Alte Liebe rostet nicht. Aber die Zeit ist an Lore und Harry nach 40 Jahren Ehe nicht spurlos vorbeigegangen. Die leidenschaftliche Lore hat Angst, bald mit dem frisch pensionierten Harry untätig im Garten zu sitzen. Nur in einem sind sich die Alt-Achtundsechziger einig: Ihre Tochter Gloria hat alles nur Mögliche im Leben falsch gemacht! Nun will Gloria in dritter Ehe einen steinreichen Industriellen heiraten, der auch noch ihr Vater sein könnte. Wie konnte es so weit kommen? Elke Heidenreich und Bernd Schroeder erzählen in umwerfenden Dialogen die Geschichte eines Ehepaars, in der sich eine ganze Generation wiedererkennen kann. Komischer sind die Szenen einer Ehe noch nicht erzählt worden.
Anfangs ein bisschen trocken, aber man gewöhnt sich an den langsamen Schritt und bekommt Gefallen daran. Wirklich schön geschrieben und die abwechselnde Sicht der Beiden hat mir sehr gefallen.
Ich liebe ja die Fischer Taschenbibliothek. Die Bücher sind klein und handlich und finden in jeder Handtasche Platz und dennoch sind die hochwertig und mit Lesebändchen ausgestattet.
„Alte Liebe“ war tatsächlich mein erstes Buch von Elke Heidenreich. Zusammen mit ihrem Ex-Mann, Bernd Schroeder, schreibt sie abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Lore und Harry über das Älterwerden, den Alltag in einer Ehe, Entfremdung, aber auch die Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft als Rentner, die das Leben noch einmal richtig auskosten möchten.
Die einzelnen Kapitel sind jeweils zweigeteilt und geben erst einen Einblick in die Gedankenwelt von Lore und Harry, um dann mit einem Dialog anzuknüpfen.
Lore, eine Bibliothekarin kurz vor dem Ruhestand, liebt die Welt von Kunst und Kultur. Harry, ein pensionierter Architekt, hat sich die Pflege des heimischen Gartens zur Herzensaufgabe gemacht. Er hegt und pflegt seine Stauden und genießt dann gerne das ein oder andere Bierchen, während er sein Werk betrachtet. Lore kann damit so gar nichts anfangen, aber sie merkt auch zusehends, dass ihr die Freude an ihrem Beruf und der Kulturlandschaft verloren geht.
Als die Tochter verkündet, zum dritten Mal heiraten zu wollen, beginnen sich die Eheleute auf ihr eigenes Leben zu besinnen und über (nicht) Erreichtes, aber auch den nahenden Lebensabend nachzudenken.
Der Roman kommt so unprätentiös und unaffektiert daher und doch so gefühlvoll und nahbar, alles scheint so leicht und alltäglich und doch treffen einen die Geschehnisse und lassen einen unweigerlich über das eigene Leben nachdenken.
On a quick look here and there throughout the book in the library, I got the impression it might be amusing, but after having read the first twenty pages in a row, it soon turned out that it was not. The voice of Elke Heidenreich is often audible, which is fun of some sort (I don't know her co-author). Interesting idea to alternate between the viewpoints of the two main characters, but I found it a bit confusing.
Mostly, though, I soon found the endless whining unbearable - it may be a common human predicament to be more inclined towards misery than happiness, but the constant burrowing of the mind in search of misery strikes me as a rather German vice. The characters don't like anybody, including themselves, and I had impression the authors found it even uplifting of sorts that in the end they find people they dislike so intensely that they start liking themselves a little more as a reaction.
As for me, I found them too annoying to waste time on and at page 70 knew I couldn't bear more of it, so I skipped to p. 170 and only read the last twenty pages to finish it off.
das war echt ein nettes buch, vor allem im dialogform geschrieben zwischen einem älteren ehepaar. ich glaube sie haben mich ein bisschen an meine großeltern erinnert, deshalb hab ich mich wohlgefühlt in deren welt
Wirklich sehr schön, eine absolut realistische Liebesgeschichte ohne Kitsch, die vor sich hin plätschert. Wunderschön geschrieben und auch etwas für Buchliebhaber, da die Protagonistin Bibliothekarin ist. Musste sogar eine Träne verdrücken. Einfach Schön.
Wer echte Probleme hat, sollte dieses Buch besser nicht lesen. Zwei gutsituierte ältere Herrschaften, die auf hohem Niveau jammern, könnten dann doch etwas auf die Nerven gehen. Es kommen abwechselnd Ehefrau Lore und Ehemann Harry zu Wort. Dabei gibt es keinerlei Unterschied im Stil, so dass keine zwei Personen für mich spürbar wurden, sondern alles in ein endloses Lamento verschwamm. Das hat mich am meisten gestört. Ich mag Elke Heidenreich, aber von ihrem Humor und ihrer Lebensfreude ist hier (fast) nichts zu spüren. Soll ich jetzt wütend sein oder deprimiert nach der Lektüre? Vielleicht dankbar: dankbar, weil echte Probleme und Armut verhindert haben, dass ich eine intellektuelle Jammerschnepfe werde...
Zwischendurchlektüre, reizvoll durch die kurzen Kapitel, jeweils abwechselnd zwischen der weiblichen und männlichen Perspektive eines langjährigen Ehepaars im frühen Rentenalter. Am besten gefallen haben mir die inhaltlichen Doppelungen, wo genau die zwei verschiedenen Perspektiven - oder Vermutungen über den andern - deutlich werden. (2-3 Sterne)
The ending made me cry so hysterically, that it scared myself. It was only Lore who had died, not someone I knew. But I knew her. I loved her. And my heart broke for Harry.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Gleich vorweg: Das Schönste an „Alte Liebe“ ist der Epilog. Nicht weil alles andere nicht schön wäre, sondern weil die Geschichte nur mit dem Epilog funktioniert. Die meiste Zeit dümpelt der Plot. Ein Stilmittel, um die Geschwindigkeit einer alternden Ehe zu illustrieren, oder einfach ein langatmiger Schreibstil; so oder so dauert es ein wenig, bis man sich zwischen den Zeilen zuhause fühlt.
Doch dann: der Epilog. Und alles erscheint in einem neuen Licht - oder vielmehr in altbekannter Dunkelheit. Wer selbst verheiratet ist, liest dieses Buch noch einmal anders. Fühlt sich ertappt von den spießigen Alltagsdialogen der beiden, oder ist froh, Teil einer glücklichen Liebe zu sein, die nicht den Fallen des Alltags erliegen ist. Kein Lesevergnügen, aber ein Buch, das nachdenklich macht und dazu anregt, das Beste aus Leben und Liebe zu machen, sich treu zu bleiben und jeden Tag gemeinsam, wild und frei zu genießen.
I really enjoyed listening to this Audiobook. I listened to the German edition which was read by the two authors. The whole book consists of dialogues and monologues, so I recommend you listen to it rather than reading it if you have trouble with dialogues or imagining voices while reading (like me). This book is not going to have you on the edge of your seat, nor does it have any plot twists; in fact, both protagonists (Lore and Harry, an elderly couple) are very good at predicting what is going to happen next. It is a book about growing old and growing apart, getting together again and getting by. Their love, their lives and their thoughts are beautiful and profound, if not exceptional. I gave this book four stars because I thoroughly enjoyed the experience, even if I didn't gasp or cry or laugh out loud.
Die Geschichte von Lore und Harry, einem Ehepaar seit 40 Jahren, er Rentner, sie Bibliothekarin, ist - glaube ich- nicht unbedingt erfunden. Genauso wird es vielen Paaren nach dieser langen gemeinsamen Zeit gehen. Es tat gut zu lesen, wie reflektiert beide mit ihrer Situation umgegangen sind und wie sie wieder zueinander gefunden haben. Am Ende habe ich tatsächlich geweint. Gut gefallen hat mir, dass das Buch immer aus der Sicht der beiden geschrieben war. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
I liked the book. It described the thoughts of a retired husband and his wife, who was afraid of getting retired. It described their everyday life. At the end she decides to get retired and spend quality time with her husband, but she suddenly dies two weeks before her planned retirement. It was a funny book, but the end was sad.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Mit viel Gefühl und Wortwitz geschrieben - eine alltägliche Liebesgeschichte, in der ich vieles wieder erkannte. Habe mich bestens amüsiert und werde meinem Partner sofort sagen, wie sehr ich ihn nach 18 Jahren liebe.
Auch wenn ich selbst weder so alt noch finanziell privilegiert bin wie die Protagonisten, fand ich es trotzdem sehr schön und interessant mich in den Zwiespalt des alten Paares, deren Gefühle gegenüber sich selbst und deren Tochter, hineinzulesen. Das Buch ist schön geschrieben und ist eine Erinnerung/ein Aufruf daran, dass Zeit nicht unendlich ist und besondere Menschen an seiner Seite nicht selbstverständlich sind.
I liked this book much more than I thought I would. It's not something I would normally have chosen for myself, but it was given to me as a gift. The story is told in alternating chapters by Lore and Harry, who have been married to each other for over 40 years. At the center of the plot is the upcoming (3rd)marriage of their daughter Gloria, and their feelings about having to attend. At first Lore really got on my nerves because she whines about everything, but as the story progresses, she realizes this and tries to change. I found their dialogues and thoughts to be both quite amusing and realistic. A lot of other reviewers liked the epilogue, but I thought it was too much and would have preferred the book to have ended differently, but that's just me.