LAURA DAHLMEIER – das ist die erfolgreiche Biathletin und Olympiasiegerin, die sich mit nur 25 Jahren aus dem Leistungssport zurückzog. Eine strahlende Siegerin im Licht der Sportberichterstattung. Doch Biathlon war immer nur ein Teil ihres Lebens. Lauras große Leidenschaft gehört den Bergen. Aufgewachsen in Garmisch-Partenkirchen wurde sie von ihren Eltern früh an diese herangeführt. Beim Klettern und auf Skiern blieb sie dem Bergsport auch während ihrer Karriere im Biathlon treu und ging dafür ihren ganz eigenen Weg. In ihrem Buch berichtet sie von anspruchsvollen Touren in den Alpen und großen Abenteuern in fernen Bergen. Spricht offen über die Gefahren, die der Alpinismus mit sich bringt, erzählt davon, wie ihr die Natur Kraft gibt, und erläutert die Gründe für ihren Rückzug vom Profisport. Laura liebt die Freiheit, die sich im Gebirge besonders gut ausleben lässt – und motiviert auch uns, unsere Träume zu verwirklichen.
Ich bin etwas enttäuscht gewesen, da ich mir mehr erwartet habe, über ihre Zeit als Biathletin zu erfahren. Im Vordergrund des Buches steht der Klettersport. Viele Passagen und die Berichte über ihre Touren haben sich dann wiederholt. Also mehr was für Kletterer!
Das ist ein schönes und interessantes Buch, welches einem den Menschen Lsura Dahlmeier ein wenig näher bringt. Gleichzeitig zeigt es die Getriebenheit einer passionierten Bergsteigerin, deren Ende unbegreiflich traurig bleibt, aber auch Indizien zeigt, warum ein so schillerndes aussergewöhnliches Leben einer tollen jungen Frau ggfs. auf diese tragische Weise enden könnte. RIP Laura
Laura Dahlmeier war eine Ausnahmeatlethin. Auch wenn sie sich schon mit 25 vom Biathlon zurückzog, konnte sie auf eine der erfolgreichsten Karrieren in dieser Disziplin zurückschauen. Aber der Leistungssport war immer nur ein Teil ihres Lebens. Während ihrer aktiven Zeit war es sicherlich der, der ihre meiste Hingabe forderte. Aber daneben gab es immer noch die Berge und denen galt ihre wahre Leidenschaft. Ob Wochen alleine in einer Berghütte, Bergwanderungen oder Klettern mit Freunden: auch die Berge waren ein großer Teil ihres Lebens.
Die Liebe zum Berg ging noch weiter: Laura machte auch die Ausbildung zur Ski- und Bergführerin, um auch anderen ihre Leidenschaft nahe zu bringen. Daneben machte sie auch immer wieder Expeditionen: sei es mit den Huberbuam am Montblanc oder allein in Nepal: auch als Bergsteigerin machte sie sich bald einen Namen. Im Juli 2025 stürzte sie bei einer Expedition im Karakorum am Laila Peak ab und verletzte sich tödlich.
Den Teil ihrer Biografie, der sich mit der Karriere der Biathletin beschäftigt, fand ich nicht besonders. Er hat sich nur wenig von den Biografien anderer begabter Sportler unterschieden. Aber wenn Laura Dahlmeier über die Berge redete, konnte spüren, für was sie wirklich brennt. Dieses Leben war das, was sie führen wollte. Abseits von dem Rummel und dem durchgetakteten Leben der Leistungssportlerin. Das neue Leben war nicht weniger anspruchsvoll, aber eben auf eine andere Art.
Im Buch kommen auch die Eltern Dahlmeiers zu Wort. In einem gemeinsamen Interview erzählt die Familie wie es war, die Tochter auf die auf die Wettkämpfe zu begleiten und wie sich das Leben jetzt geändert hat. Der liebevolle Umgang miteinander hat mir gefallen, hat aber auch den Gedanken daran, dass die junge Frau, die dort erzählt, nicht mehr da ist, schwer gemacht. In ihrem Buch wirkt sie sympathisch und sehr geerdet und ich habe ihre Geschichte gerne gelesen.
Ein gutes Buch, mit tollen Einblicken in das Berg- und Kletterleben von Laura Dahlmeier. Sie beleuchtet hier ihr Leben nach dem Leistungssport und den damit verbundenen Einschränkungen und ihren Freiheitsdrang. Es sind sehr tolle, beeindruckenden und respekteinfößende Einblicke die Laura in die Bergwelt und ihre Aktivitäten am Berg gibt.
Leider war das Buch sprachlich manchmal etwas zäh (viele Wortwiederholungen) und auch die speziellen Begriffe (als nicht Kletterer) manchmal nicht ganz klar.
Alles in allem ein gutes Buch, vor allem für Fans von Laura.
Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Nach ihrem Tod ist diese Biografie ein hilfreiches Mittel gewesen, um mehr Einblick in Lauras vielfältiges Leben zu bekommen, das leider viel zu früh enden musste.
Für Nicht-Kletterer ist dieses Buch teils sehr spezifisch, doch insgesamt sind es sehr persönliche Gedanken Laura Dahlmeiers zu ihrer Philosophie und Herangehensweise ans Leben. Erfrischend offen und geradeheraus.