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Sturmwelten #3

Jenseits der Drachenküste

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Mit der Veröffentlichung des ersten Teils seiner Sturmwelten-Trilogie gelang Christoph Hardebusch 2008 ein großes Kunststück. Hier versuchte ein junger deutscher Schriftsteller zwei literarische Stoffe miteinander zu verknüpfen, die auf den ersten Blick nicht zueinander zu passen schienen: Fantasy gepaart mit Mantel-und-Degen-Dramatik auf hoher See. Kann so etwas überhaupt funktionieren? Wie sich sehr bald zeigte, funktionierte dieses Experiment sogar ganz hervorragend, und der erste Band Sturmwelten fand schnell eine große Fangemeinde, die den neuartigen Stil begeistert aufnahm. Nach Unter schwarzen Segeln beschließt Hardebusch die Sturmwelten-Saga mit einem Finale furioso und setzt mit Jenseits der Drachenküste einen würdigen Schlussstein.

Der Freibeuter Jaquento und die hübsche Kapitänin Roxane verfolgen das schwarze Schiff „Die Todsünde“, in dessen Laderaum ein dunkles Geheimnis verborgen ist: Eine magische Kraft unvorstellbaren Ausmaßes, die, sollte sie in die falschen Hände geraten, eine Bedrohung für alle miteinander ringenden Mächte darstellt und den Untergang der Sturmwelt zur Folge haben könnte. Auf ihrer abenteuerlichen Jagd haben es Jaquento und Roxane mit Meeresungeheuern, Drachen und Magiern zu tun, die ihnen das Leben schwer machen. Während im Hintergrund der kriegerische Konflikt zwischen den beiden Großmächten Thaynric und Géronay weiter schwelt, schmiedet die skrupellos agierende Handelscompagnie ganz eigene Pläne, um ihren Profit noch weiter zu steigern. Das erinnert dann doch sehr an gegenwärtige Missstände, bei denen die Politik vom Wirtschafts- und Hochfinanzsektor korrumpiert und ausgebremst wird.

Doch neben diesen intriganten Machenschaften überwiegen Säbelrasseln und Kanonendonner in diesem spannend, humorvoll und schlüssig erzählten Fantasy-Roman. Und natürlich kommt auch im dritten Teil der Sturmwelten die Liebe nicht zu knapp. Fazit: Man fühlt sich als Leser irgendwo zwischen „Fluch der Karibik“, „Meuterei auf der Bounty“ und „Der rote Korsar“. Am Schluss, wenn der Pulverdampf verzogen ist und alle magischen Duelle beendet sind, steht jedenfalls die Gewissheit, an einem großartigen und einzigartigen Abenteuer teilgenommen zu haben. Also dann: Leinen los und lesen! – Christoph Reudenbach

528 pages, Paperback

First published January 1, 2010

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About the author

Christoph Hardebusch

41 books21 followers
Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in Heidelberg.

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3 stars
23 (25%)
2 stars
4 (4%)
1 star
3 (3%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Wortmagie.
530 reviews82 followers
December 30, 2015


Ein Sturm zieht auf. Noch immer jagen die HeldInnen der See die gefährliche magieabsorbierende Ladung, die sich mittlerweile auf der Todsünde befindet.
Roxane, Jaquento und Bihrâd befinden sich auf dem Schiff Siorys – Roxanes erstes eigenes Kommando als Kapitänin. Sie segeln der Todsünde hinterher, stets in der Hoffnung, sie einzuholen oder zumindest einen entscheidenden Hinweis auf ihr Ziel zu erlangen.
Admiral Aomas Thyrane wird währenddessen aufgrund seiner Anschuldigungen gegenüber der Thaynrisch-Kolonialen Handelscompagnie auf Lessan von der Marine gefangen gehalten. Doch glücklicherweise ist er mit zwei mächtigen Maestre befreundet, die alles daran setzen, ihn zu befreien. Mithilfe von Manoel und Sinao kann Thyrane entkommen. Sobald sie sich wieder auf der Imperial befinden, segeln sie erneut in die Sturmwelt, um endlich der Natur der geheimnisvollen Ladung auf die Schliche zu kommen.
Der Poet Franigo hingegen muss in Hiscadi erleben, wie die Revolution, die er in Gang setzte, ihre eigenen Kinder frisst. Schon bald hat er keine andere Wahl mehr, als das Land zu verlassen. Da trifft es sich vorzüglich, dass er einem Fremden begegnet, der ihm nicht nur Arbeit anbietet, sondern ihn auch aus Hiscadi hinaus schmuggelt. Gemeinsam mit dem alten Mann begibt Franigo sich auf eine weite Reise, ohne recht zu verstehen, warum der Alte so entgegen kommend ist.
Das Schicksal führt die HeldInnen auf Wege, die alle nur ein Ziel kennen: die Lande jenseits der Drachenküste. Denn hier wird sich die Zukunft der Welt entscheiden.

Mein Herz blutet. Ich bin wirklich untröstlich, dass ich für „Jenseits der Drachenküste“ nicht mehr als drei Sterne vergeben kann. Die ersten beiden Bände, "Sturmwelten" und "Unter schwarzen Segeln" , waren beeindruckend und unwiderstehlich, aber das Finale wirkte auf mich… unfertig. Es ist nicht rund, es gibt zu viele Handlungsstränge, die gar nicht oder nur unbefriedigend zu einem Abschluss gebracht werden. Es fühlte sich an, als hätte sich der Autor Christoph Hardebusch im letzten Drittel des Buches völlig verloren, als wäre ihm seine eigene Handlung entglitten, sodass es einfach nicht mehr passte. Vielleicht hat er die Handlung doch nicht ausreichend vorangetrieben und wurde nicht fertig. Vielleicht hatte er nicht mehr genug Platz oder Zeit, um wirklich alle offenen Fragen aufzuklären. Was es auch war, es ist unfassbar schade, denn meiner Meinung nach hätte er kinderleicht noch ein viertes Buch füllen können. Viele interessante und vielversprechende Ansätze verliefen stattdessen im Sande. Natürlich sprechen wir hier immer noch über ein gutes Buch mit einer einzigartigen, dichten Atmosphäre und starken Charakteren, aber ich bin wirklich enttäuscht, dass das Finale der Geschichte nicht gerecht wurde.
Gerade weil die Figuren alle sehr besonders und individuell sind und Hardebusch auch seine Nebencharaktere äußerst liebevoll und lebendig gezeichnet hat, ist es jammerschade, dass einige zu kurz kamen. Das trifft meines Erachtens speziell auf den Magietrinker Bihrâd zu. Er begleitet Jaquento die ganze Geschichte über, hat dafür meiner Meinung nach aber eine viel zu kleine Rolle. Ich war spätestens seit dem zweiten Band äußerst neugierig und wollte unbedingt mehr über ihn erfahren. Ähnlich wie die Caserdote (Priester) ist er in der Lage, Magie zu unterbinden, doch in seiner Heimat, den Mauresken Städten, gilt diese Fähigkeit nicht als Segen, sondern als Fluch. Dadurch hat Bihrâd eine eher schwierige Vergangenheit, die in krassem Kontrast zu seinem jetzigen Wesen steht. Ich empfand ihn stets als sehr loyal, ausgeglichen und selbstbeherrscht. Er gibt wenig von sich preis und redet nur dann, wenn er auch wirklich etwas zu sagen hat. Dadurch umgibt ihn eine geheimnisvolle Aura und irgendwie hatte ich erwartet, dass sich diese im finalen Showdown auflöst, weil er im maßgebenden Moment eine wichtige Funktion erfüllt. Leider lag ich damit falsch. In der alles entscheidenden, spannenden Seeschlacht ist er zwar dabei, doch Hardebusch konzentriert sich in diesen letzten Szenen fast ausschließlich auf seine Hauptcharaktere.
Für mich war darüber hinaus der Handlungsstrang des Admirals Aomas Thyrane äußerst unbefriedigend. Das beziehe ich nicht mal auf ihn persönlich, sondern auf seine ursprüngliche Aufgabe. Er sollte herausfinden, inwiefern die Handelscompagnie in alles verwickelt war, was mit der geheimnisvollen Ladung zu tun hat. In diesem Punkt vernachlässigte Hardebusch jegliche Hintergründe und Erklärungen. Wie haben die Händler das Artefakt überhaupt gefunden? Was hatten sie damit vor? So gern ich Thyrane habe, ich finde, Hardebusch hat sich von all den anderen Ereignissen ablenken lassen, wodurch die Rolle der Compagnie unter den Tisch fiel. Dieser Handlungsstrang ist für mich so zu einer überstehenden Kante geworden, an der ich mich unangenehm gestoßen habe.

Alles in allem denke ich, dass die Sturmwelten-Trilogie als Tetralogie wesentlich besser funktioniert hätte. Im Finale „Jenseits der Drachenküste“ beschlich mich ab dem letzten Drittel das Gefühl, dass sich Christoph Hardebusch stark unter Druck gesetzt fühlte, einen Abschluss zu konstruieren, für den weder er noch die Geschichte schon bereit war. Und wer weiß, vielleicht war sein Seefahrerabenteuer ursprünglich tatsächlich auf vier Bände ausgelegt.
Ich möchte euch die Trilogie trotz meiner Enttäuschung bezüglich des Finales empfehlen, denn die positiven Aspekte überwiegen die negativen bei Weitem. Hardebusch konnte mich von seinem schriftstellerischen Talent überzeugen und hat mich in den vorangegangenen Bänden so sehr begeistert, dass ich denke, es lohnt sich trotzdem, die Reihe zu lesen. Allerdings solltet ihr eure Erwartungen an den letzten Band wirklich im Zaum halten.
Die Sturmwelt ist exotisch, aufregend, magisch und auf jeden Fall eine Reise wert!
160 reviews
February 2, 2019
Was für ein fulminantes Ende einer - phantastischen - Trilogie. Seeschlachten, Piraten, Drachen und eine ordentliche Portion Magie!!!!! Was braucht man mehr um in diesem tollen Abenteuer glückselig zu versinken. Gerne mehr davon, Herr Harderbusch.....,
Profile Image for MeltingPenguins.
95 reviews16 followers
March 6, 2017
Review in english

Good heavens, what a bore.
500something pages that felt like so many more and yet nothing at the same time. The story finally ended and, oh dear, was it anticlimatic.
Look, I understand that characters have to come together for the finale, but this was... it was even pathetic. It was just there. Sure, there was a fight, but it felt far less intense than even the shortest of the battles described before.
There is... really nothing good to say about the story. What can be said, though, is that it felt uninspired and out-of-steam, though the latter was a thing since half-way through the second book. It's as if the moment the author stopped copying from other stories he didn't know what to do.
Which isn't too say that the copying stopped.
In fact each and every inch of the story, the setting, the characters seems copied, stolen from somewhere. From the Hornblower novels, over PotC, to plain old history, there's not a iota of creativity. Now, basing countries and so forth on real life stuff is not a bad thing. But this was more a 'find-and-replace' thing than taking inspiration from the real world.
And even there the author does not do a good job.
The dragon that (finally) come into play? Despite coming from a blatant china-stand-in they are wyverns. Not any kind of east asian dragon. sigh

To add insult to injury, the plot itself does not even make any sense.
The artifact everyone is hunting after? It has use to only ONE character while the others that do know what it does would have no use for it.
It absorbs magic. That's it. Now, yes you do have your mages on the ships. But they don't play a big enough part in the grand total that them being unable to do stuff would actually make any difference. (Worldbuilding fail)

TL;DR: Not worth the read. If you want pirates and magic, there's better books out there. Many of them even managing actual diversity and not the pretentious kind we got here.
Profile Image for Seychella.
173 reviews17 followers
November 12, 2011
Beim Lesen des letzten Teils der Sturmwelten-Trilogie ist mir verstärkt aufgefallen, wie viele Details und Zusammenhänge ich in der Zwischenzeit vergessen hatte. Es ist jetzt nicht so, dass ich gar nichts mehr wusste – aber viele Einzelheiten waren einfach verschwunden. Daher würde ich empfehlen, die einzelnen Bände nicht mit einem zu großen zeitlichen Abstand zu lesen – dann hat man sicher (noch) mehr von den Büchern. Andererseits ist das natürlich ein hervorragender Grund für eine erneute Lektüre.

Die Atmosphäre der Geschichte, der Stil und die lebendigen Figuren haben mich schnell wieder eingefangen – ich war erneut tief in den Sturmwelten versunken und von jeder Seite gefesselt. Dabei entstanden auch viele beeindruckende Bilder in meinem Kopf, die mich teilweise auch noch ein wenig länger begleitet haben.
Neben einem Wiedersehen mit lieb gewonnenen Charakteren lernt man aber auch neue interessante Figuren kennen, die für die ein oder andere Überraschung sorgen. Trotzdem hängt mein Herz doch mehr an meinen “alten Freunden”, und Jaq ist nach wie vor meine Lieblingsfigur – auch wenn Franigo da ziemlich aufgeholt hat.

Das entscheidende Seegefecht hat mich sehr beeindruckt und mitgerissen – auch weil dort jede Figur ihren Platz eingenommen und so zum Finale beigetragen hat. Im Verlauf der Geschichte werden die meisten Fragen beantwortet und im detailliert erzähltem Nach-Ende gibt es einen Ausblick auf das weitere Leben der einzelnen Charaktere, was mir sehr gefallen hat. Dafür war der Epilog dann ziemlich rätselhaft, schlug aber auch einen Bogen zum Beginn dieser Reihe und beendete sie daher sehr rund.
Profile Image for Chris.
28 reviews3 followers
December 31, 2021
Die Characktere haben ihren Willkommens-Zenit deutlich überschritten und haben dazu beigetragen, dass mich das Buch insgesamt eher gelangweilt hat. Zwar ist es sprachlich besser als das meiste, was deutsche Fantasieautoren mittlerweile so publizieren, dennoch wirken die Dialogue plump und oftmals unpassend.

Für mich wirkte der Teil eher als ein "Ich muss jetzt alles zusammenbringen" als ein geplantes Ende einer Trilogie. Teilweise war die Handlung absehbar oder sogar albern. Jedenfalls haben mich das Buch und die Mysterien der Geschichte, bis auf ein Paar Szenen gegen Ende hin, überhaupt nicht packen können.

FAZIT: Ich würde die Trilogie insgesamt nur jemandem empfehlen können, wenn diese Person ganz gezielt etwas leichtere Fantasy mit vielen nautischen Elementen sucht und über Dinge wie eine billige Romanze und langgezogenen stumpfen Dialogen hinwegsehen kann.
Profile Image for Florian.
97 reviews5 followers
September 2, 2010
Im dritten und letzten Band läßt Hardebusch es noch mal so richtig krachen - Fans von epischen Seeschlachten und zünftigem Gesäbel kommen voll auf ihre Kosten. Auch den Plot, den er über drei Bände aufgebaut hat, bringt er würdig zum Abschluss, auch wenn mir hin und wieder etwas mehr Hintergrund/Erklärung durchaus gefallen hätte. Ein echter Schmöker - nicht extrem anspruchsvoll, aber flüssig geschrieben und packend. Vielleicht gibt es ja auch irgendwann noch einmal neue Geschichten, die in dieser Welt angesiedelt sind, Raum genug wäre dafür. Als nächstes bin ich mal gespannt, wie die Locke Lamorra Reihe von Scott Lynch weitergeht, die ja (gerade im zweiten Band) ein sehr ähnliches Setting hat.
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