"Spiel ab!" von Frank Goosen ist ein durch und durch unterhaltsamer Roman für alle, die sich für Fußball interessieren. Ich habe im Jahr 2000 "Liegen lernen" gelesen. Für mich war Goosen damals so etwas wie der deutsche Nick Hornby. Ein Autor intelligenter Unterhaltungsromane mit starken Bezügen zur Popkultur. In dem tollen Geschichtenband "Raketenmänner" von 2014 hat er dieses erneut unter Beweis gestellt.
In "Spiel ab!" geht es wie schon in zwei vorherigen Romanen um die drei Freunde Fränge, Förster und Brocki. Die drei sind mittlerweile in ihren Fünfzigern. Brocki ist Lehrer, Förster ist Schriftsteller und Fränge ist Besitzer eines Lokals. In "Spiel ab!" wird Fränge Trainer einer Jugendfußballmannschaft, in der auch sein Sohn spielt. Förster wird unfreiwillig sein Co-Trainer. Försters Leben ließ sich bis dahin so beschreiben: "Nichtstun, die Welt beobachten, Kaffee trinken, lesen". Jetzt kommt der Fußball, von dem er keine Ahnung hat, dazu.
Es ist eine einfache Geschichte. Es kommt ein bisschen Politik ins Spiel. "Es ist ein bunter Haufen. Klein, groß, dick, dünn. Alle möglichen Hintergründe. Sizilianische Wurzeln, türkische, libanesische, albanische, biodeutsche. So eine Fußballmannschaft ist die reinste UNO." Dazu mischt sich noch ein bisschen Vater-Sohn-Konflikt. Im Zentrum stehen aber die drei Freunde und die Jugendfußballmannschaft.
Das Buch ist von einer großen Empathie des Autors zu seine Figuren geprägt. Der Spaß steht jederzeit im Vordergrund und das hat sich auch auf mich beim Lesen übertragen.
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