Als christliche Physikerin hat mich die vermeintliche Diskrepanz zwischen den zwei Weltbildern die mein Leben hauptsächlich prägen schon seit einigen Jahren beschäftigt. Dieses Buch von Albrecht Kellner hat mit diesem Buch diesen Widerspruch auf eine ganz wunderbare Art und Weise analysiert. Ich fand vor allem die Parallelen zwischen den relativ „neuen“ Erkenntnissen der Quantenphysik und dem Johannesevangelium interessant, aber auch die Darlegungen bzgl. was Wissenschaft und christlicher Glaube wirklich bedeutet und wie viel näher sich beide Bereiche sind, als man zunächst denkt.
Natürlich geht es dem Autor u.a. primär darum die „Absurdität“ aus des Glauben an einen Schöpfergott zu nehmen und dieser Gedanke steht deshalb immer wieder konkret im Vordergrund. Dadurch sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, da dies natürlich einmal die Motivation des Buches ist aber auch sehr differenziert erläutert wird.
Ob man Christ und Physiker, eins oder keins von beidem ist - ich denke jeder der sich für verschiedene Weltanschauungen und Wissenschaft interessiert wird durch dieses Buch bereichert. Im einfacher Sprache schafft es Verbindungen und zeigt neue Perspektiven auf Diskussionen, in denen sich bestimmt jeder von uns schonmal in der ein oder anderen Art und Weise wiedergefunden hat.