Ein Abend in Rom im Dezember 1834: Zwei Jesuiten klopfen an eine Tür in der Via di Sant'Anna. Sie sind gerufen worden, um eine junge Frau vom Teufel zu befreien. Im Generalarchiv der »Gesellschaft Jesu« hat die Historikerin Fernanda Alfieri das Tagebuch dieses Exorzismus entdeckt. Es ist nicht nur ein zutiefst verstörender Bericht, in dem der Teufel selbst Beleidigungen und derbe Witze im römischen Dialekt von sich gibt. Es ist auch ein außerordentliches Zeugnis der Spannungen einer Epoche zwischen Aufbruch in die Moderne und Restauration. Auf der einen Seite steht die Kirche mit der Überzeugung, dass das Böse von dem Körper des Mädchens Besitz ergriffen hat. Auf der anderen Seite steht die wissenschaftsbasierte Medizin. Die Priester, die Eltern, die Ärzte, sie alle sind hin- und hergerissen zwischen Aberglauben und moderner Welt.»Veronica und der Teufel« ist eine faszinierende und beunruhigende Geschichte über Glauben, Aberglauben und die gewaltsame Allianz von Wissen und Macht.
Fernanda Alfieri è ricercatrice presso la Fondazione Bruno Kessler, Istituto Storico Italo-germanico di Trento. Si occupa di storia della sessualità in età moderna, e in particolare del matrimonio come modello normativo fra teologia e diritto. Le relazioni fra discorso scientifico e religioso rientrano fra i suoi interessi di ricerca. Fra le sue pubblicazioni, Nella camera degli sposi. Tomás Sánchez, il matrimonio, la sessualità (secoli XVI-XVII), il Mulino, Bologna 2010. Di recente, Tracking Jesuit Psychologies. From Ubiquitous Discourse on the Soul to Institutionalized Discipline, in The Oxford Handbook of Jesuits, ed. I.G. Županov, Oxford U.P., New York-Oxford 2019.
Ein beeindruckendes historisches Zeugnis, das sich liest wie ein Roman, immer wieder wird einem dann bewusst, dass es nichtfiktional ist. das schockiert dann ein wenig.