Es gibt immer wieder diese Bücher, die einen so in ihren Sog ziehen, dass sie einen gar nicht loslassen und man auch noch danach vollkommen von ihnen eingenommen ist. „Moving Mountains“ ist eines von ihnen, denn Tami Fischer zaubert mit dieser Geschichte eine Wohlfühloase, einen Ort zum Heilen und gibt jedem die Möglichkeit, wieder mutig und stark zu sein!
Tami Fischer hat mich mit ihrer Wortgewalt direkt zurück nach Fletcher und direkt in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Protagonisten katapultiert. Er ist ruhiger und sanfter als die bisherigen Teile der Reihe - so zurückhaltend wie seine Hauptfiguren, aber dafür liegt unter die Oberfläche noch so viel mehr. Die Autorin lässt unglaublich viel Gefühl mit in ihren Schreibstil einfließen und sorgt somit dafür, dass man als Leser*in die Emotionen in dem Buch viel deutlicher wahrnimmt. Ihr Schreibstil ist flüssig, gefühlvoll, sehr intensiv und unglaublich fesselnd, sodass man sich während des Lesens komplett fallenlassen kann. Die Fletcher Clique hat noch nie so stark zusammengehalten wie in dieser Geschichte und ich bin jetzt schon traurig, wenn ich daran denke, dass wir nur noch einen letzten Band bekommen werden.
Savannah ist glaube ich die Protagonistin, von der ich mich bisher am meisten verstanden gefühlt habe und mit der ich mich in so unglaublich vielen Punkten am besten identifizieren konnte. Ich habe mit ihr gelitten und mitgefühlt, da ich genau verstanden habe, welcher Sturm in ihr braust, welche Ängste ihr das Leben schwer machen und wieso es so viel Mut kostet, um über seinen Schatten zu springen und etwas daran zu ändern. Sie war so greifbar und hat sich so echt angefühlt, dass es unmöglich war, das eigene Herz davor zu bewahren, nicht zumindest einen Knacks zu bekommen. Es ist unmöglich Savannah Moore nicht zu lieben, denn sie hat so ein großes, reines und liebendes Herz und meine Bewunderung ihr gegenüber ist immer weiter gewachsen. .Auch wenn sie von sich selbst vielleicht etwas anderes behauptet, ist Savannah niemand, der nach einem Sturz am Boden liegen bleibt, sondern die Person, die - während sie sich selbst wieder aufzurappeln versucht - alles dafür gibt, auch die Menschen um sie herum, die ebenfalls am Boden liegen, mit hochzuziehen. Und das ist genau das, was eine wahre Kämpferin ausmacht.
Aber auch Maxx hat mein Herz gestohlen, weil er einfach noch viel toller war, als ich es mir je hätte erträumen lassen können! Er ist der Mensch, dessen Gegenwart man immer dann sucht, wenn man nichts als absolutes Glück verspüren will. Wenn man einen Moment Abstand von der Realität braucht. Wenn man sich nach Ehrlichkeit und Echtheit sehnt. Wenn man sich nach Liebe sehnt. Man lernt ihn als eine Mischung aus süß-verlegen und sehr direkt kennen, was mir total gut gefallen hat. Seine Offen- und Ehrlichkeit Savannah gegenüber hat ihn zusätzlich noch einmal umso sympathischer gemacht und in meinen Auge gehört Maxx zu der Sorte Mensch, die man einfach wahnsinnig gern haben muss. Interessant hat ihn gemacht, dass sich hinter diesem Herzlichen und unglaublich Liebevollen, das er ausstrahlt, ein gebrochener und von Schuldgefühlen geplagter Mensch versteckt, der sich nichts sehnlicher wünscht als abschließen zu können. Nur, dass er nicht daran glaubt, dass das jemals passieren wird.
Und gerade das macht die Konstellation dieser beiden Charaktere so besonders: Gemeinsam würden sie es schaffen Berge zu versetzen, aber sie müssen zunächst lernen über sich hinauszuwachsen. Zwei Menschen, die jeden Tag aufs Neue darum kämpfen müssen, nicht zu ertrinken und die sich selbst an einem gewissen Punkt im Leben verloren haben und nun dabei sind, sich wiederzufinden. Und auch, wenn all diese Dinge definitiv nicht die besten Voraussetzungen für eine sich entwickelnde Liebe zu sein scheinen, so überrascht einen das Leben manchmal - und die Person, von der du es am wenigsten erwarten würdest, ist auf einmal der Anker, an dem du dich festhalten und die Schultern, an der du dich anlehnen kannst.
Diese eine Person wird zur größten Bereicherung in deinem Leben und zu der Rettung, die du so dringend benötigst. Ich habe wirklich jede einzelne Sekunde mit den beiden mitgefiebert und mitgefühlt und ihre gemeinsame Geschichte hat mich ganz tief berührt. Zudem finde ich unfassbar toll, dass sie verbunden ist mit einem sehr sehr wichtigen, aber auch schwierigen Thema an das die Autorin sich hier herangetraut hat und dessen Umsetzung ihr wunderbar authentisch gelungen ist.
Fazit: „Moving Mountains“ hat mich mit einer ganz großen Portion neuer Hoffnung zurückgelassen und ich weiß, dass ich immer wenn ich neuen Mut benötige, nur zu Savannah & Maxx zurückkehren muss, um wieder nach vorne schauen zu können! Ihre Geschichte ist die emotionalste, schmerzhafteste, ehrlichste und vielleicht auch wichtigste Geschichte, die Tami Fischer bisher geschrieben hat und ich kann es kaum abwarten, bald das nächste Buch von ihr in den Händen zu halten!