Die unglaubliche, aber wahre Geschichte eines Aufstiegs und Falls – und einer schwierigen Wiederauferstehung
Samuel Meffire wuchs als Afrodeutscher in der DDR auf und wurde allen Widrigkeiten zum Trotz der erste Schwarze Polizist Ostdeutschlands. In seinem Buch gewährt er einen intimen Einblick in seine Gefühlswelt, schonungslos offen, unterhaltsam und witzig. Er berichtet packend von seiner Tour de Force über mehrere Kontinente und erzählt im Rückblick auf sein bisheriges Leben zugleich einen oft übersehenen Teil deutsch-deutscher Geschichte.
Bei diesem Buch handelt es sich um die spannende Lebensgeschichte von Samuel Meffire, einem Sachsen, geboren in der ehemaligen DDR. In diesem Buch geht es unter anderen um seine frühere Kindheit, die Erlebnisse eines Heranwachsenden und das Leben innerhalb der DDR sowie kurze Zeit nach dem Fall der Mauer. Es erzählt von den Träumen, die Samuel während dieser Zeit hatte, welcher Antrieb ihn am Leben gehalten hat. Doch nicht alle Erlebnisse waren Positiv geprägt… Und manche Entscheidungen hatten nicht immer den gewünschten Ausgang.
Mir persönlich hat die Biographie sehr gut gefallen. Denn es enthält nicht nur Beschreibungen über die wichtigsten Schlüsselerlebnisse in seinem Leben, sondern auch Einblicke um die Welt herum. Was genau dort passierte, welche Auswirkungen das hatte und wie er sich dabei fühlte. Manches davon scheint unglaublich und nur schwer begreiflich. Bei der einen oder anderen Entscheidung, die ihn im Nachgang dann so beeinflusst haben, sind die äußeren Einflüsse ebenso wichtig.
Das Buch hat einen guten und flüssigen Schreibstil. Man merkt beim Lesen, dass Samuel etwas Abstand zu den Erlebnissen hatte, manches davon heute in einem ganz anderen Licht betrachtet und selbst mit sich hart ins Gericht geht.
Ich gebe hier eine ganz klare Leseempfehlung für dieses Buch.
Der 1. Teil des Buches war sehr interessant. Das Aufwachsen eines Mischlingkindes in der DDR, politisch aufgrund des ,toleranten‘ Sozialismus geduldet, aber in Wirklichkeit nur scheinbar akzeptiert.
Den 2. Teil des Buches habe ich als öde empfunden. Der Protagonist gerät ohne Zwang auf die schiefe Bahn, lässt sein uneheliches Kind in Stich und scheitert, wo es nur geht. Alles wird in einer betont abgezockten Sprache erzählt. Irgendwie kriegt S.M. zum Schluss die Kurve, wird zum liebevollen Vater und Ehemann. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…..
Für mich ein sehr zu empfehlendes Werk. Es gibt sehr aufschlussreiche und ergreifende Einblicke in die turbulente Zeit der Wende und dem Zusammenbruch der DDR sowie in eine verletzte und geschundene Seele. Schonungslos und offen erfährt der Leser von den negativen Folgen der Wende für eine ganze Generation und wie wenig davon eigentlich je bekannt geworden ist. Und es ist teilweise fast unerträglich wie sehr der Protagonist immer wieder leidet und kämpft bis er irgendwann zu sich gefunden hat. Wirklich sehr beeindruckend. Allerdings glaube ich, kann das Erzählte nur wirklich von einem Leser in Gänze nachvollzogen werden, der die DDR und Wendezeit selbst miterlebt hat. Für alle anderen ist es auf jeden Fall sehr aufschlussreich.
Haut mich nicht um! Nach der Leseprobe war ich sehr fasziniert. Ein Mann erzählt seinen beiden Töchtern alles über seine Kindheit und Vergangenheit. Liebevoll und mit voller Kraft soll die Geschichte, die ihm selbst sehr viele Schmerzen bringt aus seinen Erinnerungen steigen und die schlimme Vergangenheit zum Teil bewältigen. Der Vater zum studieren aus Kamerun in die DDR gekommen um zu lernen und mit viel Idealen seinem Volk später einmal helfen zu können. Doch wie das Leben spielt, er verliebt sich, macht 2 Kinder und bevor es zur Rückreise nach Kamerun kommt, nimmt die Tragik seinen Lauf....
Die Biographie erscheint mir sehr ehrlich und gibt am Anfang einen wundervollen Einblick in die Geschichte von Außenseitern in der DDR, vor dem Mauerfall. Anscheinend gab es bis zum Mauerfall weniger Probleme mit schwarz und weiß, da alle die internationale zusammen gesungen haben und keiner wirklich den Ehrgeiz aufbringen musste, sich selbst zu versorgen. Da fängt mein Problem schon an... Immer Ärger mit der Mutter, der Bruder wird schnell in den Westen ausgewiesen, da er außer Kriminalität nichts kennt. Sam wiederum fängt alles an und bringt absolut nichts zu Ende und entspricht absolut dem Klischee, das man sich über Ihn bildet.
Nichts von der ganzen Geschichte überrascht mich wirklich. Er wird Polizist, weil wirklich sonst aber auch gar nichts geklappt hat und jeder genommen wurde. Es fehlt mir auch hier wirklich der Wille, irgend etwas im Leben richtig oder gut zu machen. Ein Kind zeugen und abhauen. Herzlichen Glückwunsch. Je weiter ich lese umso mehr , würde ich diesen Typ gerne selbst loswerden.
Nach dem Fall bricht der Hass auf fremdländisches aus und wieder rettet man sich später zur Polizei, nachdem ein Türsteher oder Obdachloser nicht weiter führt. Und wieder macht er nichts richtig... Legt sich mit einer Szenegröße an und muss fliehen... Was der Staat an Aufwand betrieben hat um sich über diesen absoluten Looser zu kümmern, der auch wirklich immer Glück hat und Menschen trifft, die ihm helfen.
Bezeichnend ist Beispielsweise, dass er am ersten Tag aus dem Knast kommt, sich von irgendeinem Bekannten ein Auto leiht und das gleich verschrammt. Nur ein Beispiel aber genauso ist sein Leben, das absolut uninteressant ist und ohne Ziel und Ehrgeiz aber mit vielen hausgemachten Problemen , die alle in seiner Jugend liegen ? Mit 26 immer noch das gleiche Kind ?
Der Roman ist gut geschrieben und lässt sich schnell lesen, woran aber sicher nicht der Hauptdarsteller verantwortlich zu machen ist, da bei soviel Unsinn im Hirn, normal nicht so ein Roman zustande gekommen wäre. Das hier ist reine Geschmackssache und für die einen eine reizvolle Geschichte über einen Mann der viel Pech hat, oder für mich eine Geschichte, die von einem Versager handelt, der nichts gebacken bekommt. Die Ansichten können so oder so ausgelegt werden und treffen damit jeden Geschmack.
Nein, ich kann diesem Mensch nichts abgewinnen und stünde nicht eine starke Frau an seiner Seite, wäre da auch heute nichts zu holen!
Für mich 2 Sterne und die Frage, wieso jemand eine eigene Serie im Fernsehen bekommen hat, aber da sind sich die Gutmenschen sicher alle einig. Für mich , der betonen muss, nicht der geringste Rassist zu sein, ein typisches Stück Geschichte, das so unnötig zu erzählen ist.
„Ich, ein Sachse: Mein deutsch-deutsches Leben“ ist die Biografie des afrodeutschen Samuel Meffire, der in der DDR aufgewachsen ist.
Samuel Meffire berichtet von seinem Leben und beginnt in der Gegenwart. Er nimmt seine Leser mit, mitten in sein Familienleben, erzählt von seiner Tochter Una, deren unbequeme Entdeckungen über die Vergangenheit und seine Familie, die zu Fragen ihrerseits führen. Fragen, die er dann für seine Leser beantwortet. Dabei beginnt er mit seinem Vater in Kamerun, dessen Traum dort herauszukommen und für den Europa unendlich weit weg zu sein scheint. Aber er schafft es tatsächlich einen Studienplatz in Sachsen zu bekommen. Dort lernt er Samuels Mutter Christine kennen, die schwanger wird und sich auf das Kind freut. Aber schon da schlägt ihr erster Rassenhass entgegen.
Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen. Samuel gibt einen intensiven Einblick in sein Leben. Er teilt private Momente und nimmt kein Blatt vor den Mund. Vieles erschien mir unglaublich und ich war schwer erschüttert. Wie können Menschen nur so sein ? Voreingenommen und respektlos, es wird mehr als deutlich, dass Rassismus bei uns noch immer gelebt wird und Samuels Leben dadurch alles andere als leicht war.
Die Zeilen lesen sich locker, aber es ist zu spüren, dass dabei Erinnerungen hoch kommen, die nur schwer auszuhalten sind und die selbst beim Lesen fassungslos machen. Trotzdem schafft es der Autor seine Leser zwischendurch zum Schmunzeln zu bringen.
Durch Fotos seiner Familie rundet Samuel seine Biografie gelungen ab. Ich kann das Buch sowohl Lesern, die an Biografien, als auch denen, die an gesellschaftspolitischen Problemen / Ereignissen interessiert sind, empfehlen.
Samuel Meffires Leben ist geprägt von Verletzungen, Ängsten und Geldsorgen. Dass er immer noch am Leben ist, grenzt an ein Wunder. Vater zu sein für seine Töchter wirkt nach den Erzählung seines rasanten und gefährlichen Lebens wie ein Angekommen-Sein im guten Dasein. Er, der erste schwarze Polizist Ostdeutschlands, erlebt den Zerbruch seiner Familie, den Zerbruch der DDR, den Zerbruch mehrerer Beziehungen und den Zerbruch des eigenen Verstandes. Dabei zeigen sich erstaunliche Begebenheiten der DDR-Geschichte, den kapitalistischen Enttäuschungen nach der Wiedervereinigung und eine erschreckende Dresdner Unterwelt des Verbrechens. Cover, Titel, Klappentext - alles verweist auf Spannung und einige überraschende Wendungen. Und die gibt es zuhauf - beim Lesen ist man überzeugt, es handle sich um ein gescriptetes Drehbuch, doch ist es ein wahres Erleben. Alles in allem liest sich diese Autobiographie zügig und spannungsgeladen. Jedoch gibt es einen Wermutstropfen und das ist die ausufernde Sprache. Meffire selbst sieht sich als Schreibender, immer wieder werden auch gedichtete Verse von ihm eingebunden. Das überzeugt, ist authentisch. Die überladene und langgezogene Sprache zum Beschreiben von inneren Gemütszuständen oder Situationen hingegen ist anstrengend. Metapher reiht sich an Allegorie reiht sich an Vergleich reiht sich an Metapher ... es wiederholt sich in der Art und Weise und verwirrt. Lässt einen gern ganze Absätze überlesen, weil man zum Punkt kommen möchte, zum eigentlichen Geschehen. Das ist bedauerlich, denn inhaltlich hält die Erzählung auf Trab. Aus diesem Grund ist eine solche Autobiographie dennoch empfehlenswert, da sie vor allem den Horror des deutschen Rassismus aufzeigt, schonungslos - und das sollte jeder wissen, Sachse oder nicht.
Das Buch habe ich in meiner Morgenpost in Berlin entdeckt und beschlossen, dass ich es gerne lesen möchte und es mir dann bestellt.
Ich wurde nicht enttäuscht.
Als in Süddeutschland als "Schwoob" aufgewachsener bin ich seit '92 Wahlberliner und nach 3 Umzügen innerhalb Berlins jetzt zum dritten Mal wieder im Ostteil Berlins, nun in Rosenthal wohnend, finde ich das an sich schon von Thema her spannend und dann biographisches Material, ist auch immer spannend, wa?!
Diese Buch fand ich sehr packend und unglaublich geschichtsträchtig. Jedenfalls belebender als viele frühere Schulstunden im Geschichtsunterricht ...
Tolles Buch, krasse Geschichte - sehr offenherzig - tiefblickenlassend und daher bekommt es meine absolute Lese-Empfehlung!
Jochen Nuding Autor & Selfpublisher Kreativer Bücher und Mehr [ Jochens Freelancer Wellen / Kreativ Studio Nuding ]
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Selten hat mich ein Buch sprachlos hinterlassen. Wütend, traurig, fassungslos, kopfschüttelnd. Dieses Buch scheint mir 1 zu 1 geschrieben als hätte ich Meffire vor mir. Ein bisschen Ghettoslang, hart, verzweifelt, krass. Manchmal musste ich Passagen erneute lesen weil ich es nicht verstanden habe. Aber es erscheint mir sehr, sehr authentisch. Wenn ich von seiner Kindheit lese, und wie er seine Mutter als den Feind, das Böse bezeichnet, ich könnte heulen.. und so geht sein Leben und das erlebte auch weiter.
Zwischendurch gibt es immer Kapitel, wo er im hier und jetzt mit seinen Kindern ist - das fand ich toll, eine Verschnaufpause. Sam benutzt immer Übernahmen und Personen zu beschreiben, das ist gewöhnungsbedürftig, macht aber durchaus Sinn. Deswegen habe ich das Lesen auch so real empfunden - als wäre er vor mir und erzählt es. Ein sehr besonders geschriebenes Buch und fernab von einer klassischen Bio wo alles erklärt und erläutert wird. Es ist hier wie ein Autounfall, man will nicht hinsehen, muss aber. Und es passiert eins nach dem anderen, bäm bäm bäm und man muss dran bleiben, um es zu verstehen.
Bewegend, Authentisch, Krass, auf den Punkt gebracht. Und was bleibt am Ende? Die Verzweiflung. Keine Zugehörigkeit. Eine halbfarbe, man ist zu weiss für Afrika und zu dunkel für Deutschland. Mir bricht das Herz. Ich finde, dieses Buch soll jede/r lesen, einfach unfassbar gut. Und jetzt gehe ich die Serie dazu gucken. Huch.. soviele Emotionen Follow me on Insta: deblioteca
Was für ein wirres deutsch-deutsches Leben In drei großen Buch- und auch Lebens-Abschnitten werden das kurze Leben des Vaters Samuel Meffire aus Kamerun und das bewegte Leben seines Sohnes gleichen Namens geschildert, was wie ein ehrliches Geständnis aus viel Einsamkeit und Weltschmerz gelesen werden kann. Rückblickend ab 1961 mit der Ankunft seines Vaters am Leipziger Bahnhof bis zum Jahr 2021 in Bonn spannt sich dramatischer Bogen um diese fremde Heimat in der DDR zwischen Dogmen des damaligen Sozialismus, in einer scheinbar arglosen Welt ohne Rassenhass, die dann nach einem mehrjährigen Gefängnisaufenthalt schließlich in der BRD endet. Eingeflochten sind besonders im zweiten Abschnitt politische Ereignisse wie die Züge der DDR-Bürger in der westdeutschen Botschaft in Prag, durch Dresden rollend und das blanke Chaos durch Arbeits- und Obdachlosigkeit nach dem Mauerfall. Das angstvolle, bedrohte Überleben der Angolaner. Mosambikaner. Vietnamesen. Algerier, einiger kaukasischen Russen kommt besonders beklemmend daher. Im dritten Abschnitt folgt der lange Weg aus Kinshasa zurück nach Dresden ins Gefängnis und schließlich in die Freiheit. Insgesamt sind viele Emotionen wie Angst, Idealismus, kritischen Gedanken zu politischen Veränderungen wortreich kreativ verarbeitet, immer auf der Suche nach Heimat.
Beeindruckend ehrlich Ich habe wirklich mit Spannung auf dieses Buch gewartet und war enttäuscht , als die Challenge dazu sich verspätete. Aber jetzt endlich durfte ich es lesen und habe es nicht bereut, auch wenn es keine leichte Lesekost ist. Der Protagonist und Mitautor Samuel Meffire wuchs als Sohn einer Deutschen Frau und eines Afrikaners aus dem Kamerun in der DDR auf. Sein Vater starb bereits früh unter ungeklärten Umständen, was die Mutter nur schwer ertragen konnte. Sie kümmerte sich um Samuel und dessen großen Bruder Moisse. Anhand von Rückblicken erzählt Samuel Meffire über die Hoch und Tiefs seines Lebens mit all dem Hass, der ihm immer wieder entgegenschlägt. Unerträglich ist für ihn die ständige Brutalität und Respektlosigkeit. In der Gegenwart , die immer wieder mit einfließt , lebt der Autor als Sozialarbeiter, ist verheiratet und Vater zweier Töchter.
Teilweise sind die Einblicke, die wir in sein außergewöhnliches Leben bekommen für mich sehr schockierend, weil er so schonungslos berichtet. Der Schreibstil ist gut lesbar , aber man spürt darin auch die Emotionen , die den Autor beim Schreiben überkommen. Und das ist gut so und macht das Buch empfehlenswert.
"Ich, ein Sachse" ist ein autobiografisches Werk von Samuel Meffire. Der Autor erzählt darin von seiner Kindheit und Jugend in Sachsen, geprägt von den politischen Umbrüchen nach der Wende.
Meffire beschreibt seine Erfahrungen als "Migrationskind" in einem fremden Land und schildert, wie er trotz vieler Hürden seinen Platz in der deutschen Gesellschaft gefunden hat. Dabei lässt er auch seine familiären Wurzeln nicht außer Acht und reflektiert über seine Verbindung zu seiner Heimat und seinen Vorfahren.
Besonders beeindruckend ist, wie Meffire auch schwierige Themen wie Rassismus und Diskriminierung offen anspricht und seine eigenen Erfahrungen damit teilt. Dabei bleibt er jedoch immer optimistisch und betont, wie wichtig es ist, für seine Träume zu kämpfen und niemals aufzugeben.
"Ich bin ein Sachse" ist ein inspirierendes Buch für alle, die sich für Migrationsgeschichten und die Frage nach Identität interessieren. Samuel Meffire gelingt es auf beeindruckende Weise, seine Leserinnen und Leser mit seiner ehrlichen und authentischen Erzählweise zu fesseln und zu motivieren, für ihre Ziele zu kämpfen.
Samuel Meffire wurde 1970 geboren und wuchs mit seinem großen Bruder Moisse in der DDR auf. Sein Vater, der bereits bei seiner Geburt starb, kam aus Kamerun. Seine deutsche Mutter hat den frühen, ungeklärten Tod von diesem nicht verkraftet, so dass der Autor schon in jungen Jahren selbständig werden musste. Das Leben, das daraus folgt ist eines mit unzähligen Höhen und Tiefen. In Rückblicken berichtet Samuel Meffiere über verschiedene Stationen seines Lebens. Der Hass, der ihm immer wieder entgegenschlägt, die Brutalität und die Respektlosigkeit, erschienen mir fast unerträglich. Zwischendurch gibt es immer wieder Szenen aus der Gegenwart. In dieser lebt der Autor ein ganz normales Leben, ist Sozialarbeiter und verheirateter Vater von zwei Töchtern. Mit seiner Biografie gibt Meffiere ganz persönliche Einblicke in sein Leben. Gleichzeitig ist es ein dunkles und unerträgliches Stück Neuzeitgeschichte, vor dem wir die Augen nicht verschließen können und dürfen.
Samuel Meffire wurde 1970 in der DDR geboren. Seine deutsche Mutter war mit einem Kameruner liiert. Schon diese Beziehung hatte es sehr schwer, wie wir in den zahlreichen Rückblicken erfahren. Am Tag von Samuels Geburt kommt der Vater durch nicht ganz geklärte Umstände ums Leben. Samuels Aufwachsen als Schwarzer in Sachsen ist nicht einfach, immer wieder gerät er in lebensgefährliche Situationen. Später wird er der erste farbige Polizist der DDR...
Das Buch wechselt in der Erzählzeit hin und her. Einen Teil der Geschichte erzählt Samuel seinen beiden kleinen Töchtern, als sie alte Dinge gefunden haben. Dies macht das Buch abwechslungsreich. Zu Beginn bin ich gut gestartet und habe sehr neugierig gelesen. Später enthält das Buch immer wieder (unnötige) Längen und es fällt schwer bei der Sache zu bleiben. Trotz eines Co-Autoren ist das Buch für mich nicht ganz ausgereift.
Zum Inhalt: Samuel Meffiri hat es als Afrodeutscher in der DDR wahrlich nicht leicht. Geboren in Leipzig, als Jugendlicher in Dresden. In der Zeit des Aufbruchs gab es zwar Dinge, die ihm Halt gaben wie Sport und wenige gute Freunde, aber er war auch mit Rassismus konfrontiert. Der Wille etwas Gutes zu bewirken machte ihn schließlich zum Polizisten, aber es folgte auch der Absturz. Meine Meinung: Was für ein großartiges Buch. Der Autor berichtet sehr schonungslos wie sein Leben war, wie die Verhältnisse waren, die er als anders aussehender Mensch durchlebt hat. Er geht aber auch mit dem, was zu seinem Absturz geführt hat sehr schonungslos um. Ich fand das schon sehr beeindruckend. Ich kannte die Lebensverhältnisse in der DDR zwar nicht wirklich, kann mir aber gut vorstellen, dass ein anders aussehender Mensch es noch viel schwerer hatte. Fazit: Sehr gut
Ein wichtiges, wunderbar geschriebenes Buch. Vielleicht nicht immer voll verständlich für nicht- eingeweihte. Als Ossi und Kameruner , und als jemand der sowohl die DDR als auch die Wende miterlebt hat, kann ich seine Lebensgeschichte gut nachvollziehen.
Samuel Meffire beschreibt sein bewegtes, ereignisreiches und von vielen unerwünschtes Leben zwischen DDR, Wiedervereinigung und Deutschland und allem, was ihm dabei begegnet und passiert ist. Mich hat es bewegt.
"Ich, ein Sachse" von Samuel Meffire erzählt die wirklich spannende Lebensgeschichte des ersten afrodeutschen Polizisten Ostdeutschlands. Als Nachwendekind finde ich solche Lebensbereiche aus der DDR und Ostdeutschland immer besonders spannend, weshalb ich schon sehr gespannt auf die Geschichte war. Das Buch hat mir an sich gut gefallen. Ich kannte Samuel vorher tatsächlich gar nicht, zumindest nicht bewusst und hatte mir dann auch jegliches Nachschlagen online über ihn verboten. Die Einblicke, die er in seinem Buch liefert sind definitiv spannend, doch der wirklich ausschmückende Sprachstil und das zum Teil seitenlange Beschreiben wirklich irrelevanter Aspekte und Kleinsthandlungen haben mich manchmal vergessen lassen, dass ich die Lebensgeschichte einer realen Person lese und keinen Poesieband. An vielen Stellen sind Fragen offen geblieben und an einigen Stellen war es wirklich schwierig am Ball zu bleiben.