Jump to ratings and reviews
Rate this book

Potsdamer Platz

Rate this book
'Not since Goodfellas has there been such a brilliant and unique look into the gangster world' - Tony Scott A New York Mafia crime family, known as the Franchise, sets up base on the biggest construction site in Europe, Potsdamer Platz in Berlin, setting in train a destructive confrontation with the Russian Mafia. Tony, the youngest hit-man in the history of the Franchise, is sent in first to terrorise the opposition, which he does with catastrophic results when an innocent 14 year old girl is killed. Feeling guilt and shame over a life spent destroying everything he's ever laid his hands on, Tony decides to change after he falls in love with Monica, a medical student from East Berlin. But he finds changing his life of violence and cruelty nearly impossible to do. Torn between his loyalty to the Franchise, his only family, and his feelings of love for Monica and the redemption she can offer, Tony tries to balance a life in both worlds, the criminal and the scarier world of normal life; with tragically mixed results.

Action-packed and sexy, Potsdamer Platz reveals the dark world of Berlin after the wall came down - a city of two halves flooded with new money and in the throes of economic transformation, ripe with opportunity for the forces of organised crime.

339 pages, Kindle Edition

First published January 1, 2005

37 people want to read

About the author

Buddy Giovinazzo

13 books6 followers
Buddy Giovinazzo is a filmmaker and author, perhaps best known for his shocking debut film Combat Shock about a troubled Vietnam War veteran. He holds a Masters in Cinema from College of Staten Island.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
6 (24%)
4 stars
12 (48%)
3 stars
6 (24%)
2 stars
1 (4%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Klaus Mattes.
808 reviews15 followers
March 22, 2026
Unglücklich gelaufen. Das Buch ist weder Report zur Mafia-Boom-Stadt Berlin in den 90-er Jahren noch „Pulp Fiction in Berlin“, wie es diejenigen, die wollen, dass wir es kaufen, uns einzureden versuchten. (Beides würde mittlerweile nicht mehr ziehen. Frage wäre: Ist es ein packender, harter Mafia-Roman?) Nein, das Buch fesselt zwar sehr wohl, schmeißt einen erst einmal geradezu um, ist aber zu lang, spielt auf zu vielen Bühnen, rutscht mehr und mehr gegen eine Grenze, ab der es einen ekelt und anödet.

Erzählt wird es von einem Mafia-Typen aus New Jersey, Tony, der an sich noch etliche interne „Famiglia“-Rechnungen offen hat, weil die Mafia seine Familie zerstört, seine Mutter unglücklich gemacht, seine Schwester vergewaltigt, seinem Vater, auch ein Mafia-Soldat, das Leben gekostet hat, aber nein, er ist Killer geworden, jetzt gerade, rund um den Potsdamer Platz, große Baustellen, die von der Mafia kontrolliert werden, auf der Jagd nach mysteriösen Feinden, die für jemanden agieren, der das Geschäft an sich ziehen will. Nur weiß man nicht, sind es die Türken, sind es die Russen?

Das Buch ist, obwohl mehrere deutsche Journalisten das frech behauptet haben, kein genauer Tiefenblick auf das Post-Vereinigungs-Berlin. Es ist ein amerikanisches Buch, so in etwa Mario Puzos „Pate“ noch einmal, nur ist er durch die blutige Schnitzelmühle des James Ellroy und seiner Konsorten gegangen. Also nicht, - obwohl das auf der deutschen Taschenbuchausgabe drauf stand -, coole Tarantino-Schule. Bei Quentin Tarantino bliebe die übersteigerte Gewalt immer irgendwie stylish, ginge es witziger zu, hätten die Mörder immer noch Sophistication. Hier sind sie primitiv, mordlüstern, blutgeil, Folterer und pädophile Vergewaltiger. (Hierfür ist vor allem Hardy zuständig, der Tony mitgegebene Buddy, der ihn überwachen und möglicherweise beiseite räumen soll.)

Wenn man zu lesen anfängt, ist schwer vorstellbar, dass dieser Roman irgendwann ins Niemandsland des Immergleichen, aber immer Zuviel laufen wird. Giovinazzo will ständig Power vorzeigen, kämpft gegen Vorläufer, die er besiegen will. Man ist sich bald sicher, dass dieser Erzähler aus all dem Morden nicht heil herauskommen wird, fragt sich nur, wie das zugehen soll, wenn er uns das Buch nun mal erzählt. Da hilft dann das ganz tiefschwarze Ambrose-Bierce-Prinzip, dass auch lebende Leichen, die nur noch drei Kilometer taumeln werden, ihre Saga des Tötens vortragen können.

Irgendwie unappetitlich die vielen Rückblenden zum kleinen Jungen Tony, wie er vom Vater ins Verbrechen verführt wird, wie er diesen Vater verachtet, unter dem Druck steht, eine inzestuös geliebte Schwester schützen zu müssen, die er – selbstverständlich in so einem Buch – nicht schützen kann. Und nun findet er im Osten Berlins eine Frau, die entweder er oder die ihn in Lebensgefahr bringen wird. Er kann nicht aufhören, er hat doch schon bei der Schwester in New Jersey versagt, Mission Selbstmord beginnt.

Unglücklich, das muss noch bemerkt werden, das Schicksal dieses Krimis in Goodreads. Dass sämtliche deutsch übersetzte Ausgaben von „Potsdamer Platz“, Taschenbuch, broschiert oder gebunden, nicht mehr im Buchhandel sind, hat mich so wenig gewundert wie, dass es von antiquarischen Versendern mühelos und günstig zu besorgen ist: Der Roman ist auf seine volle Länge „over the top“ und „irgendwie geschmacklos“ und „ohne Plan für seine Entwicklung“, konnte sich zum Klassiker des Genres also nicht aufschwingen. Aber, was deswegen nicht sein muss, dass es in Goodreads fürs gleiche Buch drei verschiedene Orte gibt, einmal mit der Angabe „unknown author“, dass in 2o Jahren insgesamt 26 User bewertet haben, überhaupt nur eine Review gespeichert wurde. Das hat dieser Roman nicht verdient. So misslungen oder bedeutungslos ist er nicht!
Displaying 1 - 2 of 2 reviews