Ward what have you done?
Ich habe mich so gefreut auf Rehvenge, wirklich! Er ist faszinierend und nie so eingenommen von sich gewesen wie die anderen Brüder, vielleicht auch deswegen weil er seinen (herrlichen) Körper nicht mehr spüren möchte. Seine Persönlichkeit als Sympath (kann Emotionen und Gedanken anderer "trinken" und Energie daraus beziehen), Drogendealer und Liebender...usw hätte noch mehr ausgemalt werden sollen.
Wie muss es sein, wenn jemand vor dir steht, der deine Gedanken lesen könnte, der jede deiner Emotionen von dir absaugen kann? Wie intensiv muss diese Gegenwart sein, zu was wäre er fähig? (Nicht zu vergessen: seine exquisite geschlechtliche Anomalie in Form des Hakens an seinem Penis, der beim Verkehr "einrastet")
Oder auch seine andere fürsorgliche Seite: Wie er sich sehr um seine Ladys kümmert/ sorgt: Seine Mamen, Bella und natürlich auch Ehlena. In seiner Beziehung zu Ehlena hatte ich den Eindruck er würde sich an paar Stellen wie ein kleiner Junge verhalten.
Die Spielchen am Telefon waren, naja, nette Wiederholungen, das hatten wir doch schon bei Jane& Vishous...und nach jedem gehauchten Satz am Telefon, folgt "..Ehlena?"
"Wie wäre das, Ehlena?" "Würdest du das für mich tun, Ehlena"? "Was findest du dort vor.. beschreib es mir Ehlena?"...
Und was ist mit Bella los? Sie hat ihm nicht mal Nalla zum halten gegeben, bis zum Ende des Buches nicht...er hat sie nur mal umarmen können (dürfen).
Man muss schon 200 Seiten warten, bis Ehlena und Rehve ein Date haben, schade! (im Band 13) Aber immerhin wird die Story schön erzählt, das langsame antasten..das aufeinmal in Sexszenen übergeht und dann ist auch schon Schluss.
In diesem Band 14 verlieren sich die beiden, klar, aber nach dem Lesen hatte ich das enttäuschende Gefühl dass sie Story schnell zu Ende war, es fehlte einfach etwas.
Es gibt paar unnötige Passagen zu Lash und der Lessergemeinde =), wie er rumfährt, die einfach störend sind, da man weiter blättern will um der Hauptstory zu folgen.
Und noch was: Wie um Himmels Willen hat Beth es versäumt ihren König aufzuspüren während er gekämpft hat? Ich mein sie trinkt von seinem Blut und hätte doch seine ständige Abwesenheit spüren müssen??
Ebenso ein wenig strange und fast schon lächerlich: Die Aussprechen des Namens beim Orgasmus..das macht JEDER in Wards Büchern, sodass es fast schon künstlich und nervig ist.
Die Geschichte zwischen Xhex und John - wunderbarer Plot, sehr emotional aber auch schwer; auch wenn es nur (eine sehr spannende) Nebenhandlung ist (eigentlich sein sollte, denn Lover Avenged sollte ja Rehvenge und Ehlena gewidmet sein)! (Meine Meinung!)
Und was ich auch nicht verstand: Einmal sagte Lash, dass die Prinzessin "seine Frau"(etwa "sie gehört mir" und "meine") ist, dann ist es doch wieder Xhex...
Und am Ende dieses Buches hatte ich fast einen Lachanfall (wobei mir mehr zum Weinen war): Dieser Kampf in/vor der Kolonie zwischen Rhage und Lash...erinnerte mich an Dragonball Z. Ich mein, die ganzen schmetternden, wirbelnden Feuerbälle, "Dino Rhage"..
Alles in allem haben die Nebenhandlungen (hier viel zu viele) ein wenig die Hauptgeschichte in den Schatten gestellt, schade, Rehvenge ...sollte mein Liebling werden. Ward hat mein Herz gebrochen...