vielen Wendungen und das permanente eintauchen in die Vergangenheit machen diese Geschichte interessant und unterhaltsam. Besonders durch die bildhafte Sprache kann man sich gut die Gegend rund um die Elbmarsch vorstellen. Auch das geheimnisvolle Thema um den Tod der Familie, mit dem die Autorin den Leser gleich zu Anfang einstimmt, macht mich neugierig aber auch betroffen. Was veranlasst jemanden eine Familie zu töten? Was hat ihre ehemalige Schulfreundin Jo mit dieser ganzen Geschichte zu tun? Ebenso leide ich mit Fridas Trauma mit. Dass sie sich dadurch unsicher ist, weiter bei der Polizei zu arbeiten kann ich gut verstehen. Die Herzlichkeit die schon im ersten Teil zwischen ihr und Kommissar Bjarne Haverkorn herrscht, spürt man auch diesmal wieder. Ein bisschen wirken die beiden auf mich wie Vater und Tochter. Ich denke, die beiden würden ein gutes Team zusammen abgeben. Auch das Eintauchen in Haverkorns Privatleben fand ich gut, den dadurch wirkte Haverkorn für mich noch menschlicher und sympathischer. Gerade das Schicksal seiner Tochter hat selbst mich betroffen gemacht. Das die Autorin dabei das wichtige Thema Organspende aufgreift, passt sehr gut. Ebenso wie die Vergangenheit von Jo. Dass Eintauchen in den alten Fall aus der Vergangenheit der Elbmarsch, macht die ganze Story interessanter. So kann man sich gut in Land und Leute dieser nördlichen Region vorstellen. Irgendwie wirkt dort alles noch heute sehr ländlich und mysteriös, besonders durch dieses verlassene Haus mit seinem Geheimnis. Frida die mal wieder im Alleingang ermittelt und sich dadurch erneut in Gefahr begibt, ist natürlich mehr als leichtsinnig. Doch ich kann es verstehen, das die Sorge um Jo, sie nicht an ihre eigene Sicherheit denken lässt. Für Frida ist Jos Freundschaft mehr als wichtig man spürt, dass sie sich verstehen und jeder alles für den anderen tun würde. Gerade das Lokalkolorit und die Charaktere dieser Krimireihe konnten mich auch diesmal wieder überzeugen. Die Charaktere waren wieder sehr gut dargestellt, besonders die sympathische, herzliche Frida, der kompetente, ehrgeizige Haverkorn, sowie die zurückhaltende, unnahbare Jo konnten mich überzeugen. Deshalb freue ich mich schon auf den nächsten Band dieser Ermittler und gebe 5 von 5 Sterne.
Bei „Bluthaus“ von Romy Fölck handelt es sich um den zweiten Band der Kriminalromanreihe um das ungleiche Ermittlerduo Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Er ist 2018 bei Bastei Lübbe erschienen und umfasst 316 Seiten. Auf einem verfallenen Gehöft in der Elbmarsch wird die Leiche der ehemaligen Polizistin Catrin Conradi gefunden. Nachdem sie die Flucht angetreten hat, wird Jo, Zeugin und alte Freundin von Frida Paulsen, des Mordes verdächtigt. Also macht sich Frida allein auf den Weg, den Mord aufzuklären, was sie auf die Ostseehalbinsel Holnis führt. Parallel dazu übernimmt Bjarne Haverkamp die offiziellen Ermittlungen. Beide führen sie tief in Jos Vergangenheit und zum Bluthaus. Der Roman beginnt gleich spannend: Im Herbst 1997 findet ein Mädchen seine ganze Familie hingerichtet vor. Rückblenden zu den Ereignissen in diesem Jahr durchziehen den ganzen Roman. Interessant ist, dass diese, im Gegensatz zum aktuellen Romangeschehen, im Präsens formuliert sind, was dem Geschehen eine bedrückende Aktualität verleiht. Schon bald wird klar, dass ein Zusammenhang zum aktuellen Mordfall besteht, in dem Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn ermitteln. Scheibchenweise werden den Leser/innen durch diese Perspektivwechsel Hinweise auf Mordmotiv und –umstand geliefert, was das Lesen zu einem spannenden Erlebnis werden lässt. Auch gelingt es der Autorin, Leser/innen und Ermittler/innen immer wieder auf falsche Fährten zu locken, sodass der Spannungsbogen den ganzen Roman über kaum abreißt. Das Ende des Romans ist dieses Mal überraschender und, wie auch schon im Vorgänger, dramatisch und actionreich gestaltet. Da es sich bei diesem Werk insgesamt um eine Romanreihe handelt, kommt auch das Privatleben der Protagonisten als verbindende Größe nicht zu kurz. Im Gegensatz zum Vorgängerband empfinde ich das Verhältnis zwischen Kriminalfall und Privatem hier allerdings als sehr viel ausgewogener. Ob es sinnvoll war, in diesem Band Bjarnes Familie zu erweitern, werden die Nachfolgebände zeigen, wenn auf diesen Zuwachs zurückgegriffen wird. Sehr viel sympathischer erscheint mir dieses Mal Frida Paulsen, da sie gereift und erwachsener geworden ist, was sie, ebenso wie Bjarne, allerdings nicht vor Alleingängen schützt. Vor allem Fridas Alleingänge sind dasjenige Element im Roman, das mich beim Lesen immer wieder etwas mehr Realitätsnähe hat wünschen lassen. Die Protagonisten sind allesamt sehr vielschichtig gezeichnet, und auch am Ende fällt es schwer, den Verbrechern nur Böses zuzuschreiben. Schwarzweißmalerei gibt es in diesem Roman, genau wie im echten Leben, nicht. In jedem Fall wird man animiert, mit den Charakteren mitzuleiden und mitzufühlen. Fölcks Sprache ist schnörkellos und flüssig zu lesen, die Seiten fliegen beim Lesen einfach so dahin. Besonders die Perspektiv- und Zeitenwechsel ziehen die Leser/innen in ihren Bann. Sehr gut ist es der Verfasserin ein weiteres Mal gelungen, die Landschaften zu beschreiben und – was mir am besten gefallen hat – die Atmosphäre im Bluthaus einzufangen. Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um einen wirklich spannenden Kriminalroman, der ohne Längen auskommt, von der ersten Seite an fesselt und logisch konstruiert ist. Hat mich „Totenweg“ doch ein wenig enttäuscht, so hat mich „Bluthaus“ wieder versöhnt, und ich erwarte gespannt die Nachfolgebände. Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.
Frida Paulsen will sich von ihrem letzten Fall auf dem Hof ihrer Eltern in der Elbmarsch erholen. Daraus wird jedoch nichts, da ihre Freundin Jo die Leiche einer Frau gefunden hat und nun Fridas Hilfe benötigt. Jo wird verdächtigt, die Frau ermordet zu haben. Kurz darauf verschwindet Jo spurlos. Fridas Suche nach ihrer Freundin führt sie auf die Halbinsel Holnis zu einem einsamen Haus, das von den Bewohnern der Insel nur das Bluthus genannt wird. Vor vielen Jahren geschah hier etwas Schreckliches – eine Familie wurde grausam hingerichtet und der Täter niemals gefasst.
Dies ist bereits der zweite Teil um die Polizistin Frida Paulsen. Ich kenne den ersten Teil noch nicht, hatte aber trotzdem keinerlei Probleme, mich in die Geschichte und das Privatleben von Frida einzufinden. Alles Wichtige wird geschickt eingeflochten. Insofern ist dieser Krimi auch bestens alleine lesbar. Dieser Krimi hat mich von der ersten Seite an gepackt und gefesselt. Einmal angefangen zu lesen, war ich komplett vertieft und wollte gar nicht mehr aufhören. Es entwickelte sich ein richtiger Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte und wollte. Der Schreibstil war sehr bildhaft und fesselnd und ließ sich sehr leicht lesen. Ich konnte dem Geschehen perfekt folgen und hatte alles prima vor Augen. Die Atmosphäre war teilweise sehr düster, insbesondere wenn es um das Bluthus ging, was perfekt zu der Geschichte passte. Ich hatte die ganze Zeit viele Fragen im Kopf, die mich bestens beschäftigten und die ich unbedingt beantwortet haben wollte. Der Aufbau des Buches sorgte gekonnt für große Neugier und hohe Spannung. Es gab immer wieder Rückblenden auf das damalige Geschehen und Verbrechen im Bluthus und ich fragte mich, wie das heutige Verbrechen mit damals in Verbindung steht. Das erfährt man als Leser im Verlauf des Buches Stück für Stück. Das war wirklich enorm spannend. Sehr gelungen fand ich die Einblicke in das Privatleben der Polizisten. Die Menge fand ich genau richtig gewählt, so dass die Personen real wurden und ich eine prima Beziehung zu ihnen aufbauen konnte. Ich konnte wunderbar mit ihnen mitfühlen. Gerade diese privaten Aspekte mag ich bei einer Krimireihe sehr gerne und sie sind unersetzlich, damit ich mich auf den nächsten Band freue. Ich möchte unbedingt wissen, wie es bei Frida und auch bei Haverkorn weitergeht.
Ein großartiger Krimi, der eine spannende Atmosphäre schafft und mich von Anfang bis Ende absolut gefesselt hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
*Inhalt* Frida Paulsen ist noch etwas angeschlagen und nimmt sich auf den Hof ihrer Eltern in der Elbmarsch eine Auszeit. Dann erreicht sie ein Hilferuf ihrer Freundin Jo. Sie wird des Mordes an einer ehemaligen Kollegin verdächtigt. Die Spur führt zu einem alten ungeklärten Fall aus dem Jahre 1997 und dem "Bluthaus" auf der Halbinsel Holnis. Dann verschwindet Jo spurlos und Frida versucht ihr zu helfen.
*Meine Meinung* "Bluthaus" von Romy Fölck ist bereits der zweite Band mit Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, aber mein erstes Buch der Autorin. Trotzdem hatte ich keine Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Der Schreibstil ist spannend und fesselnd, er gefällt mir richtig gut und lässt sich flüssig lesen. Gleich mit dem Prolog baut die Autorin eine mega gute Spannung auf und macht den Leser neugierig, was in der Vergangenheit geschehen ist. Immer wieder baut Romy Fölck Textschnipsel aus der Vergangenheit ein, wir erfahren nach und nach immer mehr über die Zusammenhänge.
Die Charaktere sind lebendig und authentisch, mit Frida und Bjarne hat die Autorin zwei sehr sympathische Protagonisten erschaffen. Frida stellt gerade ihre berufliche Zukunft sehr in Frage, die Auszeit auf dem Apfelhof ihrer Eltern tut ihr grade sehr gut. Trotzdem hilft sie Jo, als diese ihre Hilfe braucht. Bjarne hat gerade erfahren, dass er eine erwachsene Tochter hat. leider ist diese krank und Bjarne macht sich große Sorgen und wird dadurch von seinem aktuellen Fall abgelenkt. Das macht ihn für mich aber auch sehr sympathisch. Im ersten Fall arbeiten beide wohl zusammen, ich freue mich schon, diesen schnellst möglichst zu lesen. Die sind bestimmt ein gutes Team.
Was mir auch noch sehr gut gefällt, ist die Atmosphäre. Gerade die rund um das Bluthaus, sie ist so düster und unheimlich, beim Lesen lief es mir eiskalt den Rücken runter.
Die Mischung von Kriminalfall und Privatleben der Ermittler ist von Romy Fölck gut gewählt. Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass der Fall zu kurz kommt. Mir gefällt es gut, wenn ich die Charaktere näher kennenlerne.
*Fazit* Dieser Krimi ist spannend, fesselnd und atmosphärisch gut umgesetzt. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und vergebe liebend gerne 5 Sterne. Nun warte ich gespannt auf den dritten Teil.
Nach ihrem letzten Fall erholt Frida Paulsen sich erst mal auf dem Hof ihrer Eltern in der Elbmarsch. Eines Morgens erhält sie einen Anruf ihrer Freundin Jo, die sie bittet, ihr Portemonnaie mit Papieren aufs Revier zu bringen. Jo wurde als Zeugin aufs Revier gebracht, nachdem sie in der Marsch eine Leiche entdeckt hat. Jo ist sich sicher, dass die Polizei sie für die Mörderin hält. Kurz darauf verschwindet Jo spurlos. Frida ist besorgt um ihre Freundin und macht sich auf die Suche. Die Spuren führen sie auf die Halbinsel Holnis zu einem Reetdachhaus. Die Einheimischen nennen das Haus nur "Das Bluthus", weil vor Jahren hier eine Familie brutal ermordet wurde. Der Täter wurde nie gefasst.
Bluthaus ist der zweite Band der Elbmarsch Reihe von Romy Fölck. Ich kenne den ersten Band noch nicht, kam aber problemlos in die Geschichte rein. Es ist also nicht zwingend erforderlich den ersten Band vorher zu lesen aber natürlich empfehlenswert. Der Schreibstil liest sich fließend und fesselnd. Die Spannungskurve wird sehr gut aufgebaut. Zwischendurch gibt es kurze Rückblicke in das Jahr 1997, was zum einen weitere Fragen aufwirft, zum anderen aber auch Licht ins dunkel bringt. Es fällt schwer, dass Buch auch mal aus der Hand zu legen. Bis kurz vor Schluss ist die Geschichte undurchsichtig, wie es bei einem guten Krimi sein muss. Frida kämpft aufgrund innerer Dämonen ihres letzten Falls mit sich selbst. Sie zweifelt dran, ob sie zur Polizei zurückkehren soll, dabei scheint das ihre Berufung zu sein. Ich habe sie in diesem Band als einen Menschen kennengelernt, dem Familie und Freunde sehr wichtig sind, und für die sie alles tun würde. Ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und fand es spannend sie bei ihrer Suche zu begleiten. Auch Bjarne war mir sehr sympathisch. Er scheint genau wie Frida noch an dem letzten Fall zu knabbern zu haben, jedoch ist er schon wieder im Dienst. Zusätzlich zu der Arbeit hat er auch privat einiges zu bewältigen. Es war eine gute Mischung aus den Ermittlungen und dem Privatleben von Frida und Bjarne. Ich bin begeistert von diesem Krimi und freue mich schon sehr auf den dritten Band. In der Zwischenzeit werde ich den ersten Band noch nachholen. Dieser bekommt natürlich die vollen 5 Sterne von mir.
Harley Sowohl Frida Paulsen als auch Bjarne Haverkorn sind nach dem letzten Fall noch erholungsbedürftig. Obwohl Frida ihre Prüfung bestanden hat, ist sie unsicher, ob sie überhaupt bei der Polizei bleiben will. Deshalb hat sie sich beurlauben lassen und verbringt noch mehr Zeit auf dem elterlichen Hof. Haverkorn dagegen muss in einem Todesfall ermitteln, was ihm mit seiner langjährigen Berufserfahrung ungewöhnlich nahe geht. Schlimmer noch wird es, als er erfährt, dass es sich bei der Toten um eine ehemaligen Kollegin handelt. Auch Haverkorns Privatleben gerät in schwieriges Fahrwasser. Wieso nun ist die Frau ums Leben gekommen? Und welche Rolle spielt dabei Fridas Schulfreundin Jo, die die Tote gefunden hat?
Auch im zweiten Fall von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn führen die Spuren des Falles in die Vergangenheit. Bis die beiden dies herausfinden, dauert es eine kleine Weile. Zunächst ist die Tote unbekannt. Warum allerdings war ausgerechnet Jo bei der Frau als sie starb? Eigentlich soll Jo von Kommissar Haverkorn nur als Zeugin vernommen werden. Sie allerdings befürchtet, dass der Beamte sie verdächtigt. Sie ruft deshalb ihre Freundin Frida herbei. Als diese versucht, die Freundin zu beschwichtigen, verschwindet diese aus dem Kommissariat und ihre Harley verschwindet von dem einsamen Hof, auf dem auch die Leiche gefunden wurde.
Geschickt werden auch hier wieder Vergangenheit und Gegenwart, Berufliches und Privates verquickt. Wie im wirklichen Leben haben es Frida und besonders Haverkorn manchmal schwer bei der beruflichen Stange zu bleiben, wenn die Gedanken mit privaten Entwicklungen beschäftigt sind, die wahrlich unvorhersehbar waren. Dennoch auch Haverkorn kniet sich in die Untersuchung, schließlich muss geklärt werden, warum die Ex-Polizistin einfach so erstochen wurde. Frida versucht inzwischen ihre verschwundene Freundin zu finden.
Auch dieses Hörbuch wird von Michael Mendl vorgetragen, was hier besser passt als beim ersten Band, zum einen, weil es etwas mehr um Haverkorn geht, zum anderen, weil die Stimme beim zweiten Fall bereits etwas Vertrautes hat. Inhaltlich ist dieser zweite Fall noch besser gelungen als der Erste. Gerne verlängert man für mehrere Momente die Hörsitzung, nur um zu erfahren, wie es weitergeht.
»Bluthaus« von Romy Fölck ist der zweite Band der Elbmarsch-Krimireihe, den man aber auch sehr gut ohne die Kenntnis des Vorgängers lesen kann.
Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, denn aus seltsamen Gründen war mir dieser Fakt entgangen, und erst, als ich mit dem Lesen angefangen hatte, dämmerte es mir …
Aber man kommt auch so problemlos in die Geschichte rein, und Frida Paulsen, die Protagonistin, ist einem schnell sympathisch. Sie leidet noch immer unter den Nachwirkungen der Ereignisse aus Band 1 (die ich hier nur insofern spoilere, indem ich euch verrate, dass sie noch immer die Hauptrolle spielt) und verkriecht sich bei ihren Eltern in der Elbmarsch, um auf andere Gedanken zu kommen und sich darüber klar zu werden, wie ihre Zukunft aussehen soll.
Dort bekommt sie Besuch von ihrer langjährigen Freundin Johanna Arndt, meist nur Jo genannt, mit der sie schon zusammen auf dem Internat war, und wundert sich, weil diese so plötzlich bei ihr auftaucht, dann aber angeblich nur mal nach ihr sehen möchte.
Kurz darauf passiert jedoch ein Mord, und bei der brutal zugerichteten Leiche wird Jo gefunden, die die Frau jedoch nicht mehr retten konnte. Schon bald gerät Jo selbst in den Verdacht, etwas mit der Tat zu tun zu haben, und es kommen immer dubiosere Verwicklungen ans Licht.
Parallel dazu erfahren wir von einer Bluttat, die sich 1997 an der Ostseeküste ereignet hat, und über die Vorgeschichte, wobei lange nicht klar ist, was die zwölfjährige Miriam, aus deren Sicht die Ereignisse geschildert werden, mit der Sache und den Ereignissen der heutigen Zeit zu tun hat.
Auf gerade mal 318 Seiten legt Romy Fölck hier einen grundsoliden Krimi hin, der mit überzeugenden Charakteren, einer packenden und vielschichtigen Story und dabei großer Glaubwürdigkeit zu punkten weiß. Mir hat das Lesen des Buchs großen Spaß gemacht, denn der Roman ist so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören will, bevor man die Auflösung kennt – was will man me
Das Cover finde ich überaus passend, zeigt es doch ein Reetdachhaus, was das "Bluthus" aus dem Roman verbildlichen soll. Dort ist damals ein dreifacher Mord passiert, nur ein zwölfjähriges Mädchen hat zufällig überlebt.
Der Fall liest sich überaus spannend, es wird eine schaurige Atmosphäre erzeugt, als es um das alte Reetdachhaus geht, dass seit dem Dreifach-Mord leer steht, weil der Besitzer es erst wieder freigeben oder verkaufen möchte, wenn der Mörder der Familie gefunden ist. Natürlich knackt es irgendwo und die Blutflecken von dem damaligen Mord erzeugen ein Unbehagen, als wäre der Täter direkt hinterm Vorhang.
Frida Paulsen mochte ich wieder sehr gerne, ihr Zwiespalt ihre berufliche Zukunft betreffend war gut nachvollziehbar. Bjarne Haverkorn dagegen hat private Probleme, seine psychisch kranke Frau ist in einer Klinik und dann ruft ihn eine frühere Freundin an und erzählt ihm, dass er eine 40-jährige Tochter hat, die nun schwerkrank ist und seine Hilfe braucht. Was für eine Eröffnung.
Die beiden Ermittler sind mir sehr sympathisch und ich habe mit beiden mitgefühlt. Die Ermittlungen waren spannend und die Autorin hat es geschafft, dass ich überrascht wurde und die Aufklärung bei weitem nicht offensichtlich war. Überhaupt ist das Buch auf seinen über 300 Seiten durchgehend fesselnd geschrieben, so dass ich es kaum aus den Händen legen mochte.
Ich freu mich sehr, dass ich noch etliche Bände der Serie vor mir habe, das ist wirklich eine richtig gute Krimiserie mit Lokalkolorit und dramatischen Entwicklungen.
Fall zwei für Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn führt die beiden an einen der nördlichste Zipfel Deutschlands. Wo die Möwen kreischen und die Dänen grüßen scheint der Schlüssel zu Haverkorns aktuellem Fall zu liegen. In der Elbmarsch, nicht weit von Fridas Elternhaus, wird eine Frau erstochen aufgefunden. Die Polizei tappt im Dunkeln, bis sie auf den Beruf der Toten stoßen...
Wie schon bisher verknüpft Romy Fölck Ereignisse aus der Vergangenheit mit der Gegenwart und wechselt die Abschnitte unregelmäßig. Das gibt der Geschichte immer wieder neuen Zündstoff und wirft mehr Fragen auf, als beantwortet werden.
Die zwischenzeitliche Ratlosigkeit unserer Helden ist direkt greifbar. Beiden engagieren sich aus unterschiedlichen Gründen auch privat wieder sehr stark in den Ermittlungen. Diese Gefühle und Beweggründe sickern förmlich zwischen den Zeilen hervor und erfassen den Leser eindringlich.
Fast alle liebgewonnenen Charaktere aus Band 1, “Totenweg”, bekommen auch hier wieder ihren Auftritt. Man kann beide Bände völlig unabhängig voneinander lesen, also auch in “falscher” Reihenfolge, was ein großer Pluspunkt ist. Die Privatleben von Frida und Bjarne gehen natürlich weiter, bekommen aber eigene Episoden und Überraschungsmomente.
Mit diesen kann der Krimi vielleicht etwas weniger punkten als erwartet, was die reine “Story” angeht, fand ich “Totenweg” besser. Der aktuelle Band ist nicht viel schlechter, aber das eine oder andere Detail, die eine oder andere Erklärung gegen Ende ist - für mich - nicht ganz stimmig. Dennoch kann sich jeder, der Lokalkrimis aus Deutschland schätzt, hier auf gute Unterhaltung und eine solide Portion Spannung freuen - und sich auch an die geplante Fortsetzung wagen.
Nach ihrem letzten gemeinsamen Fall finden Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn nur schwer wieder ins Berufsleben zurück. Beide haben nach den zurückliegenden Ereignissen zu kämpfen. Frida zweifelt an sich und daran, ob der Job noch das Richtige für sie ist, doch dann braucht Jo, eine Freundin aus Internatszeiten, ihre Hilfe und Frida setzt alles daran, ihr zu helfen. Jo ist Zeugin eines brutalen Mordes und der Verdacht fällt schnell auf sie, doch Frida glaubt das nicht. Dann verschwindet Jo ganz plötzlich und die Hinweise führen die Kriminalbeamten bis auf die Halbinsel Holnis, wo vor sehr vielen Jahren ein Blutbad stattfand. Eine ganze Familie wurde damals ausgelöscht.
Ich bin spät auf Romy Fölck aufmerksam geworden und habe den ersten Band dieser Serie noch gar nicht gelesen. Trotzdem habe ich schnell in die Geschichte hereingefunden. Alles, was im Vorgänger-Roman passiert ist, hat man angeschnitten und ich bekam somit ein gutes Bild über das Geschehene. Die beiden Hauptcharaktere sind sympatisch, berühren einen mit ihrer Geschichte. Der Fall wird hochspannend und faszinierend, dazu einfach und klar geschildert, was einem das Lesen und Genießen dieses Kriminalfalls deutlich leichter macht. Dazu gefällt mir das Zusammenspiel beider Kriminalbeamten sehr gut. Die Distanz, aber auch die Nähe, die zwischen ihnen besteht, hat mich von Anfang an fasziniert.
Ich werde mit Sicherheit den ersten Fall von Frida und Bjarne schnell nachholen, zu lesen. Und ich würde wirklich sehr über weitere Fälle mit diesen beiden Kriminalbeamten freuen.
Die Detektivin Johanna Arndt, Fridas Internatsfreundin, findet in einem abgelegenen Haus eine schwer verletzte Frau. Trotz sofortiger Hilfe kann sie die Frau nicht retten. Als sie in den Fokus der Ermittlungen gerät, verschwindet sie spurlos. Je mehr Bjarne und Frida ermitteln, desto mehr rückt ein alter Fall der Ostsee in den Mittelpunkt. Frida und Bjarne graben den alten Fall wieder aus. Aber werden sie ihn auch lösen? ~ Die Geschichte ist sehr interessant. Die Ermittlungsschritte sind nachvollziehbar. Der Fall wird mit jeder Seite spannender und endet in einem grossen Finale. Bjarne und Frida ermitteln nicht direkt zusammen, dennoch harmoniert das Duo. In diesem Buch dreht sich auch viel um Bjanres Privatleben. Frida ist fast die ganze Zeit auf Holnis und versucht Licht in den Cold Case zu bringen. ~ Ich finde das zweite Buch besser, als das erste. Das dritte Buch habe ich auch schon gelesen, kann aber nicht sagen, ob mir das zweite oder das dritte besser gefallen hat. Ich mag den Schreibstil von Romy sehr gerne und empfehle diese Reihe auf jeden Fall.
After her last fall, Frida Paulsen is recovering in the Elbmarsch when she receives a cry for help from her old friend Jo. Last night Jo found the body of a woman in the march and is now convinced that she is suspected of murder. Shortly afterwards it disappears without a trace. Worried, Frida goes in search of her friend. The trail leads to a lonely house on the Holnis peninsula, which the islanders only call the Bluthus (blood house). Many years ago a family was cruelly executed there - the perpetrator was never found. The story switches between the present time and the time many years ago. Frida also learns a lot about her friend Jo. While Frida puts himself more and more in danger, her work partner fights for his daughter's life and ignores Frida's calls for help until it is almost too late. It was a great read again. Exciting from the first to the last page and it really grabbed me. I am glad that the author has already written two more volumes in this series. 4½)