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Die Zukunft der Demokratie

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Demokratie und Rechtsstaat sind bedroht: durch Autokraten wie Putin von außen, die fürchten, auch für sie könnte das Streben der Bevölkerung nach politischer Selbstbestimmung gefährlich werden; durch Autokraten im Inneren, die auf einer Welle populistischer Erregung ins Amt kommen und den Rechtsstaat aushöhlen; durch eine lethargische und politisch gleichgültige Bürgerschaft, die zwar seit längerem in einer Demokratie angelangt ist, sich nun aber an dieser langweilt und nicht mehr engagiert. Die Welle der Demokratisierung, die 1989 losgebrochen ist, ist verebbt. Inzwischen gibt es weltweit wieder mehr autokratische Regime als Demokratien. Wohin steuern wir, und können wir die Zukunft der Demokratie lenken? Erhellend wie präzise analysiert Herfried Münkler die Bedrohungen der Demokratie, um daraus Reformvorschläge und Lösungsstrategien für ihre Zukunft zu entwickeln.

201 pages, Hardcover

Published October 22, 2022

10 people are currently reading
132 people want to read

About the author

Herfried Münkler

73 books57 followers
Herfried Münkler is a German political scientist. He is a Professor of Political Theory at Humboldt University in Berlin. Münkler is a regular commentator on global affairs in the German-language media and author of numerous books on the history of political ideas (German: Ideengeschichte), on state-building and on the theory of war, such as "Machiavelli" (1982), "Gewalt und Ordnung" (1992), "The New Wars" (orig. 2002) and "Empires: The Logic of World Domination from Ancient Rome to the United States" (orig. 2005). In 2009 Münkler was awarded the Leipzig Book Fair Prize in the category "Non-fiction" for Die Deutschen und ihre Mythen (engl. "the Germans and their myths").

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Janne.
34 reviews
January 25, 2025
3.5 ⭐️ Ich kann das Buch weiterempfehlen auch wenn ich es teilweise sehr schwierig fand zu lesen, durch diverse fachspezifische Begriffe. Hätte es cool gefunden, wenn es ein bisschen vereinfachter erklärt worden wäre. Dennoch auf den Punkt und besonders Kapitel 3 + 4 haben mir gefallen. Am Ende wären noch konkrete Lösungsvorschläge für politisches Engagement nützlich gewesen
1 review
May 1, 2025
Ein gutes Buch, besonders für jenen, der in den letzten Jahren ab und zu die ein oder andere (politische) Lektüre in der Hand hielt. Der Satzbau ist manchmal unnötig erschwert und verkompliziert, was es weniger zu einer „entspannten“ Lektüre für den Feierabend, sondern eher einer streng informativen und anspruchsvollen Wissensquelle (die mehr als die durchschnittliche Konzentrationsfähigkeit benötigt) macht. Wenn es die simple Variante ist, die man sucht, sollte man sich in andere Richtungen umsehen.

Inhaltlich konnte der Autor die zentralen Punkte rund um die Gefährdung - und Bewahrung - der Demokratie, wie erwartet, ernüchternd aufzeigen. Die Relevanz der politisch engagierten Bürgerinnen und Bürger wird hierbei in den Vordergrund gestellt, was exakt die Bedeutung der Demokratie widerspiegelt.
Ganz nach dem populären Leitsatz: „Demokratie ist stark, wenn wir sie stark verteidigen!“.
Niemand, außer das Volk selbst, hat die Macht, einen demokratischen Staat zu bewahren. Wieso sind wir - als historisch extraordinär belastetes Land - uns dessen Verantwortung nicht bewusst? Ist es der Komfort, den uns die letzen Dekaden der Weltoffenheit, Toleranz, und Sicherheit gegeben hat? Ist es die (daraus resultierende) Ignoranz und Egozentrik, nach dem Motto „je mehr man hat, desto mehr will man haben“, die uns die Ungerechtigkeiten eines nicht-demokratischen Staates, nicht nur in Vergessenheit geraten, sondern sogar bewusst durch Ignoranz als „relativ irrelevant“ abschreiben lassen, um so uns selbst zu dienen und persönliche Profite zu maximieren?
Sind wir (mal wieder) so geblendet von Hass, dass wir unsere Menschlichkeit verlieren? Überrennt uns die Angst, unseren sozialen/finanziellen Status an marginalisiert und schlichtweg diskriminierte Gruppen zu verlieren?
Sind wir - als christlich geprägtes Land - nicht mehr bereit, einen Teil des Unseren an Benachteiligte abzugeben?

Wo führt uns diese Selbstbesessenheit und kontinuierliche Unzufriedenheit hin?
Was bleibt der menschlichen Existenz, wenn wir das Wohl der Menschen - aller Menschen - nicht mehr als höchstes Gut und mit vorrangiger Relevanz behandeln?

Das vorgestellte Phasenmodell stimmt in hohem Maße mit meiner eigenen Antizipation über den Wandel der Staatsformen überein: eine Rotation von Diktatur (all. Autoritäre Staatsformen), über demokratische Strukturen bis hin zur Anarchie und dann zirkulär wieder auf Anfang. In der Diktatur fühlen sich die Menschen unterdrückt und versuchen deshalb, dieses System abzuschaffen und zu liberalisieren. Die Demokratie dient hier lediglich als Übergangsform (weil wir den Bogen scheinbar immer überspannen und schlecht einschätzen können, auf welche Weise sich das Nachgehen nach unseren Bedürfnissen auf die Zukunft auswirken wird) auf dem Weg zum Gegensatz, der Anarchie, in der sich die Bevölkerung wieder nach klar strukturierter Führung sehnt. Wir müssen also das Mittel finden, indem sich die Menschen in der Demokratie verankern und beide Extremen gleichermaßen ablehnen. Wahrscheinlich ist dies möglich durch strukturelle Bekämpfung der Armut und Eliminierung sozialer Missstände hin zu einer gerechten Gesellschaft. Dies würde dem primären Grund des Veränderungsbedarfs, der kontinuierlichen Unzufriedenheit, entgegenwirken.

Lösungsversuche müssen stattfinden, das steht außer Frage. Sei es bei der inter-sozialen Begegnung verschiedener Gruppierungen, um Vorurteilen entgegenzuwirken, Empathie zu stärken und mit sozialer Diskriminierung aufzuräumen oder bei der politischen Aufklärung, um dividierenden Falschinformationen allen Wirkungsgrad zu entziehen.

Wie kann man also die Population wieder näher an das politische Geschehen des Landes heranziehen? Bildungsreform an deutschen Schulen? Nahbarkeit der Politikerinnen und Politiker, sowie Transparenz bei legislativen Vorgängen augmentieren? Die Importanz der Medienkompetenz, als möglicherweise zentrale geistige Fertigkeit des 21. Jahrhunderts, betonen?
Da die Gefährdung demokratischer Gesellschaftsstrukturen und der Zerfall globaler Demokratien durchweg multikausal ist, kann man schwer behaupten, dass es den einen eindeutigen Lösungsweg geben könne. So müsse eine Vielzahl an konkreten, konstruktiven Wegen ausgearbeitet werden, die die Schere zwischen politisch Links und Rechts, und somit die Gefahr des Abrutschens in den Faschismus und anderweitige autoritäre Staatsformen verhindert können.
233 reviews
January 2, 2023
guter essay, gute länge, gut zu lesen, auch wenn am ende leider wenig konkrete lösungsvorschläge genannt werden (demokratien brauchen wieder mehr politisches engagement der bürgerinnen und bürger – aber wie?) gibt es doch einige erkenntnisse, zum beispiel, dass demokratien bewusst prozesse verlangsamen oder allgemein, wie demokratien bewertet werden (defekte demokratien, fassadendemonkratien, wellen der demokratisierung, etc.)
Profile Image for Feli.
6 reviews
April 3, 2023
Ein gutes Buch welches wichtige Themen anspricht und Bezüge von der Vergangenheit in die Gegenwart bringt. Spannend wären noch konkretere Möglichkeiten, Engagement zu fördern. Vielleicht dann im nächsten Band :)
Profile Image for Calam.
73 reviews4 followers
April 15, 2025
Ab jetzt bin ich Mitglied im Münkler-Fanclub.
Profile Image for Katrin Shiverova.
4 reviews
November 24, 2025
wie üblich, sehr gute und besonders nuancierte problembeschreibung, wirft jedoch fragen im sinne der umsetzung auf. guter primer, um die jetzigen entsicklungen zu verstehen.
Profile Image for M. L. Gabriel.
14 reviews11 followers
November 1, 2025
Hat meine Erwartungen übertroffen. Die Präsentation der Reihe, das Format, Satz, Umschlaggestaltung...alles sah danach aus, als sei das hier eher leichte Kost, nützlich, um die Kernargumente noch mal zu rekapitulieren, darüber hinaus aber nicht gewinnbringend; falsch. Münkler beherrscht es, auch auf kleinem Raum überzeugend und dicht zu argumentieren. Endnoten sind vorbildlich eingesetzt und die Liste referenzierter Literatur verdeutlicht, dass sich dem Thema mit großer Sorgfalt genähert worden ist.
Sehr zu empfehlen!
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