Der furiose neue Roman von Thomas GlavinicDie Summe eines Jahres, der Querschnitt eines Lebens, das Abenteuer der Liebe. Ein Jahr im Leben eines Wiener Schriftstellers, zwischen Drogen, Alkohol und Frauen. Ein Abenteuer, das Jonas und seine große Liebe Marie bis zum Südpol führen soll. Und ein dreizehnjähriger Junge, der leidenschaftlich Schach spielt, um seinem Alltag zu entfliehen. Dazu Nebenfiguren wie aus einem Ein Anwalt der Hells Angels, ein WingTsun-Großmeister und eine Mörderin, die die Leichen ihrer Liebhaber mit einer Kettensäge zerlegt. Die wirkliche Welt trifft auf die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Und Thomas Glavinic gelingt das große Kunststück, all das in einen mitreißenden Roman über die entscheidenden Fragen zu Wer will ich sein? Und habe ich den Mut, die richtigen Entscheidungen dafür zu treffen?
The former writer of advertising copy and taxi driver emerged with his 1998 debut novel Carl Haffner's Love of the Draw. The novel describes the life of chess master Carl Schlechter. The book received several awards and has been translated into other languages, but did not make it onto the bestseller lists. The novel has autobiographical aspects: Thomas Glavinic played his first chess game at the age of five and in 1987 he achieved second place in the Austrian chess rankings for his age group.
The novel Herr Susi (Mr. Susi) followed in 2000. Written in hard prose, it is a statement against the football business, and received mainly negative reviews from the critics. In 2001, the criminal novel Der Kameramörder (The Camera Murderer) (awarded the Friedrich-Glauser-Prize at the Criminale) was published and was enthusiastically celebrated by the feuilletons due to its criticism of the media. In 2004, Glavinic succeeded in convincing both critics (no. 1 on the ORF critics best list) and readers (no. 1 on the Austrian bestseller list) with his satiric development-novel Wie man leben soll (How to Live), written from the perspective of the indefinite "one". In August 2006, the novel Die Arbeit der Nacht (The Work of the Night) was released and scored no. 1 on the critic's list again in the same month. His novel, Das bin doch ich (That's Me), appeared in summer of 2007 and was nominated for the German Book Prize. It made it onto the short list, a selection of six of the twenty authors originally chosen.
Thomas Glavinic is married and lives with his wife and son in Vienna.
Whoaaaaaa – what the hell is this? I don’t know, and neither does Thomas Glavinic: “I have no idea what I did with this book”, he was quoted saying in an interview. And that's exactly what’s great about “Der Jonas-Komplex”: It is disturbing, enchanting, realistic, fantastical, disgusting, and moving – all at once. Intertwining three narrative strands, the book tells the stories of an excessive Austrian novelist (Glavinic?), an unhappy, lonely and abused kid (Glavinic?), and Jonas who travels to the South Pole with his girlfriend (who is this guy? Jonas seems to reappear in almost all of Glavinic’s books). Along the way, there are tons of sex, drugs, love, and death, and minor characters include a particularly shady lawyer, a bipolar guy named Baby and the grossest prostitute/swinger you ever heard of (believe me, this is no exaggeration).
According to Wikipedia, “the Jonah complex is the fear of success which prevents self-actualization, or the realization of one's potential.” Now that’s a trap that Glavinic certainly didn’t fall into, as he tried to do it all at once with this book. I like that he aimed for that kind of scope, and it makes for daring literature.
Ein weiteres Glavinic-Buch. Diese Mal eine Mischung aus der Ich-Erzähler-Geschichte eines Wiener Schriftstellers, die es ja schon öfters gab, der eines Jungen in der Weststeiermark (der zukünftige Wiener Schriftsteller?) und der Jonas-Geschichte, um die es auch in einigen anderen Büchern geht. Es mag ja stellenweise wieder toll geschrieben sein, aber irgendwie habe ich sowohl die Jonas-Geschichte als auch die des Schriftstellers inzwischen echt satt. Es scheint fast, als würde Glavinic nichts Neues mehr einfallen: Jonas darf wieder extrem sein und, diesmal mit seiner Freundin Marie, extreme Sachen machen. Auf dem Everest war er schon, nun geht es in die Antarktis. Na und?, denke ich. Und der Schriftsteller nimmt Unmengen an Drogen, hat merkwürdigen Sex und stolpert so durchs Leben. Ich denke: Wen interessiert's? Und wieso müssen jetzt diese beiden gleichermaßen ausgelutschten Geschichten auch noch in einem Buch stehen? Gähn. Ich glaub, ich lese erstmal keinen Glavinic mehr ...
DNF - Hab das größere Wunder geliebt. Hier musste ich mich für jede Seite motivieren. Jonas Geschichte ist iwie egal weil er einfach nochmal was extremes macht (Antarktis, dieses Mal mit Freundin) und den Schriftsteller der permanent Kokst und Frauen nur als Objekte sieht die man nach Aussehen bewertet und mit denen man nur weirden Sex haben will… Sorry aber das kann ja keiner lesen.
Da lese ich lieber nochmal Das größere Wunder in ein paar Jahren 🫠
T.G. hat bei mir fast endlosen Sympathie-Kredit für das einzigartige Leseerlebnis bei der Arbeit der Nacht und dem unterhaltsamen Leben der Wünsche und auch für seinen im literarischen Quartett abgegebenen „Mein Hausgott“-Tipp - ohne den ich vielleicht nie auf den mittlerweile auch von mir sehr geschätzten Autor John Burnside aufmerksam geworden wäre. Lisa hat mich nicht besonders fasziniert, habe es aber mit einem gewissen Genuss und flüssig gelesen. Ähnliches gilt für Das bin doch ich.
Der Jonas-Komplex hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Es sind ein oder zwei interessante Ansätze drin, aber in Summe habe ich weder die Intention für diesen Roman verstanden, noch die Ausführung genossen. Es war mir an vielen Stellen zu konstruiert, zu roh, zu Koks-lastig, zu irritierend, aber nicht im Sinne einer Erkenntnis sondern lediglich einer gewissen Verärgerung über die dahingefetzten Dialoge und Berichte.
Alles in allem meiner Meinung nicht die erhoffte Steigerung im literarischen Schaffen von T.G., aber ich freue mich darauf wenn sie kommt, und ich werde es sicher erfahren, weil ich ihm als Leser treu bleiben werde.
Irgendjemand sollte eine Initiative starten um diesen großen Autor zu „retten“. Er braucht finanzielle Sicherheit und nicht Schuldenprobleme, um sich in Ruhe seinem nächsten Werk widmen zu können. Bitte, bitte Durchhalten lieber Herr Glavinic!!!
Nach "Das größere Wunder" war ich schon sehr gespannt auf den Jonas Komplex - doch das Buch hat mich verstört zurück gelassen. Thomas Glavinic ist ein genialer Autor, er versteht es Gefühle zu erzeugen und einen in die beinharte, dunkle Welt seiner Protagonisten mitzunehmen. Er schreibt Sätze, so wahr und poetisch, dass man sie immer wieder lesen muss und inhaltlich so düster und ehrlich, dass man sich unwohl fühlt. Die Frage die ich mir beim Lesen des Buches immer wieder gestellt habe ist, ist die Geschichte über den drogen- und alkoholsüchtigen Autor autobiografisch - ich wünsche mir, dass es nicht so ist.
Clever werden Figuren aus früheren Büchern parallel geführt (mit einer Addition), unter anderem tun sich Gemeinsamkeiten auf. Wie autobiographisch die Figur des Thomas Glavinic tatsächlich gezeichnet ist, ist meiner Meinung nach unerheblich, eher macht es mir Freude, mir zu überlegen, WAS davon aus dem tatsächlichen Leben des Autors aufgegriffen und was reine Erfindung ist.
Die unterschiedlichen Erzählstränge haben Tiefgang und doch auch viele Stellen, an denen ich laut lachen musste. Ein großartiges Buch.
S-a cerut citită cartea asta. Pe care am primit-o cadou de la cineva pe care nici măcar nu îl cunosc. Dar care a simțit că o să îmi placă. Așa mi-a zis intermediarul care mi-a adus cartea. Iar faptul că este cocoțată pe locul 1 în top spune clar despre cât de tare mi-a plăcut. Cu ce am rămas din carte: în fuga noastră de singurătate reușim cumva să ne însigurăm și mai tare. Pentru că fugim atât de tare de acel ceva care ne înspăimântă încât nu reușim să îi vedem cu adevărat pe cei pe lângă care trecem în viteză. Și care, de cele mai multe ori, chiar ar fi dispuși să își împartă singurătatea lor cu a noastră…
War mega. Irgendwie genau das was ich gebraucht habe, gerade. So herrlich sinnlos/absurd und dadurch sinnvoll. Einsamkeit, Gefühlsbetäubung und Grenzenlosigkeit. Mit dem Ton der angeschlagen wird kann ich gut und gerne fast 800 Seiten wie nichts runterlesen. Irgendwie war es auch Trost zu lesen, wie Menschen in gefühlsmäßig schlimme Situationen geraten und es ja doch irgendwie immer weiter geht im Fluss des Lebens. Und man kann immer mal wieder so lachen, auch wenn es nur der Furz des Nachbarn ist.
Lustig, unterhaltsam, mitreissend, trotz sich wiederholender Koksszenen. Erste Sätze: "Wer wir sind, wissen wir nicht. Beim letzten Durchzählen kam ich auf mindestens drei Personen, die jeder von uns ist. Erstens die, die er ist, zweitens die, die er zu sei glaubt, und drittens die, für die ihn die anderen halten sollten." Weiter geht es, 750 brillante Seiten lang.
While it didn't draw me in as much as the first book of the "series", I nonetheless really, really enjoyed the read. I was particularly struck by the Cocaine- and Alcohol-addicted writer which the book follows in about 1/3 of the story.
„Conform credinței mele, fiecare om este fiecare om și fiecare om devine fiecare om. (...) De aici, până și cel mai mare prostovan ar trebui să înțeleagă că cel mai bine ar fi să-și iubească aproapele.”
o prostie. incepe relativ interesant, plictiseala de la pagina 100 incolo. Ar trebui sa citeasca Python sau Foster Wallace asa postmodernisti autentici
3 different stories about men of different ages and circumstances. Written in a short way, the stories are full of details that bring them to life. So the ending is a bit abrupt.
Glavinics literarische Welt kriegt mit diesem dicken, trotz verschiedener Ebenen gut zu lesenden Roman, einen weiteren Baustein. Alte Bekannte (Marie und Jonas) machen quasi die echte "fiktive" Geschichte aus zwischen den zwei "echten", aber eben letztlich trotz der vielen Parallelen zu Glavinic auch fiktiven, Ich-Erzählern: einem Wiener Schriftsteller und einem 13-jährigen Schachspieler, in deren Leben man - 30 Jahre auseinander - einen Einblick erhält und im Geiste zusammenfügt.
Wonderful book. I really like Glavinic and he's done a good job here. The three narrative strands interlock just the right amount. He's witty and unpretentious, yet with flashes of genuine emotion.
I also love the way he integrated "nashki" (can't bother to check which label did the author use for it) into the text. I loved those little wry translations he lobs in.
All in all, I've like it so much that I'm wary of reading his earlier books, lest my high expectations are not met...
Ein unterhaltsames Buch, das tiefere Fragestellungen enthält. Glavinic beweist außerdem Disziplin in der Schreibweise, was dabei hilft, die komplexe Narration zu verstehen. Die sehr unterschiedlichen Figuren werden glaubwürdig dargestellt. Allerdings bleibt die Jonas-Figur übermenschlich, und dadurch etwas nervig, wie sie es auch in Das größere Wunder war. Schließlich hätte ich die drei Handlungsfäden lieber getrennt gelesen, obwohl sie gewiss irgendwo zusammengehören.
naja, ich weiß nicht ganz, was ich von diesem buch halten soll - habe es fertig gelesen, weil ich krank war und zeit hatte sind das 3 personen? ist es nur eine person? wie weit ist es autobiographisch? manches ist starker tobak, auch wenn ich weiß, dass es nichts gibt, was es nicht gibt weiterempfehlen würde ich es aber nicht unbedingt