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Das Lachen der Pinguine - Caroline Mikkelsen, die erste Frau in der Antarktis

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In ihrem packenden Roman zeichnet Arabella Meran die facettenreiche Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen, die als erste Frau die Antarktis betrat.

Das Lebensbild einer gefühlvollen und weltoffenen Frau, die lange Zeit von der Geschichte vergessen war.

Frederikshavn 1931: Im Fischhandel ihrer Familie lernt die neugierige, lebenslustige Caroline den charmanten Kapitän Klarius Mikkelsen kennen. Von seiner Stimme und seinen blauen Augen fühlt sie sich in eine Welt der Entdeckungen in weiter Ferne getragen. Sie folgt ihm in den norwegischen Walfanghafen Sandefjord und setzt durch, dass sie ihn auf seiner nächsten Expedition begleiten darf. 1935 betritt Caroline Mikkelsen als erste Frau das ewige Eis der Antarktis. Doch dieser Meilenstein erregt kaum Aufsehen. Zurück in Sandefjord begnügt sich Caroline nicht damit, zu Hause auf ihren Mann zu warten, sondern baut ihre eigene Nähschule auf. Erst 60 Jahre später sucht die erfolgreiche, aber unglückliche Journalistin Jesse Brubaker nach der vergessenen Pionierin und will ihre Geschichte erzählen. Als sie die Südpolreisende endlich aufspürt, verändert die Begegnung Jesses eigene Zukunft.

Ein faszinierender Roman, der die wahre Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen mit der Suche einer modernen Frau nach Lebensglück verwebt.

495 pages, Paperback

First published February 14, 2023

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Arabella Meran

2 books1 follower

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2 (4%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Ms. Smartarse.
699 reviews372 followers
April 27, 2023
In the early 1930s Danish born Caroline Mikkelsen has just married a Norwegian sea captain, and is struggling to acclimate to life in a new country all on her own. When the chance comes to accompany her husband on one of his trips to Antarctica, she all but jumps at the opportunity.

In 1995 Australian journalist Jesse Brubaker dreams of writing a prize-winning article, and has her heart set on the story of the first woman to set foot on Antarctica. Unfortunately, all she has to go on is a name from 60 years before.

Caroline Mikkelsen and the crew of the Torshavn
Caroline Mikkelsen and the Torshavn crew in Antarctica

As a historical account of women's life in the 1930s and 40s this was a very gripping tale. From life as a fairly independent and worldly 25-year-old, to house wife in a foreign country, then a once-in-a-lifetime trip to Antarctica, and finally building a new life in the aftermath of captain Mikkelsen's death was one hell of a ride. As simplistic as it may seem on the surface, it truly inspired me, making me want to do similarly impressive (if unassuming) stuff.

In contrast, Jesse Brubaker's life was just a series of depressing monologues and near misses in her career. While I understand the author's intent in putting the two women's stories side by side, I think she set the journalist up for failure, even if the ending tries to soften the blow. Basically, this was a comparison between an extraordinary woman from 90 years ago, and an ordinary woman from 30 years ago.

Captain Mikkelsen and Caroline Mikkelsen surrounded by penguins
Captain Mikkelsen and Caroline surrounded by penguins

Caroline's story pretty much stands on its own, even without a comparison. I mean, this novel's target audience are presumably contemporary 30-40 year old career women, rather than centenarian grannies going all "at her age I had to walk barefoot around town".

If a comparison was a must, I would've gone for a similarly extraordinary woman, like say Diana Patterson, the first woman to be in charge of the Australian Antarctic station. Also the actual person who met the elderly Caroline Mikkelsen.

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Caroline Mikkelsen and Diana Patternson. Click for full image and article (in German).

Score: 3.7/5 stars

For all that I now know that many details of Caroline Mikkelsen's life in this novel are fictionalised, I still loved reading about them. Perhaps it was the novelty, or maybe the unusually pragmatic approach to romance with a sea captan. In any case, I found this a wonderfully inspirational story of a brilliant woman, way ahead of her time.

I would've ditched the modern-day parallel though, and shown the interview from an elderly Caroline's perspective.

ARC provided by Amazon Publishing Deutschland via NetGalley in exchange for an honest and fair review.

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2023 Reading Challenge: book 3 of 20 written in German.
Profile Image for Gitti.
1,169 reviews
April 7, 2023
Caroline Mikkelsen hat als erste Frau 1935 den Boden der Antarktis betreten. Dieses Ereignis ist allerdings mit der Zeit in Vergessenheit geraten, bis in den 1990er Jahren der Ort des Geschehens wiedergefunden wurde. Arabella Meran erzählt uns in Das Lachen der Pinguine die Geschichte von Caroline und von Jesse, einer jungen Frau, die in Australien auf diese Geschichte stößt und daraus eine Zeitungsgeschichte macht.

Carolines Geschichte beruht auf wahren Tatsachen. Die Autorin hat viele Unterlagen von der Familie bekommen und auch in diversen Archiven intensiv recherchiert. Wir erfahren viel aus dem Leben Carolines, besonders aus ihrer Zeit in der sie mit Klarius Mikkelsen verheiratet war. Hier wechselt die Autorin zwischen Abschnitten, die aus Briefen an Carolines Schwester Elin bestehen und einer auktorialen Erzählperspektive ab. Dazwischen gibt es immer wieder Kapitel, in denen Jesses Leben erzählt wird.

Ich muss sagen, den Erzählstrang um Jesse hätte ich jetzt nicht gebraucht, sie ging mir mit ihrer Art ein wenig auf den Keks. Einerseits hat sie sich gegen Widerstände einen Job in einer Redaktion für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft erstritten, anderseits kuscht sie immer wieder vor den Kollegen und Vorgesetzten und lässt sich herumschubsen, nicht nur von Kollegen, sondern auch von der Familie. Erst die Begegnung mit Caroline ändert hier etwas.

Die Geschichte rund um Caroline fand ich interessant, auch wenn sie nicht unbedingt eine Frau ist, die immer selbstbestimmt lebt. Sie passt sich immer wieder den Wünschen ihrer Männer an, schafft es aber dabei dennoch ein glückliches Leben zu führen und sich auch ihre Wünsche zu erfüllen. Da wir Sie auch noch im hohen Alter erleben dürfen, merkt man recht deutlich, dass sie wohl zufrieden mit ihrem Leben war.

Gut gefallen hat mir, wie Caroline das Thema Walfang betrachtet. Es gibt Szenen, in denen wird das Schlachten der Wale auf den Walfangflotten beschrieben, die wirklich heftig sind. Dabei ist es Caroline, die die Grausamkeit dabei in Frage stellt, aber eben auch erkennt, dass die Männer der Flotte darin eben nicht das Tier und die Auswirkungen auf die Natur sehen, sondern eben einen Job, der ihnen und ihren Familien den Lebensunterhalt sichert.

Alles in allem kann ich das Buch empfehlen. Ich habe es gerne gelesen und konnte dabei in die Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen abtauchen.
Profile Image for Literaturina.
197 reviews15 followers
discontinued
March 7, 2023
Der Teufel liegt im Detail - eine Abbruchrezension

Mit dem Abbruch von Büchern tu ich mich immer schwer, erst recht, wenn es sich dabei um ein Rezensionsexemplar handelt. In diesem Fall habe ich mich jedoch letztlich dafür entschieden, warum, möchte ich hier erläutern, denn ich habe einige Kritikpunkte und ansonsten scheint es auf Instagram bisher tatsächlich nur sehr positive Meinungen dazu zu geben.

@zuckerberlin hat mir dankenswerterweise ein liebevolles Paket zugeschickt, in dem neben tollen Goodies auch dieses Romandebüt von Arabella Meran enthalten war, auf das ich mich sehr gefreut habe: Wie schon auf dem Cover zu lesen geht es um die erste Frau in der Antarktis in der Geschichtsschreibung, Caroline Mikkelsen. Zuvor hatte ich noch nie von ihr gehört und war gespannt, in dieser Romanbiografie über sie und ihren unkonventionellen Lebensweg zu lesen. Doch nach 150 Seiten (30 %) legte ich das Buch zur Seite.

Bis dahin war noch immer nichts Großartiges geschehen: Caroline war noch nicht einmal mit Kapitän Mikkelsen verheiratet, geschweige denn auf dem Weg in die Antarktis oder gar dabei, im Anschluss ihre eigene Nähschule zu eröffnen, wie auf dem Klappentext und in der Einführung zum historischen Hintergrund zu lesen.
Für mich persönlich lag ein zu großer Fokus auf der Liebesgeschichte, anstatt auf der Expedition, auf deren Beschreibungen von Reiseerfahrungen ich mich vor allem gefreut hatte. Natürlich mag diesbezüglich noch einiges auf den verbleibenden 330 Seiten folgen, doch gibt es auch noch einen anderen Handlungsstrang, der 1995 spielt und ebenfalls Raum einnimmt.
Nun mag dies noch eine sehr subjektive Präferenz sein und an einer falschen Erwartungshaltung meinerseits liegen, doch war dies leider nicht mein einziges Problem mit der Lektüre.
Mein Hauptkritikpunkt ist, dass die Geschichte bzw. der Rahmen immer wieder auffallend unauthentisch ist.
So versteht unsere dänische Hauptprotagonistin fast nichts, wenn ihr Verlobter und ihre Schwiegermutter in spe norwegisch sprechen, obwohl die Sprachen eng miteinander verwandt sind und so viel gemeinsam haben, „dass sie fast als Dialekte angesehen werden können“ (https://ilerngut.de/post/konnen-sich-...).
Auch war es in den 1930er Jahren mit Sicherheit nicht üblich, jeden Tag zu baden, zudem das Wasser zu dieser Zeit noch auf dem Herd erhitzt wurde.
Am meisten habe ich das Gesicht jedoch verzogen, als die „zwei Reihen spitzer Zähne“ (S. 111) bei einem Blauwal-Skelett beschrieben wurden – einem Bartenwal.
Für manche Leser*innen mögen dies Nebensächlichkeiten sein, doch fragte ich mich beim Lesen unwillkürlich, wie gut der Rest dann recherchiert ist … Liest man die Einführung zum historischen Hintergrund sowie das Nachwort („Nachwort: Fakten und Fiktion“) wirken die grundlegenden Recherchen durchaus umfangreich - es wäre schön, wenn auch die Details der Rahmenhandlung diesbezüglich mithalten könnten. Gerade bei einer Romanbiografie ist mir persönlich eine gute Recherche extrem wichtig, wenn es auch logisch ist, dass Wissenslücken mit Fiktion gestopft werden, die dem Plot einer Geschichte dienlich sind.
Somit reichte der gute Schreibstil leider nicht aus, um mich bei der Stange zu halten.

Wenn euch das Buch per se jedoch anspricht, empfehle ich euch, auch die anderen Rezensionen zu lesen, um euch ein umfassenderes Bild zu machen.

Trotz allem noch einmal herzlichen Dank an @zuckerberlin für das Rezensionsexemplar und schöne Päckchen!

TW: Walfang, Misogynie
4 reviews
February 17, 2023
Glücklicher ohne Glanz und Gloria – warmherzige Geschichte mit Tiefgang

„Das Lachen der Pinguine“ erzählt die Geschichte zweier unterschiedlicher Frauen auf der Suche nach Lebensglück und verbindet sie auf berührende Weise miteinander. Das Ende überrascht mit einer Wendung und Botschaft, die noch immer in mir nachhallt.

Die junge Dänin Caroline (anfangs 25 Jahre alt) kommt aus einer kinderreichen Fischerfamilie und strebt nach Selbständigkeit. Als sie den charmanten Kapitän Klarius Mikkelsen kennenlernt, winkt der sichere Hafen der Ehe, in den ihre Eltern sie unbedingt lotsen wollen. Ich musste schmunzeln über das Werbeverhalten des Schwerenöters und Caroline hält auf ihre ruhige Art gut dagegen und prüft den Ehegatten-Anwärter auf seine Qualitäten. Die Beschreibung der Hochzeit mit all den dänischen Bräuchen fand ich farbenfroh und turbulent.

Das Eheleben wird realistisch geschildert, ohne romantische Verklärung, dafür aber mit Tiefgang und Facetten – die Beziehung wirkte sehr lebensecht auf mich. Ich konnte bestens mit Caroline mitfühlen, wie sie sich in der neuen Heimat erst mal einleben muss. In ihren Briefen an die Schwester Elin konnte ich Einblick in Carolines innersten Gedanken und Gefühle nehmen.

Die Schiffsreise im Winter 1934/35 habe ich als hoch unterhaltsam und abwechslungsreich erlebt. Das Leben an Bord der Thorshavn, wo Caroline die einzige Frau unter 30 Männern ist, wird sehr lebendig und authentisch geschildert mit Ritualen wie der Äquatortaufe. Im Südpolarmeer angekommen erlebe ich durch die Augen von Caroline den Walfang hautnah mit: blutig und erbarmungslos. Beim antarktischen Landgang ist Caroline voller Neugier und Achtung vor der Natur und die niedlichen Pinguine mit ihrem Lachen faszinieren sie (und mich als Leserin).

Aber die Antarktisexpedition (und ihr Rekord als erste Frau dort) ist nicht der Gipfel von Carolines Leben. Zurück in Sandefjord geht das Leben weiter und sie muss noch einige Höhen und Tiefen bewältigen und es gelingt ihr sogar, sich auch beruflich zu entfalten.

Im Wechsel zu den Kapiteln mit Caroline lerne ich die zweite (fiktive) Hauptfigur kennen: Jesse Brubaker, die ehrgeizige Journalistin in Sydney im Jahr 1995, die nach der Antarktis-Pionierin sucht, um einen Artikel über sie zu schreiben. Jesse wirkt zunächst recht taff auf mich, denn sie muss sich ständig gegenüber ihren männlichen Kollegen behaupten. In den privaten Szenen lerne ich jedoch eine Frau kennen, die Ängste und unerfüllte Sehnsüchte hat und im Innern viel weicher ist, als sie nach außen zeigt. Sie macht im Laufe der Geschichte eine große Wandlung durch, die mich zutiefst berührt hat und gegen Ende sind bei mir einige Tränen gekullert (z.B. die Szene am Strand mit dem Pferd ist wunderschön). Es wird auch nochmal unerwartet romantisch...

Ein toller Bonus sind die beigefügten historischen Fotos von Caroline. Auch die Karte mit der Seeroute hilft bestens bei der geografischen Orientierung. Im Anhang kann man sehr informativ nachlesen, wie gründlich die Autorin recherchiert und wie sie Fakten mit Fiktion verknüpft hat.

Insgesamt eine kurzweilige, humorvolle und emotional mitreißende Lektüre, bei der ich auch viel Neues erfahren habe. Große Leseempfehlung für diesen bewegenden Roman!
1 review
March 16, 2023
Keine Siegesfanfare, stattdessen trifft die Geschichte mit leisen Tönen ins Herz

Die Autorin Arabella Meran zeichnet die wahre Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen nach und setzt hierbei auf nuancierte Farben und leise Töne. Wir lernen die junge Caroline über 10 Jahre kennen. Hierbei wird ein facettenreiches Bild ihres Ehelebens gezeigt, ein Spannungsfeld zwischen Häuslichkeit und ihrem Wunsch nach beruflicher Entfaltung. Liebenswert ist sie auch in ihrer vertrauensvollen Beziehung zu ihrer Schwester Elin, der sie regelmäßig Briefe schreibt.

Spannend und eindrucksvoll ist natürlich ihre Weltreise im Winter 1934/35 auf der Thorshavn, die ihr Ehemann Klarius Mikkelsen als Kapitän angeführt hat. Das Leben auf dem Schiff wird sehr lebendig und authentisch geschildert. Der Landgang in Rio de Janeiro bietet viel Lokalkolorit. In den antarktischen Gewässern angekommen, wird der Walfang in seiner Grausamkeit schonungslos, aber dabei mit dem empathischen Blick von Caroline geschildert. Zum Glück ist diesem Abschlachten der herrlichen Meeressäuger heutzutage weitgehend ein Riegel vorgeschoben.

Der historische Landgang auf den Boden der Antarktis am 20. Februar 1935 ist interessant zu lesen (ja, es kommen auch niedliche Pinguin-Küken vor), aber kein Höhepunkt mit Fanfaren. Hier mag vielleicht so mancher Leser enttäuscht sein, der Heldengeschichten von Südpol-Eroberern wie vom Norweger Roald Amundsen und vom Engländer Robert Falcon Scott im Sinn hat (berühmter Wettlauf zum Südpol im Jahr 1911). Aber hier ist deutlich spürbar, dass die Autorin sich bewusst von dieser männlich geprägten Sichtweise angewendet hat und mit Caroline eine weibliche Sicht auf die unberührte Antarktis einnimmt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die zweite (fiktive) Hauptfigur der Jesse Brubaker, Journalistin im Jahr 1995 in Sydney, unterscheidet sich in ihrer selbstbewussten und ehrgeizigen Art sehr von der eher stillen und bescheidenen Caroline. Aber schnell blickt man hinter die Fassade der Erfolgsfrau und entdeckt eine verletzliche Seite. Jesse muss sich im Haifischbecken der Zeitungsredaktion ständig gegen die angeberischen männlichen Kollegen behaupten und privat läuft es auch nicht gerade rund. Ich habe mit Spannung verfolgt, wie Jesse sich im Laufe der Geschichte frei geschwommen hat, wobei sie sich dafür von ihren eigenen (kaputtmachenden) Glaubenssätzen befreien muss.
Die Begegnung zwischen Jesse und der 89-jährigen Caroline am Ende des Buches führt diese beiden Handlungsstränge und Schicksale zusammen und hat mich sehr bewegt. Im Ausklang hat mich eine wunderbare Pointe überrascht.

Man merkt, dass der Roman sehr gründlich recherchiert ist und auch die historischen Fotos (die die Autorin von Caroline Mikkelsens Sohn aus Norwegen erhalten hat) runden den Gesamteindruck stimmig ab. Eine Seekarte hilft außerdem bestens bei der geografischen Orientierung.

Ich kann diesen fein gestrickten Roman wärmstens weiterempfehlen.
3 reviews
February 10, 2023
Kurzmeinung: Klasse Unterhaltung zum Mitfühlen und Nachdenken: Lebensgeschichte wird mit Herz, Humor und überraschender Pointe erzählt

Die Romanbiografie „Das Lachen der Pinguine“ über die Dänin Caroline Mikkelsen hat meine Erwartungen übertroffen. Denn zusätzlich zur gründlich recherchierten und sehr unterhaltsam erzählten Lebensgeschichte hat mir der Roman am Ende ein wunderbares Aha-Erlebnis bereitet!

Was die Handlung angeht, wurde das eingelöst, was der Klappentext versprochen hat:
Auf der Zeitebene in den 1930ern lerne ich die lebensfrohe junge Caroline kennen, verfolge mit einem Schmunzeln wie sie sich in den weltmännischen Kapitän Klarius verliebt und begleite sie voller Faszination auf ihrer Expedition 1935 in die Antarktis.
Die Schiffsreise und der Walfang sind so lebendig beschrieben, dass ich gefühlt mitten drin war. Zusammen mit Caroline habe ich um die geschlachteten Wale geweint und über das Lachen der Adelie-Pinguine gestaunt.

Ich muss zugeben, dass ich an dieser Stelle im Roman (Mittelteil) verwundert war, weil Carolines Beitrag zur Expedition nicht so heldenhaft war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Sie war keine Forscherin, sondern „nur“ eine Besucherin am Südpol.
Ich dachte: „Na gut, Caroline hat zwar als erste Frau, von der wir wissen, den Fuß auf das ewige Eis der Antarktis gesetzt, aber war das eine Leistung? Verdient sie dafür einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde und eine eigene Romanbiografie? Warum ist Carolines Geschichte erzählenswert?“

Und genau da kommt der zweite Handlungsstrang (1990er in Sidney) ins Spiel. Darin geht es um die ehrgeizige Journalistin Jesse (fiktive Figur, mag ich, tolle Entwicklung), die einen Artikel über die vergessene „Antarktis-Pionierin“ schreiben will und versucht, Caroline aufzuspüren. Jesses Chefredakteur stellt genau meine Frage nach der Leistung von Caroline.
Ich fand die eingeschobenen Kapitel über die Journalistin erfrischend mit dem hohen Tempo und modernen Ton (ein reizvoller Kontrast zum besonderen Lebensgefühl in Carolines Welt der 1930er in Skandinavien). Erst als sich die Journalistin und die betagte Caroline am Ende des Romans begegnen, ist mir plötzlich aufgegangen, wie die Themen zusammenpassen! Und ich habe die Antwort auf meine Frage gefunden.
Hut ab, die Autorin hat die zwei Geschichten clever miteinander verbunden!

Auch sprachlich fand ich den Roman sehr ansprechend. Der Autorin ist es meisterlich gelungen, für die beiden Zeitebenen eine unterschiedliche Stimmung zu schaffen, was sich abwechslungsreich liest. Ich fand die thematische Parallelen (z. B. Ehe, Erfolg) zwischen den beiden Frauen spannend. Mir gefallen das Warmherzige und der leise Humor.

Fazit: Der Roman hat mich sehr berührt und mir etwas Wichtiges für mein eigenes Leben gesagt. Klare Leseempfehlung.
1,292 reviews2 followers
November 25, 2025
Bereits nachdem ich den Klappentext zu diesen Hörbuch gelesen habe, war ich total gespannt auf diese Geschichte rund um Caroline Mikkelsen. Die Geschichte um die erste Frau am Südpol war mir bisher noch nicht präsent und deshalb war das natürlich ein echter Pluspunkt für das Hörbuch. Ich wurde davon auch wirklich gut unterhalten und konnte mehr über das Leben dieser tollen Frau lernen.

Das Hörbuch führt nach Frederikshavn 1931: Im Fischhandel ihrer Familie lernt die neugierige, lebenslustige Caroline den charmanten Kapitän Klarius Mikkelsen kennen. Von seiner Stimme und seinen blauen Augen fühlt sie sich in eine Welt der Entdeckungen in weiter Ferne getragen. Sie folgt ihm in den norwegischen Walfanghafen Sandefjord und setzt durch, dass sie ihn auf seiner nächsten Expedition begleiten darf. 1935 betritt Caroline Mikkelsen als erste Frau das ewige Eis der Antarktis. Doch dieser Meilenstein erregt kaum Aufsehen. Zurück in Sandefjord begnügt sich Caroline nicht damit, zu Hause auf ihren Mann zu warten, sondern baut ihre eigene Nähschule auf. Erst 60 Jahre später sucht die erfolgreiche, aber unglückliche Journalistin Jesse Brubaker nach der vergessenen Pionierin und will ihre Geschichte erzählen. Als sie die Südpolreisende endlich aufspürt, verändert die Begegnung Jesses eigene Zukunft.

In die Geschichte habe ich gut hineingefunden. Der Schreibstil ist locker-leicht, schön bildlich und ich konnte mich deshalb sehr gut auf den Inhalt der Geschichte konzentrieren, so mag ich es! Eingebettet in die Story gibt es auch zahlreiche Infos über den Südpol und auch die geschichtlichen Vorkommnisse der Zeit beispielsweise wie es sich als Frau eines Kapitäns gelebt hat. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jesse in der Gegenwart und Caroline in der Vergangenheit. Beide Charaktere waren mir wirklich sympathisch und ich konnte mich mit deren Denken und Handeln sehr gut identifizieren. Caroline ist mir mit der Zeit auch richtig ans Herz gewachsen. Mir hat die Handlung rund um Carloline noch besser gefallen als die Gegenwart. Mit ihr musste ich richtig mitfiebern. Jesses Geschichte dagegen kam erst gegen Ende in Fahrt, davor plätscherte es etwas dahin. Zudem war mir das romantische Ende viel zu klischeehaft und unglaubwürdig, das hätte es für mir für die Geschichte auch gar nicht gebraucht.

Ich wurde gut von dem Hörbuch unterhalten und mich konnte der Südpol mit der atemberaubenden Landschaft und den schönen Pinguinen richtig faszinieren. Ausserdem war es spannend mehr über das Leben von Caroline Mikkelsen zu erfahren. Ich vergebe deshalb gute 4 von 5 Sternen. Die Sprecherin des Hörbuchs hat ganz fantastisch gelesen! Ihre Stimme war sehr angenehm und sie hat richtig lebendig und schön vorgelesen, es war ein Hörvernügen durch die Sprecherin.
636 reviews
February 6, 2023
Caroline, das 13. von 16 Kindern der Fischerfamilie Aaen in Frederikshavn/ Dänemark lernt 1931 den fast 20 Jahre älteren Kapitän des Walfangschiffes „Thorshavn“ Klarius Mikkelsen kennen und heiratet ihn 1932. Sie zieht zu ihm nach Sandefjord/Norwegen, wo er ein Haus gekauft hat. Er nimmt sie mit auf seine Expedition in die Antarktis und sie betritt als erste Frau den Boden des Südpols. Das Zusammentreffen mit den Pinguinen wird Caroline für immer im Gedächtnis bleiben. Als Klarius im Jahre 1941 an einer Lungenentzündung stirbt, macht Caroline eine Nähschule und einen Versandhandel auf. 3 Jahre später heiratet sie den Gärtner Johan Mandel, mit dem sie ein Blumengeschäft in Tonsberg betreibt.
Im Jahre 1995 begibt sich die australische Journalistin Jesse Brubaker auf die Spurensuche der verschollenen Frau.
Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal erleben wir die junge Caroline Mikkelsen und dürfen sie auf ihrer Expedition begleiten. Zwischendurch schwenkt die Autorin zu Jesse Brubaker ab, die es sich in den Kopf gesetzt hat, mehr über Caroline zu erfahren, sie eventuell auch zu finden und über sie zu schreiben.
Der Roman beruht auf tatsächlichen Ereignissen und wird von einer fiktiven Geschichte ummantelt. Doch leider kam die Handlung auf mich etwas oberflächlich herüber. So ist es mir nicht gelungen, mich in Caroline hineinversetzen zu können. Es fehlte mir bei der Umsetzung an Tiefgang, denn ich konnte nicht erkennen, welche Gefühle die Ehepartner miteinander verband. Da war für mein Empfinden die Beschreibung über das Abschlachten der Wale emotionaler.
Arabella Meran hat die Gegebenheiten zu Zeiten der Walfangflotten sehr gut recherchiert. Doch ich hätte mir gewünscht, mehr über die Beziehung und Empfindungen von Caroline und Klarius erfahren zu können, die sie miteinander verband.
Mein Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman über eine mehr als 60 Jahre vergessene Frau. 3 Sterne.
Profile Image for Sylvia B..
Author 4 books3 followers
February 6, 2023
Eine Abenteuerfahrt in die Antarktis
Der biografische Roman von Arabella Meran zum Leben von Caroline Mikkelsen, der ersten Frau in der Antarktis, ist ein gut recherchiertes Werk voller Abenteuerlust und Pinguinen. Es hat Spaß gemacht, der Protagonistin auf ihrem Lebensweg durch Dänemark und Norwegen zu folgen und Jesse durch den hektischen Redaktionsalltag im Sydney der 90er.

Doch es geht nicht nur um die Karrieren der Frauen, sondern auch um Liebe und vor allem ihre Ehen. Hier werden drei sehr verschiedene Bilder von Ehe gezeichnet, was ich sehr interessant fand.

Insgesamt habe ich den Roman gerne gelesen und bin um ein paar Meereserlebnisse und Walfangkenntnisse reicher.
Vier Sterne gibt es von mir, weil Carolines Geschichte viel in Briefen formuliert ist, was auf mich oft etwas distanziert gewirkt hat, ich wäre lieber dabei gewesen.

Aber trotzdem kann ich den Roman sehr empfehlen, ich werde ihn auf jeden Fall alleine wegen seinem besonderen Setting in guter Erinnerung behalten. Die Bilder von den echten Begebenheiten anschauen zu können, hat zusätzlich Spaß gemacht.

Ich habe den Roman als eBook im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde umsonst erhalten, vielen Dank für die Gelegenheit zum Mitlesen.
2,277 reviews13 followers
December 3, 2025
Zum Inhalt:
Im Fischhandel der Familie lernt Caroline den Kapitän Klarius kennen und folgt ihm schließlich nach Norwegen. Sie setzt irgendwann durch, dass sie ihn bei einer Expedition begleiten darf und wird so die erste Frau, die das ewige Eis der Antarktis betritt. Nach der Expedition begnügt sie sich nicht damit nur Hausfrau zu sein sondern eröffnet ihre eigene Nähschule. 60 Jahre später sucht die Journalistin Jesse nach der Pionierin und die Begegnung wird auch ihr Leben verändern.
Meine Meinung:
Das war so ein Buch, bei dem ich gar nicht so recht wusste, ob es mir gefallen wird. Schließlich hatte ich noch nie über die Protagonistin gehört. Am Ende muss ich aber sage, dass ich das Buch wirklich interessant fand, denn die Hauptprotagonistin war vielschichtig und ein interessanter Charakter, der gefühlt gar nicht so in die Zeit passte. Sie war nicht fehlerfrei und doch eben eine besondere Persönlichkeit, die ihren Weg finden musste. Durch die unterschiedlichen Erzählebenen ist das Buch nicht langweilig und bekommt mehr Tiefe. Ich hatte die Hörbuchversion, die ich gut gelesen fand.
Fazit:
Interessante Frau
Profile Image for Martina Weiss.
487 reviews5 followers
March 2, 2023

Dieses entzückende und hervorragend recherchierte Buch basiert auf einer wahren Begebenheit, über die nicht so viel berichtet wurde. Oder wer von Euch hat schon von Caroline Mikkelsen gehört, die immerhin als erste Frau im Jahre 1935 die Antarktis betreten hat?
Erst in den 90er Jahren erfährt sie Anerkennung, Gottseidank noch zu ihren Lebzeiten. Sie war keine Wissenschaftlerin, keine Forscherin, aber eine abenteuerlustige und starke Frau ihrer Zeit und @arabella_meran_autorin zeichnet ein liebevolles Porträt mit viel Respekt vor den wenigen Fakten, die über Caroline zu finden sind. Mir hat die Geschichte über diese einfache, aber durchaus bemerkenswerte Frauenfigur sehr gefallen, vor allem die Stimmung der Epoche und die Reise selbst.
Auf die Frauenfigur der Moderne, Jesse eine australische Journalistin auf der Suche nach Caroline, hätte ich allerdings verzichten können, leider fand ich keinen emotionalen Zugang zu ihr.
Insgesamt ein schönes, gut recherchiertes Buch, das ich allen LeserInnen von historischen Geschichten empfehlen kann.
2 reviews
March 17, 2023
Der Roman "Das Lachen der Pinguine" hat sich als Schatzkiste für mich entpuppt: mit einer gefühlvollen Botschaft, die mich mitten ins Herz getroffen hat!
Gleich der Prolog mit der Stimme der Antarktis war "wow"! Ich bin direkt super in die Handlung reingekommen. Die echte Geschichte der Dänin Caroline Mikkelsen fand ich fesselnd.
Und mit der zweiten Hauptfigur, der Journalistin Jesse, konnte ich mich als Frau von heute so gut identifizieren. Sie gibt sich im Job taff, ist aber doch so sensibel. Vieles aus Jesses stressigem Berufsalltag habe ich aus meiner Erfahrungswelt wiedererkannt. Immer dieser Erfolgsdruck und das Machtgerangel mit Platzhirschen! Und so wie es Jesse im Roman ging, so habe ich als Leserin aus der Begegnung mit der lebensweisen Caroline etwas so wichtiges gelernt: eine Weisheit des Herzens. Es ist so wohltuend, sich wertvoll und erfüllt zu fühlen, ohne etwas leisten zu müssen.
Danke an die Autorin Arabella Meran für diese wundervoll "leise" und dabei so kraftvolle Erzählung!
Fazit: Ein starkes Lese-Erlebnis für Herz und Verstand!
Profile Image for Bibabuch .
231 reviews1 follower
May 31, 2023
In zwei Zeitsträngen wird die teils wahre, teils fiktive Geschichte rund um Caroline und Jesse erzählt. Diese Mischung hat den historischen Roman sehr lebendig und interessant werden lassen. Bei der Geschichte von Caroline Mikkelsen hält sich die Autorin, anhand von Briefen, Lokbüchern und Zeitungsbericht, sehr nah an den Tatsachen.
Für mich hat sich die Antarktis und der Walfang beim Lesen immer mehr und mehr erschlossen. Und endlich kann ich mir merken, an welchem Pol die Pinguine leben😉
Profile Image for Sarah.
506 reviews5 followers
August 15, 2023
Ein Debütroman, der mir wirklich gut gefallen hat. Tolle Geschichte, die auf Fakten beruht, schön geschrieben, gerne mehr. Und verfilmen könnte man das auch gut.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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