Der Roman nimmt uns mit zu Jules und Edmond de Goncourt, die alles das Haus, die Gedanken, die Arbeit, die Geliebte. Zu zweit gingen sie zum Treffen mit Flaubert, Zola und anderen Künstlern ins Palais der Cousine des Kaisers, in Ausstellungen und zu Restaurantbesuchen mit Freunden und Bekannten. Und danach lästerten sie ab über alle, die sie getroffen hatten, im geheimen Tagebuch, das sie gemeinsam führten. Berühmt-berüchtigt waren sie für ihren Blick, dem angeblich nichts entging, und ihre spitze Feder, die alles notierte. Bis Jules unheilbar erkrankte …
Und der Roman nimmt uns mit in die zu Rose, ihrer Haushälterin, die zum Hausstand gehört wie ein Möbelstück. Die unbemerkt von den Brüdern existenzielle Dramen durchlebt, sich hoffnungslos in den Falschen verliebt und von ihm schamlos ausgenutzt wird, die ein Kind austrägt, ohne dass die Brüder es bemerken, es gebiert, liebt und später auch verliert; die Trinkerin wird und ihre Dienstherrn hintergeht und bestiehlt, ohne dass diese es merken. Bis sie stirbt und den Brüdern ein Licht aufgeht …
Alain's first novel was published in 1983 and he has since written four furthur novels, including Annas Maske (2001) and numerous short stories. A Perfect Waiter is his first novel to be published in English. He lives in the Alsace region of France.
DNF, bc i absolutely refuse to read stories about pointless women's suffering that does not manage to get any real point across, as the female character is incredibly flat. this was very clearly written by a man. i had to drag myself through this, only got to page 200 and then got so frustrated that i felt the urge to hurl it out of the window. nope.
гаразд, після того, як я дізналась, що написане в цій книзі грунтується на записах реальних братів Гонкурів і все це не є видумкою автора, моя думка про книгу змінилась і в мене більше немає претензій до автора, адже ось ця зневага до низів, особливо жінок, претензійність, відхрещування від прийнятих соціумом тієї епохи речей, щоб продемонструвати свою унікальність (???) є плодом реального життя і автор лише гарно оформив чужі думки та дії, не маючи з ними нічого спільного; проте все одно не можу сказати, що написане зачепило мене і я прониклась сюжетом, хоч він, безсумнівно, був цікавим — воно просто пройшло повз мене, періодично шокуючи якимись деталями (порушена тема сифілісу це взагалі пісня, найцікавіша деталь за всю книгу), але все забувалось з наступними сторінками, де знову по кілька разів марудно описувались думки, стан героїв та якісь довколишні явища, які як завжди турбували їхній спокій; але не шкодую, що прочитала, це була цікава і незвична подорож, що супроводжувалася суперечливими враженнями, однак саме заради цього я і читаю, нудьга і одноманітність і так щодня оточують мене в реальному житті, я б не пережила цього ще й в книжках
Lesenswert, insbesondere die Ausführungen zu Syphilis und Bäderheilung. Empfehlenswert nach der Lektüre von "Madame Bovary" (an die der Roman nicht heranreicht, was aberauch nicht zu erwarten war). Als drittes Buch fasse ich "Nana" von Zola ins Auge.
Nicht empfehlenswert, überflüssig und sogar störend war aus meiner Sicht das letzte Kurzkapitel "Ein Huhn wird ermordet".
This entire review has been hidden because of spoilers.
Die Sprache hat mir sehr gut gefallen und mich von Anfang an, in den Bann gezogen. Die Geschichte selbst war phasenweise mitreißend ist dann aber gegen Ende abgeflacht und wurde etwas langatmig. Insgesamt hatte ich weitreichendere Enthüllungen der feinen Gesellschaft erwartet.
REZENSION – Den Prix Goncourt, der seit 1903 als ältester und bedeutendster Literaturpreis Frankreichs alljährlich im November von der Académie Goncourt für den besten französischsprachigen Roman des Jahres vergeben wird, kennt wohl fast jeder, der gern Bücher liest. Fragt man aber den Literaturfreund nach dem Leben der namensgebenden Schriftsteller-Brüder Edmond (1822-1896) und Jules Goncourt (1830-1870), spürt man oft Unwissen. Diese Wissenslücken lassen sich jedoch seit August mit der im Verlag Galiani veröffentlichten Romanbiografie „Doppelleben“ des Schweizer Schriftstellers Alain Claude Sulzer (69) auf wunderbare Weise schließen. Der Autor entführt uns mit seinem einfühlsamen Roman zunächst ins Jahr 1869 und lässt uns am Alltag der zwillingsgleich lebenden Brüder Edmond und Jules in ihrer Villa in Auteuil am westlichen Stadtrand von Paris teilhaben. Dort war das Brüderpaar erst ein Jahr zuvor eingezogen. Sie erhofften sich die Stille zum Arbeiten, die in ihrer früheren Stadtwohnung gegenüber der lärmenden Musikwerkstatt von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons, nicht gegeben war. Doch kaum eingezogen, brach beim acht Jahre jüngeren Jules die tödliche Syphilis aus, mit der er sich schon als Jüngling 20 Jahre zuvor infiziert hatte und die schließlich 1870 zum qualvollen Tod des erst 39-Jährigen führte. Sulzer schildert in einer Rahmenhandlung ähnlich nüchtern, fast brutal, wie es im gemeinsamen Tagebuch der Brüder nachzulesen ist, Jules' körperlichen und geistigen Verfall. Rückblicke mit Berichten aus dem bisherigem Leben beider Brüder zeigen bald ein Gesamtbild und lassen uns Edmond und Jules besser kennenlernen. Wir erfahren vom Tod der Mutter, von gesellschaftlichen Treffen mit ihrem Freund Gustave Flaubert und anderen Künstlerkollegen im Palais der Napoleon-Nichte Prinzessin Mathilde Bonaparte. In einer längeren Parallelhandlung erfahren wir vom traurigen Schicksal ihrer Haushälterin Rose. Vor allem diese Gegenüberstellung zweier Lebensläufe in Glanz und Elend – das Wohlstandsleben der Brüder Goncourt, die sich aufgrund ihres ererbten Grundbesitzes und Vermögens ganz der Schriftstellerei widmen können, und zeitgleich jenes armselige, bedauernswerte Schicksal ihrer Haushälterin Rose – bringen die Spannung und Dramatik in Sulzers Roman. Erst jetzt erkennt man die eigentliche Aussage des Romantitels: Mit „Doppelleben“ ist weniger das Leben der zwei Brüder Goncourt gemeint, die doch eher nur ein, nämlich gemeinsames Leben führten, sondern vielmehr das Leben des Brüderpaares zeitgleich zu jenem ganz anderen ihrer Haushälterin – zwei Leben in zwei Parallelwelten. Diese Gegensätzlichkeit des „Doppellebens“ macht Sulzers gleichnamigen Roman nicht nur für Freunde literarischer Klassiker, sondern auch allgemein für Liebhaber historischer Romane interessant und lesenswert: Obwohl die Brüder Goncourt als genaue Beobachter bekannt sind, denen angeblich keine Kleinigkeit entging, achteten sie doch nur auf ihre eigene Gesellschaftsschicht. Der beklagenswerte „Absturz“ ihrer Haushälterin, die das Brüderpaar schon seit deren Kinderjahren treu umsorgte, zuletzt aber zur Trinkerin und Diebin wird, fiel beiden nicht auf. Rose gehörte für sie zwar als Dienstperson zum Haus, doch der Mensch Rose war für beide uninteressant. Mit „Doppelleben“ ist dem bereits mehrfach ausgezeichneten Schweizer Autor wieder ein lesenswerter Roman gelungen, der dazu verleitet, sich nach der Lektüre mit den beiden Goncourts noch intensiver zu beschäftigen. Kritisch wäre allenfalls anzumerken, dass Jules' Krankheitsverlauf und körperlicher Verfall nicht in dieser Ausführlichkeit hätte beschrieben werden müssen.
Doppelleben by the Swiss author Alain Claude Sulzer is biographical account of the Goncourt brothers, Edmond and Jules. The are almost like twins, doing everything together: living together, writing together, sharing lovers. They live in Paris at the time of Napoleon III. To understand some of the events that are spoken of in the book. one would do well to know a little about French history. The brothers regularly meet people like Flaubert, Zola and other writers at the palace of the Kaiser's cousin. After each of the meetings, they discuss and critize those they have seen and about whom they write in their diary. Jules contracts syphillis at an early age, and thereafter his health begins to decline. The housemaid Rose leads a secret life of her own, hence the title Doppelleben (double life). Read in terms of modern life, hers is one of frustrating submissiveness. Her occasional lover Alexandre, with whom she has a child that he ignores and whom she has to put into the care of others (and who later dies!) takes advantage of her, uses her and then discards her whenever he chooses and continually asks her for money, which she has to borrow herself or steal from her employers. She is either too stupid or too blind to resist him. Jules dies a painful death, Edmond is shattered. The relationship between Edmond and Jules often seems almost incestuous, the relationship between Rose and Alexandre downright ridiculous. Despite the marvellous reviews this book has received, the close observation of the lives of the Goncourt brothers and the historical background, the certainly excellent writing, this was not a book I enjoyed, I rather had to drag myself through it.
This book is proof that even someone you know has excellent taste in books can like something that you don't enjoy at all. This was recommend by my friend and former colleague, but I honestly don't see why anyone would recommend this. The "women's novella" hidden in this novel and praised on the blurb is a tale of a woman's suffering, and it felt voyeuristic to read. The main characters were pretty despicable to me (although I'm not sure they are supposed to be) and I do not feel like this book is worth reading, at all. The two stars are only because it is competently written. But this is one of the, if not the worst book I have read all year.
J'adore cet auteur et la plupart de ses ouvrages et je ne peux nier les qualités de son écriture mais quel livre pénible à lire cela a été pour moi. Je n'aime pas laisser un roman en plan mais je me demande vraiment si je n'aurais dû laisser tomber celui-ci qui m'a bloqué pendant trois semaines.
The book about narcissistic brothers who would love to be with each other…..
I can’t find any good reason on why on earth do we another book about selfish men, who happed to be sooo misogynistic and cruel. And plus to this, why do we need book about pointless shaming on women and their awful suffering ,just because they are women who happened to be born in this century. The whole book felt voyeuristic to read.
There is nothing special in being adults with power and instead of trying to change the society, protect those who are in need, by speaking up, they decided to praise social norms and been openly vulgar about it. Blamed their problems on others, and instead of staying home with his illness, he’s decided to go on and spread it on many others, and there is so much more of their horrible actions and thoughts …. The history knows so many good people from the same century, who deserve their own book. And It’s not gonna be a book full of horrible actions, disgusting thoughts and egotistic childish behaviour, like this one. Let’s not praise awful people by giving them space in over world now
So I don’t see the point of wasting time and money on this book at all
Ua version of review:
Книга про двох братів, що залюбки б були один з одним, й які в житті були ще гіршими мезогоністами ,а часами полюбляли поколочувати дітей. На постійній основі зневажали нижчі за них класи людей, а свою особливість підкреслювали через сумнівні відмінності від «усіх інших з вищого класу», зазвичай це просто йти тупо наперекір, бо хочуть виділити своє егоїстичне его. Особливо відокремлюючи себе, як вищих істот, до прикладу цитата: «…слуху,тимпаче їхнього, значно чутливішого, ніж у пересічній людини», здавалося б дрібничка, проте вони до того зазначали, що ненавидять музику, а усі музиканти та любителі-дурнуваті люди, проте не дивлячись на це слух ,якимось чином,у братів особливий … На протязі усієї книги у власних проблемах звинувачували усіх, окрім себе. Жуль, молодший брат, знаючи про власний недуг, робить все, аби іншим його теж передати….:/ і звинувачує інших у його появі у власному житті, хоча його рішення і його підтримка системи привела його до цього стану здоровʼя. Підчас читання відчуваєш себе вуаеристом, який в додаток до всього спостерігає за автором, який смакує ,нідочого не потрібні, жіночі страждання.
Не знаю навіщо нам ще одна книга в цьому світі про відверто неприємних та жалюгідних постатей, які нічого гарного з собою не принесли, а у світлі літератури на той час, вони були визнанні ,здебільшого, через погляди, що поділяли такі ж люди, як вони, з того ж самого вищого прошарку. Хоча, як нам вже відомо на наш час, в цьому вищому прошарку, були й люди, що хотіли змін і бачили корінь проблем в суспільстві тієї пори, робили реальний опір і заявляли про це, стоячи на своєму, і у власному житті були гідними людьми - от про таких постатей я б зрадіють придбала б книгу за 550 грн :/
Alain Claude Sulzer ist ein Meisterwerk gelungen – das „Doppelleben“ der Brüder Goncourt ist so fabelhaft geschrieben, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte und noch lange in den Worten, Bildern und Leben der beiden ´gens de lettres‘ gefangen war.
Der eine ist ohne den anderen nicht vorstellbar: Jules, der Nervöse und Edmond, den nichts aus der Ruhe bringen konnte - „Brüder gewiss, vor allem aber Dichter!“, schreibt Sulzer und: „Es gab keine Unstimmigkeiten zwischen ihnen …. Es war, als hätten sie eine Seele, einen Verstand, eine Hand“. Aber nicht nur Wortkünstler waren sie, auch feinfühlige Beobachter, so konnten sie Anregungen für Romane gewinnen und natürlich wurden alle Begebenheiten im berühmten gemeinsamen Journal festgehalten. Alain Claude Sulzer legt einen Schwerpunkt auf die schlüssige Darstellung dieser symbiotischen Beziehung - die gemeinsame Arbeit, das gemeinsame Leben wird von ihm hervorragend herausgearbeitet.
Einen zweiten interessanten Schwerpunkt legt der Autor auf die ergreifende Lebensgeschichte der Dienerin Rose, eigentlich eine Nebenfigur im Leben der Brüder. Sulzer schreibt brillant, und ich erfahre viel über das Leben und Leiden der Unterschicht im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Doch so verfeinert die Lebensweise der Goncourts auch ist, so ziseliert sie die Worte setzen, so seismografisch sie auf jede Störung reagieren – den qualvollen Niedergang ihrer Bediensteten Rose bemerken sie nicht. Später jedoch werden sie ihr mit dem Roman „Germinie Lacerteux“ ein Denkmal setzen. Leider gibt es diesen Roman zur Zeit nicht zu kaufen, wie überhaupt die meisten Romane der Brüder Goncourt in Deutschland nicht mehr verlegt werden. Vielleicht ändert sich das durch Alain Claude Sulzers großen Erfolg. Für mich jedenfalls ist „Doppelleben“ das Buch des Jahres 2022. Die Lektüre ist anregend und beglückend. Es geht nicht besser.
Sagen wir mal so, ich habe durchgehalten. Insgesamt eine eher durchschnittliche Lektüre. Sulzer hat ein Buch über ein Buch geschrieben. Zwei Handlungsstränge, die sich schließlich verbinden. In dieser Form nicht neu. Muss es ja auch nicht sein. Aber leider zu einfach verwirklicht. Zur Sprache - dem Zeitrahmen der Handlung angepasst und doch nicht zu überladen. Ich denke, mir hätte das Buch in modernem Sprachstil trotzdem besser gefallen. Inhaltlich hat mich die Geschichte von Rose gefesselt, ihre Einsamkeit und Verzweiflung. Die Beschreibung der Entwicklung der Person ist irrsinnig gut gelungen. Wie auch die Darstellung des widersprüchlichen Verhältnisses zu den Brüdern. Einerseits stehen Welten zwischen Rose und den Brüdern, andererseits herrscht blindes Vertrauen. Zu blind jedenfalls auf einer Seite. Die detaillierte Geschichte über die Brüder, deren Lebensstil, die symbiotischen Beziehung und die Krankheit hätte gern kürzer sein können. Insgesamt ein nettes Buch aus historisch- gesellschaftlicher Sicht. Aber für mich keine Weiterempfehlung.
Es fällt mir gerade sehr schwer über das Buch zu urteilen. Vielleicht liegt es an der gerade zuvor von mir so geschätzten Lektüre des Masters von Ballantrae – da hat es jedes nachfolgende Buch nicht leicht, im direkten Vergleich. Auffallend ist jedenfalls, dass sich einige Kritiker, verhalten positiv dem Buch gegenüber geäußert haben obwohl es der Text, meiner unberufenen Meinung nach nicht hergibt. Sogar der von mir so geschätzte Michael Maar wird am Buchcover zitiert: „Ein Roman über Bruderliebe, Künstlertum, Tratsch und Tod, klug komponiert, detailprall, farbig, traurig, witzig; diskret darin verkapselt: eine große Frauennovelle – es ist Sulzers chef d’auvre.“ Und exakt all das ist das Buch für mich nicht. Kann ich mich so täuschen? Gerade Michael Maar legt sehr strenge Maßstäbe an seine Lektüre (siehe „Die Schlange im Wolfspelz) und dieser Roman erfüllt sie einfach nicht. Ich muss es bei Gelegenheit nochmals lesen vermutlich liegt es an mir.
Den historischen Roman “Doppelleben” mag man, oder mag man nicht. Bin froh, dieses Buch entdeckt zu haben. Die Geschichte und ihre Erzählweise sind bildlich, ausführlich und manchmal etwas langatmig, was die Satzlänge betrifft. Die Spannung war da, das Mitgefühl für die Charaktere entstand auch (Rose …) . Ich finde es ein gelungenes Buch. Die Betrachtungsweise und Erzählung von Sulzer über die zwei Brüder, mochte ich sehr. Ich fühlte mich, als wäre ich dabei und beobachte das Geschehen in ihrem Leben. Sehr zu empfehlen.
1. bis ich gescheckt hab das es eher eine Biografie ist hat’s ewig gedauert. Die beiden Brüder haben wirklich existiert und das Buch basiert auf deren Tagebüchern
2. LANGWEILIG. Alles was im Buch passiert steht im Klappentext. Nicht mehr und nicht weniger. Reicht wenn man den Klappentext liest, man verpasst nichts.
Ja war einfach nicht stark. Hab mir was anderes lebhafteres drunter vorgestellt.
I have mixed feelings about this book. I can’t say I liked it, but I didn’t hate it either. Some parts of the story were interesting, yet I struggled to see the overall point. Was it meant to be about the housemaid and female suffering? Or about artists and their lifestyle? I may not be a seasoned reader, but the book felt scattered to me—as if it tried to be about everything and, at the same time, about nothing in particular.
Es war mir zu unstrukturiert, hatte zu wenig Fluss und hat mich deshalb nie ganz gepackt. Vielleicht war es beabsichtigt, aber es ist nicht die Art Erzählung, die mir gefällt. Die Sprache war allerdings ganz wunderbar.
Biographischer Roman über die Gebrüder Goncourt und das davon völlig getrennt sich abspielende Leben der Magd Rose - ein Gesellschaftsbild ihrer Zeit. Ersetzt aber nicht eine "richtige" Biographie.
Der Titel passt hier gleich doppelt: Die beiden Brüder führen ein symbiotisches Doppelleben bis dass der Tod sie scheidet und deren Haushälterin führt ein Doppelleben mit versteckten Aktivitäten. Das ist alles ganz schön und unaufgeregt erzählt. Das Buch sollte für den Prix Goncourt nominiert werden...
Zeit- und Sittengemälde Frankreich im 2. Kaiserreich anhand einer farbenfrohen, facetten- und detailreichen Erzählung über die Brüder Goncourt, über Künstler und Bohemiens und gleichzeitig eine grossartige Frauennovelle - leider zu wenig Zug und Spannung, dass ich es zu Ende lesen mochte.