Jump to ratings and reviews
Rate this book

Nachbarsleute

Rate this book
Aus dem 'Mama Saltenberger meinte, ihr Mann sollte seine hervorragende Beamtenstellung in die Waagschale werfen und jüngere Kollegen durch die Macht seines Ansehens an ihre staatsbürgerlichen Pflichten erinnern. ...

158 pages, Kindle Edition

First published January 1, 1913

1 person is currently reading
1 person want to read

About the author

Ludwig Thoma

423 books6 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
1 (25%)
4 stars
2 (50%)
3 stars
1 (25%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Sherrymoon.
70 reviews33 followers
July 29, 2017
Mir gefielen die spritzigen Kurzgeschichten oder auch Possen aus dem bayrischen Alltag mit seinen Scheinheiligkeiten und Hinterfotzigkeiten, eben wie es sich leibt und lebte damals im Bayernland vor und nach dem ersten Weltkrieg. Die Zeiten ändern sich, der Mensch in seinem narrischen Schlamassel aber bleibt derselbe, die Herrschaftsverhältnisse sowieso,in diesem Sinne sind es zeitlose Geschichten.

Besonders gefielen mir die derben Dialoge zwischen den Kontrahenten...in bayrischer Mundart ...die Schlagkräftigkeit und Resolutheit mit der sie geführt werden.Da weiss man dann woran man ist! Da weiss man dann,wo oben und unten ist.
Nicht nur die Dialoge, die gesamte Erzählkunst von Ludwig Thoma ist mir sehr lebendig träf und ohne Holpersteine reingekommen. Er trifft den Nagel auf den Kopf, mit jedem Satz.
Für mich als als Schweizer Leser, selbst ein Alpenländer, hat die bayrische Mundart und Lebensweise natürlich anheimelnde Wirkung.
Auf jedenfall konnte Ludwig Thoma mein Leserherz gewinnen und ich möchte mir noch mehr von seinen Geschichten zu Gemüte führen....ich habe herzlich gelacht beim Lesen!!

Ein Beispiel sei die kampfesmutige Witwe Hirgstettner, die beim zuständigen Beamten, dem
Stadtvater, aufkreuzt. Man hat ihr wegen ihrer Beschwerde über nächtliche Pinkeleien biergefüllter Männern vor ihrem Hause kurzerhand das Gas abgestellt.

"Was woll'n denn Sie?"
"I? Da tat i no lang frag'n, wenn seit vier Tag 's Gas nimmer brennt!"
"So?"
"Ja! Zahlt ma desweg'n seine Umlag'n und Gebühr'n, dass nacha a solchena
Schlamperei vorkimmt...."
"Sie,tean S'Eahna a bissl z'ruckhalt'n!"
"Gar net halt i mi z'ruck....I wer scho sehg'n, ob i mir dös g''fallen lass'n muass.
I woass scho, was da für a Spitzbuamg'schicht dahinta steckt."
"Halten S'Eahna z'ruck, sag i!"
"Und a Spitzbuamg'schicht is, sag i!"
"Sie, passen S' auf, Eahna kennt ma!"
"Sie kenna mi no lang net, und wenn i net auf da Stell mei Gas kriag, nacha zoag i
Eahna, mit wem Sies z'toa hamm!"

Displaying 1 of 1 review

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.