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Miriam is an ordinary schoolgirl with a carefree bunch of friends, and she's just embarked on her first relationship with her sweet and loving boyfriend Toby. She lives with her dad and she has a good relationship with her grandparents. All this ordinary happiness is shattered when one of Miriam's schoolmates goes berserk one day at school with a handgun and kills several pupils and teachers. Miriam's beloved Toby is shot right in front of her. Miriam and her surviving friends are distraught. Shock, grief, bereavement, terror - Miriam and her friends run the gamut of emotions in the days, weeks and months following the shooting. But the worst emotion of all is guilt. 'Is it our fault?' is the haunting question that tortures Miriam as she tries to piece her life together again. The story of a school shooting and its awful aftermath; a psychologically convincing study of grief, loss and guilt and their effects on young lives

280 pages

First published January 20, 2014

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289 people want to read

About the author

Anna Seidl

2 books3 followers

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Community Reviews

5 stars
215 (27%)
4 stars
256 (32%)
3 stars
213 (26%)
2 stars
84 (10%)
1 star
24 (3%)
Displaying 1 - 30 of 96 reviews
Profile Image for antonia.
453 reviews102 followers
March 4, 2017
"There is no one to forgive yourself but yourself."

I feel very bad for not liking a book about such a horrible topic like school shootings. But I just didn't like it. At all. I think the writing style was horrible and the story was sooo not deep. School shootings is a topic which could be treated so deep and good, but this was just full of clichés. To be fair: I just think I was too old for this. I probably would've liked this when I was 12. But I have read too many great books that dealt with sensible topics which were wayyyy better than this.
Profile Image for Carolin Wahl.
Author 15 books1,443 followers
April 26, 2017
3.5

Mir fällt es schwer, den Roman zu bewerten. Denn einerseits gab es durchaus schöne Stellen, ich bin ein großer Fan der Thematik, und es hat mir Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen.
Anderseits haben mir Aufbau und Erzählstil - die Art, wie man durch die Augen der Protagonistin auf die Welt blickt - größtenteils nicht gefallen, es war oft sehr langatmig und mir hat der Schwung der Geschichte gefehlt. Ich persönlich hatte ab und an meine Probleme mit dem Innenleben der Protagonistin, was für mich ein großes Manko darstellt - ich wurde einfach nicht warm mit ihr.
Nichtsdestotrotz war ich über das junge Alter der Autorin überrascht, denn sie schreibt sehr reif.

Insgesamt kann ich leider nicht mehr als 3.5 Sterne geben, aber ich bin der Meinung, dass sich hier jeder, der für diese Thematik interessiert, sein eigenes Bild machen sollte.
Profile Image for L'existence Et le Silence.
71 reviews
November 4, 2016
Bewegend, mitfühlend, herzzerreißend, zu Tränen war ich....ach was, Rotz und Wasser wars...
Mich hat es teilweise schon sehr mitgenommen und aufgewühlt und ich glaube, ich werde noch einige Tage daran denken und drüber nachdenken.
Profile Image for Glitzerfee.
51 reviews4 followers
January 25, 2014
Inhalt:

Alles scheint normal zu sein. Ein Schultag wie jeder andere auch. Doch plötzlich dieser laute Knall, ein Schuss.
Alle sind in Panik. Miriam läuft mit ihrer besten Freundin aufs Jungenklo und versteckt sich dort.

Als Miriam sich wagt, aus ihrem versteckt zu kommen, sieht sie das schreckliche Ausmaß. Ihr eigener Freund liegt angeschossen im Gang. Trotzdem ist sie regungslos und kann nichts unternehmen, wird selber angeschossen.

Ein Tag, den man niemals vergisst und das ganze Leben auf den Kopf stellt.

Meine Meinung:

Erst mal großer Respekt an die junge Autorin, die dieses Buch geschrieben hat. Genauso das Thema Amoklauf, und wie es danach weitergeht, hat mich sehr interessiert. Ich war gespannt, wie Anna Seidl dies umsetzen wird. Doch leider bin ich nicht wirklich überzeugt von dem Buch.

Am Anfang klebt man an den Seiten, man erlebt den Amoklauf in der Ichperspektive von Miriam. Man spürt die Angst, das mulmige Gefühl und die Hoffnung verschont zu bleiben. Die Situation wird wirklich unheimlich mitreißend geschrieben. Auch das danach, hat mich anfangs noch sehr mitgenommen. So hatte ich Mitleid mit Miriam und habe mit ihr getrauert. Doch dies hielt leider nicht lange an. Miriam wurde mir irgendwie unsympathisch. Natürlich ist das Leben nicht mehr so, wie es war. Aber so langsam war ich von dem „Gejammer“ genervt. Ohne herzlos zu wirken, aber es hat mir ehrlich gereicht.
So verstand ich ihre Gedanken nicht, dass ihre Freundinnen früher für sie da waren, allerdings jetzt auf Abstand gehen. Man darf nicht vergessen, diese waren auch beim Amoklauf dabei und hatten es zu verarbeiten.

Auch verstand ich nicht, dass Miriam so auf die Psychologin geschimpft hat und ihren Vater so ausgeschlossen hat. Da sie ja zu ihm ein gutes Verhältnis hat, auch wenn er selten da ist.
Alle haben irgendwie zu Kämpfen mit dem, was passiert ist. Joanne, Miriams beste Freundin spricht plötzlich mit niemandem mehr. Da hätte ich mir gewünscht, dass Miriam viel mehr auf ihre Freundin einredet. Einmal sagt Joanne: „Sind wir Schuld?“, das war es. Doch Miriam hat das so hingenommen, sich zwar kurz Gedanken drüber gemacht aber danach nichts weiter unternommen, ihre Freundin wieder ins Leben zu holen.

Interessant fand ich die Passagen, die ein wenig die Vergangenheit zeigen. Das Leben von Miriam, wie es vor dem Amoklauf war. Doch auch hier wird nur kurz angeschnitten was einige Mitschüler dem Amokläufer mit Mobbing angetan haben. Dass diese Person sehr gelitten haben muss, ist mit bewusst geworden, doch leider wurde dies nicht genug thematisiert. Das hat mir ein wenig gefehlt. Miriam hat immer wieder in ihren Gedanken versucht, alles zu erklären und ein wenig verharmlost.
Was auch ein großes Thema im Buch war, dass Miriams Muter plötzlich wieder da ist, obwohl sie vor Jahren abgehauen ist, um zu reisen. Ich konnte es sehr gut nachvollziehen, dass Miriam sauer auf sie war. Umso schöner war es zu sehen, wie sie sich langsam annähern.

Miriam trauert viel um Tobi. Doch leider fand ich, dass dieses Thema mehr im Vordergrund war als alles andere. Da hätte ich mir gewünscht, dass mehr auf den Amokläufer eingegangen wäre, als das Miriam nur daran denkt, dass ihr Leben ohne Tobi keinen Sinn mehr hat.

Ich war froh, als Miriam endlich optimistischer an ihr Leben gegangen ist. Und das Gejammer nicht mehr ganz so schlimm war. Denn das war mir nach der Zeit einfach viel zu viel. Es wird deutlich geschildert, wie Miriam sich verändert und wie es ihr nach und nach besser geht. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen.

Fazit:

Riesen Respekt an die junge Autorin Anna Seidl, die sich ein ernstes und heikles Thema ausgesucht hat. Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht richtig überzeugen. So wurde mir Miriam immer unsympathischer und zu sehr ichbezogen, zudem hat mich das ganze Gejammer genervt. Das Thema Mobbing kam viel zu kurz. Doch trotzdem ist es eine Geschichte, die einen nahe geht.
Profile Image for Miss Bookiverse.
2,242 reviews87 followers
March 22, 2014
Es ist keine Frage, dass Anna Seidl mit ihren gerade mal 18 Jahren ein solides Debüt hingelegt hat. Das Alter merkt man ihrem klaren Schreibstil nicht an. Was ich wirklich erstaunlich finde, ist dass die Autorin selbst nie einen Amoklauf miterlebt hat. Kann man es sich dann wirklich herausnehmen über so ein Thema zu schreiben? Es sich erlauben sich in die Figuren hineinzuversetzen und zu beschreiben wie es ist so etwas zu durchleben? Klar, das ist das Wasser und Brot der meisten Autoren, aber bei einem so heiklen Thema kam mir die Frage öfter in den Sinn. Ich kann nicht beurteilen wie realistisch die Autorin die Erfahrungen eines Mädchen, das einen Amoklauf mit angesehen hat, schildert, aber mir kam es nie unecht oder ausgedacht vor. Einzig die direkte Ansprache des Lesers ist mir manchmal sauer aufgestoßen. Vor allem am Anfang sagt Protagonistin Miriam immer wieder “ihr könnt euch das nicht vorstellen”, was mir ein bisschen blöd vorkommt… aber Anna Seidl kann das oder wie?

Während zwischenmenschliche Szenen mit Miriams Freunden oder Eltern richtig gut funktionieren, wurden mir die zusammenfassenden Gedanken vor allem gegen Kapitelende manchmal zu allgemein. Es wird generalisiert und das klingt schnell abgelutscht und pseudo-philosophisch, gar altklug von einem 16jährigen Mädchen. Hier hätte mir mehr Platz für eigene Gedanken besser gefallen. Klar, es geht um Miriam und sie will ihre Geschichte mit ihren Erkenntnissen schildern, aber manche Schlüsse sollte der Leser selbst ziehen dürfen.

Richtig zwiespältig wird der Roman, als man erfährt wie Miriam und ihre Freunde den Amokläufer früher behandelt haben. Sie gehören nämlich zu genau der Gruppe Schülern, die ihm das Leben schwer gemacht haben. Ihm gesagt haben, dass er stinkt, sich über ihn lustig gemacht und ihn gedemütigt haben. Da schleicht sich natürlich schon die Frage in den Kopf, ob sie das nicht irgendwie verdient haben? Meine Antwort lautet eindeutig nein. Wie es in dem Buch so schön heißt:

Das Leben ist eine zerbrechliche, kurze Sache. Jeder lebt nur ein einziges Mal. Jeder ist etwas Besonderes. Und deshalb zerstört man nicht einen Menschen, sondern eine ganze Welt. Deshalb hat niemand das Recht, eine Waffe auf dich u richten. Niemals.
(S. 251)


Das ist auch meine Meinung, obwohl ich gleichzeitig finde, dass Miriam sich früher scheiße verhalten hat und durchaus irgendwie dafür bestraft werden sollte, allerdings nicht mit Gewalt, niemals mit Gewalt.
Profile Image for Lesebiene.
389 reviews1 follower
August 2, 2022
Das Buch ist ganz anders verlaufen, als ich es mir vorgestellt hatte. Es geht nicht um die Zeit während des Amoklaufes, sondern um die Zeit danach. Wir begleiten Miriam wie sie versucht, ihre Trauer, ihren Schmerz und ihr Schuld zu verarbeiten. Es hat mich sehr, sehr berührt.
Obwohl Miriam nicht unbedingt die sympathischste Person war, reflektiert sie ihr Verhalten vor dem Amoklauf. Einige Passagen sind mir ein wenig zu plötzlich gekommen, zu schnell geschehen und dieses „Typisch Mädchen, typisch Jungs“ ging mir dezent auf den Keks, aber dennoch war es ein ziemlich gutes und vor allem emotionales Buch!
Profile Image for Lena.
130 reviews2 followers
June 14, 2020
Das Buch ist irgendwie intensiv und eindringlich.
Es begleitet Miriam auf ihren Weg, nachdem sie einen Amoklauf miterlebt hat.
Schwierig, Wörter dafür zu finden, doch Anna Seidl hat es geschafft und sie hat damit dieser Geschichte viel Tiefgang gegeben. Ein einschüchterndes Thema, dass die Zeit von Miriam in früher und heute unterteilt.

Lesenswert, auch wenn es ab und an einige Längen hat.
Ich würde lügen, dass ich mich gut in Miriam hinein versetzen konnte. Manchmal war ihr handeln merkwürdig, aber wer bin ich, zu sagen, ob das realistisch ist.
Profile Image for Vivian.
Author 7 books78 followers
October 12, 2023
Wauw. Wat een ontzettend moeilijk, ingewikkeld en goed boek. Het slaat op zoveel manieren de spijker op zijn kop: ik denk dat we bij verhalen over geweld heel vaak geneigd zijn te focussen op de helden, en dat is ook goed, en nodig, want het geeft hoop en licht en troost, en die helden verdienen dat ook. Maar dit verhaal laat ontzettend goed zien dat de realiteit vaak anders is, dat heldhaftig zijn geen vanzelfsprekendheid is wanneer je leven op het spel staat. Het komt denk ik ongelooflijk dicht bij hoe het echt is om zoiets verschrikkelijks mee te maken, daarmee te leren omgaan en het te verwerken, en het is enorm rauw en bruut eerlijk in dat alles en ook in het nadenken over de wreedheid die achter een gruweldaad kan schuilgaan. Ik weet niet of het komt doordat de auteur zelf nog jong is/was, maar de hoofdpersoon is authentiek op een manier die echt heel erg moeilijk te vangen is als je niet zelf ook in die fase zit, waardoor het des te geloofwaardiger, eerlijker en rauwer wordt, ook al is dat in het begin even wennen. Echt, wauw.
13 reviews
May 6, 2024
Ein sehr bedrückendes Buch aber auch eines der empathischsten Jugendbücher das ich je gelesen haben. Die Gedankengänge der Protagonistin und ihre Innere Entwicklung sind interessant und regen selbst zum Denken an, obgleich ich sie gerade bei der Thematik etwas einseitig finde.
Man muss für dieses Buch in der richtigen psychischen Verfassung sein um es zu lesen.
Profile Image for Miss Pageturner.
427 reviews32 followers
August 27, 2022
Also erst mal möchte ich der Autorin meinen größten Respekt aussprechen, sich nicht nur mit 16 (in dem Alter hat sie das Buch geschrieben) daran zu wagen ein Buch zu schreiben, sondern sich auch mit solch einem schwierigen Thema auseinander zu setzten. Zwar muss ich ehrlich bleiben mit meiner Bewertung, aber es ist dennoch bewundernswert.

Eine fragwürdige Protagonistin
In den Buch geht es um die Schülerin Miriam und wie sie den Amoklauf an ihrer Schule zu verarbeiten versucht. Der Amoklauf selbst wird bereits auf den ersten 10 Seiten sehr anschaulich geschildert. Die Angst, Panik und Hilflosigkeit bringt die Autorin sehr gut rüber. Hier dachte ich noch, das wird ein richtig gutes Buch werden. Leider konnte mich der Rest dann nicht mehr so überzeugen.
Das Buch behandelt vorrangig Miriams Verarbeitung des Amoklaufs. Verständlicherweise ist sie vom Geschehen traumatisiert und findet sich nur schwer in der Zeit danach zurecht. Die Art und Weise wie sie mit der Situation umgeht, ging mir jedoch gehörig auf die Nerven. Sicher, ich habe glücklicherweise keinen Erfahrung mit Amokläufen (das wird wohl auch kaum ein Leser bez. die Autorin haben) und jeder Mensch reagiert anders auf traumatische Erlebnisse, aber Miriams Egoismus und ihre pure Sturheit kratzen arg an meinen Nerven.
Die ganze Zeit schlägt sie um sich und jammert rum, dass ihre Familie sie nicht in Ruhe lässt. Prinzipiell ist es ja völlig in Ordnung allein sein zu wollen, Manche können so besser mit ihrem Schmerz umgehen, Miriam hat jedoch niemandem auch nur mit einem Wörtchen gesagt, dass sie lieber allein sein möchte. Ich meine, niemand ist Gedankenleser. Woher soll ihre Familie denn wissen, dass Miriam nicht reden will, wenn sie es ihnen nicht sagt? Es gibt ja schließlich auch Menschen die erst recht reden wollen, wenn sie Probleme haben. Miriam wirft rücksichtslos mit Anschuldigungen und Vorwürfen um sich und stößt die von sich, die nur helfen wollen.

Ein weiterer Punkt, mit dem ich meine Probleme hatte, war die Darstellung von Miriams Alter. Sie ist 15 und verhält sie größtenteils auch eben wie ein 15 jähriges pubertierendes Mädchen. Soweit, so gut. Doch dann schildert die Autrin plötzlich Sachen, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Miriam betrachtet in einer Szene Fotos aus den vergangen Jahren, u.a das von einer Party und sagt, dass das die Party war wo sich sie das erste mal abgeschossen hat, yeah. Auch mit ihrer Mutter trinkt sie fröhlich Wein (fragt aber erst nach Wodka) und niemand findet was dabei. Nebenbei war es auch toootaal problematisch mit 14 noch Jungfrau zu sein. Ich finde es äußerst bedenklich, fast schon schockierend, was hier für ein Selbstbild einer Heranwachsenden transportiert wird.

Es gibt keine Moral von der Geschichte
Ihr seht also schon, Miriam ist ein schwierig zu ertragener Charakter. Aber hey, immerhin müsst ihr eure Nerven nur mit ihr allein belasten, denn sämtliche Nebencharaktere sind im Grunde nur Pappfiguren, damit Miriam nicht nur mit sich selbst redet.
Als Leser hofft man, wenigstens über eine Pappfigur, nämlich den Täter Matias etwas mehr zu erfahren, aber Pustekuchen. Es gibt zwar immer wieder Rückblenden, in denen noch beschrieben wird wie Matias gemobbt wird, aber so wirklich erfährt man über den Hintergrund der Tat nichts. Keine Aufarbeitung, nur sehr dezente Hinweise wie man so eine Tat durch einen ordentlichen Umgang miteinander verhinder kann, keine Moral von der Geschichte, nichts. Man erfährt auch nichts darüber wie andere mit dem Amoklauf umgehen. Das Buch dreht sich nur um Miriam, Miriam und nochmals Miriam.

Dabei wirft die Gute einen auch noch etliche Lebensweisheiten an den Kopf, die sich teils selbst widersprechen. Kennt ihr diese Kalender, die jeden Tag so eine "Lebensweisheit" präsentieren, die alle suuper tiefgründig und suuper philosophisch sind? Ich kam mir beim Lesen vor, als hielte ich genau so ein Ding in der Hand. Auf fast jeder Seite gibt Miriam irgendeinen pseudophilosophischen Satz von sich. Mal davon abgesehen, dass sich keine 15 jährige anhört wie ein Automat für alberne Binsenwahrheiten, ging mir als Leser schon allein die schiere Masse solcher oft leeren Phrasen auf die Nerven. Ich kam nicht umhin das Gefühl zu haben, dass dies einfach nur die Seiten füllen sollte, da ja handlungstechnisch kaum etwas passiert.

Fazit
Das Buch beschäftigt sich mit einem wichtigen Thema, konnte dies aber überhaupt nicht gut umsetzen. Neben einem äußerst bedenklichen Bild einer Jugendlichen hat dieses Buch einfach keinen Mehrwehrt, keine Moral von der Geschichte. Anstatt für das Thema zu sensilibisieren wird es überdramatisiert und die Aufklärung an wichtigen Stellen unterlassen. Leider habe ich das Gefühl, dass dieses Buch allein weil es einen Amoklauf thematisiert, von Vielen automatisch gut bewertet wird.
Profile Image for Lea.
347 reviews
February 1, 2019
Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich wirklich größten Respekt vor der Autorin habe, die sich mit diesem schwierigen Thema beschäftigt hat und sich mutig dazu entschieden hat, in jungen Jahren schon darüber ein Buch zu schreiben und es zu veröffentlichen.

Der Leser wird direkt in die Handlung hineingeworfen, in der er sofort mit dem Attentat konfrontiert wird. Dies fand ich jedoch sehr passend, da man so als Leser zwar zunächst etwas überfordert war, man sich gleichzeitig aber auch besser in die Schüler und die Protagonistin hineinversetzten konnte, da diese eben auch nicht auf die Situation vorbereitet waren.

Der Autorin gelingt es somit, eine erdrückende Atmosphäre zu schaffen und eine gewisse Spannung aufzubauen. Dafür spricht auch der Schreibstil der Autorin, der wirklich angenehm leicht zu lesen war, trotz der Schwierigkeit der Thematik.

Doch so stark der Anfang auch war, so stark hat die gesamte Handlung später nachgelassen. Natürlich soll es in dem Buch nicht nur um das Attentat gehen, sondern auch darum, wie die Schüler diesen bewältigen. Jedoch hat mir die Art und Weise wie die Autorin die Handlung weitergeführt hat einfach überhaupt nicht gefallen.

Eigentlich wird dann so gut wie nur noch über die Protagonistin geredet. Klar, das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben, jedoch hätte ich mir einfach gewünscht, dass man auch mal auf die Folgen für andere Personen eingeht.

Es kam mir einfach irgendwann so vor, als wäre die Protagonistin die einzige, die von der Situation betroffen ist und darunter leidet. Ich will jetzt wirklich nicht gemein klingen, aber ihr Gejammer und Geheule ging mir einfach ab einem bestimmten Zeitpunkt auf die Nerven. Allgemein ihre gesamte Charakterentwicklung konnte mich einfach nicht überzeugen.

Als dann zum Beispiel auch mal etwas über ihre beste Freundin geredet wird und wie diese unter den Folgen des Attentat leidet, ignoriert sie diese Probleme eigentlich komplett und fängt des öfteren an, andere Personen wahllos zu beschuldigen. All die aufgezählten Dinge haben dazu geführt, dass die Charaktere flach und unsympathisch wirkten.

Zudem gab es ständig Wiederholungen, die das Buch sehr langatmig und langweilig machten, weshalb ich sogar fast abgebrochen hätte.

Der Schluss war dann jedoch wieder ein wenig besser. Mit der Protagonistin werde ich wohl niemals richtig warm werden, aber wenigstens gesteht sie sich ein paar ihrer Fehler ein.
Fazit

Leider eine kleine Enttäuschung. Der Schreibstil ist recht gut, die Charaktere jedoch flach und unsympathisch. Vorallem die Protagonistin stellt sich selbst als ziemlich ignorant und nervig dar, weshalb man die Situation nicht wirklich aus ihrer Sicht betrachten kann. Wie schon angesprochen, gelungener Start doch leider ist der Rest weniger überzeugend. 2 Sterne!
Profile Image for Dorise.
117 reviews2 followers
May 27, 2020
Een bijzonder verhaal, in circulaire vorm opgeschreven door te beginnen en te eindigen met dezelfde passage. Wat na het epiloog volgt, is het chronologische verloop vanaf de schietpartij, tot 9 maanden later. Duidelijk afgebakend vinden we ook flashbacks van vroeger terug: over Tobi, de dader, maar ook over andere sleutelfiguren en -momenten in haar korte leven. De emoties die we terugvinden voelen oprecht en rauw. Niet alleen komen de vijf stadia van het rouwproces terug- ook volgen ze elkaar niet in een vaste volgorde op- zoals het in het echte leven ook gebeurd. De auteur van het boek was zelf op het moment van schrijven 16 jaar, waardoor ze dicht bij de belevingswereld van tieners stond en deze gevoelens op een indrukwekkende manier kan vangen. Het draait bij dit verhaal echt om de interne belevingswereld, het plot zelf is ondergeschikt.

Opnieuw was dit een boek dat ik vond via de afhaalbibliotheek van CODA, maar gelukkig is het gebouw al weer helemaal open om zelf weer boeken te zoeken. Wel vond ik het fijn om eens een boek te lezen waarover ik nog niet heb gehoord. Boeken die ik niet ken, kunnen me namelijk des te meer raken door het gebrek aan verwachtingen en kennis die ik al schep over het boek.

´We beleven elk ogenblik maar één keer. Het komt nooit meer terug. Jammer genoeg is het niet zo da we het leven daarom meer waarderen.´

Niet alleen op psychologisch niveau, ook de schrijfstijl vond ik prettig om te lezen. Het boek staat vol met mooie zinnen die je aan het denken zetten en ik snel even neerkrabbelde. Het zijn de gedachten die rondslopen in je hoofd na het meemaken van heftige gebeurtenissen, wat het herkenbaar maakt en je laat meeslepen. Daarnaast was het prettig om een duidelijk onderscheid tussen de oude flashbacks en de huidige verhaallijn te zien, wat overzichtelijk leest. Een gebrekkig punt was wel de realistische kant van de schietpartij zelf, want in het echt vergt dit toch meer recherche-werk dan weergegeven. Toch is het vanuit de thematiek begrijpelijk dat de auteur dit vooral achterwege heeft gelaten.
Verder is niet alleen Miriam, maar ook haar moeder een duidelijk rond karakter in het verhaal. Ik vond het mooi om te zien dat meer psychische factoren dan alleen alles rondom de schietpartij in het boek aan bod komen. Miriam woont namelijk al vijf jaar samen met haar vader, en zonder moederfiguur. Een opvallende keuze, aangezien ik zelf er vaak tegenaan gelopen ben dat die gezinssamenstelling ongewoon lijkt en onbegrepen wordt. Wel miste ik, te meer door mijn eigen herkenning, de diepgang over deze relatie tot stand gekomen is.

Een boek dat je aan het denken zet over de belangrijke dingen in het leven. Pittig onderwerp, maar mooi en realistisch neergezet vanuit de hoofdpersoon. Een aanrader om te lezen als je houdt van psychologische romans, maar niet als je boeken vooral leest om een spannend plot.

Ook gepost op: https://roodlokjeleest.blogspot.com/2...
Profile Image for Skirmantė Rugsėjis.
Author 6 books108 followers
December 9, 2019
Yra tekę skaityti knygų apie šaudymą mokyklose, todėl sumaniau pamėginti ir šitą, tačiau ji nė iš tolo neprilygsta anksčiau skaitytoms. Pradžia, kol vyksta pats šaudymas dar būtų visai nieko, tačiau vėliau istorija beveik neturi jokios esmės. Mergina nuolat mąsto kodėl prarado savo vaikiną, nebesuvokia gyvenimo prasmės, mėgina maištauti kirpdamasi plaukus ir panašiai - labai paviršutiniška ir nuvalkiota. Ir nors rašoma pirmu asmeniu, viskas tarsi eina per filosofinį jos vidinio "aš" mąstymą, bet man trūko emocijos ir gilumo. Tema labai stipri, tačiau parašymas per silpnas, o nuolatinės pasikartojančios mintys ir klausimai "Kodėl viskas taip, kodėl tai nutiko man, kokia prasmė gyventi?" sukuria verkšlenimo įspūdį, kuriam neduodama jokios atsvaros ir įdomesnių pamąstymų.
Manau, kad Jodi Picoult "Devyniolika minučių" apie šaudynes mokykloje man išlieka absoliučiu favoritu tokia tematika, o ši knygelė tik lengvam pasiskaitymui, jei nesitikėsite nieko gilesnio.
Profile Image for Tamii.
3 reviews2 followers
February 22, 2014
Das Buch wird mir glaube ich noch so einige Tage durch den Kopf gehen..
Profile Image for Christine Charliers.
Author 4 books187 followers
Read
July 5, 2015
Prachtig boek dat iedereen eens zou moeten lezen. Voor 16 jaar te zijn heeft ze dat knap gedaan! Af en toe moest ik toch een traantje wegpinken. De moeite om te lezen!
Profile Image for Roos.
675 reviews129 followers
March 23, 2016
4.5 ster

Een schitterend boek die me toch wel met een klein brokje in mijn keel heeft achtergelaten!
10 reviews1 follower
April 16, 2019
I read it without pauses, it was intresting, but it could have ended better
Profile Image for Marcia.
313 reviews
January 12, 2014
Der erste Satz
Alles wird damit beginnen, dass ich verschlafe.

Meine Erwartungen
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass einen Amoklauf thematisiert. Ich bin immer vor solchen Geschichten zurückgeschreckt, weil ich Angst hatte, dass sie mich zu sehr mitnehmen. Doch neugierig war ich trotzdem die ganze Zeit über. Als ich dann von der Bloggeraktion gehört habe, habe ich mich angemeldet ohne zu wissen um welches Buch es sich handelt. Allerdings war ich positiv überrauscht, dass es ein Buch mit dieser Thematik ist.
Ich habe von dem Buch erwartet, dass es mich berührt, fesselt, mitnimmt, zu Tränen rührt und verändert.

Meine Meinung
Ich habe mich sehr gefreut, als ich das Buch in den Händen hielt und wollte gleich anfangen zu lesen, weil ich doch sehr neugierig auf die Geschichte und vor allem auf die Thematik war. Ich lese eigentlich ziemlich gerne Bücher, die dramatisch sind, aber ein Amoklauf ist für mich nochmal eine ganz andere Hausnummer. Ich habe gleich angefangen zu lesen...

Die Geschichte
Ich hatte sehr hohe Erwartungen an diese Geschichte, weil das Buch von vielen Bloggern sehr gelobt wurde. Trotzdem hatte ich immer noch ein paar Zweifel, dass es nicht das Richtige für mich sein würde, da ich mit dem Thema "Amoklauf" nichts anfangen kann. Denn das ist ja nun kein alltägliches Thema. Meistens wird es sogar totgeschwiegen. Deswegen war ich sehr gespannt wie mir diese Geschichte gefallen würde.
Ich würde euch gerne den Inhalt mit meinen eigenen Worten genauer vorstellen. Die Geschichte handelt von der 15-jährigen Miriam, deren Schultag wie jeder andere beginnt. Alles scheint normal. Schüler stören den Unterricht, sie verbringt die Schulstunde tuscheln mit ihrer besten Freundin Joanne und doch verändert sich ihr ganzes Leben an diesem Tag. Denn mitten in der Stunde ertönen Schüsse. Erst realisiert gar keiner, was genau vor sich geht, doch dann ertönen noch mehr Schüsse und alle geraten in Panik. Miriam rennt um ihr Leben mit ihrer besten Freundin. Die beiden Mädchen verstecken sich in der Männertoilette vor dem Amokläufer. Doch dann wagt es Miriam einen Blick aus der Tür zu werfen und dort sieht sie ihren Freund Tobi verletzt auf dem Boden liegen. In dem Moment geht ihr vieles durch den Kopf. Auch, dass sie ihn retten könnte, aber sie versteckt sich und für Tobi kommt jede Hilfe zu spät. Ihre große Liebe ist tot und sie hätte ihn vielleicht retten können. Dann steht sie selbst dem Amokläufer gegenüber. Es ist Matias. Ein Junge aus ihrer Parallelklasse...
Ich habe selten eine Geschichte gelesen, die mich so mitgenommen hat. Ich hatte so oft die Tränen in den Augen, weil die Geschichte mich so aufgerüttelt hat und mich zum Nachdenken angeregt hat. Ich habe so viele Zitate in dem Buch markiert, die mich berührt haben, oder mir aus der Seele gesprochen haben. Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Buch mit dieser Thematik so gut gefallen würde. Die Geschichte ist nicht sanft erzählt sondern schonungslos hart und ehrlich. Man merkt richtig wie so ein Ereignis das Leben von so vielen Menschen verändert. Dies ist eine berührende und zutiefst traurige Geschichte darüber wie sich das Leben von einen auf den anderen Tag ändern kann und wie uns das Leben mit einem Ereignis völlig aus der Bahn wirft. Eine Geschichte darüber, dass wir alle das Leben nicht in jedem Moment schätzen, weil wir nicht damit rechnen, dass jeder Moment nur einmal geschieht. Ich habe noch nie so eine gute Geschichte gelesen. Sie ist meiner Meinung nach perfekt. Traurig, berührend, packend, aber perfekt.

Die Charaktere
Sie sind wie das Leben selbst. Sie haben ihre Höhen und ihre Tiefen. Sie sind nicht perfekt. Jeder von ihnen hat eine gute und eine schlechte Seite. Mir ist nicht jeder sympathisch, aber das ist im wahren Leben ja auch nicht so. Alle sind auf ihre eigene Art und Weise besonders. Sie perfektionieren die Geschichte.
Miriam ist die Protagonistin der Geschichte. Sie ist 15 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrem Vater. Ihr Leben war nie perfekt, denn ihr Vater ist ein richtiger Workaholic und lebt eigentlich auf der Arbeit und ihre Mutter hat sie verlassen als sie 10 Jahre alt war, weil ihr ihre Freiheit und das Reisen wichtiger war. Doch sie hat fünf tolle Freundinnen und einen Freund, den sie über alles liebt. Doch von einen auf den anderen Tag verändert sich ihr komplettes Leben. Matias ein Mitschüler von ihr, begeht einen Amoklauf. Und erschießt ihren Freund vor ihren Augen. Sie kann es erst nicht realisieren, doch dann stürzt sie in ein tiefes Loch aus Depressionen. Sie hat das Gefühl, dass ihr auf einmal alles genommen wurde. Ihre Freundinnen wenden sich entweder von ihr ab, reden nicht mehr mit ihr oder haben sich komplett verändert. Sie fällt in ein tiefes Loch und weiß nicht, ob sie es wieder hinaus schafft. Sie macht sich schreckliche Vorwürfe und hat tierische Angst, dass sie Schuld an dem Amoklauf haben könnte, aber vor allem ist sie zutiefst traurig. Ihre Trauer ist so groß, dass sie das Gefühl hat sie würde sie von innen auffressen und ihr ihr letztes bisschen Seelen nehmen. Sie fühlt sich wie eine leere Hülle und verschließt sich vor ihrer Familie. Und dann steht nach fünf Jahren auch noch ihre Mutter vor der Tür und möchte ihr bei der Trauerbewältigung helfen. Die Mutter, die sie verlassen hat um die Welt zu bereisen. Die Mutter, die sie einfach im Stich gelassen hat. Doch Miriam fühlt gar nichts. Sie fühlt sich wie eine leere Hüller ihrer selbst. Und sie weiß nicht wie sie ohne Tobi und ihre Freundinnen weiterleben soll.
Ich konnte mich vom ersten Augenblick mit ihr identifizieren und das obwohl sie ganz anders ist als ich. Miriam ist kein Held, denn in unserer Welt gibt es keine Helden, die sich vor die Menschen schmeißen, die sie lieben. Sie war nie ein Engel. Sie hat Menschen fertig gemacht obwohl sie ihr gar nichts getan haben. Doch für mich war wichtig, dass sie merkt was sie falsch gemacht hat. Und deswegen war sie mir sympathisch. Miriam hat mir oft aus der Seele gesprochen. Sie hat oft das gedacht, was mir in dem Moment auch im Kopf rumgeschwirrt ist. Für mich ist sie eine menschliche Protagonistin, die das Leben und sich selbst gut reflektieren kann und die tief in ihrem inneren eine starke Persönlichkeit ist, auch wenn sie es selbst nicht wahrhaben will.

Der Schreibstil
Ich denke, dass der Schreibstil neben der Geschichte mir am besten gefallen hat, denn er ist genauso aufwühlend wie die Geschichte selbst und spiegelt genau Miriams Gedanken wieder. Ich habe selten so einen berührenden und tiefgründigen Schreibstil gelesen. Die Geschichte ist aus der personalen Ich-Perspektive von Miriam geschrieben, sodass man als Leser alles aus ihrer Sicht mitbekommt. Man ist durch Rückblenden dabei wie dieses schreckliche Ereignis die Schule ereilt und man ist dabei wenn Miriam in ein tiefes Loch fällt, weil sich ihr Leben von einen auf den anderen Tag total verändert hat und sie nicht nur einen sondern mehrere geliebte Menschen verloren hat. Der Schreibstil ist schonungslos, aber irgendwie sehr philosophisch. Miriam denkt viel über den Sinn des Lebens nach und darüber wer wir Menschen überhaupt sind. Der Schreibstil ist berührend und zugleich fesselnd. Diesen Schreibstil muss man erleben um zu wissen warum er so toll ist. Ich kann mir keinen besseren für diese Geschichte vorstellen.

Der Titel
Dieser Titel ist so passend und perfekt gewählt... Ich kann euch gar nicht sagen wie sehr ich ihn liebe. In unserer Welt gibt es nun mal keine Held und "Es wird keine Helden geben", die sich für einen geliebten Menschen opfern. Zu diesem Entschluss ist Miriam während einer ihrer Gedankengänge nach dem Amoklauf gekommen. Ich kann mir keine bessere und passendere Wahl für den Titel vorstellen.

Das Cover
Eins der interessantesten Cover, die ich je gesehen habe. Es ist so einfach gestaltet und doch so aussagekräftig. Es besteht eigentlich nur aus dem Titel und der ist eine der wichtigsten Aussagen der kompletten Geschichte. Ich könnte mir kein besseres Cover vorstellen.

Mein Fazit
"Es wird keine Helden geben" von Anna Seidl hat mich berührt, zum Weinen gebracht, zum Nachdenken angeregt und mich aufgerüttelt. Dies ist berührende und zutiefst traurige Geschichte darüber wie sich das Leben von einen auf den anderen Tag ändern kann und wie uns das Leben mit einem Ereignis völlig aus der Bahn wirft. Eine Geschichte darüber, dass wir alle das Leben nicht in jedem Moment schätzen, weil wir nicht damit rechnen, dass jeder Moment nur einmal geschieht. Eine der besten Geschichten, die ich jemals gelesen habe. Höchstwahrscheinlich sogar die Beste ! Die Charaktere sind wie das Leben selbst. Sie haben ihre Höhen und ihre Tiefen. Sie sind nicht perfekt. Jeder von ihnen hat eine gute und eine schlechte Seite. Mir ist nicht jeder sympathisch, aber das ist im wahren Leben ja auch nicht so. Alle sind auf ihre eigene Art und Weise besonders. Sie perfektionieren die Geschichte. Besonders begeistert bin ich von Miriam, da sie eine menschliche Protagonistin ist, die das Leben und sich selbst gut reflektieren kann und die tief in ihrem inneren eine starke Persönlichkeit ist, auch wenn sie es selbst nicht wahrhaben will. Der Schreibstil ist wie die Geschichte selbst: aufwühlend und schonungslos hart, aber auch sehr philosophisch und berührend. Dieser Titel ist so passend und perfekt gewählt... Ich kann euch gar nicht sagen wie sehr ich ihn liebe. Das Cover ist eins der interessantesten, das ich je gesehen habe. Es ist so einfach gestaltet und doch so aussagekräftig.
Dieses Buch ist mein neues Lieblingsbuch. Ich kann es aus vollem Herzen sagen und werde diese Geschichte noch lange in Erinnerung behalten. Ich spüre, dass diese Geschichte mein Leben verändert hat.
8 reviews1 follower
February 15, 2017
„Es sind die menschen selbst, die die gemalt erzeugen. Wir selbst sind schuld. Mit unserem Egoismus und unserer Dummheit machen wir uns das Leben gegenseitig schwer.“

Mit Gedankengängen wie diesen lässt Anna Seidl die Protagonistin die Folgen eines Amoklaufes an ihrer Schule ergründen. 

Ich war zunächst gespannt das Buch zu lesen, da die Thematik und die Frage, was nach einem solchen Vorfall passiert und was in den überlebenden Opfern vorgeht, mich sehr interessiert hat. 
Der Roman eignet sich großartig für diejenigen, die bereit sind, etwas zu lernen und daraus mitzunehmen, da es sich hier nicht um leichte Unterhaltung handelt, sondern sich mit einem sehr ernsten und schlimmen Thema befasst.

Zum größten Teil hat der Roman meine Erwartungen erfüllt. So behandelt er die Gedanken und Folgen die Opfer einer solchen Gewalttat haben, ohne dabei irgendetwas schön zu reden. Verlust, Trauer und Angst werden deutlich und realistisch dargestellt, ohne dass der Roman dabei hoffnungslos und als gänzlich negativ erscheint. Die Protagonistin Miriam äußert zwar ihre Trauer und Bedenken, die die Situation zunächst aussichtslos wirken lassen, was nach einem solchen Erlebnis natürlich auch verständlich und glaubwürdig ist. Trotzdem durchlebt sie in der Geschichte einen Wandel ihres Charakters, sie überdenkt ihre Handlungen in der Vergangenheit und verändert sich als Person völlig, sodass sie am Ende langsam wieder zu ihrem Glück finden kann. 

Als Außenstehender kann man sich immer etwas unter den Folgen eines Amoklaufes vorstellen, aber man kann nie nachvollziehen, welche Gefühle und welche langfristigen Folgen dieser in einem Menschenleben auslöst, vor Allem, weil darüber nicht sehr viel berichtet oder erzählt wird. „Es wird keine Helden geben“ gibt für alle, die sich dafür interessieren einen realistischen Einblick.

Besonders gefallen hat mir auch der Bezug zum Thema Mobbing, da Miriam beim Überdenken der Vergangenheit und ihre Worte an den Täter bemerkt, was ihre Aktionen und Worte wirklich in diesem Menschen ausgelöst haben. Dabei stellt sich auch die Frage, wer die Schuld trägt und wie man damit umgehen sollte, die ich auch für sehr wichtig halte und über die man mal nachgedacht haben sollte.

Somit sind im Roman sehr wichtige Fragen und Denkanstöße enthalten, die vielleicht auch gerade Jugendliche vermittelt bekommen sollten. Ich würde dieses Buch daher auch für den Unterricht empfehlen, weil es sehr lehrreich ist und in Bezug auf Mobbing und anderen Problemen an Jugendliche appellieren kann und dabei nicht langweilig ist, wie man es von anderen Lektüren aus dem Unterricht kennt.

„Vielleicht ist es ihnen gar nicht möglich. sich in andere hineinzuversetzen. Vielleicht können wir das alle nicht.“
Gerade in den jüngeren Generationen und auch in meiner eigenen, fällt mir der Verlust von Empathie und Einfühlungsvermögen bei Kindern und Jugendlichen stark auf, wodurch ich vermehrt dazu ermutigen will, dass gerade die jüngeren Generationen sich durchaus damit befassen sollten um dem vorzubeugen.
Anna Seidl findet einfach den perfekten Ton, schwierige Themen und Fragen anzusprechen.

Weniger gefallen hat mir der Sexismus, der sich leider zwischen die Zeilen geschlichen hat und Stereotypen, sowie Geschlechterrollen und Drücke der Gesellschaft in den Köpfen verankern kann. So sind Aussagen wie: „Stephen mag Fußball (was für eine Überraschung, das ist ja so etwas Besonderes bei Männern!)" oder „Ziemlich schnell merkte ich, das Rauchen eklig ist und die meisten Typen nur das eine von mir wollen.“ im Roman zu finden. Natürlich handelt es sich hierbei auf den ersten Blick auf eine Form von Sexismus, die nicht besonders „schlimm“ erscheint, dennoch werden hier Clichés und Rollenbilder vorausgesetzt und in die Köpfe gesetzt, die der in der heutigen Gesellschaft nicht mehr passen. Dies kann schnell zu Intoleranz und Hass führen, wenn sich dieses Gedankengut (z.B. dass alle Männer Fußball mögen) verbreitet und festsetzt. Meine Kritik mag hier als sehr hart und weit hergeholt rüberkommen, dennoch fängt Sexismus bereits bei solchen kleinen Äußerungen an und ist meiner Meinung nach gerade dann besonders schädlich, weil es als etwas so normales und selbstverständliches aufgefasst wird, obwohl das nicht der Fall sein sollte.

„Gewalt ist sinnlos, wie nichts anderes auf der Welt“

Dennoch verbreitet der Roman insgesamt eine friedliche Botschaft und beugt Gewalt vor, sodass der positive Effekt womöglich überwiegt.

Also ist der Roman wirklich sehr gut gelungen und kann durchaus weiterempfohlen werden. Auf jeden Fall sollte man „Es wird keine Helden geben“ gelesen und darüber nachgedacht haben. Hier geht es im Zweifelsfall nicht nur darum, ob der Roman gefällt, sondern um das was er vermittelt und lehren kann.
139 reviews1 follower
May 30, 2022
Ein Buch, das von einer jüngeren Autorin geschrieben wurde, habe ich vermutlich bislang nicht gelesen. Vielleicht liegt es daran, dass die Aussagen und Formulierungen der jugendlichen Ich-Erzählerin auf mich so authentisch gewirkt haben. Leider wies das Buch abgesehen von dieser Authentizität wenig Lichtblicke auf. Stattdessen handelt es sich in meinen Augen bei dem Buch um einen klassischen Coming of Age-Roman, wie es sie tausendfach gibt. Der Amoklauf als Impulsgeber für die Veränderungen der Protagonistin ist hierbei immerhin etwas innovativ, hätte wahrscheinlich aber auch relativ schnell durch andere traumatische Ereignisse ersetzt werden können. Um Themen wie Mobbing oder die Identifikation der persönlichen Werte mit Jugendlichen zu diskutieren, mag das Buch allerdings eine gute Ausgangsbasis zur Selbstreflexion sein.
Profile Image for Mari.
94 reviews3 followers
June 26, 2018
Miriam erlebt einen Amoklauf und sieht dabei zu, wie ihr Freund stirbt...
Die Geschichte erzählt den Verlauf der Tage, der Monate danach... wie kann man solches Ereignis verkraften? Besonders wenn man am Mobbing teilgenommen hat...

Die Figuren werden sehr ausführlich geschildert, ihre Charaktere sind total glaubwürdig (die Autorin hat diesen Roman mit 16 geschrieben), es ist spannend, und der Leser ganz und gar hineingezogen. Die Sprache ist schön, und es bringt einem zum Nachdenken. Welche Verantwortung trägt man beim Mobbing? Wie kann man dazu kommen, andere Schüler umzubringen? Wie kann man einen Amoklauf überwinden, wenn man seine Liebsten verloren hat, und dabei auch seine Kindheit?

Das Buch ist sehr gut!
Profile Image for Dominique.
52 reviews2 followers
May 18, 2023
Es ist nun schon eine Weile her seit ich dieses Buch gelesen habe.
Ich weiss noch, dass es nicht einfach zu lesen war, hauptsächlich wegen dem Trauma und dem zentralen Thema von Trauer und Schuldgefühlen.
Es war ein gutes Buch, dass einzige was ich mich noch erinnere kritisiert zu haben, war das Ende.
In einem Moment war die Protagonistin noch tief im Trauma, dann gab es einen 6 monatigen sprung, und plötzlich war sie in einer glücklichen Beziehung, relativ frei von Trauma und hatte dem Jungen der ihren ehemaligen Freund erschossen hatte vergeben und Blumen auf sein Grab gelegt.
An und für sich, war das ein gutes Ende, doch ein immenser Teil vom Heilungsprozess wurde schlicht übersprungen, was ich sehr schade fand...
81 reviews
August 4, 2021
⭐️⭐️⭐️⭐️

Een boek met een bijzonder en heftig verhaal. Het leest prettig en is goed te volgen, ook de flashbacks die gedurende het verhaal aan bod komen om zo meer duidelijkheid te geven over bepaalde situaties. Verschil tussen het ‘heden’ en de flashbacks is duidelijk te zien in het verhaal.

In het verhaal gaat het niet alleen om de getraumatiseerde gebeurtenis die doorgemaakt wordt, maar zeker ook om de emoties en het rouwproces wat (maanden) daarna aan bod komt. De verschillende manieren waarop mensen met rouw omgaan de verschillende emoties die de tieners voelen worden voor, tijdens en na de gebeurtenis duidelijk beschreven.
Profile Image for agnė.
94 reviews
March 19, 2020
2.5/5 stars.

impressive that this book was written by a teenager. some parts did hit hard, but overall the topics weren't handled as well as they could have been. miriam's existential thoughts about the meaning of life felt shallow and repetitive, to the point where i had to skip entire paragraphs because of the same thing being said over and over again. i'm glad it showed how different people cope with loss, i just wish i would've gotten more out of it. the writing style was pretty mediocre, bland and some parts felt a bit tryhard-y. not bad, but not good either.
159 reviews
August 10, 2020
Spannendes Thema, auch wenn es vor allem um Trauer unf Schuldverarbeitung geht. Miriam ist nicht immer die sympathischste, aber sie lernt aus ihren Fehlern und es macht sie authentisch. Ich hätte gerne noch mehr über die Gefühle anderer erfahren. Bei Joannes Tod musste ich so Weinen und das Buch hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt, ich kann mich nicht so gut reinversetzen, aber Miriams Prozess wirkte sehr realistisch wie es beschrieben wurde.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for sienna ・✫・。. *✭˚・゚✧.
137 reviews10 followers
November 1, 2021
I thankfully have never experienced such a thing like this in my life, and I hope I never have to, but I do think it’s such a good story to make consciousness about this type of situations. It makes your understand not only how much danger a thing like this can make to somebody’s mind, but also how much the actions of bullies or any other people can affect the mind of an innocent one. We have the perspective of the bully, and I think it’s such a wonderful perspective.
Displaying 1 - 30 of 96 reviews

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