Cap ist siebzehn und will alles, was die Welt ihm vermeintlich Partys, Mädchen, ein richtig cooles Leben. Dumm, dass er auf der falschen Seite der Stadt aufwä auf der Hamburger Veddel. Als Cap zufällig mitkriegt, dass an der Elbchaussee eine Party steigt, will er dabei sein. Er trickst die Türsteher aus, und als die hübsche Lara, mit der er flirtet, ihn irrtümlich für den Sohn des Hauses hält, klärt er den Irrtum nicht auf. Das hat Folgen …
Ich hab mir einige Stichpunkte währen dem Lesen gemacht. Deswegen ist die Rezension in Stichpunkten und auch sehr lang. ACHTUNG SPOILER!
- habe mich relativ schnell daran gewöhnt, dass es in dem Buch keine Kapitel gibt, sondern es aufgeteilt ist, in verschiedenen Perspektiven - Die verschiedenen Sichtweise fand ich auch eigentlich ganz cool. Dadurch hat man die verschiedenen Sichten der 3 wichtigen Personen kennengelernt. Aber es hat sich nichts gedoppelt, sondern die neue Perspektive startete am Ende der vorherigen oder nach einem kleinen Zeitsprung. Das man nicht alles doppelt gelesen hat empfand ich als sehr angenehm. - Habe etwas länger gebraucht und mich an die Art zu reden der Charaktere zu gewöhnen (kein Fan von der "Jugendsprache" - war mir zu viel, kam für mich irgendwann gezwungen rüber, beziehungsweise erfand ich es auch einfach als nervig, aber das könnte auch daran liegen, dass ich aus dem Alter raus bin, in dem ich so rede) - Ich persönlich fand es oft langweilig. Es dauert lange, bis wirklich was passiert und die ersten 2/3 waren gefühlt immer wieder das selbe, nur etwas abgewandelt, aber an sich war es einfach Cap, der ständig in die Villa schlich und Lara die ständig an „Valentin“ dachte und hin und her gerissen war. Vielleicht bin ich auch einfach kein Fan von Thrillern, aber ich habs mir einfach spannender vorgestellt. - Konnte keine Beziehung zu irgendeiner Figur aufbauen. Ich fand alles unsympathisch und war genervt. Am ehesten fand ich Valentin noch normal und nachvollziebar - Buch fängt an mit "total krasser Anziehung" zwischen Cap und Lara, aber dennoch meldet er sich nie bei ihr? Wirkte so, als sollte Beziehung der beiden wichtigen Part spielen, aber irgendwie kam das nur im Hintergrund vor und hätte man meiner Meinung nach auch weglassen können (wirkte eher wie nötiges Detail, damit Cap am Ende z.B. aus dem Keller rauskommt etc. aber es war für mich zu wenig, um diese Anziehung wirklich nachvollziehen zu können, oder es sich anfühlte, als wäre die Beziehung nicht nur als ein Mittel zum Zweck eingebaut worden) - Cap als Person kann ich nicht ausstehen: seine Entscheidungen sind super fraglich und nicht durchdacht. Ich fand’s einfach unrealistisch und war irgendwann genervt von ihm - Am Anfang des Buches wurde für meinen Geschmack etwas zu häufig erwähnt, dass Cap nicht Weiß ist. Hatte irgendwann einen seltsamen Touch… Auch später noch, dass Cap sofort dachte, dass Valentin Mutter dachte, er will bei ihr einbrechen und sie missbrauchen, weil er nicht weiß ist? Das kam einfach aus dem nichts. Wäre die Thematik der Hautfarbe in die Handlung muteingebaut werden, hätte es sinn ergeben, aber so wirkte es einfach fehl am platz und seltsam - Zur Mitte hin hat mich Lara auch echt genervt irgendwann. Sie erzählt erst davon "Valentin" absolut nicht vertrauen zu können und 30 Seiten später initiiert sie mit ihm zu schlafen? Girl, please make up your mind - Irgendwann war mir leider klar das Cap am Ende auch nochmal im Keller landen wird bzw ich hab’s zumindest vermutet, deswegen war das für mich persönlich leider kein wirklicher Plot twist. Ich kam aber auch nur darauf, weil ich mich an den Anfang des Buchs erinnert habe und mir klar war, dass Caps Mutter nicht mit ihm wegfliegen würde, weil es die finanziellen Mittel in der Familie gar nicht geben würde - Es ist gut, dass Cap nicht gestorben ist, aber ich hatte ehrlicherweise echt kein Mitleid mit ihm, als er selbst eingesperrt wurde und hätte mir einfach deutlich mehr Konsequenzen gewünscht, oder das er auch einfach mal reflektiert, dass es jetzt zwar eingesperrt ist, sowie er Valentin eingesperrt hat. Auch schon, als er im Gefängnis war, hätte ich mir einfach etwas mehr Reflexion von ihm gewünscht. Oder auch einfach, dass Valentin darüber redet, was passiert ist. Die Reaktion der Eltern hätte mich einfach super interessiert, auch, ob sie ihm überhaupt geglaubt hätten. - Lara ist am Ende einfach bei Cap geblieben? Nachdem er ihr sogar erzählt hat, was alles passiert ist? Dieses Mädchen ist einfach durch… - Ich muss sagen, dass das Buch leider genau so ausgegangen ist, wie ich befürchtet hatte und gehofft habe, dass es nicht passiert: keine richtigen Konsequenzen für Cap (abgesehen von dem Keller), Lara kam mal wieder zu ihm zurück und es weiß niemand (außer Lara) was passiert ist, in der letzten Zeit. Ich fand das Ende echt super unbefriedigend und war echt kein Fan davon. Hab alleine deshalb fast nur 1 ⭐️ gegeben, weils mich einfach so genervt hat. - Die befriedigendsten Stellen waren für mich wirklich, als Cap mal ne Nacht ins Gefängnis musste und ich kurz mal dachte Lara zieht jetzt wirklich einen Schlussstrich. - Ich muss auch leider sagen, dass ich das Buch nicht so spannend fand, also einfach keine Spannung bei mir aufkam. Ich fand’s am Ende mal ganz spannend, als Cap Valentin rausgelassen hat, wie das zwischen den beiden ablief, aber das war’s dann auch irgendwie. Keine Ahnung ob’s an den Perspektivwechseln lag, wodurch man weniger zu einer Person geschrieben hat und es dann einen mentalen Switch durch die neue Perspektive gab, oder woran sonst, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es total spannend ist und ich das Buch gar nicht mehr weglegen kann.
War alles in allem kein Buch, dass ich hätte lesen müssen. Ich breche Bücher ungerne ab, deswegen hab ich es beendet, aber es war nicht meins. Ist nur meine persönliche Meinung, aber ich würde es nicht nochmal lesen und auch nicht weiterempfehlen. Ich will hiermit auch nicht die Autorin angreifen. Ich bin mir sicher es gibt Leute, die dieses Buch lieben (werden), dies hier ist lediglich meine Meinung.
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