Ich habe mir das Buch ausgeliehen, um etwas mehr über meinen ökologischen Fußabdruck zu erfahren und welche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt dieser hat. Nun kann jeder selbst entscheiden, ob Jakob Thomä diese Fragen in seinem Buch beantwortet oder nicht. Ich bin jedoch der Meinung, dass er dies nicht tut.
Das erste Kapitel in dem Buch handelt von "Ökos und Erbsenzähler". Ein, wie ich finde, schlechter Einstieg in ein Buch, in dem es um die Auswirkungen des eigenen ökologischen Fußabdruckes geht. Von der Schreibweise und Lesbarkeit aber noch das Beste in dem gesamten Buch, denn danach wird es zäh.
Jakob Thomä entschloss sich, das Buch überwiegend in der Ich-Form zu schreiben ("so fragte ich mich","als ich es vielleicht erwartet hätte") was, wie ich finde, sehr einer Biographie ähnelt und eine gewisse Distanz zu einem nahezu emotionalen Thema schafft.
(Immerhin geht es um Todesopfer durch das Verhalten anderer während eines Klimawandels.)
Zudem hatte ich eigentlich ein konkretes Beispiel erwartet oder zumindest die Folgen des Verhaltens von Menschen, die in Deutschland leben, um dem Untertitel gerecht zu werden, aber auch hier: Fehlanzeige.
Was mir aber gefallen hat, waren die vielen Beispiele zu den einzelnen Fachbegriffen, aber auch hier wurden viele Ausschweife in andere Themenbereiche (z.B. Todesursachen von Menschen aus England) gemacht und nach dem dritten Beispiel zum Thema Attributsforschung wird es anstrengend zu lesen.
Letztendlich finde ich, sollte jeder selber entscheiden, ob Thomä dem Titel gerecht wird und auch sein Schreibstil ist für andere vielleicht besser zu lesen.