Ein Klassiker über die Grundlagen der Geomantie. John Michell streift dabei eine Bandbreite an Themen, von Orten der Kraft, Alfred Watkins und die Ley-Forschung, sakrale Architektur, Numerologie, das Formen der Landschaften nach harmonikalen Gesetzen von einer weitentwickelten prähistorischen Zivilisation, das Druidentum und die Mysterien von Avalon in Bezug zu Glastonbury. Und das ist nur eine grobe Zusammenfassung, denn Michell begeistert mit einem breiten Wissen über viele Völker der Erde, alte Bräuche und den wissenschaftlichen sowie okkulten Forschungen früherer Zeiten.
In der Regel macht er dies auf eine sehr anregende, inspirierende Weise, jedoch verliert er den Leser, wenn es um sakrale Maße im zweiten Teil des Buches geht. Mir war zwar klar, was seine Kernaussagen waren, aber seitenlange Berechnungen von Maßen, Proportionen und Mustern verursachen dann leider einen Knoten im Kopf des Lesers. Auch bei mir, obwohl ich mit der Thematik eigentlich vertraut bin. So merkte ich wie ich spätestens als es um die heiligen Maße der Pyramiden ging, welche den gesamten Umfang der Welt widerspiegeln sollen (insgesamt ist dies ein Thema welches viele sakrale Gebäude oder megalithische Stätten gemeinsam haben), innerlich abschaltete.
Spannender wurde es dann wieder als es um die Mysterien von Glastonbury und der heiligen Landschaft drumherum ging. Auch die hier angestellten Berechnungen zum Kloster waren verständlich und brachten den einen oder anderen Aha-Effekt.
Insgesamt ein wirklich lohnendes Buch. Man merkt ihm an, dass es ein Werk seiner Zeit war. Dies war aber eine extrem fruchtbare Zeit im Bereich der Geomantie und das Buch kann sich noch immer behaupten im heutigen Angebot zu dem Thema.