»Es sind die einfachen, aber großen Fragen, die mich immer wieder Wie reagieren Menschen auf neue Situationen, wie gehen sie mit ihnen um, und wie gehen sie schließlich aus ihnen hervor? In der Biografie jedes Einzelnen spiegelt sich die Welt.« (Jana Simon) Jana Simon erzählt von Waris Dirie, die niemandem gefallen will; von der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, die Kälte verabscheut; von Angela Merkel, die Lärm nicht mag; von Hollywood-Produzent Jerry Weintraub,^der schon zum Frühstück Wodka trinkt; von Uliana aus Sibirien, die in Indien modelt; von zwei Thüringer Polizisten, die denken, sie hätten den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) stoppen können; von einem deutschen Anwalt, der den US-Verteidigungsminister anzeigt. Es sind Geschichten von Zusammenbrüchen und Sinnkrisen, dem Untergang alter Gewissheiten und der Orientierung in unwägbaren Zeiten, aber auch davon, wie Menschen sich verändern und neu aufbrechen. Die preisgekrönte Journalistin und Bestseller-Autorin Jana Simon legt in ihrem neuen Buch 16 erstaunliche Porträts vor.
Jana Simon is one of my favorite German authors. Perceptive and intelligent, she writes about interesting and complex topics in a direct and clear style (which is appreciated by this non-native reader of German). This collection is a series of "portraits," character studies of fascinating people, some famous and some not, from all walks of life. Simon makes an effort to understand her subjects on their own terms, avoiding simple judgments in favor of presenting the many facets of each human life. Inevitably some of these people are more appealing than others, but part of Simon's appeal is the sense she conveys that every individual has a rich story that deserves to be told well. The final essay is a portrait of Los Angeles, where Simon (who grew up in East Germany before Germany was reunited) lived with her husband and daughter for 7 months. It tells of Simon's disillusionment with the city and with 21st century America, which strike her as full of disconnected individuals, lonely in their freedom, and too often without the material and communal support they need. Although there is certainly a degree of truth to that assessment, the piece stands out in contrast to the others for drawing sweeping conclusions on the basis of a limited perspective.
16 Portraits aus der ZEIT werden vorgestellt welche die absurde Komplexität der Welt zeigen. Die meisten aus meiner Sicht sehr spannende Geschichten, welche nicht erfunden sondern eben Real sind.
Es geht in Portraits immer um Menschen, sie in all ihren Wiedersprüche zu zeigen, in ihrem scheitern - in ihrem Leben. Subjektiv interpretiert, aber mit journalistischen Anspruch. Für mich gute 3.5 Sterne.