September 2017: Während Harrys Sohn Albus Potter sein erstes Schuljahr in Hogwarts beginnt, verfolgt seine Tante Hermine als Zaubereiministerin das ehrgeizige Reformprojekt, die Magierwelt und die nichtmagische Welt füreinander zu öffnen. Die kleine Schar ihrer Gegner besteht aus einer Gruppe Slytherin-Schüler, mit denen Albus sich anfreundet. Als die Ministerin ihre Ziele immer fanatischer und skrupelloser verfolgt, kommen Freund und Feind zu dem Schluss, dass sie durch den Fluch eines unbekannten Schwarzen Magiers manipuliert wird. Während das scheinbar unmögliche Bündnis aus Hermines engsten Freunden und erbittertsten Gegnern Jagd auf den unbekannten Schwarzmagier macht, sind sie selbst im Fadenkreuz des Ministeriums…
Ah, Schulerinnerungen. Die Narbe ziept wieder. Hogwarts aus Sicht der Slytherins ist sehr spannend und fesselt trotz der anständigen Länge bis zum Schluss. Eine Hörbuchversion gibt es ebenfalls. Ein paar Kritikpunkte könnte man haben: Die Charaktere wirken zuweilen etwas zu reif für ihr Alter, nicht bloß nach dem Konsum des Alterungstranks. Politik spielt bei Rowling auch eine Rolle, aber vergleichsweise unterschwellig. Bei den Unbestechlichen wird die politische Ausrichtung zum Teil umgekehrt und rückt stark in den Vordergrund, sodass es sich kaum vermeiden lässt, das Buch als direkte Allegorie auf reale Politik zu lesen. Tolkiens bevorzugte Anwendbarkeit greift da nicht mehr. Die Epub-Version vom Blog des Autors enthält einen doppelten Textblock (Kapitel "Walden Macnair"), da könnte man noch mal drüberschauen. Ansonsten gäbe es nur noch ein paar Kleinigkeiten zu revidieren: "hat mit gestern erzählt" (mir) "„Es war die Idee deines Sohnes“, meinte Ares, da Albus keine Anstalten machte, es selbst zu erwähnen."" (Er hat es quasi direkt davor erwähnt.) "Nachdem Alle ihrem Jüngsten gratuliert hatte" (hatten) "Die Inselküste war mit einer etwa vier Mauer hohen Mauer befestigt." (Meter) "Wenn es keinen Sinn gehabt hätte, säßest nicht hier" (du)