Mit 50 literarischen Miniaturen unternimmt Hanns-Josef Ortheil eine kurzweilige Reise an die Quelle des Erzählens: die Kunst der genauen Beobachtung und Wahrnehmung. Wie Teophrast, der antike Meister der Porträtkunst, registriert er in seinem Umfeld typisch menschliche Eigenwilligkeiten - und entlarvt sie mit feinem Humor.
Hanns-Josef Ortheil is a German author, scholar of German literature, and pianist. He has written many autobiographical and historical novels, some of which have been translated into 11 languages, according to WorldCat: French, Dutch, Modern Greek, Spanish, Chinese, Lithuanian, Japanese, Slovenian, and Russian.
Schönes und unterhaltsames Buch, welches einen häufig drüber nachdenken lässt, welcher der Freunde und Bekannten denn nun welchem Charakter entspricht.
HJO beschreibt zu Beginn, welche (antike) Idee seinem Buche zugrunde liegt, ordnet das Ganze thematisch und gedanklich ein. Das hilft tatsächlich beim Lesen, weil es so noch mal mehr die Archetypen klärt, die er aufzeigen will.
Die folgenden Beschreibungen sind natürlich überzeichnet und plakativ, genau darum geht's ja.
In der Summe war's ein echt unterhaltsames und kurzweiliges Buch, welches -gerade auch wegen der super kurzen Kapitel - ganz schnell zu lesen war.
Obwohl mir die Charaktere von Ortheil nicht besonders gut gefallen haben, hat mich das Buch inspiriert, besondere Figuren in meiner eigenen Umgebung zu suchen. Und vielleicht komme ich auch mal dazu, sie zu beschreiben...
Wie alles von Ortheil: Zuweilen ein passabler Zeitvertreib, im Allgemeinen jedoch eher fad'. Dem Inhalt kann der Autor trotz Sprachtalents auch in dieser Charaktersatire kein Leben einhauchen. Dazu wirkt er manchmal einfach zu selbstverliebt in seine eigene Wortakrobatik.
Ganz charmant. Kann für andere Kunstschaffende bestimmt eine gute Inspiration für die Kreation von Charakteren sein. Fand es aber leider irgendwann etwas langweilig.