Takos Reise begann als einfacher Androide in einer Bibliothek in Schweden. Damals war er eine stumpfe Blechbüchse, die den Nullen und Einsen huldigte. "Guten Tag. Welchen Buchtitel suchen Sie denn genau?" Millionen Jahre später war die Welt um ihn herum eine völlig andere. "Bewusstsein ist Chaos...", murmelte er vor sich hin, griff nach einem leeren Blatt Papier und begann damit, seiner Geschichte einen Anfang und ein Ende zu geben.
„Anstrengend. Einfach nur anstrengend. Und belastend. Alles. Das Leben. Verstehst du? Der Sinn liegt im Unsinn. Schreiben ist langsames Lesen. Meine Storys, nur ein Nebenprodukt. Abfall. Eine Pfandflasche. Göttin bewahre, dass ich damit jemals viel Kohle verdienen werde.“
Miller über sich:
„Ich wurde geboren und schreibe. Ich bin kein Mann, ich bin ein Hund. Ich habe nichts studiert. Ich war einmal auf einer Literaturpreisverleihung und habe mich mega unwohl gefühlt. Lasst mich in Ruhe.“
Ich muss offen und ehrlich sagen, dass obwohl ich ohne Erwartungen in diese Geschichte reinbin, sie mal wieder übertroffen wurden. Einen Vergleich zu Freya und Mermaids und Vino kann ich (und möchte ich) nicht herstellen, da diese Bücher so verschieden zu Ayuk sind. Was dieses Buch keineswegs schlechter macht, im Gegenteil. Zu Beginn musste ich ein wenig mit dem Ansturm an Informationen (dennoch durchaus gut eingebaute und lehrreiche Zitate!) und der etwas anderen Schreibweise kämpfen, und zwischendurch – also ab dem Moment ab dem Tako ziemlich in der Scheisse gesteckt hat – musste ich das Buch sogar kurz weglegen, da die Geschichte und die Emotionen die es in mir ausgelöst hat, mir zu viel geworden ist. Dennoch habe ich beim Lesen eines Buches noch nie so viel gelacht, geschmunzelt, zufrieden gelächelt oder war kurz davor zu weinen. Ich glaube, es dauert noch einen Moment bis ich die Wucht der Worte vollkommen aufnehmen konnte und bereit bin mir (wie so oft) Gedanken über die Erzählung und ihren Sinn zu machen.
Der augenblickliche Impuls nach dem Beenden des Buches eine Rezension zu schreiben drückt noch mehr aus wie begeistert und gepackt ich von diesem Werk bin, da ich noch nie in meinem Leben eine Rezension geschrieben - geschweige denn veröffentlicht - habe.
Deshalb: Hut ab Merlin, du hast es mal wieder getan. <3
(P.S. ich freue mich unglaublich auf deine Lesung morgen, wir sehen uns in Baden!)