Jürgen Kocka ist nicht nur einer der führenden Historiker der Bundesrepublik - er hat sich als "public historian" immer wieder in öffentliche Debatten eingeschaltet. - Jürgen Kocka, einer der prominentesten und profiliertesten Historiker der Bundesrepublik, hat sich als Wissenschaftler immer auch in öffentliche Debatten eingeschaltet. In zahlreichen Reden, Interviews und Zeitungsartikeln hat er zu Fragen der "Geschichtspolitik" und des Umgangs mit der deutschen Vergangenheit, zu den Perspektiven der Zivilgesellschaft und zu Problemen der Wissenschaftsorganisation Stellung bezogen und seine Positionen einem breiten Publikum vermittelt. Ob es um den "Historikerstreit", um die Gründung des Deutschen Historischen Museums oder um die deutsche Vereinigung ging - stets wurde Geschichte aus Anlass aktueller Probleme im Interesse der Zukunft erklärt und genutzt. Aus Anlass seines 60. Geburtstages hält dieser Band Jürgen Kockas Interventionen in wichtige historisch-politische Debatten der Bundesrepublik, sein Wirken als "public historian" fest. Die Auswahl seiner Beiträge für die Tages- und Wochenpresse zeigt, dass hier ein Historiker den aufklärerischen Anspruch der Geschichtswissenschaft ernst nimmt und in öffentlichen Stellungnahmen umsetzt. - Der Autor: Dr. Dr. h.c. Jürgen Kocka, geboren 1941, ist Professor für die Geschichte der Industriellen Welt und Direktor des Zentrums für Vergleichende Geschichte Europas an der Freien Universität Berlin; bis Dezember 2000 war er Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin; seit dem 1. Januar 2001 ist er Präsident des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung; seit August 2000 Präsident des Internationalen Historiker-Verbandes (Comité International des Sciences Historiques).