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Das ist einer, der lebt!: Roman

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Wie schafft man es, nicht das Leben der Eltern zu leben?

Wie schafft man es, nicht das Leben der Eltern zu leben? Wie gelingt der Sprung aus deren langem Schatten? Als Ralf, Sohn einer genialischen Schauspielerin, die polnische Austauschschülerin Małgorzata kennenlernt, scheint für den sprachverliebten 17-Jährigen plötzlich alles möglich. Gemeinsam lassen sie die Vorstellungen der Eltern hinter sich und arbeiten an ihren Träumen, Ralf als Autor, Małgorzata als Wissenschaftlerin. Doch dann geschieht ein Unglück und Ralf droht jeden Halt zu verlieren. Nur die Flucht in die Biografie von Arthur Cravan kann ihn noch retten. Genau einhundert Jahre vor Ralf geboren, ist der eigenwillige Schriftsteller und Boxer, ein Neffe Oscar Wildes, seit Kindertagen sein großes Vorbild. Ein Mann, der nie aufgab, sich mit Witz und Chuzpe aus jeder Notlage befreite und zu dem sich in Ralfs Leben erstaunliche Parallelen finden. So berührend wie humorvoll erzählt Manuel Niedermeier von der lebenslangen Suche nach dem eigenen Weg. Vom Aufgeben alter und dem Finden neuer Vorbilder. Und nicht zuletzt von einer großen Liebe.

240 pages, Kindle Edition

Published March 1, 2023

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Profile Image for Lena.
261 reviews11 followers
May 25, 2023
Das ist einer, der lebt! von Manuel Niedermeier

Ein wahrlich irrer Ritt durch die Erzählungen von Ralf, der Koks schnaufend und monologisierend vor einem eingeschalteten Live-Stream sitzt. Mit einigen Versätzen erzählt Ralf von seinem Leben und den vielen darin vorkommenden Parallelen zu Arthur Cravan, einem Neffen Oscar Wildes. Was er mit seiner sehr lebendigen Geschichte verarbeitet, wird erst nach und nach klar.

Cravan und Ralf, Ralf und Cravan. Beide haben eine intensive Verbindung zu Sprache, zu Fieber und zu Eisbergen. Einer ist einer, der lebt, der andere ist einer, der es wieder lernen will.

Die Sprache hat mich teils gefordert, teils überrumpelt und teils amüsiert. Und häufig den Nagel etwas umgekehrt auf den Kopf getroffen:

__

„Ist alles in Ordnung?“, fragte nun eine Frau mit Nachdruck
Arthur hielt das für eine schwierige Frage.
Wenn alles in Ordnung war, war alles getan, und es war an der Zeit zu sterben, weil die Welt einem dann nichts mehr zu bieten hatte und man selbst der Welt nichts mehr zu geben […].

__

Die Geschichte ist in Teilen wenig greifbar, was m. E. schlicht an der sehr verbal-erzählerischen Sprache liegt. Sie fließt förmlich dahin, so wie Jazz dahinfließen kann. Alle, die neugierig geworden sind, möchte ich ermutigen, das Buch mal genauer anzusehen. Ich hatte eine sehr gute Zeit damit.

[Rezensionsexemplar]
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